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So leben Engel... | |
Hallo zusammen.
10:13, 2 August 2010
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Liebe Leser/innen, bestimmt habt ihr schon bemerkt dass ich mich hier nicht mehr so oft gemeldet hatte. Dies liegt hauptsächlich an dem Nachzügler Florin. Ich bin nun ziemlich ausgelastet und musste eine Zeit lange Ruhen. Dies wird wohl noch länger brauchen. Denn meine Kaiserschnittnaht und mein Rücken lassen grüssen. Es ist nicht sehr lustig damit zu leben! Diese Schmerzen täglich zu überstehen. Vorallem wegen meinem Rücken! Es zieht, zerrt, rupft und strahlt in die Beine ein. Der Ischias Nerv zeigt den Weg! Ja, so muss ich aber im Moment damit leben. Aber sobald ich wieder Muskelaufbautraining machen darf werde ich dies auch tun! Ich werde mich sicherlich nicht hängen lassen! Somit hoffe ich in den nächsten 3 Jahren mein Gewicht wieder unter Kontrolle zu haben. Das braucht es auch, bestätigte mich mein Gynäkologe! (Da ich ja schon das dritte Kind gebar) Somit leben wir weiter... "So leben Engelskinder mit dem PCH-2 Syndrom" auf der HP: http://celinico.npage.de Wer interessiert ist und mit uns weiteres miterleben möchte dann schaut doch vorbei und hinterlasst auch einen Eintrag im Gästebuch. Wir freuen uns sehr darüber! Es wird wahrscheinlich ein bisschen länger dauern bis ich mich melde, da ich ja nun sehr beschäftigt bin mit Florin, Céline und teilweise Nicola. Ich wünsche euch alles Liebe und gute Gesundheit! Liebe Grüsse Daniela mit Céline, Nicola und Florin Erster Kinderarztbesuch...
03:26, 15 July 2010
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Heute hatte Florin, 4 1/2Wochen nach der Geburt, seinen ersten Besuch bei der Kinderärztin. Dieselbe von Céline und auch Nicola (im Notfall wenn er gerade bei mir zu Hause wäre) Um 10h erreichten wir die Praxis und mussten noch eine 1/4Std. warten bis wir aufgerufen wurden. Florin wurde untersucht und abgehört. Keine Erkältung, alles i.O. Zugenommen hatte er gut. Nun wiegt er 4kg 100g. Sein Geburtsgewicht war 3180g und kurz darauf nahm er natürlich ab bis zu 2860g. Seinen Kopfumfang ist auch einiges grösser geworden. Nach der Geburt war er so klein. Nur 34.4cm Umfang. Und heute war es 36.5cm. Schön und einfach alles normal! Und seine Grösse ist nun 55cm. Er ist also gut gewachsen. Super. Céline's Puppe war so gross wie Florin nach der Geburt (Puppen Beine mussten gestreckt sein.) Genau 51cm. Erstaunlich.... Alles sieht gut aus. Leider hat er einfach eine Baby-Akne, die aber zum Glück wieder von selber verschwinden wird und einen Storchenbiss im Nacken. Da braucht man nichts zu machen. Man könnte mit Cortison behandeln.. Aber dies will ich sicherlich nicht wenn es von selber wieder ohne Probleme weg geht! Es stört ihn ja nicht. Jungs allgemein haben eher diese Baby- Akne. Céline und Nicola waren davon nicht betroffen. Naja, Florin ist eben anders. Ist auch gut so. Vielleicht ist er ja auch eben einfach normal gesund... Seine Roten Stellen am Hinterkopf bedeuten nichts da es einfach eine zu gute Venenführung ist. Seine rechte Seite ist wegen dem Liegen schon ein bisschen verformt und deswegen muss er nun eher nach links gelagert werden. Morgen geht's auf nach Biel. Mal sehen wie er diese lange Fahrt Hin und Zurück übersteht und verträgt... Céline freut sich bestimmt schon auf ihren Bruder Nicola. Für Florin und Nicola wird es die erste Begegnung sein.
Heisser als Heiss.. Der Sommer ist nun wirklich da...
03:31, 12 July 2010
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Lange hatten wir danach gebangt, wann es doch endlich wärmer werden würde. Fast nicht mehr daran geglaubt... Als ich am 14.6. mit Florin für eine Woche in der Klinik lag, war es draussen echt noch kalt und verregnet. Da mussten wir uns noch richtig warm anziehen. Und jetzt, jetzt erschlägt uns die Hitze beinahe. Diese riesige Hitze - Unterschied ist natürlich nicht gut, für uns alle! So lange kalt von nur 8 Grad und dann plötzlich bis 30 Grad heiss und mehr... Man konnte sich gar nicht daran gewöhnen. Vor allem für ältere Menschen und für Babys und junge (auch kranke) Kinder. Aber was soll man da auch gross ändern können? Das Wetter macht halt was es will. Für viele heisst es zuerst einmal besser in der Wohnung bleiben. Und nur vormittags sich draussen verweilen. Ansonsten könnte ein Hitzschlag das Ende bedeuten. Leider gab es schon mehrere Fälle bei uns um die Ecken. Traurig! Ich jedenfalls habe momentan echt Mühe mit der Hitze. Aber dies liegt wohl auch noch an der Hormonumstellung. Und mit Florin halte ich mich meistens in der kühlen Wohnung auf, naja, die ist ja auch schon 24 Grad warm. So kühl ist das auch nicht mehr. Smile...
Mein Gewicht macht mich auch zu schaffen, wie auch anders? Ich hatte ja immer Mühe damit umzugehen. Ich war früher immer so sportlich... Aber nun muss ich mir halt noch mehr Zeit lassen und verstehen lernen dass es eben nicht so schnell geht mit der Gewichtsabnahme! Geduld war ja noch nie meine Stärke. Das gebe ich auch ehrlich zu. Nun ja, zum Glück muss ich ja niemandem mehr gefallen. Denn einen Partner kann ich eh ausschliessen! Damit habe ich auch schon abgeschlossen. Wer sollte uns auch schon akzeptieren? Zwei schwerst behinderte Kinder, ein gesundes Kind und eine Mutter mit zwei Geburtsgebrechen und Uebergewicht.? Egal! Ich lebe heute und geniesse den Tag! Und vielleicht denke ich in ein paar Monate schon wieder anders...? Der Samstag war so heiss dass wir alle gar nicht zum Spazieren kamen. Wir blieben einfach zu Hause und hatten genug zu tun. Céline bekam um 10.30h ihr Mittagsessen. Sie genoss es wirklich. Und diesmal verhielt sie sich auch ruhig im Rollstuhl. Keine Spastiken. Wau! Es ist wirklich schwierig an was es liegt dass sie so urplötzlich unruhig wird. Es kann an so vielem liegen. Ob man selber als Person (die mit ihr arbeitet) nervös ist, wenn Céline Schmerzen hat, sie selber schlecht gelaunt ist, oder wenn ihre Nerven wieder verrückt spielen die alles selber verursachen. Das ist einfach schlimm! Aber diesmal war alles wunderschön... Und wir genossen dann alle auf der Terrasse unser Mittagsessen und danach die Ruhezeit. Auch Florin durfte kurz mit uns draussen bleiben. Der Termometer zeigte schon 29 Grad im Schatten um 13h an. Wahnsinn. Ein ungeplantes Wochenende mit Céline bei meinen Eltern...
02:09, 6 July 2010
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Eigentlich sollte Céline von Freitag bis Sonntag weiterhin in Münsingen im Heim bleiben, vom 2. bis 4.Juli. So war's schon lange abgemacht... Doch leider konnte sich das Heim nicht daran halten, da sie wegen Umbau nach Schwand umziehen mussten. Ich verstehe dies ja auch. Doch dies wussten sie ja schon lange bevor wir die Termine ausgemacht hatten. Schade dass sie einfach nicht genau voraus sehen können, planen und ich mich auf sie verlassen kann. Es ist einfach traurig für mich und schwierig zu verstehen, da ich eben eine sehr genaue und ordentliche Person bin. Ich will immer gleich alles perfekt organisiert haben. Und bei mir klappt dies auch fast immer! Leider konnte ich keine Spitex-Betreuung so schnell organisieren! Das geht auch gar nicht so schnell auf normalem Wege! Und da ich ja eine Notfall-Sectio hatte kann ich noch länger nicht heben. Dies habe ich aber auch nicht ausgesucht! Somit mussten meine Eltern kurzfristig einspringen und zu Céline schauen. Meine Mutter kann Céline auch nicht mehr tragen da sie die Kraft gar nicht mehr dazu hat! Mein Vater half so gut es ging, aber auch er hat seine Krankheitsgeschichten. Also lief mal wieder alles so einigermassen... Ich selber hatte mit meiner Kaiserschnittnaht schon wieder viel zu viel gemacht... Gesaugt, Böden nass aufgenommen, Wäsche gewaschen und gehoben...60l Abfallsäcke rausgetragen, Rollstuhl mit Céline in die Wohnung gehoben, Céline am liegenden Ort gewickelt und kurz angehoben (Sie wiegt ja 18kg und der Rollstuhl wiegt sogar über 27kg)...usw. Alles was ich eigentlich noch nicht tun sollte... Aber wie sollte ich es auch anders, ich bin ja auf mich alleine angewiesen? Ich mag keinen Saustall bei mir zu Hause. Ich möchte mich wohl fühlen... Und meine Kinder sollen dies auch fühlen können. Aber Steril ist es auf jeden Fall bei uns nicht! Denn Staub hat es überall! Mein Rücken meldet sich nun ab heute wieder. Das Kreuz schmerzt dermassen dass ich wieder Schmerzmittel einnehmen muss, dabei konnte ich nun eine Woche ohne damit auskommen. Keine Ahnung was das wieder ist? Auf jeden Fall schmerzt es wieder höllisch... Am Freitag, 2.7. kam Céline nach 12h bei mir zu Hause an. Hungrig war sie nicht allzu gross. Ich musste wieder sondieren. Und das Zvieri um 15h sondierte ich eh gleich da sie schon auf ihrer Matte lag. Aber dies störte sie überhaupt nicht. Ihren Bruder Florin genoss sie auch wenn sie ihn nur teilweise hörte. Denn alleine kann man beide nicht nebeneinander liegen lassen... ansonsten würde Céline ihn plötzlich ungewollt schlagen (unkonntrollierte Bewegungen) oder auf ihn liegen. Aber wenn sie sich beide sehen dann ist es eine grosse Bereicherung.
Das erste Wochenende mit Céline und Florin
08:17, 29 June 2010
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Am 26.6. kam Céline nach Hause. Ein aufregender Tag begann. Als Céline ihr Brüderchen Florin sah wurde sie so richtig aufmerksam und ruhig. Sie lächelte und quaselte mit ihm. Es war richtig süss zu sehen wie lieb sie ihn hatte. Die grosse Schwester mit Florin. Kurzer Rückblick: Als ich noch im Spital war und mich von der Geburt erholen wollte klingelte doch wirklich noch mein Handy und jemand vom Heimteam von Biel war dran. Was kam nun..? Nicola's prov., kaputte Jejunal-Gastro-Sonde war immer wieder verrutscht und das Team drückte sie immer wieder in Nicola's Bauch zurück und so wurde sie dann bei ihm am Bauch festgeklebt. Doch leider, erbrach nun Nicola seine Sondennahrung die eigentlich nur in seinen Dünndarm fliessen sollte. Mein Gedanke war sofort, dass nun der Schenkel (Schläuchlein vom Magen zum Darm) in den Magen gerutscht ist und er wohl deswegen nun wieder erbrechen konnte. Das Team brachte ihn ins Bieler-Spital. Was ich dann erfahren musste schockte mich sehr! Die Aerzte informierten mich über Nicoal's Zustand. Der Sondenschlauch der eigentlich im Dünndarm (Jejunum) liegen sollte, war nun in die Speiseröhre gerutscht. Mein Gott, wie kann dies denn nur passieren? Die Aerzte waren auch alle sehr überrascht! Und meinten: " Dies sollte eigentlich gar nicht passieren können. Aber leider wurde dies durch das immer wieder zurückstossen in Nicola's Bauch so verursacht. Na toll! Welche super schöne Nachrichten! Meine Gedanken liessen nicht locker... Ich werde auf jeden Fall das Inselspital-Gastroenterologen-Team informieren. Mal sehen was die dazu meinen. Der Chirurg der Nicola das letzte Mal operiert hatte trifft keine Schuld! Auch der Kinderoberarzt von Biel trifft diesbezüglich keine Schuld, aber doch als er mich nicht informierte wegen dem Jeunalbutton den es anscheinend nicht mehr gab. Und man bei Nicola einfach eine andere Sonde einführte ohne mich zu benachrichtigen! Mir wäre es lieber wenn Nicola in Bern operiert würde. Da sie ihn am besten kennen. Auf jeden Fall werden nun immer jährlich eine Gastroenterologie und Neurorehabilitations-Kontrolle im Inselspital für beide Kinder abgehalten werden. Dies muss das Z.E.N. akzeptieren. Und ich hoffe schwer dass dann nicht zusätzliche Fahrtkosten deswegen zu stande kommen!!! Für Nicola's bevorstehenden Eingriff erwarte ich dass man mich als Mutter und als Person versteht. Denn ich bin der Meinung dass Nicola das Recht hat auf meinen Entschluss. Einen direkten Jejunaleingang wäre für ihn die beste Lösung, da er sonst ständig eine Narkose haben müsste wenn wieder ein Button (Darm-Magenknopf) kaputt ginge. Der letzte hielt ja nur 1 1/2 Wochen. Das möchte ich ihm ersparen. Und dazu kann man gleich den Mageneingang offen lassen und auf keinen Fall zuwachsen lassen! Denn somit kann man über den Magen-Button seine Medikamente wie Nahrung die er durch den Tag nicht einnehmen würde sondieren. Sein Magen ist eh seither sehr geschrumpft! Also muss man ihn auch wieder trainieren damit er wächst! Da muss aber eben auch das Heim-Team mitmachen. Hoffe schwer dass sie dies auch verstehen! Dies werde ich auf jeden Fall auch bei Céline so einrichten lassen wenn das Thema mal fällt. Céline war zu Hause im Rollstuhl richtig nervös, zappelig. Sie war schwer zu beruhigen. Daher ass sie natürlich wieder einmal nicht so gut. Aber sobald sie wieder liegen durfte wurde sie ruhiger. Und als sie Florin auf ihrem Bauch spüren durfte, wurde sie gleich nochmals ruhiger und ganz aufmerksam. Geburt von Florin Elias
11:26, 28 June 2010
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Am Montag, 14.6.2010 um 0.15h trat ich sehr müde von den letzten Wochen den schlaflosen Nächten ins Spital ein und erhielt um 1.30h ein Ovulumzäpfchen. Leider konnte ich trotz allem, ein Zimmer für mich, nicht einschlafen… Wehen hatte ich noch nicht. Wahrscheinlich liess mich die Aufregung nicht einschlafen. Wie wohl die Geburt werden würde...? Der Kaiserschnitt dauerte nicht lange... Die Freude war riesig als man mir Florin zeigte. Er weinte auch als er aus dem Bauch geholt wurde. Das erste Schreien berührte mich sehr, da ich dies ja von Céline und Nicola gar nicht kannte. So fühlte ich, dass ich einen gesunden Jungen auf die Welt gebracht hatte. Die Tränen flossen vor Freude… Florin Elias, erblickte am 14.6.2010, um 9.41h per Notfallsectio die Welt. Gleich darauf im Aufwachraum wurde mir Florin auf die Brust gelegt und er suchte sofort danach. Angedoggt saugte er stark und erhaschte seine Milch. Ich genoss es richtig ihn so nahe bei mir zu spüren. Denn im OP-Saal dauerte es natürlich noch 'ne Zeitlang bis ich Florin in den Armen halten konnte. Und plötzlich wurde mir auch noch grausam schlecht dass ich würgen musste und es schüttelte mich vor Kälte. Das Gefühl in meinem Körper kam langsam aber angenehm nicht so wie bei der Krampfader OP. Mein Gynäkologe meinte dass die Sectio auf jeden Fall notwenig war ansonsten wäre mein Traum Wirklichkeit geworden. Nicht auszudenken wenn ich gewartetet hätte bis die Wehen zu Hause losgegangen wären... Mein Wunsch zu stillen funktionierte leider nicht. Dies frustrierte mich zusätzlich. Nun bin ich aber am abstillen, denn nur 10ml pro Brust ist ja nichts. Florin trinkt unterdessen pro Mahlzeit 60-90ml. Der Schoppen nimmt er nun sehr gut. Heute ist Florin genau 2 Wochen alt und hat unterdessen einige Gramm schon zugelegt. Letzten Samstag wog er 3230g. Samstag, 12.6.2010
04:44, 12 June 2010
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10h, die Begrüssung war wieder erfreulich. Céline strahlte als sie zu Hause angekommen war. Heute schien die Sonne nicht so heiss aber warm war's trotzdem. Zuerst durfte Céline mal aus dem Rollstuhl da sie enorm zappelig war. Auf der Matte waren ihre Bewegungsabläufe schon viel ruhiger. Sie zog sich ihre Puppen und Plüschtiere sofort alle zu sich und war voll beschäftigt mit ihnen sich auszutauschen. Anscheinend hatte sie viel zu erzählen... 10.30h erhielt Céline dann ihr Mittagsessen wobei sie im Rollstuhl wieder unruhiger wurde. Sie hat nun eine gerade Sitzposition die sie einhalten sollte. Somit würde sie sich mit dem Kopf nicht mehr so überdrehen. Wäre super wenn dies mit der Zeit klappt. Doch ihre Unruhe ist wirklich nicht sehr angenehm. Vor allem für sie selber nicht. Nun wird die Einstellung von den Medikamenten abgeklärt und getestet wobei wir alle intensiv Buch führen müssen. Um 12h musste Céline beim Coiffeur stillhalten. Tja, doch leider war sie ständig in Bewegung mit den Armen und Beinen. Susi musste sie recht fest halten damit die Friesörin auch gut die Haar schneiden konnte. Mit einer hübschen Céline verliessen wir kurzum dann das Geschäft. Sobald wir am Spazieren waren, wurde sie auch viel ruhiger. Also, wenn der Rolli fährt ist auch Céline wieder ausgeglichener. Beim Egelsee angekommen warteten schon die vielen hungrigen Enten auf uns. Ein hektischer Montag
08:12, 3 June 2010
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Um 8.30h, 31.5., wurde ich von einer Mutter, die auch eine behinderte Tochter hat, abgeholt. Wir fuhren gemeinsam zur Schule unserer Kindern. Ich lernte beim Montags-Treff andere Mütter kennen. Wir tauschten uns interessiert aus. Zur selben Zeit traf ich noch auf die neue Direktorin, die ich vorher immer am Telefon beim Gesundheitsamt dran hatte. Auch mit ihr versuchte ich ein gutes Gespräch zu führen. Meine Ansichten verstand sie zwar, aber konnte leider nichts ausrichten. Kurzum besuchte ich natürlich noch Céline in der Wohngruppe Grün. Sie lächelte mich an. Sie hatte gerade ihr Znüni hinter sich gebracht. Geschmeckt hatte es ihr auch noch. Alle Kinder waren zufrieden. Schnell verabschiedete ich mich wieder von Céline, da sie mit den anderen Kindern im Schulkreis zu tun hatte. Am Nachmittag musste ich zur Gynäkologischen Untersuchung. Die letzte vor der Geburt. Das CTG war in Ordnung und Florin wohlauf. Auch die Blut- und Urinwerte waren i.O. Super, schade nur dass ich so Mühe habe mit dem Schlafen. Die Rückenschmerzen sind beim Liegen unerträglich. Der Ischiasnerv leitet in beide Beine hinunter. Nur gegen die Schmerzen kann man nicht viel machen. Plötzlich klingelte mein Handy... Jemand von Céline's Schule war dran. Ganz irritiert... Sie hatten Céline über den Mittag am Boden spielen lassen und sie lag auf dem Bauch. Als das Personal mal zu ihr schaute und sie auf den Rücken drehten, erkannten sie gleich dass der Button (Magenknopf) rausgeflogen war. Hm... Der Ballon war geplatzt, somit konnte der Button rausrutschen. Mist. Nun wollten sie einen neuen reinstecken aber es ging nicht mehr. Der kaputte Button war schon zu lange rausgeflogen. Innerhalb von kurzer Zeit wächst das Eingangsloch langsam wieder zu. Und der Kanal im Bauch zum Magen von Céline wurde schon enger... Ich teilte ihnen mit dass Céline nun ins Inselspital gefahren werden müsste. Wenn man den Knopf nicht selber wieder rein bekommt muss dies ein Arzt machen. Ansonsten wächst das Loch wieder ganz zu und Céline braucht eine neue Operation. Und ich konnte nichts unternehmen, ich war ja selber beim Arzt. Das Heimteam organisierte alles und holte Céline in der Schule ab und fuhr mit ihr in den Notfall wo ich schon auf sie wartete. Die Warterei nervte mich mal wieder. Es war ja bekannt dass man im Notfall wahnsinnig lange aushalten muss um überhaupt untersucht zu werden. Die Aerzte liessen sich auch Zeit... Nach einer Stunde wurde der richtige Arzt endlich informiert und er versuchte Schritt für Schritt mit speziellen dicken, stumpfen Nadeln den Eingang zum Magen zu erweitern. Céline verzog ihr Gesicht vor Schmerzen. Puh, aber der neue Knopf sass wieder. Doch sehr satt und liess sich nicht drehen. Céline fand dies gar nicht witzig. Sie krümmte sich vor Schmerzen. Vorerst wird die Sonde nun an Nicolas Bauch geklebt weil der richtige Jejunalbutton noch nicht bestellt wurde. Eigentartig! Dabei hatte ich doch mit dem Facharzt von Biel darüber gesprochen und er wollte ihn bestellen. So nahm ich mal wieder alles selber in die Hand und telefonierte herum bis ich die richtigen Auskünfte erlangte. Schade dass ich dies alles selber machen muss, denn ich bin ja keine Aerztin! Warum die Aerzte untereinander sich nicht austauschen können verstehe ich wirklich nicht! Ist für mich unbegreiflich! Zuletzt hatte ich dann tatsächlich herausgefunden wo man das Sondenbesteck bestellen kann. So informierte ich den Facharzt und gab ihm dies Info weiter. Wir diskutierten miteinander wie wir bei Nicola nun vorgehen sollten. Er meinte, dass vielleicht ein direkter Eingang ins Jejunum (Dünndarm) am besten wäre da ansonsten Nicola ja immer wieder eine Narkose bräuchte um den Jejunalbutton in seinen Magen zu führen. So bestünde die Gefahr auch nicht mehr dass er ständig kaputt ginge. Und den Mageneingang könne man dann zuwachsen lassen. Die Idee fand ich nicht schlecht aussert dass ich der Meinung bin dass man den Mageneingang offen lassen sollte. Somit könnte man gleichzeitig Nicolas Magen trainieren ihn wieder aufzubauen, da er ja so geschrumpft ist. Auch wäre alles einfacher mit dem Sondieren der Medikamenten. Luft ablassen usw.... Da stimmte mir der Arzt auch zu. Er müsse dies aber zuerst mit dem Heimarzt besprechen. Ok, das ist korrekt, doch zuletzt ist es meine Entscheidung was ich für mein Kind möchte. Ich hoffe wir finden alle gemeinsam die richtige Lösung. Im Notfall verlief die Zeit langsam... Doch das Röntgen von Céline war in Ordnung. Zum Glück, so durften wir nach 3 Stunden endlich mit Céline entlassen werden. Céline wurde ins Auto gebracht und mit dem Pflegenden ins Heim gebracht. Alles nochmals glimpflich abgelaufen. Céline hatte natürlich noch Schmerzen aber diese würden auch wieder vergehen. Am Mittwoch 2.6. besuchte ich Nicola im ZEN. Er war voll beschäftigt. Ein ausgefülltes Wochenende
08:13, 2 June 2010
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Als Céline am Wochenende nach Hause kam strahlte sie mich schon wieder von weitem an. Die Spitexfrauen trafen auch pünktlich um 10h ein. Eine davon wollte einfach mal in den Beruf reinschnüffeln. So durfte Céline gleich als erstes in der Badewanne planschen. So wurde die zukünftige Spitexfrau eingeführt. Danach erhielt Céline ihr Mittagsessen und später machten wir uns auf einen Spaziergang. Im Migrosrestaurant angekommen speisten wir genüsslich unser Mittagsmenü. Das Wetter liess es zu dass wir einen Besuch beim Egelsee abstatten konnten. Ach wie herrlich... Wieder zu Hause angelangt war die nächste Mahlzeit von Céline dran. Wir waren also doch recht lange unterwegs. 11.30h-14.30h. "Wer gesund ist und geliebt wird, hat Grund, glücklich zu sein."
07:33, 22 May 2010
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Reportage von Walter Däpp
«Wer gesund ist und geliebt wird, hat Grund, glücklich zu sein.»
Walter Däpp «Ich bin eine spezielle Frau mit besonderen Aufgaben», schreibt sie. Stimmt. Daniela Kolb, 39-jährig, ehemalige Tanzlehrerin, sehbehindert, IV-Rentenbezügerin, alleinerziehende Mutter der beiden «besonderen» Kindern Céline (8) und Nicola (6 1/2), wie sie schreibt, leistet tatsächlich Besonderes. Die beiden sind schwer behindert: Sie leiden an Pontozerebellärer Hypoplasie Typ 2 (PCH-2). Im Buch «So, lachen Engel» hat sie ihre Geschichte aufgeschrieben. Als Céline 2002 geboren wurde, schien alles gut zu sein – der Kinderarzt gratulierte zum gesunden Kind. Die Diagnose, die alles verändern sollte, kam erst kurze Zeit später. Daniela Kolb war beunruhigt, weil Céline in den ersten Tagen im Spital stumm in ihrem Bettchen lag, nicht weinte, keine Laute von sich gab, sich nicht stillen liess und auffallende Atemaussetzer hatte. So brachte man Céline notfallmässig auf die Intensivstation im Kinderspital, wo die Ärzte «nach zwei Wochen des Bangens und Wartens» die für sie damals noch nichtssagende Krankheit «PCH-2» diagnostizierten – eine sehr seltene Minderentwicklung des Kleinhirns und der so genannten «Brücke» (Pons). Sie redeten Klartext: Céline sei schwerst mehrfach behindert, sie werde nie sitzen, nie gehen, nie stehen, nie sprechen, nie selbständig essen können. Und sie werde wohl nur kurze Zeit lebensfähig sein – einige Monate, vielleicht ein Jahr. Die Krankheit führe normalerweise im Kindesalter zum Tod. „Die heile Welt brach zusammen“ «Das war der Horror», sagt Daniela Kolb, «unsere heile Welt brach zusammen. Zuerst dachte ich noch an einen bösen Traum – aber es war Wirklichkeit.» Es dauerte einige Zeit, bis es ihr gelang, diese Wirklichkeit zu akzeptieren. «Mein Mann und ich waren bereit, den schweren Weg mit ihr gemeinsam zu gehen», schreibt sie in ihrem Buch, «wir wollten ihr ihre ersten und gleichsam letzten Wochen und Monate auf dieser Welt so schön wie möglich machen – so schlimm es für uns auch war.» Es kam aber noch schlimmer. Daniela Kolb wünschte sich ein zweites Kind. Sie vertraute den ärztlichen Zusicherungen, eine PCH-2-Erkrankung lasse sich rechtzeitig feststellen. Nicola wurde im Oktober 2003 geboren, man gratulierte ihr wieder zum gesunden Kind, doch vier Monate später stand fest: Auch er litt an Pontozerebellärer Hypoplasie Typ 2. «Ich war wie versteinert», schreibt Daniela Kolb im Buch, «wusste nicht, ob ich laut schreien oder für immer verstummen sollte. Die Frage nach dem Warum bohrte sich ein zweites Mal in meinen Kopf und liess mich nicht mehr klar denken. Ich zerbrach. Hatte keine Ahnung, wie ich diese Last tragen sollte. Nicht noch einmal!» Doch sie trägt sie, diese Last. Seit Jahren. Und seit der Scheidung von ihrem Mann tut sie es allein. «Eigentlich ein Wunder», sagt sie, «dass ich dazu fähig bin. Dass ich trotz allem immer wieder die Kraft habe, aufzustehen. Meine Kinder belohnen mich aber dafür. Trotz ihrer Behinderung zeigen sie Freude. Sie können lachen. Sie sind dankbar. Ich glaube, dass sie auf ihre Weise auch glücklich sind.» Wichtig für Daniela Kolb ist auch, sich mit andern Eltern behinderter Kinder auszutauschen – und mit ihrem Buch «So lachen Engel» ihr Schicksal zu verarbeiten und gegen die Ausgrenzung Behinderter zu kämpfen, denn: «Leider ist es noch immer so, dass man als behinderter Mensch, zum Beispiel im Rollstuhl oder an Gehstützen, und eben auch als Begleitperson, auffällt. Es braucht eine grosse Portion Selbstbewusstsein und eine festen Persönlichkeit, um den oft starrenden Blicken standzuhalten.» In zwei verschiedenen Heimen Die letzten Jahre verbrachten die Kinder teilweise für einige Tage pro Woche gemeinsam im Aeschbacherhuus in Münsingen, doch nun sind sie getrennt. Nicola ist ins Z.E.N., ins Zentrum für Entwicklungsförderung und pädiatrische Neurorehabilitation der Stiftung Wildermeth Biel, verlegt worden, Céline wird ihm erst folgen können, wenn im Z.E.N ein weiterer Platz frei wird. Das heisst: Es muss erst ein anderes Kind sterben. Das schmerzt Daniela Kolb: «Meine beiden Kinder vermissen sich sehr. Und auch für mich ist alles noch viel schwieriger geworden.» Als Sehbehinderte könne sie nicht Auto fahren, die Besuche in Münsingen einerseits und in Biel andererseits seien umständlich und kostspielig. Und wenn sie die Kinder zwischenhinein zusammenbringen wolle, müsse sie die Kosten für das Behindertentaxi selber bezahlen – «die Retourfahrt kostet 200 Franken». Seit 2006 ist Daniela Kolb alleinerziehende Mutter, nachdem die Ehe mit dem Vater ihrer beiden behinderten Kinder scheiterte. «Er zahlt zwar Alimente», sagt sie, «doch von einem echten Engagement für Céline und Nicola ist leider nichts zu spüren.» Nicht mehr arbeitsfähig Daniela Kolb war Zahnarztgehilfin. Später wurde sie Tanzlehrerin. Sie liebte diesen Beruf. Doch ihre schwere Sehbehinderung und ein Rückenleiden, ein instabiler Wirbel, stoppte auch diese Passion. «Das war ein harter Schlag», sagt sie, «der Tanzunterricht brachte mir viel. Es war befriedigend, anderen etwas zu zeigen, sie weiterzubringen, sich über ihre Fortschritte zu freuen. Es war für mich auch gut, unter Leuten zu sein. Die berufliche Tätigkeit war eine Abwechslung. Sie gab mir auch Kraft. Es macht mich traurig, dass ich dazu nicht mehr fähig bin.» Trotz Arbeitslosigkeit gehe es ihr aber zumindest finanziell «recht gut», sagt sie. Mit den IV-Renten, den Alimenten und den Kinderzulagen ist für die Kinder gesorgt, für Pflegeaufenthalte zu Hause erhält sie Hilflosenentschädigung und Intensivpflegezuschläge. Wegen ihrer Sehbehinderung («links sehe ich noch dreissig Prozent, rechts nur noch fünf Prozent») und ihrem Rückenleiden erhält sie eine halbe und vielleicht bald eine ganze IV-Rente. «Finanziell sind wir also gut abgefedert», sagt sie, «aber ich brauche auch nicht viel zum Leben. Ich bin in meiner Bewegungsfreiheit sowieso eingeschränkt, kann also keine grossen Sprünge machen.» Es seien aber auch immer wieder spezielle Aufwendungen nötig. Etwa für ein neues Rad am Rollstuhl. Oder für ein Lagerungskissen. Oder für Bébénahrung: «Das Essen für Céline und Nicola muss sehr fein püriert sein, mit einem normalen Mixer geht das nicht.» Bald kommt Florin zur Welt Bald wird Daniela Kolb erneut Mutter. Das dritte Kind – es wird ein Bub sein und Florin heissen –war nicht geplant, sein Vater ist auch diesmal «als Vater nicht mehr vorhanden». Durch Florin hofft sie, «neue Kraft und neue Zuversicht zu erhalten – was mir ermöglichen wird, auch Céline und Nicola weiterhin positiv betreuen zu können». Sie hofft, durch ihn «auch wieder die Normalität zu erleben» und auch mit Eltern nichtbehinderter Kinder in Kontakt zu kommen. Denn mit Céline und Nicola sei das schwierig: «Man geht eher auf Distanz zu uns. Das ist traurig. Denn ich bin ein offener Mensch. Ich hoffe, dass sich durch Florin Türen öffnen werden.» Daniela Kolb versucht aber, nicht mit ihrem Schicksal zu hadern und auch kleine Glücksgefühle zu geniessen. «Glück und Reichtum», sagt sie, «ist für mich gleichbedeutend mit Gesundheit. Wer gesund ist und geliebt wird, hat Grund, glücklich zu sein. Wir alle wollen doch geliebt werden. Egal wie.» Sie habe gelernt, «jeden Tag so zu nehmen wie er ist – stets im Jetzt zu leben, mich an Positivem zu freuen». Ihre behinderten Kindern seien für sie aber auch ein unschätzbarer Reichtum: «Von ihnen habe ich viel gelernt. Zum Bespiel die Fähigkeit, mit wenig zufrieden zu sein.» Ihnen wünscht sie, dass sie «noch einige Jahre stabil leben, schmerzfreie Momente haben und die Tage manchmal auch geniessen können». Und sie wünscht sich natürlich auch, dass Florin wirklich gesund sein wird: «Das ist für mich Glück. Wenn ich das Gefühl haben kann, dass es den Kindern gut geht – auch Céline und Nicola.» Dem Glück nachhelfen Begreiflich, dass sie diesem Glück zwischenhinein ein bisschen nachhelfen möchte. Zum Beispiel durch Besuche bei einem Heiler, der nicht nur Céline und Nicola, sondern auch ihr neuen Kräfte gebe und Vertrauen schenke. Gott habe sie lange völlig abgelehnt, sei sogar wütend gewesen auf ihn. Doch nun glaube sie «doch irgendwie wieder an ihn», sagt sie: «Ich finde ihn aber nicht in einer Kirche, sondern eher in der Natur.» Oder in den Engeln, mit denen sie sich in ihrer Wohnung umgibt. «Engel haben mich schon immer auf ganz besondere Weise berührt», sagt sie, «für mich sind keine Wesen mit festen Körpern. Sie symbolisieren das Positive, Leichte, Starke. Sie führen uns durchs Leben, weichen nicht von unserer Seite. Und sie verkörpern für mich Licht, Kraft, Liebe.» Durch Meditation nehme sie Kontakt mit ihnen auf. Zwischenhinein habe sie die Verbindung mit ihnen allerdings verloren, habe dann aber gemerkt, dass auch Céline und Nicola Engel seien – «Engel, die Menschen geworden sind». Ihr Buch trägt den entsprechenden Titel: «So lachen Engel.» Daniela Kolb, «So lachen Engel», Verlag Liebig, Frauenfeld, Fr. 25.-, erhältlich im Buchhandel oder per E-Mail: CeliNico@gmx.ch Alles kam mal wieder anders als man dachte....
03:20, 21 May 2010
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Am Montagmorgen erhielt ich einen Anruf aus dem Heim Biel. Nicola's Jejunalbutton war kaputt. Der Schlauch hätte ein Loch.... doch dies geht ja gar nicht, weil das Schläuchlein im Darm liegt und den kann man gar nicht sehen. Ich vermutete also, dass das Ventil defekt war. Somit floss aus dem Knopf der Darminhalt wieder retour. Das Pflegeteam brachte ihn gleich in den Notfall in Biel. Dort wurde der Jejunalbutton entfernt und einen profisorischen Magenknopf eingesetzt. Die OP wurde auf den Donnerstag, 20.5. geplant. So gut so recht. Das Pflegeteam und ich dachten natürlich dass Nicola dann wieder dieselbe Sonde erhält wie vorher. Das wäre eigentlich logisch. Und normalerweise hätte sich der Arzt auch bei mir melden müssen. So vermutete ich dass alles klar wäre. Den Jejunalbutton musste man natürlich bestellen. Deswegen konnte man den Endoskopischen Eingriff nicht gleich machen. Unterdessen hatte Nicola auch noch Fieber. Weshalb wusste ich nicht. Ich erfuhr erst am Mittwoch dass Nicola's CrP auf 97 gestiegen ist. Normaler Blutwert liegt bei 5. Also waren die Entzündungswerte erhöht. Und so sollte er einen Eingriff mitmachen? Narkose.... Ich war baff! Am Donnerstag hatte Nicola um 9h den Eintritt ins Bieler Spital. Um 11h war die OP vorgeshen. Meine Eltern luden mich um 10.30h im Spital ab und sie gingen unterdessen Schwimmen. Als ich die Kinderstation erreichte kam mir gleich eine Pflegende vom ZEN. entgegen. Sie teilte mir mit dass Nicola gerade soeben in den OP's gebracht wurde. Also warteten wir im Restaurant auf den Anruf der Aerzte. Es dauerte wieder mal viel zu lange. Eigentlich wäre solch ein Eingriff innerhalb von 20min. erledigt. Aber es dauerte über eine Stunde. Ich wurde natürlich unruhig, da ich ja keinen Arzt kenne und wusste dass sie im Bieler Spital eigentlich nicht spezialisiert sind für Gastroenterologische Eingriffe. Sie mussten nämlich einen Chirurgen aus La Chaux de Fond herbestellen. Wie unpraktisch. Dann wäre Nicola's Eingriff wohl eher besser im Inselspital Bern gemacht worden, wo man ihn eh kennt. Für mich wäre dies viel einfacher gewesen. Als wir dann endlich um 12.15h zu Nicola in den Aufwachraum durften, erblickte ich einen hustenden und röchelnden Jungen vor mir. Er fühlte sich gar nicht wohl. Bestimmt war es ihm noch übel von der Narkose her. Armer Kleiner. Am nächsten Morgen erhielt ich dann zwei Anrufe aus Biel. Einer vom Heim von der Heimleitung die sich bei mir entschuldigte und danach noch ein Arzt vom Bieler Spital der anscheinend vom Chefarzt vom Heim informiert wurde welches Chaos da entstanden wäre. Somit entschuldigte sich der Arzt aus dem Spital bei mir und musste seinen Kopf für seinen Kollegen hinhalten. Nächste Woche wird auf jeden Fall alles nochmals diskutiert und aufgeklärt. Na dann.... Gut ist, dass immerhin eine Entschuldigung stattfand... Es war wohl niemandem mehr recht. Ich meine, es ist zum Glück ja noch nichts Schlimmes passiert! Aber man stelle vor wenn dies bei einer enormen akuten Situation passiert wäre. Auf Leben und Tod. Ein Wochenende mit Céline....
08:18, 20 May 2010
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Am 15.5. wurde Céline um 10h mit dem Beh. Transport zu mir nach Hause gebracht. Als sie mich erkannte, strahlte sie mich freudig an. Sie strampelte mit ihren Beinen und genoss es von mir begrüsst zu werden. Es war herrlich.... da sah man gleich wie sehr sie mich auch wieder vermisst hatte. Nur alle zwei Wochen ist schon eine lange Zeit. Diesmal war's aber nicht so lange her als wir uns das letzte Mal sahen, da sie ja für 5Tage mit Lungenentzündung im Spital lag und ich sie dort besuchen konnte. Céline schaute sich überglücklich zu Hause um und fühlte sich auf ihrer Spielmatte richtig wohl. Später um 13h trafen wir uns alle in Lyss beim Heiler Stephen Turoff. So sahen sich Céline und Nicola nach langem auch mal wieder. Beide waren vor der Behandlung ruhig und machten eher gelangweilte Blicke.
Céline geht's besser...
03:04, 11 May 2010
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Am Mittwoch 5.5. vormittags erhielt ich plötzlich einen Anruf aus dem Spital. Céline könne nun nach Hause, ich solle sie doch bitte abholen. Ich war sehr überrascht und geschockt, denn am Vortag hiess es noch dass sie auf jeden Fall bis Ende Woche bleiben müsse da die Entzündungswerte immernoch zu hoch seien. Und nun wäre aber das CrP auf 52 gesunken. Céline hätte kein Fieber mehr und Sauerstoff brauchte sie auch nicht mehr. Das AB wirkte gut, also könne man sie so entlassen. Das EEG wegen den Krampfanfällen wurde also einfach ausgelassen. Dabei wäre dies auch noch ein Faktor der Abklärung gewesen. Auf jeden Fall musste ich zuerst nach Biel zu Nicola. Das Gespräch mit dem Chefarzt war schon lange abgemacht. Somit einigten wir uns dass ich mit meinen Eltern so ca. um 15h im Inselspital wären. Als wir im Z.E.N. ankamen, reagierte Nicola leider nicht auf uns. Er war wieder teilnahmslos und gar nicht fit. Er erbrach auch wieder sehr viel und nahm keine Nahrung zu sich. Ob er wohl an einer Magendarmgrippe nagte? Er sah blass und leid aus. Das Gespräch mit dem Chefarzt war sehr interessant und teilweise gut. Sie versuchen das Beste zu machen, für alle Kinder, bei normalen Krankheitheiten sie gut zu umsorgen und pflegen. Ist ja auch richtig so! Bei Medikamentendosierungen zu schauen, dass sie gut eingestellt sind... Oder sich einzusetzen, um herauszufinden an was sie leiden. Das ist sehr gut. Für mich aber selbstverständlich. Aber meine Meinung ist es auch, dass man bei so schwerst behinderten Kindern wie Céline und Nicola, bei schweren Infekten oder Krampfanfällen, jede Hilfe aussführt. Sie sollen schliesslich nicht leiden, grausam ersticken... Also bin ich dafür dass man sie intubiert, beatmet und reanimiert. Jeder Mensch hat das Recht auf diese Lebenshilfe. Wenn Céline und Nicola mal nicht mehr hier sein mögen dann werden sie auch bereit sein zu gehen. Auch dann wenn man alle Massnahmen probiert hat. Sie wissen selber wann die Zeit kommt. Céline musste letztes Jahr auch intubiert werden, ins künstliche Komma geführt, weil sie kaum mehr atmete. Einen Körperschock erlitt. Sie konnte nichts dafür, dass sie einen Magendurchbruch erlitt. Ich finde man muss zuerst einmal wissen warum das Kind nicht mehr atmen kann. Céline hatte durch die Intubation keine weitere Schäden im Hirn mitgetragen. Sie ist trotzdem wieder die Céline wie sie immer war. Und sie ist dankbar dass sie leben darf. Das sieht man ihr von weitem an. Denn die hilferufenden Augen zeigten mir damals alles. Wie auch jetzt als sie wieder an einer Lungenentzündung erkrankte. Ich fühlte mich vom Chefarzt nicht ganz verstanden bei diesem Thema. Es machte mich schon traurig. Die Tränen flossen... Aber das Notfallblatt wurde nun unterschrieben und wird so ausgeführt wie ich es sehe. Schade auch dass Nicola keine Hippotherapie erhalten darf, nur weil ich nicht Mobil bin! Die IV hätte diese Therapie bezahlt. Céline reitet jetzt auch schon 1 1/2Jahren. Und ihr hilft es sehr. Die Haltung ist so vieles besser geworden. Jetzt kann sie sich ja sogar im Vierfüsslersitz kurz halten. Nicola hätte nach den Sommerferien in der Schule Aarhus auch damit anfangen können. Aber leider musste er ja nach Biel und Céline muss ihm dann folgen. Schlimm wenn dann Céline einfach keine Hippotherapie mehr haben darf. Auch wenn sie im Z.E.N. Massagen anbieten die anscheinend dassselbe bewirken sollen wie eine Hippotherapie. Vor dem Eintritt ins ZEN wurde noch bestätigt dass Nicola sicherlich diese Therapie geniessen dürfe und dass man alles dazu organisiere. Aber es ist eben ein Problem wenn sie keine Schulbusse haben. Ich verstehe das GEF nicht, denn warum klappt es denn hier mit den Schulbussen, Bern-Münsingen, Bern-Gümligen? Auch die Besuchsfahrten übernimmt das GEF nicht. Also muss ich wenn ich mit Céline zu Nicola will, die Fahrtkosten zurück Fr. 200.- selber bezahlen. Dabei kann ich ja nichts dafür dass Nicola nun in Biel sein muss. Und meine Beiden vermissen sich sehr. Denn es ist wichtig dass sie sich sehen können. Auch für ihren Gesundheitszustand! Tatsächlich erreichten wir um 15h das Spital um Céline abzuholen. Aber bis wir endlich gehen konnten vergingen wieder 1 1/2Std. Ich vestehe nicht warum die Aerzte nicht schon lange den Austrittszettel geschrieben hatten wenn sie doch schon vormittags den Austritt planten. Und Céline sah wirklich nicht gerade fit aus. Sie war unruhig und steif. Ich teilte den Aerzten mit, dass Céline nun eigentlich ins Heim komme, da ich die Pflege alleine nicht schaffe in meinem Zustand. Und ich denke, dass das Heim sie so sowieso nicht aufnehmen würde. Wie ich doch recht hatte. Aber ich stiess auf taube Ohren. Zu Hause freute sich Céline wieder in ihrer Umgebung zu sein. Ich behielt sie bis Freitag bei mir. Es war sehr anstrengend. Die Nacht auf Donnerstag war nicht bestens. Sie meldete sich mit Schmerzen alle 2Std. Erst um 2h schlief sie dann für 5Std. ein. Der Tag verbrachten wir nur in der Wohnung. Céline lag die meiste Zeit im Wohnzimmer auf der Matraze. Zum Glück akzeptierte sie dies, weil sie eben noch nicht so fit war. Das Heim informierte ich dass ich Céline am Freitag zu ihnen schicken würde. Ungern sagten sie ja. Dabei war schon lange abgemacht dass sie auch krank aufgenommen würde. Und Céline war ja stabil mit der Sauerstoffsättigung. Die nächsten Tage erholte sich Céline immer besser. Auch Nicola gings stetig besser. Und beide werden sich am Samstag 15.5. kurz wiedersehen. Ich bin schon sehr gespannt auf das Treffen beim Heiler. 1.5. Céline wurde von der Kinderärztin in den Notfall überwiesen.
12:58, 9 May 2010
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Die Nacht vom Freitag auf Samstag war schlecht. Céline fieberte und vertrug die Sondierung nicht. Hatte Schmerzen. Ich musste ihr alle 3Std. Fiebersenkende Schmerzzäpfchen verabreichen. Und doch half es nicht. Das Fieber stieg weiter... 39...39,2...39.8... Plötzlich röchelte sie wieder nach Luft. Der Schleim konnte sie kaum Abhusten. Ich lagerte sie auf die Seite und schloss sie wieder an den Sauerstoff. Um 2h dachte ich wieder an die Ambulanz sie rufen zu müssen. Ihr Bauch schmerzte, als ich ihn abtastete. Ich dachte zuerst noch ob sie vielleicht eine Blasenentzündung hätte weil die Schmerzen Intervallartig kamen. Die Darmgeräusche waren enorm. Dachte auch wieder an einen Durchbruch... Sie krampfte zwischendurch und so erhielt sie ein Temesta (Beruhigungsmittel) So schlief sie dann endlich für 3Std. ein. Den Sondomaten stellte ich auch aus. Es brachte nichts. Am Morgen zeigte der Fiebermesser 40.4 Grad an. Wahnsinn! Bei der Kinderärztin um 9.30h merkte man das die Sauerstoff-Sättigung nicht mehr genügte. So wurden wir in den Notfall geschickt. Mein Vater brachte uns, Céline, Spitex und mich um 10.30h ins Inselspital. Zuerst wurde Blut und Urin genommen, dazu brauchten die Aerzte über eine Stunde. Im Blut stellte man fest dass das CrP (Entzündungswerte) 250 war. Die Norm liegt bei 5. Also war die Entzündung sehr sehr hoch. Fast eine Vergiftungsart. Somit wurde ein Röntgen von der Lunge und dem Magen-Darm gemacht. Doch diese waren beide unklar. Anscheinend zuwenig definierbar. Und ein Facharzt war nicht da um es richtig zu diagnoszitieren. Es wurde von einem Magengeschwür geredet. Sogar an Meningitis dachte man. Das Fieber war immernoch sehr hoch. Ein Ultraschall vom Bauch war auch zu unübersichtlich und das Röntgen mit Kontrastmittel wegen Magen-Darmpassage war i.O. Also kein Magendurchbruch. Urin war auch i.O. Sie wussten trotzdem nicht was sie hatte. Endlich erhiellt Céline um 16h eine Infusion und ein Antibiotika. Aber komisch war, das sie auf einen Löffel Essen wie Trinken gleich mit Schmerzen reagierte. Da stimmte doch was nicht. Dann plötzlich krampfte sie am Abend eine ganze Std. ununterbrochen. Neuer Anfall: Arme steif an ihren Körper, Hände nach aussen gedreht.. im Rythmus wurden die Arme nach aussen und zurück bewegt. Dabei war Céline nicht mehr ansprechbar und atmete schlecht. Temesta (Lorezepam) half erst nach 1.Std. Sie überstreckte sich, dabei Kopf nach Hinten. Es sah schlimm aus. Ich dachte schon wieder, dass ich sie verlieren würde. Meine Gedanken kreisten..."Muss Céline jetzt gehen damit ihr Brüderchen auf die Welt kommen darf?" Diese Frage bewegte mich sehr... Auch noch als ich erst um 22.15h, erschöpft, mein Zuhause erreichte. Die Gedanken liessen mich kaum schlafen. Und natürlich beschäftigte mich auch noch die unklare Diagnose. Uebermüdet besuchte ich Céline die nächsten Tage im Spital. Endlich konnte mir am Sonntag ein Arzt sagen was sie hatte. Eine Lungenentzündung. Und sie erhielt nun auch das richtige Antibiotikum. Mit Essen und Trinken ging immernoch nichts. Sie überstreckte sich dauernd. Auf der Abteilung wurde aber sehr gut zu Céline geschaut. Alle waren echt lieb zu ihr und gingen auch auf meine Bedürfnisse ein. Es war ein Miteinander Arbeiten und Verstehen. So sollte es doch immer sein. Céline's 8. Geburtstag.
03:27, 8 May 2010
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Endlich, am 26.4. begann wieder die Schulzeit. Céline liebt den Rummel in der Schule. Es läuft halt was. Auch Nicola durfte wieder zur Schule. Für ihn war dies das erste Mal am neuen Ort. Er genoss die Abwechslung. Er hat sich nun recht gut eingelebt vermisst zwar seine Schwester aber hat eine Freundin gefunden die Céline ähnelt. In den Schulferien besuchte ich ihn mit meinen Eltern nochmals kurz. Und er strahlte uns alle herzlich an. Am ersten Schultag besuchte ich sie beim Schwimmen. Es kam mir gerade recht da ich nach ihr meinen Geburtsvorbereitungskurs im Wasser besuchte. Céline freute sich und ahnte schon dass es ins Wasser ging. Am Donnerstag, 29.4. wurde Céline wegen hohen Fieber von der Schule ins Heim zurückgeschickt. Sie hatte Durchfall und hustete. Ich dachte schon, jetzt fällt alles ins Wasser. Ihr 8.Geburtstag am Freitag, 30.4. sollte doch in der Schule gross mit den Clowns und Nicola gefeiert werden. Alles war schon länger organisiert. Zum Glück klappte es dann doch noch. Céline war zwar wirklich nicht fit, aber hatte am Vormittag kein Fieber mehr. Es geht langsam wieder aufwärts...
03:05, 23 April 2010
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2 Wochen später hatte sich Nicola wirklich schon ein bisschen besser im neuen Heim eingelebt. Bin ich froh dass er nun wieder isst und trinkt. Sogar ein wenig zugenommen hatte er. Musste er ja auch da er schliesslich lange genug erbrochen und nichts gegessen hatte. Regelmässig erkundigte ich mich telefonisch im ZEN. Ab und an hatte er noch Mühe die Nächte durch zu schlafen. Auch in Münsingen erkundigte ich mich über Céline. Sie hatte auch Momentan Schwierigkeiten mit dem Schlafen und war öfters Mal unruhig, weinte und brauchte mal ein Beruhigungsmittel, dies lag wohl auch an der Ernährung. Denn Céline erhielt nach der Nachtsonde gleich früh am Morgen noch Frühstück, was ich ihr nie zu Hause anbot. Bei mir bekommt sie frühstens um 10h oder eben zu Mittag was zu Essen. Da ich auch schon lange die Erfahrung gemacht hatte dass sie sonst die anderen normalen Mahlzeiten nicht gut essen kann und verträgt. Als Céline am Freitag, 16.4., endlich wieder nach Hause kam freute ich mich echt sie wieder zu sehen. Es ist schon ein komisches Gefühl Mal nichts zu tun aussert den Haushalt täglich zu erledigen. Céline kommt nun seit April jedes zweite Wochenende nach Hause. Das erste Wochenende ohne Céline war für mich eigenartig und langweilig, weil ich hochschwanger bin und mich kaum bewegen kann ohne gleich Kontraktionen zu überstehen. Und den ganzen Tag nur Lesen, Schreiben, Fernsehn schauen geht auch nicht. Für meine Augen negativ. Aber Geduld muss ich halt noch ein wenig haben... Am Freitagnachmittag spielten wir vergnügt mit Céline's lieblings Telefon. Wir schwatzten und lachten... Ab 17h kam die Spitex um Céline zu baden und ihr das Abendessen einzureichen. Bevor sie zu Bett gebracht wurde, erzählte ich ihr noch dass wir am Samstag den Tierpark besuchen und am Sonntag zu Nicola fahren würden. Sie lächelte und schlief jedenfalls zufrieden ein und die Nacht blieb ruhig. Am Samstag spazierten wir mit der Spitex an der Aare entlang, alles sehr langsam wegen mir... Komme mir echt vor wie eine watschelnde Ente. Im Restaurant angekommen ass Céline gleich nochmals eine grosse Portion, dabei hatte sie schon zu Hause gut zugelgt. Auch die Nacht auf Sonntag war ruhig. Céline schlief durch, nur ich hatte Mühe. Das Liegen wird immer schwieriger und der Rücken schmerzt. Am Sonntag holte uns der Behinderten Transport um 10.30h ab und wir fuhren Richtung Biel. Die Fahrt dauerte 45 Min. Der Preis erschlug mich beinahe. Einen Weg von 40km und der kostet Fr. 110.- und für die Rückfahrt auch nochmals. Also insgesammt für einen Besuch bei Nicola zahle ich jedes Mal Fr.220.- Wahnsinn! Tja, was sich da das GEF wohl nur gedacht hatte? Aber, auf jeden Fall verstehen sie jetzt meine Sorgen. Die schriftlichen Gesuche die ich schrieb laufen nun... Denn als stark Sehbehinderte Mutter mit schwerst behinderten Tochter und in 8 Wochen noch mit Baby kann unmöglich mit dem Zug reisen. Da bräuchte ich 4 Arme und Hände. Vor allem auch weil es eine Zumutung für Céline wäre, da sie Epi-Anfälle macht und die in einem Zug nicht zu behandeln sind. Mit einem Taxi kann man gleich noch ins nächste Spital fahren. Zum Glück, aber meine Aerzte unterstützen mich alle. Wie natürlich auch die Kinderärztin von Céline. Auch die Schulbustransporte muss das Gesundheitsamt übernehmen, da das Heim keine hat. Und Nicola soll schliesslich auch regelmässig nach Hause kommen. Später auch Céline, sobald ein Platz auch für sie dort frei wird. Aber da muss ja leider zuerst ein Kind sterben. Traurig aber wahr!
Spontaner Besuch im Z.E.N. bei Nicola
06:25, 10 April 2010
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Der gestrige Anblick von Nicola liess mir keine Ruhe mehr. Gestern abend setzte ich mich mal wieder mit dem göttlichen Universum auseinander. Ich nahm einen Bergkristal in meine Hände und betete zum Universum, zur Reiki-Energie. Es klappte... Ich spürte gleich wie warm der Stein in meinen Händen wurde. Ich bat die Engel und Gott um Hilfe für Nicola. Er soll gesund, harmonisch ausgeglichen, kräftig, mutig, ruhiger und ab jetzt jede Nacht durschlafen können. Ich wünschte mir dass er sich nicht aufgibt und wieder mit dem Essen beginnen solle. Die Energie wünschte ich für ihn, Céline und auch teilweise für mich. Ich wurde ruhiger und entspannter. Die Wirkung blieb bei mir nicht aus. Zufrieden und müde schlief ich danach ein. Am Samstagmorgen fühlte ich, dass ich unbedingt mit Céline zu Nicola musste. Das Gefühl liess mich nicht los. Ich rief sofort den Ex-Mann an. Und tatsächlich, zum Glück hatte sogar der Papa von beiden frei. So organisierte ich schnell und rief bei beiden Heimen an. Als wir Céline ins Auto gepackt hatten fuhren wir Richtung Biel zu. Céline war im Heim nicht so fit. Sie schmollte und war sehr angespannt wie schreckhaft. Auch im Auto machte sie einen Schmollmund. Doch ab und an brachte ich sie trotzdem zu einem leichten Grinsen. Nach einer Stunde Fahrt erreichten wir das Z.E.N. und Nicola sass in seinem Stuhl und spielte. Er sah ein bisschen besser aus als gestern. Eine Pflegefachfrau teilte uns auch mit, dass Nicola Mein Herz blutet...
07:30, 10 April 2010
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Der gestrige kurze Besuch im neuen Heim bei Nicola, erschreckte mich dermassen dass mein Herz sich zusammenzog und mir die Tränen in die Augen schossen. Das Personal im Z.E.N. gibt sich solch grosse Mühe damit es Nicola leichter hat sich einzugewöhnen. Doch alles nützt nichts! Trotz lievolle Umsorgung lebt nun Nicola zurückgezogen in seinem Körper. Am letzten Dienstag als er ins Heim einzog sah Nici noch glücklich aus. Da dachte er wohl auch dass dies nur ein Ausflug wäre. Doch die erste wie die zweite Nacht hinterliessen Spuren. Die telefonische Auskünfte am Mittwoch und dann auch am Freitag liessen Bände sprechen.... Er isst nicht, er trinkt nicht, er erbricht sehr viel, ist unruhig, schläft eher viel... Das hörte sich zuerst einmal nach Enttäuschung und Unglück an. Aber als meine Eltern und ich ihn dann am Freitag um 16h in Biel besuchten, musste ich ein ganz anderes Bild von ihm erhalten. Schock! Nicola reagierte so gar nicht auf mich. Das kenne ich von ihm überhaupt nicht! Auch wenn er nur alle 2Wochen mal bei mir zu Hause war, erkannte er mich und lachte herzhaft zur Begrüssung. Er fühlte sich bei mir immer wohl. Bei Krankheit reagierte er einfach nur müde aber nicht abwesend. Nun erkannte ich ihn kaum wieder. Meine Sorgen und Schock standen mir im Gesicht geschrieben. Jeder konnte es mir ablesen. Nicola tut mir so ewig leid! Warum kann er nicht einfach in einer gewohnten Umgebung bleiben? Als er in Münsingen und in der Schule in Gümligen war fühlte er sich wohl und so wusste ich dass er gut aufgehoben war. Und jetzt muss wieder eine Änderung überstanden werden. Auf kosten vom Kind! Nicola schaute mich gar nicht an. Besser gesagt er konnte mich gar nicht mehr mit seinen Augen fixieren. Denn die wanderten immer wieder hin und her. Als ob er apathisch wäre. Oder in einem Anfall. Er verdrehte die Augen und sein Mund war stetig in Bewegung. Wiederkauen. Sein Magen rumpelte. Wahrscheinlich seine Magennerven? Er würgte teilweise als ob es ihm übel wäre. Sein Körper fühlte sich auch warm an. Und er hatte leichte Temperatur. 37,4 Grad. Das kennen gesunde Menschen ja auch wenn sie gestresst sind dann äussert sich der Magen und führt teilweise sogar zu Magengeschwüre. Nur bei Nicola sah es schlimmer aus. Auch bei mir konnte er nicht essen. Er wollte zwar aber es würgte ihn immer wieder. Der Gemüsebrei war eh viel zu grob dass ich den Angestellten mitteilen musste dass die Nahrung viel mehr püriert sein müsse damit Nicola dies schlucken könne. Denn wenn er nur grobe Nahrung erhält und eh Schwierigkeiten beim Essen hat, verleidet dies ihm dann plötzlich ganz. Der Brei wurde nochmals feiner püriert doch leider verweigerte er dann alles. Es brachte nichts. Ich erkundigte mich ob Nicola schon von den Aerzten untersucht wurde. Dies bejaten die Pflegefachfrauen. Und wenn es nicht besser würde, müsse er wahrscheinlich ins Krankenhaus. Das glaubte ich auch. Denn so wie Nicola aussah.... so dünn, seine Augen eingefallen mit schwarzen Ränder... als ob er sich aufgibt. Eben, wie ich's vermutet aber nicht erhofft hatte. Jetzt muss er über den Tag auch Sondennahrung verdünnt mit Normolytoral erhalten damit sein Körper nicht vertrocknet. Zum Schutz wollte ich ihm seine Kette mit dem Bergkristal, eingrafierter Schutzengel, anziehen doch die war nirgends. Ich rief in Münsingen an. Ja, dort war nur noch der Anhänger ohne Bändel. Was nützt die denn dort? Wurde vergessen, wie auch noch anderes. Ich erzählte kurz wie's ihm geht und erhielt fast nur unverständliche Antworten. Wie z.B.: "Die Umgewöhnung braucht halt Zeit das ist wie wenn man eine neue Stelle antritt oder eine neue Wohnung bezieht." Ich konnte nur noch den Kopf schütteln! Das ist überhaupt kein Vergleich! Denn wer umzieht oder eine Stelle antritt, hat dies selber entschieden! Nicola hingegen kann nichts dafür, denn er hat sich dies nicht ausgewählt! Er wurde abgeschoben! Und Céline reagiert im Moment auch auf die Abwesenheit von Nicola. Sie merkt dass was anders ist. Sie ist ebenfalls angespannter aber nie so schlecht beieinander wie Nicola. Mir blutet das Herz. Und ich kann nichts machen. Nur traurig zusehen und abwarten.... Aber wenn Nicolas Zustand sich nicht innerhalb von 1 Woche bessert und er ins Krankenhaus muss, bestehe ich auf den Aufenthalt im Inselspital. Denn dort kann ich ihn immerhin besuchen und ihm nahe sein! Also, mir selber geht's auch nicht mehr gut. Mein Herz schmerzt und ich bin unendlich traurig. Machtlos ausgeliefert.
Wie erging's Nicola und Céline?
06:03, 7 April 2010
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Nach einigen Abklärungen mit den verschiedensten Ämtern, ProInfirmis, Behinderten Transport des Kantons, IV und dem GEF (Gesundheits-Führsorgedirektion) bestätigten sich meine Sorgen wegen den Transporten nach Biel und umgekehrt. Die IV zahlt nur Fahrten wenn es um das Geburtsgebrechen geht. Also, zu Arztbesuchen. Doch Schulbusfahrten wie Besuche übernimmt sie überhaupt nicht. Also sind sie nicht interessiert ob man sein Kind auch mal besuchen oder zu Hause betreuen will. Somit wandte ich mich ans GEF, da sie ja das Ganze mir so eingebrockt haben. Endlich, jetzt verstanden sie meine Sorgen tatsächlich. Der Direktor teilte mir mit dass ich alles schriftlich niederschreiben und ein Gesuch stellen sollte. Denn er sah nun ein dass ich unmöglich mit Kinderwagen und Rollstuhl alleine mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sein kann. Das Gesuch habe ich geschrieben und ein weiteres muss nun auch noch von der ProInfirmis erstellt werden. Somit läuft alles und ich bin mal gespannt wie lange ich auf Antwort warten muss. Im ZEN rief ich heute auch noch an und erkundigte mich wie Nicola die Nacht überstanden hatte. Leider wie ich vermutet hatte, war er sehr unruhig und erbrach öfters in der Nacht. Auch tagsdurch wollte er nicht essen und war nervös. Er liess sich nur teilweise auf dem Schoss beruhigen. Nicola tut mir richtig leid! Ich hoffe schwer, dass diese Reaktion nicht über Wochen dauert. Denn ich weiss wie meine Kinder sich fühlen und sich äussern wenn sie nicht in gewohnter und bekannter Umgebung sind. Alles was Neu ist, ist sehr schwer zu akzeptieren. Vor allem wenn Geschwister getrennt werden. Beide reagieren mit Abwehr gegen die Nahrung. Nicola ist nun wieder ganz auf sich alleine gestellt. Ein neuer Ort, weit weg von seiner Schwester und von mir. Nicola kann sich nur so äussern und zeigen, dass er sich alleine fühlt. Somit rebelliert sein Magen. Das würden alle, gesunde, Menschen tun nur ein bisschen anders. Wir könnten uns sprachlich äussern. Und Nicola zeigt es eben durch's Erbrechen und Verweigerung der Nahrung. Traurig. Schon wieder ist mir zum weinen.... Ich finde es einfach ganz schlimm und grausam dass man über so schwerst behinderte Kinder verfügen und entscheiden kann wohin sie gehen müssen. Und ich als Mutter gar nicht's dagegen tun kann, trotz vollkommenen Sorgerecht. Dabei ist es sehr wichtig, dass eben solche Kinder wie Céline und Nicola, die's sonst schon so schwer haben mit ihrer Krankheit, an einem gewohnten Platz leben dürften und nicht immer wieder noch in ihrem kurzen Leben auseinander gerissen werden und immer wieder neue Änderunge akzeptieren müssen. Das wäre wirklich nicht nötig! Ich kann nur Hoffen dass Nicola es diesmal mit dem Heimwechsel besser schafft als das letzte Mal vor 5 1/2Jahren. Wenn sich also Nicola oder Céline aufgeben, wegen dem Heimwechsel, dann werden diese Menschen aber zu hören bekommen von mir. Was können denn Céline und Nicola dafür? Céline verhielt sich bisher ruhig. Zum Glück, aber sie hat ja noch die gewohnte Umgebung. Doch wird es für sie auch eine Änderung geben. Diese Woche kommt sie das erste Mal nicht nach Hause. Dies ist auch Neu für sie. Ich bin stetig in Gedanken bei meinen Beiden. Sende ihnen viel Kraft und einen Schutzengel zu. Beide haben einen Bergkristalstein mit einem Engel als Kette von mir erhalten. Dies soll ihnen Schutz geben. So kann ich momentan nur hoffen und beten.... Verschiedenes und traurige Gefühle...
08:27, 6 April 2010
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In der Zwischenzeit, nach der Vorstellung im neuen Heim Biel, verliefen die Tage fast wie immer gleich ab. Céline kam wie jeden Donnerstag nach der Schule nach Hause und blieb bis Montag-Morgen. Nicola war am Mittwoch. 31.3. zum letzten Mal bei mir zu Hause vor der Geburt von Florin. Doch meine Gedanken und Gefühle konnte ich nicht verhindern. Traurig mit Tränen im Gesicht überlegte ich wie's nun weiter gehen sollte, weil Nicola jetzt in Biel ist. Genau heute brachten Papa von Nicola und ich noch einige Sachen ins ZEN zur Einrichtung für das Zimmer. Nicolos Zimmer ist wunderschön geworden. Und Nici wurde von der Bezugsperson von Münsingen ins ZEN gefahren mit all seinem Gepäck. Er überstand die Reise anscheinend gut. Und er fühlte sich gleich wohl auf der Spielmatte im neuen Heim. Er lachte und zog sich einige Plüschtiere zu sich. Alles ist nun viel komplizierter. Besuchen kann ich Nicola auch nur noch mit dem Behinderten Taxi, dass ich selber bezahlen muss. Die IV zahlt da keine Fahrtkosten! Einen Weg Fr. 100.- also zahle ich Fr. 200.- für einen Besuch in Biel mit Céline und Florin. Denn mit dem Zug könnte ich gar nicht erst fahren. Céline im Rollstuhl und Florin im Kinderwagen und Gepäck... Da müsste ich ja 4 Arme und Hände haben. Das Gesundheitsamt hat sich auch nichts dabei überlegt dass es für schwerst beh. Kinder nur noch ein Heim in Bern und Kanton Bern gibt. Und erst ein Kind sterben muss damit ein Platz frei wird für das nächste Kind. Und eben keine Schulbustransporte ermöglicht werden. Eltern die ein Auto fahren können haben's noch ein bisschen einfacher wie auch alleinerziehenede die mobil sind. Aber an Personen wie mich, hat wohl noch niemand gedacht. Dass es eben auch Alleinerziehende Mutter gibt die selber 2 Geburtsgebrechen mit sich bringt. Eine starke Sehbehinderung. Also werde ich noch bestraft weil ich mein Kind besuchen will oder zu mir holen möchte nur weil ich selber eine Behinderung habe. Ist das fair? Nur weil auch der Kanton bestimmt hat dass Taxi-Fahrten für Behinderte nur bis zu 30km Entfernung teilweise finanziert werden. Wenn doch das Heim noch weiter weg ist warum müssen dann Eltern alles selber übernehmen? Verstehe ich wirklich nicht! Denn wenn die Kinder wie Céline hier in Bern und Umgebung zur Schule gehen, so wird der Schulbus bezahlt. Dabei ist der Schulweg nur 4km entfernt. Was kann ich denn dafür dass Nicola jetzt 40km weit weg ist? Ich habe dies ja nicht ausgewählt. Wenn der Kanton das alles so toll organisiert und entschieden hat dann soll er bitte schön auch den Schulbustransport wie die Fahrtkosten übernehmen. Oder eben bessere Lösungen bringen. Werde mich wieder ans GEF wenden müssen und ein Gesuch stellen. Wieder ein Kampf um an die Rechte zu kommen.... Die Abschiedsfeier für Nicola in der Schule am 1.4. war schön aber traurig. Er wurde vom Aarhus-Team wie von den Kindern herzlich verabschiedet und beschenkt. Nici lächelte und wusste nicht wie ihm geschah. Céline schaute nachdenklich umher, ob sie wohl was merkte? Für mich war die Stimmung traurig. Meine Augen standen unter Wasser aber ich glaube es hatte niemand bemerkt. Ich konnte es gut verbergen. Am Schluss sassen wir alle am Tisch und naschten Kuchen, Eierbrötchen, Schoggi usw. Nici und Céline schmatzen die pürierten Eierbrötchen. Wobei Nici es eher genoss als Céline. { Last Page } { Page 1 of 5 } { Next Page } |
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