So leben Engel...

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4 1/2 Stunden in der Notfallstation

05:42, 3 February 2009 .. Link

Da leider die Krampfanfälle am Sonntag nicht ausblieben trotz sehr guten Nacht von Samstag auf Sonntag entschied ich mich mit Céline am Montagmorgen doch noch in die Klinik zu fahren. Ich konnte es nicht mehr verantworten.

Nach einem wunderschönen Spaziergang am Sonntagmorgen, kehrten wir zu meinen Eltern nach Hause. Ich war erschöpft, denn so fit fühlte ich mich noch nicht. Ich bin selber mit der hartnäckigen Grippe befallen. Uebel war's mir nicht mehr aber immernoch schwindlig und die Kieferhölen wie Ohren sind verschlossen. Am Nachmittag zuckte Céline urplötzlich mit Beinen und Armen zur gleichen Zeit. Dies dauerte 10 Min. Danach eine kurze Pause. Es folgte nochmals eine 10min. Anfallsserie. Dabei war sie aber doch noch ansprechbar. Solch einen Anfall hatte sie noch nie. Bei Céline kenne ich nun mit diesem Neuen, 6 verschiedene Anfälle. Nicht immer ist es einfach festzustellen wie man reagieren muss. Da die Anfälle auch einfach auftauchen aber auch wieder schnell vergehen oder dann bis zu 5 Stunden anhalten können. Wichtig ist einfach sie richtig zu beobachten. Denn alle können, auch zu Beginn ungefährlich aussehen, zu einem Atemstillstand führen. Zum Glück machte aber Céline keine apathische Phase. Sie wollte partout aber den ganzen Tag nicht's per OS zu sich nehmen. Alles musste ich ihr über die Magensonde verabreichen. Schade! Doch das Essen mit den Braten der meine Mutter jeden Sonntag herrlich vorbereitete und kochte wollte ich nicht umgehen. Es ist jedes Mal ein richtiger Genuss der im Gaumen zerfliesst.

Als wir später nach Hause wollten, mussten wir zuerst einmal den Schnee wegräumen... Nee nee, Spass beiseite. Es schneite und lag wirklich schon recht viel Schnee auf den Strassen. Eine zauberhafte Landschaft entging uns nicht. Ich stapfte und schiebte Céline durch den Schnee nach Hause. Um 19.30h schloss ich sie an den Sondomaten an. Die bekommt sie jeden Abend wie Morgen. Um 20h ging das Geschrei dann plötzlich wieder los, wie am Freitagabend. Es steigerte sich.... Céline streckte sich wieder so steiff durch... ich überlegte und wollte schon den Notarzt rufen. Zuerst rief ich den Ex-Mann an ob er uns fahren könnte. Unterdessen war es schon 22h. Die Medikamente wie das Beruhigungsmittel sprachen nicht an. Er war sogar erreichbar. Aber mein Gefühl war in Zwiespalt. Einmal ja dann wieder nein. Ein ewiges Hin un Her.... dann nahm mir Céline meine Entscheidung ab. Sie lächelte mich an als ich neben ihrem Bett stand. Nur kurz, aber dies reichte für mich. So entschloss ich mich erst am Montag in die Klinik zu fahren. Ich wollte wissen welche Medikamente ich noch geben dürfte in solchen schweren Stunden. So krampfte sie aber trotzdem weiterhin bis 22.40h.

Montag morgen fuhr uns der Papa von Céline um 9.30h zur Notfallstation. Ich hatte mich schon vorher mit den Aerzten abgesprochen und sie meinten ich sollte auf jeden Fall vorbeikommen. Also fuhren wir mit gepacktem Rucksack (Kleider, Gläschennahrung, Medis, Notfallordner..) und Rollstuhl ins Inselspital. Ich war froh endlich ein bisschen Halt zu fühlen, da ich ja selber angeschlagen bin. Ich hätte auch Céline nicht mit gutem Gewissen im Heim abgeben können. Da mein Gefühl ja fast immer stimmte. Ein Arzt kam gleich nach unser Ankunft eine Stunde später um 11h vorbei und untersuchte Céline gründlich. Ihre Ohren wurden abgeleuchtet, die Lunge abgehört. Alles soweit in Ordnung. Der Bauch wurde auch abgehört wie abgetastet und es wurde sofort herausgehört dass es einen Darminfekt sein könnte. Es rumpelte und rumpelte in ihrem Bauch... Ein kleiner Pickser schreckte Céline nicht ab. sie hielt ruhig die Hand hin und gab ihr Blut vom Finger ab. Sie schaute dabei sogar zu. Aber als ihr dann den Schleim aus der Nase gezogen wurde war's ihr nicht mehr ums Lachen. Sie weinte und jaulte los. Sie war ärgerlich. Ich kann mir dies wohl sehr gut vorstellen das es nicht angenehm ist da einfach hinzuhalten! Doch weiss ich nicht wie sich dies anfühlt. Ich musste es noch nie erleben.

Wir warteten auf die Ergebnisse. So kuschelig hatten wir's noch nie im Notfallzimmer! Die nach 3 Stunden dann kamen. Also, wir waren um 10h in der Klinik und ich musste zuerst einmal alles erzählen, wurde von einer sehr lieben Dipl. Pflegefachfrau mitaufgeschrieben. Sie betreute uns auch sehr rührend! Brachte mir Kaffi und Mineral wie auch wärmte sie für Céline ihr Essen auf und einen Himbeeren-Sirup bekam Céline auch noch. So lieb! Nach all den Untersuchungen, Fiebermessen warteten wir auf den Arzt eine Stunde. Die Neuropädiaterinnen kamen dann um 13.30h. Sogar unsere Ansprech's Aerztin war da. Sie gab mir dann endlich die Erleichterung. Sie verschrieb Céline für 3Tage je 1/2Tablette morgens wie abends ihr Beruhigungsmittel Temesta. So sollte sie keine Anfälle mehr machen während dem Darminfekt und der Grippe die sie nun hat. Schön! Und die Sondennahrung *Novasource controle* soll nun auch für 3Tage mit Fencheltee verdünnt werden. (150ml auf 150ml) So verliessen Céline und ich um 14.30h sehr müde das Krankenhaus. Um 15h erreichten wir mit den Strassenbahnen dann unser ZuHause. Müde packte ich alles aus und legte Céline ins Wohnzimmer auf ihre Matte. Um 20h schlief Céline und ich verschwand auch in mein Zimmer. Alles blieb ruhig. Um 20.45h schlief ich zufrieden ein.




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