Mein Leben, und, mit meinen "besonderen" (PCH-2) Kindern....!

Heiligen Abend

{ 6:35, 27 December 2007 } { 0 Kommentare } { Link }

Die letzten Einkäufe waren erledigt, Baum geschmückt, Päckchen lagen schon verteilt darunter... Jetzt konnte nicht's mehr schief gehen. Mir war noch ein wenig schwindlig vom vorherigen Tag. Ich hatte mal wieder meine Cousine Claudia am Glühweinstand angetroffen. Nach 2 Jahren konnten wir uns so viel erzählen, dass wir vollkommen die Zeit vergassen. Und natürlich auch die Glühweinbecher gar nicht mehr zählen konnten. Ui ui ui.... ups. Aber wir kamen jedenfalls beide heil nach Hause. Ein bisschen trorkelnd. Smile

Naja, jetzt musste ich halt dafür ein wenig büssen. Wer zu stark ins Glas schaut kann am nächsten Tag trotzdem seine Arbeit vollbringen. Vielleicht ein bisschen langsamer. Hi hi. Zum Glück durfte Céline bei meinen Eltern von Sonntag auf Montag übernachten. Also hatte ich freie Bahn um die restlichen Geschenke für den Besuch bei meinem Bruder und Familie einzupacken. Rucksack von Céline war auch schon bereit mit Kleiderersatz, Windeln, Gasewindeln, Gemüsebrei's und Sondennahrung wie natürlich das Sondenbesteck..... Alles klar. Um 12h lief ich zu meinen Eltern rüber und wir genossen alle noch einen kleinen Spaziergang. Céline freute sich enorm als sie beim Bauernhof die Kühe und Schweine entdeckte. Natürlich kannten uns die Tiere schon sehr gut. Céline und ich machen ja auch fast jeden Tag einen Rundgang von 45Min.-1Std. Es ist einfach herrlich wie die Kühe uns begrüssen. Sie kommen immer ans Gattertor und wollen uns mit ihren langen Zungen abschlecken. IIIhhhhhh..... Céline muss dann immer lachen. "Mmuuu" Aber die Hängebauchschweine sind noch spezieller! Céline's Rollstuhl hat ja einen Tisch. Dort sind Glöckchen angebracht worden. Das hört sich fast so an, als würde der Nikolaus mit seinem Schlitten daher kommen. Die Schweine, Max und Moritz kennen nun diese Glöckchen. Dann brauche ich nur noch "Max" zu rufen und schon kommen beide aus ihrem Häuschen heraus gerannt. Smile. Natürlich bekamen sie fast immer was von mir zu fressen. Einmal einen Apfel, Banane, Karotten.... Sie sind einfach so süsss.... Wie sie dann so witzig grunzen. Max lässt sich von mir auch streicheln und das Heu abwischen. Der lässt sich alles gefallen. Lach..... Es ist einfach immer wieder bezaubernd. Und die Umgebung war so richtig Winterlich. Die Bäume waren weiss vor eisiger Kälte. Alles sah so schön wie in einer Märchenlandschaft aus. Eben, passend zu Weihnachten. Wieder zu Hause angelangt, schlief Céline einen kurzen Moment ein. Um 14.45h versuchte ich ihr das Zvieri zu geben. Doch sie hatte keinen grossen Hunger. Sie bewegte sich auch dauernd. Richtig unruhig. Schon die letzten Tage hatte sie einige kleinere Anfälle, die aber auch wieder schnell vorüber gingen.

15.45h fuhren wir dann zu Besuch zu meinm Bruder. Hm, ich freute mich riesig auf das Fondue Chinouise. Céline's Cousine begrüsste uns als erstes. Sie machte begeistert die Haustüre auf und fragte: "Wo sind die Geschenke?" Lach.... Das konnte ja ein lustiger Abend werden. Zuerst stiessen wir alle ( meine Eltern, Brüder und Frau ) mit Erdbeer-Wein an. Ein paar Chips gab's dazu..... Das Tannenbäumlein lachte uns auch dabei an..... Oder hatten wir doch schon alle zu viel Sekt und Bier.... getrunken? Unterdessen unterhilt uns die kleine Michi und ihre fast 3monatige Schwester schlief noch tief und fest. Céline spielte in ihrem Rolli, schaute alles ringsherum an aber war irgendwie anders als sonst. Denn sie fühlte sich kurzum im Rolli nicht mehr wohl, wie auch bei uns auf dem Schoss nicht. Also legte ich sie auf die Decke am Boden. Ein bisschen besser wurde es. Doch dann kam das kleine, freche, süsse Cousinchen und wollte Céline einfach die Decke wegziehen. Es passte ihr überhaupt nicht, weil es ihre Decke war. Also zog sie so lange bis Céline dann anfing zu weinen. Wir Erwachsenen waren unterdessen schon am Essen. Das kleine Häxlein war immer wieder für Schandtaten bereit. Ich kam gar nicht recht zum Essen. Aber auch Céline lutschte an ihren Händen. Sie hatte auch hunger. Natürlich, wie auch anders? Wenn wir alle essen, dann möchte sie doch auch was schlemmern. Ich wärmte ihren Brei und sie war für einen Moment wieder zufrieden. Aber plötzlich krampfte sie. Ihr linker Arm war vollkommen verdreht. Ich versuchte sie zu lockern. Unterdessen versammelten sich alle um den Baum herum. Die Kerzen brannten und hinterliessen eine zuberhafte Aura und Wärme. Michi packte fast alle Päckchen aus. Egal ob es für sie bestimmt waren oder nicht. Sie war im Mittelpunkt und voller Elan. Auch Céline durfte ein Packet auspacken. Doch sie konnte es überhaupt nicht geniessen! Sie krmpfte weiter. Ich bekam es langsam mit der Angst zu tun. Meine Mutter und ich zogen Céline's Pulli aus um festzustellen ob der linke Arm eventuell ausgerenkt war. So verdreht wie er aussah. Céline jammerte und war kaum ansprechbar. Bei mir klingelten schon die Alarmglocken. Ambulanz, Notfallstation.... Denn blöderweise hatte ich das Notfallmedikament zu Hause gelassen. Mir war überhaupt nicht mehr wohl und nicht mehr zum Feiern.

Zum Glück erholte sich Céline nach 40Min. wieder. Sie schlief endlich ein. Denn sie war sowas von übermüdet! Ich konnte ein wenig aufatmen und das Dessert mit Kaffe doch noch einigermassen geniessen. Aber ich wollte dann um 20h so schnell wie möglich nach Hause. Um 21.15h brachen wie endlich auf. Zu Hause angelangt, packte ich Céline aus und zog ihr Pijamma an und legte sie ins Bett. Sie beruhigte sich langsam aber sicher wieder. Es war ihr wohl alles ein bisschen zu hektisch abgelaufen. Die Nacht auf Weihnachten schlief sie jedenfalls gut durch.


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