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Ein normaler Tag

Erstellt am 8 February 2017 at 09:14
Einblick in unseren Tag Morgens um 05:45 klingelt der Wecker. Nino wecken, guten Morgen " lass mich " Türe knallt zu. Dann wird gestampft, auf das Treppe Gelände geklopft, schon knallt die nächste Türe. Jeden Morgen ist das so, bevor er seine Medikamente hat. Ruhig bleiben! Wo hast DU meine Kleider? Da wo sie seit du zur Schule gehst immer sind, auf deinem Stuhl. "Nerv nicht" Knall der nächsten Türe. Inhaliere Bitte! Immer muss ich inhalieren, ich will heute nicht. Inhaliere! Jeden Morgen vor meinem ersten Kaffee. Dann Frühstücken, es geht weiter wie es angefangen hat, bis ich ihn um 06:45 mit dem Auto zur Schule fahre. Mit dem Zug zur Schule, wie vor einem halben Jahr, geht nicht mehr. Zu hoch ist die Anstrengung. Um 9:45 Inhalieren in der Schule. Dann Abholen um 11:40. Essen. Die Medis wirken, Er spricht zwar nur ein paar Sätze, doch knallt er keine Türen mehr. 12:45 zur Ärztin. Ein Gestampfe, ich will nicht schon wieder hin. Tut mir leid, geht nicht anders. Sind trotz allem am eine Stunde schwimmen, ich glaube es hat ihm gut getan, hat gesungen, es genossen, doch nach dem Baden schaffte er es kaum noch von der umkleide zum Auto zu gehen. Vor einem halben Jahr wären wir den ganzen Tag dort gewesen und danach hätte er noch zum Auto springen können.17:00 Inhalieren. Aufgaben erledigen. 18:00 Abendessen, 21:00 Inhalieren und Bettfertig machen. Er will nicht das ich einschlafe bevor er schläft oder überhaupt alleine Einschlafen. Also warte ich jeweils bei ihm. Heute sagt er mir; Mama, ich habe im Fernseher bei Gallileo gesehen das es grosse Särge gibt, ich will mal einen ganz ganz grossen Sarg,!damit sich meine Knochen entspannen können". Welcher 12 Jährige, wünscht sich einen grossen Sarg damit die Knochen sich entspannen können? Innerlich zerreisst es mein Herz. Ich sicher ihm den grosses Sarg zu. Er erzählt das er wenn er gestorben ist, als Katze oder Hund wieder geboren werden möchte. Eine ganz Schwarze Katze mit weissem Streifen. Damit wir ihn wieder erkennen können. Ich frage ob er dann nicht ein wenig wie ein Stinktier aussieht und wir müssen beide lachen. Er macht Witze darüber. So schläft er dann ein. Sobald er Schläft, erinnere ich mich an das Gespräch. So gut ich es überspielen konnte vor ihm, so sehr zerreisst es mein Herz, meine Seele in Abermillionen von Teilchen. er schläft, nun geht der Horror erst richtig los. Das Atmen fällt ihm schwer, beim einatmen zieht sich sein Brustkasten richtig zusammen, er atmet schwer ein. Ich sehe und spüre seine Anstregung. Dann folgt nicht selten eine Pause, 4,5,6 sek, zähle weiter, 7,8,9 wird er weiter atmen? Los Atme, 14,15, 16,17 atme! Und dann ein leises Hyper ventilieren bei dem es ihm danach schwer fällt auszuatmen. Puuh dies mal hat er es geschafft. Das nächste einatmen folgt, ohne Atem Pause für 6 Atemzüge dann erneut die Angst, ob er von alleine weiter Atmen wird. Ich weine dann vor mich hin, höre diesen schrecklichen Kampf und weiss nicht ob ich so froh sein darf das er noch atmet oder ob es nur noch ein quälen für ihn ist. Dies Szenario dann Nacht für Nacht. Alle 3-4 h inhalieren auch nachts, Kaum kann ich auch mit Schlaf Medis mehr als 2- 3 h schlafen. Die innere Spannung, das ständige parat und achtsam sein zerrt an allen Energien. Dann am Tag sind zwar die atmen Ausfälle weniger, aber jeder Zeit kann es zu einem Asthma Anfall kommen, jeder Husten, Schnupfen ist mit seinen hohen Entzündungswerten lebensbedrohlich. Es ist sooooo ungerecht. Das er für so etwas natürliches, wie Atmen so viel Kraft und Energie braucht. Die Ärzte erklärten uns, das er für einen Athen Zug 500 mal mehr Energie und Kraft braucht als ein Gesunder Mensch. Das er die enge in der Brust hat, wie andere bei einem Asthma Anfall, er hat das im Dauerzustand. Würde man seine Werte einem Vorher Gesunden Menschen übertragen, würde dieser das Bett nicht mehr verlassen können. Dann ist es schon wieder 05:45 und der Wecker Klingelt.

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