nullcheckhase
<%PostCommentPage%> <%PhotoAlbumPage%> <%ProfilePage%>

Seitensprung

Erstellt am 11 November 2013 at 06:21

Meine Freundin hat einen Neuen, er ist verheiratet und hat zwei Kinder, seit zwei Jahren läuft das schon und sie sind "glücklich". Mein Ex hatte in jedem Hafen eine Andere und war "glücklich" damit.

 Ich bin treu, egal was ist, egal ob ich glücklich bin oder wir etwas schwieriges besprechen müssen. Es ist meine Art Wertschätzung auszudrücken, einem Menschen gegenüber den ich liebe. Es ist meine Art ihm zu zeigen, dass Menschen nicht austauschbar sind wie ein paar Socken. Dass dieses schreckliche Muster von nicht zu genügen, was wir alle mehr oder weniger aus unserer Kindheit mitschleppen (muss nicht bewusst sein) hier nicht greifen kann, dass ich offen und ehrlich mit meinem Partner bin, dass er sich darauf verlassen kann, dass ich es ihm sagen werde, wenn ich ihn nicht mehr liebe, wenn der Sex langweilig geworden ist etc. Ja, das braucht MUT ganz genau, weil wir hier mit unseren Ängsten konfrontiert werden, der Angst nämlich, loslassen zu müssen und da ist noch kein anderes Land in Sicht. Keine Zweispurigkeiten, nach dem Motto, ich lass dann los, wenn der nächste Segler aufgekreutzt ist. DAS ist aus meiner Sicht einfach nur feige, rücksichtslos und unglaublich verletzend für Denjenigen der zur zweiten Wahl wird. Es ist ein unglaublicher Angriff auf den Selbstwert,  es ist vernichtend betrogen zu werden, wenn dies vorher nicht klar kommuniziert worden ist (offene Beziehung).

Aber ich wäre nicht Psychologin, wenn ich nicht wüsste, dass es nie viel Sinn macht, aus der Opferrolle heraus zu argumentieren. Wer betrogen wird und diesen Schmerz fühlen soll, muss sich fragen, was hat das mit mir zu tun? Was hat dieser Schmerz mit meiner Vergangenheit zu tun und was muss ich heilen?

Tja so siehts aus, aber es macht es kein bisschen einfacher!

Kampffisch!

Erstellt am 18 August 2013 at 01:40

Ja genau, ich bin auf den Fisch gekommen, so ähnlich wie die Jungfrau Maria zum Kind schätze ich mal. Der kleine, nicht mal 4 cm grosse Fisch, ist ein Kampffisch. Ich bin auch eine Kämpferin und somit passen wir beide prima zusammen.

Normalerweise schwimmen diese Fische in Pfützen und sind unglaublich genügsam. Sie müssen an die Wasseroberfläche um Luft zu holen und aus diesem Grund sind teure Anlagen und ein grosses Know how nicht notwendig um den Fisch durchzukriegen. Die kleinen Fische brauchen echt nichts um glücklich zu sein. Sie müssen auch nicht unbedingt täglich ihre Mückenlarven futtern und somit brauche ich nicht ununterbrochen da zu sein.

Wir beide sind auch ganz gerne alleine, auch darin sind wir uns sehr ähnlich. Würde ich ihm ein anderes Männchen ins Glas setzen, würden sich die Beiden gegenseitig umbringen, das Argument reicht aus um das einfach sein zu lassen. Anders sähe es aus, wenn er weibliche Gesellschaft kriegen würde, aber ich will ja hier keine Fischzucht aufgleisen. Es ist übrigens sehr entspannend, dem Kleinen Fisch zuzuschauen, wenn er so ruhig und entspannt seine Kreise im grossen Wasserglas zieht und einfach nur glücklich ist.......

Gleitschirmfliegen!

Erstellt am 13 August 2013 at 11:07

Ich bin geflogen! 30 m weit und 30 m hoch und das war ein unglaubliches Gefühl! Abgehoben in die Schwerelosigkeit zum allerersten Mal in meinem Leben und es geht weiter und vor allem höher! Morgen werden es bereits 800 m Höhe und weiss der Geier welche Weite sein, die ich alleine fliegen werde. Also wenn mich der Mut nicht im entscheidenden Moment verlässt! Natürlich könnte ich auch Tandemfliegen, angehängt am Fluglehrer, aber das wil ich nicht, ich will ALLEINE fliegen!

Es ist wie beim skifahren, zuerst wird am Idiotenhügel geübt. Da sind wir dann immer wieder hochgelaufen mit dem nicht ganz leichten Gleitschirm über dem Rücken.Wir waren alle so aufgeregt, dass wir die Ansgtrengung nicht gespührt haben, Adrenalin pur! Man legt den Schirm ausgebreitet hinter sich auf den Boden und schaut, dass sich die vielen Schnüre, die vom Gleitschirm so runterhängen, sich nicht total verwickeln. Das würde nämlich den Absturz bedeuten, gleich nach dem Start und das ist nicht das Ziel.

Darum haben die Fluglehrer das für uns übernommen. Dann sind wir mit einem Funkgerät ausgestattet worden und jeder einzelne Schritt wurde so übertragen. Danach hiess es loslaufen! ca. 2 Minuten rennen bis der Gleitschirm in seiner ganzen ausgebreiteten Pracht über mir schwebte, dann Halteriemen loslassen, mit den Bremsen in der Hand weiter rennen, nochmal ca. 2 Minuten oder so lange bis der Schirm trägt. :"Andrea, lauf als wäre dir an der Bahnhofstrasse in Zürich die Handtasche geklaut worden!!" Tönte der Fluglehrer in mein Funkgerät! NA DAMIT KONNTE ICH DOCH WAS ANFANGEN!

Kaum war ich in der Luft, kam die nächste Herausforderung, LANDEN! Arme mit Bremsbügel ganz nach unten strecken und sanft mit den Beinen aufsetzen. Geschafft! Aber wie es im Leben so ist, kaum ist die erste Hürde genommen, die erste Herausforderung gemeistert, die erste Angst überwunden geht alles in die nächste Runde! Fortsetzung folgt!

Robair.ch Die Flugschule für Gleitschirmfliegen!

Trauma

Erstellt am 7 July 2013 at 02:40

Unter dem Begriff Trauma verstehen wir in erster Line unvorhergesehene, schwere Schicksalsschläge, traumatsche Unfälle, etwas Appruptes, Akutes was die Psyche eines Menschen überfordert, austreten aus dem Körper bei schwerem Missbrauch, eine weitere Definition. Das ist alles richtig, der Begriff Trauma umfasst aber noch mehr oder "weniger" je nachdem. Ein Kind, welches nie wirklich gesehen worden ist, welches nicht wertschätzend begleitet wurde, welches alle Probleme eines kindlichen Lebens mit sich alleine ausmachen musste, gilt als traumatisiert. Der zusammenfassende Begriff für so eine Kindheit wird als emotionale Verwahrlosung bezeichnet und ist ebenfalls eine traumatische Erfahrung.

Im Erwachsenenalter haben traumatisierte Menschen, die nie wirkliches Urvertrauen aufbauen konnten, dann doch Möglichkeiten das Leben zu bewältigen.Sie spalten ab, sie werden genau so hart gegen sich selber und ihre Umwelt wie sie es als Kind erfahren haben, oder sie entwickeln ein hochempfindliches Nervenkostüm, welches mit weiteren Verletzungen und Gefühlen schwerer umzugehen weiss. Sie sind oft wenig konfliktfähig oder "explodieren" bei jeder Irritation. Sie verfügen über eine weniger ausgeprägte Resilienz (Problemlösefähigkeit) und sind anfällig für stoffgebundene und nicht stoffgebundene Süchte. Sucht schützt die verletzten Persönlichkeitsanteile, welche in die sichere "Verbannung" geschickt worden sind.

Ist es nun angebracht "Leichen" aus dem Keller zu holen? Eine Retraumatisierung zu riskieren? Bei schwer suchtkranken Menschen ist dies vor der Stabilisierungsphase nicht angezeigt, (Dr. l. Reddemann, Imaginative Traumatherapie) es würde das System überlasten. Heilsam jedoch sind,  Achtsamkeit, Empatie, Wertschätzung, Konsequenz und bedingunglose Zuverlässigkeit des Therapeuten. Es sind genau diese Beziehungsqualitäten welche in der Kindheit so wichtig gewesen wären. Noch viel wichtiger allerdings ist es, traumatisierten Menschen zu zeigen, wie sie sich selbst all diese Achtsamkeit geben können welche ihre Seele vermisst hat.

(Falls es zu diesem Thema noch was zu schreiben gibt, nach meinem Seminar mit Dr. Reddemann)

 

Co-Abhängigkeit

Erstellt am 27 June 2013 at 10:16

Ich weiss schon was sie mir gleich sagen werden, aber ich werde das nicht tun, ich werde meinen drogensüchtigen Sohn nicht auf die Strasse setzen. Ja, ich hatte letzte Woche eine sehr verzweifelte Mutter am Telefon in der Sucht-Reha wo ich arbeite. Ich habe ihren Leidensdruck ein bisschen verringert, als ich ihr eine halbe Stunde lang zugehört habe, wie schlimm sich ihr Sohn zu hause aufführen würde und dass sie bald nicht mehr könne. Ganz offensichtlich jedoch, konnte sie noch, weil ihr Sohn es sich immer noch zu Hause gut gehen liess. Jeden terrorisierte und ansonsten sich um reingarnichts kümmerte ausser um seine Sucht. Ganz offensichtlich war weder sein, noch der Leidensdruck seiner Mutter hoch genug, um sich auf den Weg der Lösung des Problems zu machen.

Wie herzlos klingt denn dass, denkt sich vielleicht der eine oder andere Leser, das eigene Kind auf die Strasse stellen? Im Sommer ginge das ja noch aber im WINTER!!?? Nun, einerseits ist es wohl so und wie immer klingt in der Theorie alles ein bisschen einfacher als in der Praxis. Diese jedoch, ist knallhart!

Wer einen suchtkranken Menschen auf "falschem Niveau" "stabilisiert", ihm immer wieder hilft ,damit dieser nicht die volle Härte, die ganze Konsequenz seiner Sucht durchleben muss, der verhindert damit den Ausstieg aus der Droge.

Jeder Suchtkranke, der EIGENMOTIVATION aufbringen  muss, war vorher an einem Punkt an dem er dachte, entweder ich bringe mich um, die Drogen bringen mich um oder ich komme endlich los von der Sucht. Jeder in der Suchtreha der es geschafft hatt, ist vorher durch die "Hölle" gegangen. Ohne diesen bedingungslosen Willen der aus lupenreiner, tiefster Eigenmotivation entspringt ist kein Ausstieg möglich. Ich habe mit Eltern gesprochen welche Jahre lang ausgehalten haben, die nur helfen wollten, die sogar am Ende ihren Kindern die Drogen beschafft haben bis sieselber  krank wurden. Co-Abhängigkeit heisst dieses Verhalten in der Fachsprache.

Die Lösung? In Liebe loslassen und darauf vertrauen, dass der Lebenswille eines jeden Menschen mit der Sucht klar kommt. Alles andere ist nicht auf AUGENHOEHE und falsch verstandene Hilfe. Helfersyndrom stabilisiert nur den eigenen Selbstwert und das auch auf völlig falschen Niveau!

Bestellung beim Universum!

Erstellt am 1 March 2013 at 10:18

Zugegeben ich hatte bereits aufgegeben, meine Latte so hoch gelegt, dass jeder Mann problemlos untendurch passen würde und kompromissbereit war ich kein Stück, entweder Mister Right oder ich bleibe Single, basta ende der Durchsage. Mein Arbeitskollege war da allerdings anderer Ansicht: "Wenn du dauernd nur auf deiner Couch rumhockst, findest du garantiert keinen Mann! Unternimm mal was." Jaja, habe ich gedacht, mir gefällt aber meine Couch und meine allabendlichen Serien und meine Freiheit und dann kam Heidelberg.

Meine Studiengruppe tagte und uns war grad irgendwie der Lernstoff abhanden gekommen, also beschlossen wir, eine Liste beim Universum zu erstellen, eine für mich und eine für meinen Kollegen der ebenfalls Single war. Der langen Rede kurzer Sinn, meine Liste wurde 2 A4-Seiten lang! Echt, ich habe keinen einzigen kleinsten Punkt der mir wichtig war ausgelassen, inklusive Lieferdatum meines Traummannes. Daran, dass dieser Wunsch in Erfüllung gehen könnte, dass es da Draussen Jemanden geben könnte, der wenigstens 2/3 von 2 A4-Seiten Anforderungsprofil erfüllen würde, daran glaubte ich ehrlich gesagt keine Sekunde. Wir haben viel gelacht und hatten jede Menge Spass, das schon, aber das wars dann wohl auch. Gut meine Kollegin glaubte felsenfest daran, dass das hinhauen würde und vermutlich war das genau der Grund warum es einfach perfekt hingehauen hat. Ich ging einen Monat später zu eben diesem Speeddating von dem ich bereits an dieser Stelle erzählt hatte und da war er, der Mann der es geschafft hat mein Herz im Sturm zu erobern und 95% meiner Anforderungsliste erfüllt....Was ich damit sagen will...mann muss selber nicht an alles glauben was man so tut, aber man muss dem Universum Gelegenheit geben Bestellungen prompt zu liefern..aber dafür müsst ihr erstmal bestellen!!!

Gottvertrauen

Erstellt am 30 December 2012 at 05:00

Morgen ist der letzte Tag im alten Jahr, ein tolles Jahr, ein schwieriges, ein hoffnungsvolles ein glückliches und ein trauriges. Ich bin gereist, ich habe gearbeitet und mich ausgeruht. Ich habe gehofft, ich habe geliebt, ich habe gekämpft ich habe gewonnen und ich habe verloren. Lohnt es sich zu fragen warum? Lohnt es sich Vergangenem nachzutrauern, lohnt es sich zu leiden? Nein! Definitiv nicht, das Leben ist nun mal kein Ponyhof. Leben ist Entwicklung, hinfallen und immer wieder aufstehen, ein Jahr vergeht, ein neues kommt und mir ist jetzt schon klar, das Neue wird wieder genau so weitergehen wie das Alte aufgehört hat. Dieselben Wünsche, die selben Träume, die selbe Hoffnung die selben Ängste und derselbe Mut. Und doch, wir entwickeln uns weiter in diesen Mühlen des Lebens, ob wir das wollen oder nicht, ob es für uns Sinn macht oder nicht, ob wir uns dagegen wehren oder mitschwimmen  im Fluss des Lebens. Wenn ich beschliesse mich am Gras des Flussufers festzuhalten, werden mich meine Arme schmerzen mit der Zeit, aber ich weiss mit Sicherheit was mich ERWARTET, noch mehr Armschmerzen.

Wenn ich loslasse, dann habe ich keine Ahnung mit welchen Stromschnellen, mit welchen Hindrnissen ich zu kämpfen haben werde. Halten wir also vielleicht nicht doch lieber am Gewohnten,  Bekannten fest? Auch wenns ein bisschen schmerzt? Ist es nicht einfacher als dieses Ungewisse? Ja, Vordergründig ist es einfacher, der Mensch hängt tendenziell lieber im gewohnten Unglück rum,  als sich in ungewohntes Terrain zu begeben. Es braucht Mut! Wenn wir mutig sind, könnten wir glücklich werden, könnten wir so leben wie es uns entspricht, könnten wir wollen was wir haben und wenn das Leben schon Theater ist, dann könnten wir uns mit Mut wenigstns die Rolle aussuchen, die auf uns zugeschnitten ist, die zu uns passt!

Wenn der Weg zum Ziel beginnt Spass zu machen sind wir richtig! In diesem Sinne: If you can dream ist, you can do it! Ich wünsche Euch im neuen Jahr den Mut den es braucht, die Kraft die notwendig ist und das Gottvertrauen das es braucht um zu erkennenm, dass das Universum ein Fangnetz aufspannt, wenn wir losgelssen haben! Ein mutiges, neues Jahr!

Es ist wie es ist.

Erstellt am 24 December 2012 at 11:32

Bald geht wieder ein Jahr zu Ende, ein Jahr mit vielen Hochs aber auch mit Tiefpunkten die ich in dieser Form nicht erwartet hätte, ich gebs zu, ich habe mich teilweise gewaltig überschätzt. Überschätzt dahingehend, dass ich gedacht hatte, ich würde gewisse Dinge mit links meistern, dem war nicht so. Immer wieder diese schmerzlichen Prozesse, immer wieder diese Rückschläge, immer wieder diese nicht erwiderte Liebe, immer wieder. Warum? Um innerlich zu wachsen um falsche Denkmuster zu hinterfragen um Dinge zu wiederholen damit sie heil werden können um zurück zu finden ins Paradies? Ich weiss es nicht, es wird wohl so sein. In der Hängematte findet weniger Entwicklung statt, aber ist es falsch sich darum nicht immer wieder diese Hängematte zu wünschen? Sich zu wünschen, dass einfach einmal etwas leicht geht, etwas sich erfüllt? Einfach so, ohne Anstrengung? Ich habe auch einmal gedacht, dass ich Denjenigen teeren, häuten und federn möchte, der diese Liebe erfunden hat. Ich erlebe immer wieder, so viel Schmerz und Leid, sei dies bei meiner Arbeit oder im privaten Umfeld und bei mir selber. Nun, es ist wie es ist und wer aufhört zu kämpfen, wer nicht mehr kann, wer resigniert, hat derjenige verloren? Nein, es ist erlaubt einfach alles Scheisse zu finden, einfach müde zu sein, einfach nicht mehr fragen zu mögen, einfach die Decke über den Kopf zu ziehen, ohne schlechtes Gewissen einfach SENDEPAUSE!

Im Wissen, dass einen das Leben schon wieder unter der Decke hervorholen wird, egal unter welcher Brücke es uns hervorziehen muss, dass es Zufälle schickt, Menschen die einfach da sind, wenn man sie braucht, die einen lieben mit allen Fehlern und Schwächen, die helfen einfach weil sie da sind und zuhören? Ich habe es tausendfach erlebt bei mir selber und bei meinen KlientInnen, wir sind nicht alleine. Wer oder was auch immer diese "Zufälle" schickt, es ist einfach an uns sie auch zu erkennen und nach dem Strohhalm zu greifen. Und was uns trotz allem immer wieder weiterträgt ist eben diese LIEBE!

In diesem Sinne, habt eine wunderschöne Weihnacht.

Notschlafstelle

Erstellt am 11 December 2012 at 12:12

Es ist kalt, bitterkalt draussen und ich kann es mir nicht vorstellen wie es sein würde, wenn ich keine Wohnung hätte, keine Ahnung wie oder wo ich die nächste Nacht verbringen sollte, hungrig, durstig, in viel zu leichter Kleidung und Suchtkrank. Ich habe sie betreut diese Menschen, 7 Monate lang in einer Notschlafstelle in der Schweiz und 3 Monate lang in einer Notschlafstelle in Deutschland. Ich bin mit einer Welt in Berührung gekommen, die ich so zuvor noch niemals in meinem ganzen Leben so hautnah miterlebt habe. Keine einzige Woche würde ich so ein Leben aushalten, habe ich mir damals gedacht, keine 2 Tage!

Doch, auch ich würde es aushalten müssen, einfach darum, weil der Selbsterhaltungstrieb des Menschen so unglaublich stark ist, der Wille zum Überleben. Die Hoffnung, dass es irgenwann wieder besser wird, einen einfach nicht aufgeben lässt.

Die Schicksale welche hinter Obdachlosigkeit stehen sind so vielfältig wie es Menschen gibt und letztendlich ist Niemand gefeit davor, nicht auch einmal auf der Strasse zu landen. Im Winter ist dies besonders brutal, weil es  an Notschlafstellen fehlt. Wir haben alles dafür getan, damals in Zürich, es diesen Menschen so angenehm wie möglich zu machen. Wir haben Vorhänge genäht, haben die Schlafräume dekoriert, waren da für Gespräche und haben Essen ausgegeben. Einmal, das werde ich niemals wieder vergessen, bin ich für einen Notschlafstellengast eine Stunde früher da gewesen, weil er am Vorabend über Halsschmerzen geklagt hatte, er sollte nicht bis 21.00 Uhr auf die Türöffnung warten müssen. Für mich eine Geste ohne lange nachzudenken.

Für ihn war es DER Wendepunkt in seinem Leben. Ich habe ihn ein Jahr später wieder angetroffen in der REHA. ER sagte mir, dass noch niemals in seinem ganzen Leben, Jemand sowas für ihn getan hätte und dass er damals dachte, dass das vielleicht ein Zeichen gewesen sei, nicht aufzugeben.

 

LEBEN!

Erstellt am 28 November 2012 at 11:05

Das Leben ist unberechenbar, es ist heimtückisch, es ist vernichtend, es ist Schmerz, es ist Unverständnis, Wut und manchmal einfach nur die Frage nach dem WARUM? Sind wir ehrlich, würde die Antwort etwas daran ändern dass wir leiden? Dass wir Schmerzen empfinden, dass Verluste so sehr weh tun? Nein, das Leben ist kein Zuckerschlecken, es bremst uns aus, es wirft uns zurück. Oft ist schon der Start in dieses Leben alles andere als perfekt. Kinder werden misshandelt, nicht Wertgeschätzt, alleine gelassen, wenig geliebt!

Warum ich, warum scheint der Eine alles zu kriegen und der Andere nichts? Warum bin ich krank und der Andere nicht? WARUM WARUM WARUM?

Nun, ich lebe schon eine ganze Weile und ich arbeite mit Menschen die an diesem Leben beinahe zerbrochen sind. Ihr Kampf gegen die Drogen ringt mir den allerhöchsten Respekt ab. Nichts war gut, wenig hat funktioniert und doch, sie haben nicht aufgegeben, sie kämpfen diesen Kampf, zurück ins Leben, sie versuchen ihre verletzte Seele zu heilen. Manchmal jedoch, sind die Verletzugen, die Traumen so tief, dass eine Heilung kaum mehr möglich ist. Sie habe jedoch gelernt Strategien zu entwickeln um damit leben zu lernen.

Wenn ich auf mein Leben zurückblicke, dann ist es eindeutig so, dass aus den grössten Verletzungen meiner nicht einfachen Kindheit, der schlimmsten Krankheit (Ich hätte beinahe eine Niere verloren) und den schwierigen Beziehungen am Ende mein grösster Kampf geworden ist und daraus dieses tiefe Verständnis für die Menschen mit denen ich arbeite, erst enstehen konnte. Rückschläge sind der Boden für meine erfolgreiche Arbeit, es ist der Boden um zu sagen, Kämpfen lohnt sich IMMER und Ängste auszuhalten noch viel mehr! und es ist der Boden für meine Aussage, dass Jeder das Leben lebt für das er sich entschieden hat zu kämpfen! Es macht nämlich einen grossen Unterschied sich immer wieder als Opfer der Umstände zu sehen oder sich zu sagen, so LEBEN jetzt ERST RECHT!

Mut!

Erstellt am 10 November 2012 at 07:53

Menschen hängen am liebsten in der Comfortzone ab, das ist sicher, praktisch, gewohnt und langweilig, mit der Zeit jedenfalls. Blöd einfach, dass nichts so beständig ist in unserem Leben, wie die Veränderung! Wer sich nicht freiwillig weiterentwickelt, der wird weiterentwickelt und das ist meist, nicht lustig! Wer Mut zum mutig sein hat, der verwirklicht seine Träume. Mut wird belohnt und wer mutig ist, der lebt seine Träume, ist authentisch, echt und wird oftmals von einer "Leichtigkeit des Seins" begleitet, welche Andere neidvoll mit ihrem Schicksal hadern lässt. Also, seid mutig!

Ist nicht so einfach? Angst? Also eigentlich...., was denken denn die Anderen? Verpflichtungen, Verbindlichkeiten? Hach....ich würde schon gerne, aber....Ja, es kostet ganz schön viel Mut, so zu sein, wir wir sind, zu verwirklichen was wir uns erträumen und KEINER sagt uns letztendlich, ob unser Mut auch belohnt wird! Nein, Sicherheit ist nun mal nicht MUT, richtig!

Es gibt also unterschiedliche Zonen! Die Angstzone, die Comfortzone, die Traumzone, die Selbstvertrauenzone, die Waschstumszone, die Absprungzone und dann ENDLICH sind wir in der Mutzone angelangt. Einfach rauslaufen, ins Ungewisse, einfach hoffen, dass es geht, einfach den sicheren Hafen verlassen, einfach lossegeln, und darauf VERTRAUEN, dass der Wind uns den Weg weist, dass der "Zufall" uns lenkt und dann alles gut wird! Einfach NICHT DENKEN, AUGEN ZU und SPRINGEN!!! "Wohl wahnsinig geworden oder was? Wir müssen erst alle Risiken und Nebenwirkungen durchdenken!!!"....nö, ist zu gefährlich, der Preis ist zu hoch, die Unsicherheit zu SICHER!!!!

Die Gunst der Anderen ist wichtiger als unsere Träume? Träume haben oft zwei gefährliche Widersacher: unseren inneren Kritiker! " Du hast sie wohl nicht mehr alle!" und den Realisten  " Und wer zahlt ende Monat die Rechnungen?"  Endstation Sehnsucht? Nur einer macht unser Traumziel letztendlich unerreichbar, die Angst vor dem Versagen! Ihr merkt es bestimmt schon, wir sind in der Selbstvertrauenzone angekommen! Es hängt wie immer, alles mit allem zusammen, aber im Grunde ist es ganz einfach.

Mit (mehr) Mut, wäre es möglich, glücklich zu sein!

Eigenen Gedanken und Auszüge aus,Lit: Willkommen in der Mutzone, Bea Engelmann, Car Auer Verlag

Speed-Dating!

Erstellt am 25 October 2012 at 02:00

Luzern, 19.00 Uhr, kalt, die Frisur sitzt nicht, frierend vor verschlosserner Tür. Zugegeben, ich war eine Stunde zu früh da und zu hause lief grad die 395 Serie von alles was Zählt OHNE MICH! Wie hatte ich nur so bekloppt sein können, mich zu diesem Speeddating Event anzumelden, im besten Fall würde ein mässig interessanter Blog daraus werden, mehr wohl nicht.

Aber gut, wer A sagt.......Um 20.00 Uhr war dann endlich Türöffnung. Das ganze Lokal war nur für diesen Event gemietet worden und wir, alles Frauen  erstmal, wurden freundlich hereingebeten, immerhin. Im Nebenraum waren dann 10 Tischchen reserviert und wir durften uns zuerst setzen. Gleich würden 10 Männer erscheinen und mit denen würden wir uns dann, immer nur 5 Minuten unterhalten dürfen. Kärtchen inklusive mit Name und JA oder Nein-Feldchen zum Ankreuzen. Meine Laune, besserte sich zusehends und ich begann mich mit meiner Tischnachbarin so gut zu unterhalten, dass wir schon unsere E-Mail Adressen getauscht hatten, als 15 Minuten Später die Herren der Schöpfung eintrudelten.

Mann, da war wirklich alles vertreten, vom Schlippsträger bis hin zum "Wasser und Seife ist mir zu Kapitalistisch-Typ". So langsam lief ich zur Form auf, ich liebe dieses Schnelle, diesen Small- Talk, dieses 10 auf einen Streich. Ich hab nämlich wenig Zeit, Monate lang zu mailen und dann beim ersten Blind-Date schon nach einer Minute zu wissen: nö!

Aber zurück zum Spiel. Da war ein Mann da, der war mir sofort aufgefallen, gleich als er reinkam. Warum ist denn der hier? schoss es mir durch den Kopf, hat der sich in der Tür geirrt?? Ein so toller Mann, mit solch einer Ausstrahlung, so einem Charme, WO ist seine FREUNDIN? Nebenan beim Frisör?  Meine Tischnachbarin verdrehte ebenfalls die Augen und mir war klar, DER kriegt 10 x ein Ja-Kreuzchen und kann aussuchen! Gut, erster Eindruck kann täuschen, mal warten bis ER vor mir sitzt.  Nun, ich habe mich in meinem Leben sehr selten getäuscht und mein erster Eindruck wurde noch übertroffen als er sich mit mir unterhielt! Der Kerl schaffte es doch tatsächlich, mich ein kleines bisschen nervös zu machen. Natürlich liess ich mir nichts anmerken, meine Sozialkompetenz händelt sowas mit LINKS!

Auch die anderen Gespräche waren toll, es machte so unglaublich SPASS, das hätte ich nicht für möglich gehalten und der weite Weg hatte sich sowas von gelohnt! Danach trafen wir uns  noch an der Bar und auch da hatten wir einfach nur Spass. Wir haben dann unsere 4 E-mail-Nr. getauscht und beschlossen, dass wir uns wieder treffen würden einfach so, zum Kino oder einer Wanderung oder was auch immer. Nachtrag, er war dabei und seit einem Monat sind wir zusammen...er sieht immer noch umwerfend aus und er ist auch umwerfend!

Dumm gelaufen!

Erstellt am 21 October 2012 at 08:33

Das war so. Während dem Zähne putzen im Bad, gestern, schoss mir plötzlich, aus heiterem Himmel sozusagen, der Gedanke durch den Kopf:" Hoffentlich hat die Zimmerverlängerung um eine Nacht geklappt? Weil wenn nicht, wäre ich am Abend nach der Schule vor meinem Hotel gestanden und mein Gepäck hätte von alleine ausgecheckt gehabt!

Eine halbe Stunde später sitze ich dann mit meinem Studienkollegen gemütlich am Frühstückstisch. Wir unterhalten uns angeregt, als mir meine Frage von während dem Zähneputzen wieder einfällt. Gedacht gefragt:" Meine Zimmerreservation hat geklappt nicht?" "Moment ich schaue grad mal nach" und weg war der Wirt.

"Nein, sie reisen Heute ab!" "Äh... wie jetzt??!"! Das ganze Hin und Her hat dann auch nichts mehr gebracht und ganz Heidelberg war wegen eines Events total ausgebucht gewesen, ich musste also gehen. Das darum, weil der letzte Bus in mein Kaff schon um 19.30h, in seine wohlverdiente Bussgarage fahren würde und ich mir dann ein teures Taxi hätte nehmen müssen. (CH-Sackteuer!).

 "Dein Sparticket wird nicht gültig sein," meinte daraufhin mein Kollege. "Ach das wäre ja noch schöner, ich habs doch bezahlt und wegen dem einen Tag früher, das kriege ich locker hin!"

"SIE sitzen im FALSCHEN ZUG! Auf dem FALSCHEN PLATZ, am FALSCHEN TAG und mit dem FALSCHEN SPARTICKET, das ist total UNGUELTIG!!!!"......... "--------?"

Also eigentlich mag ich so direkte Ansagen nicht so, aber das ist in Deutschland wohl üblich, die reden nicht lange um den heissen Brei rum, die sagen alles viel DIREKTER. In der Schweiz wäre dasselbe Problem ganz anders an die Frau gebracht worden:" Entschuldigen sie, ist ihnen aufgefallen, dass sie im falschen Zug sitzen?" In diesem Ton wären mir bestimmt tolle, gute Gegenargumente eingefallen, und das Problem hätte durchdiskutiert werden können um zu einer einvernehmlichen Lösung zu gelangen.

Doch gut, das Problem war das Selbe und der Ausgang wäre es wohl auch gewesen. Am Besten, ich stelle die 62 Euro diesem Hotel in Rechnung, blöd einfach, dass ich das Beweis-Mail aus Versehen wohl gelöscht haben muss.....

 

 

Liebe und so.....

Erstellt am 20 September 2012 at 10:01

"Ist das normal, was ich fühle?" "Ist das nicht völlig schnurz?" Das Ende einer Beziehung  ist für den Verlassenen, liebenden DER psychische Supergau schlechthin, ende der Durchsage. Es ist ein Frontalangriff auf den Selbstwert, und hat sogar auf der Liste der WHO (ICD-10) eine eigene Nummer erhalten F43.0 akute Belastungsstörung im Volksmund auch als gemeiner Nervenzusammenbruch bekannt. Dieser seelische Zustand ist mit dem Verlust eines Angehörigen durch Tod absolut vergleichbar. In diesem Zusammenhang erscheint  die These: Liebe braucht keine Treue, geradezu ketzerisch, abwertend und herzlos und  so fühlt es sich auch an! Auch Ende der Durchsage. Eine weitere, tragische Dynamik in diesem Zusammenhang:  Wird eine Beziehung infrage gestellt, dann meistens radikal (Idiot!) allumfassend (Arschloch!) und Rückwirkend, wie lange geht das schon so?

Auf die Frage nach dem Auftreten von Seitensprüngen (WARUM!?) lautet die Antwort: "Alles hat Grenzen alles im Universum hat die und die monogame Kathastrophe wäre durch noch so viel Reflexion nicht zu verhindern gewesen." Dass wir nun mit einem Selbstwertgefühl da sitzen, dass sich anfühlt wie angeschossen, auch nicht!

Ich habe jeden Tag Sterneküche geboten und der Partner geht zur Wurstbude. So denkt nicht jeder(e), eher andersrum, was hat diese SERNEKOECHIN, was ich NICHT habe? Bin ich etwa die Wurstbude? Tja, wir sehen wiedermal, es ist komplex oder ganz einfach je nachdem! Dabei hat Derjenige, welcher gegangen ist, vielleicht nur den Schritt in sein Unbewusstes getan und das alles hat mit dem verlassenen Partner nicht das geringst zu Tun?

Versuchen wir das mal unserem Selbstwert beizubringen, vielleicht in der akuten Phase? oder ein halbes Jahr später? der Erfolg wird vernichtend sein. Leider ist es  aber so, dass wir Demjenigen, welchem wir die Schuld geben auch Macht übertragen, ganz unbewusst natürlich, aber das beruhigt nicht wesentlich. Wer sich also demzufolge wieder Handlugsspielraum zurückerobern will, tut gut daran, sich selber verantwortlich zu sehen. Und wohin soll ich bitte dann mit meiner WUT? Darf ich mich denn nicht ein bisschen rächen? oder das Bügeleisen nach ihm schmeissen? Es ginge mir danach besser! Ja gut, auch dieser Teil muss gehört werden, über die Methode liesse sich evtl. noch eine These bilden.

Fakt ist aber: Rache bleibt  immer der missglückte Versuch einer Aufwertung der eigenen Preson! Auf einer übergeordneten Ebene, so rein vom Verstand her sozusagen, geht es nicht um Moral, sondern um eine intelligente Ethik der Liebe.  (Ja ich weiss......ruhig durchatmen!)

Je mehr nämlich auf der gefühlsebene ein Mensch seine psychische Selbständigkeit für die gemeinsame Verschmelzung opfert, desto grenzenloser fühlt sich der Schmerz nach der Trennung an. Das Gefühl der Ohnmacht erscheint übermächtig. Ja ich  weiss, man muss sich von solchen Thesen erstmal erholen so oder so.

Eigene Gedanken und Auszüge aus dem Buch "Treue ist auch keine Lösung" Holger Lendt.

Ich bin dann mal glücklich!

Erstellt am 23 August 2012 at 05:40

Liebe dich selbst und es ist egal wen du heiratest. Na ja, über den Titel dieses Buches kann man sich streiten, jedenfalls über den letzten Teil. Wenn eine Liebe zu Ende geht, dann ist das nichtlustig! Es ist dann aus, Ende, gegessen, und vorbei. Erwartungen sind enttäuscht worden, Gemeinsamkeit zu Ende. Und nun? Rein in die neue Beziehung in der Hoffnung dass der Schmerz dann weniger wird? Neue Liebe neues Glück? Hoffen dass er/sie wieder zurückkommt? Ich vermissedichso-tweets raushauen? Aushalten und leiden? Ja was denn nun?

Anfangen sich selbst zu lieben meint die einschlägige Literatur, weil das mit der Liebe ist nämlich so...."Jede bestehende Beziehung, mag sie anfänglich auch noch so toll sein, richten wir über kurz oder lang durch die innere Haltung von Ewartung und Forderung zugrunde. Jeder erlebt sich in der Beziehung als halbe Person, welche durch den Anderen meist perfekt ergänzt wird. Darin liegt die Paradoxie und genau das ist die Basis für Konflikte. Ihr Partner kann sie nicht glücklich machen* Lit. Eva-Maria Zuhorst.

Aber es fühlt sich doch gut an, finde ich wenigstens, jedenfalls am Anfang, der Himmel voller Geigen, er/sie ist so toll, so neu, so lass mich einfach in Ruhe mit diesem Psychogedöns...ich bin dann mal glücklich!

Und am dritten Tag der Ferien, Beziehungsstress. Unterschiedliche Erwartungen, lange Weile, ein falscher Satz. Die fast perfekte Illusion, dass der Andere genau unser fehlender Teil ist bekommt erste Risse. Fakt ist, es ist immer dieses Gefühl von Ganzheit, welches uns im Leben wirklich glücklich macht. Ähnlich wie bei allen Rauschmitteln gilt auch hier, Je öfter und heftiger wir uns verlieben, desto schneller lässt der Rausch nach, desto höher muss die nächste Dosis werden, desto tiefer der Absturz. Im Fall von Beziehungen führt dieser Absturz dach dem Rausch direkt in den Machtkampf. Zuhorst Eva.

Tja in diesem Buch gibts noch viele solcher Hammersätze und ich gehe mal davon aus, die sind wissenschaftlich fundiert, recherchiert und entbehren nicht einer gewissen Regelmässigkeit, welche empirischen Erhebungen standhalten wird. Beziehungen ein riesen Stress also? Und was nun? Es ist also doch so, es ist völlig egal mit wem wir zusammen sind, am Ende trefen wir immer wieder nur auf uns selbst und der Andere ist nur die Leinwand unserer unerfüllten Bedürfnisse........

 

vorher sterben?

Erstellt am 28 July 2012 at 11:12

Es ist schon ein Kreuz dieses Denken man/FRAU sei nicht gut genug.  Erst dann etwas in Angriff nehmen, wenn man dann irgendwann mal gut genug ist, gut genug im Malen, gut genug im Schreiben, gut genug im vorher sterben. Woher kommt denn diese strenge Bewertung des eigenen Könnens? Klar weiss ich das, jedenfalls in meinem Fall, aber das ändert nichts am Thema. Das sprengt hier den Rahmen und ist nicht relevant. Relevant wäre, es einfach mal zu versuchen und MEIN Manuskript einem Buchverlag zu schicken. Hera Lind zum Beispiel, hat Germanistik studiert, Musik und Theologie, sie hat in der Mitte ihres Lebens ihren Mann uind ihre 4 Kinder verlassen und ist mit ihrem Geliebten, einem Schiffskapitän auf Reisen gegangen, hat damals einen riesen Wirbel ausgelöst, obwohl sowas 1000 Fach vorkommt. Bloss, sie hat über dieses Thema ein Buch geschrieben, langweilig, humorlos, über 381 Seiten lang. Nach der 20 Seite habe ich angefangen Quer zu lesen, sonst hätte ich es nicht durchgestanden bis zum Schluss. Klar mein Urteil ist höchst subjektiv, aber es ist einfach Fakt, dass mich ein Buch nicht langweilen darf und ich könnte mir vorstellen, dass es anderen Menschen auch so geht. Fakt ist natürlich auch, das ich mich sehr schnell langweile und ich meinen Massstab, meine Messlatte aus diesem Grund nicht nur bei mir sondern eben auch bei Anderen, hoch ansetze, jedenfalls was das Schreiben angeht und vermutlich auch sonst.... Tja und was mache ich nun mit dieser Erkenntnis?

Nicht vorher sterben!

Shades of Grey

Erstellt am 22 July 2012 at 10:45

Ich habe das Buch zu Ende gelesen, 600 Seiten in 6 Stunden. Es ist fesselnd, es ist atemberaubend geschrieben und es zeigt die ganze Tragik einer zutiefst verletzten Seele, der Seele von Christian. Seine Freundin fasst zusammen: Er ist ein komplett abgef...Dreckskerl. Doch das trifft es nicht genau. Dieser unglaublich gutaussehende, intelligente und reiche Mann trägt ein dunkles Geheimnis in sich, welches er nicht preisgeben kann und will. Wie seine Partnerin feststellt, ist Liebe etwas Unmögliches für Ihn, er kann sie weder geben noch kann er sie annehmen. Seine sexuellen Vorlieben sind grenzwertig um nicht zu sagen krank. Auch das bemerkt Anastasia und doch, lässt die Autorin ihn nicht wie ein Monster aussehen, sie beschreibt eindücklich seine Seelenqualen und die Form der Liebe, welche er für seine "Untergebene" empfindet, er liebt sie auf seine Weise.

Anastasia erlebt alle Höhen und Tiefen sexueller Lust, während er seine sadomasochistische Seite auslebt, über sie bestimmt und sie beherrscht. Der Leser wird in eine Welt begleitet, die jedenfalls ich für meinen Teil, so noch nie vermittelt bekommen habe. Die Geschichte gestattet  uns einen Einblick  in eine Welt die gängiger Moralvorstellungen zuwiederläuft. Wenn gleich viele erotische Szenen den Leser fesseln mögen, erlaubt die Geschichte von Christian und Anastasia einen Einblick in seelische Abgründe, Kämpfe, Hoffnungen, Machtlosigkeit und Hilflosigkeit zweier  liebender Menschen, die Ihresgleichen sucht, für denjenigen Leser, der zwischen den Zeilen zu lesen versteht. Das denke ich, macht den grossen Erfolg dieses Buches aus.

Anastasia versucht ihren Geliebten zu "heilen" indem sie die ganzen Abgründe seines Wesens am eigenen Leib erfahren will, in der Hoffnung, dass er sie dann lieben würde. Die Rechnung geht nicht auf. Seine Brutaliät erschüttert sie dermassen, dass sie ihn verlässt. "Ich weiss, was ich brauche und du kannst es mir nicht geben und ich kann dir nicht geben, was du brauchst," so ihr Fazit.

Dieses Buch steht an erster Stelle der Hitliste einer der sensationellsten Bucherfolge der letzten Zeit. Geschrieben wurde es von der Britischen Autorin EL JAMES, Mutter zweier Kinder.

 

treiben lassen!

Erstellt am 13 July 2012 at 03:25

Heute habe ich einen Ausflug gemacht, nach Zürich. Also verglichen mit New York ein Dorf! Ich habe mich einfach treiben lassen von einer Strasse zur nächsten. Zuerst habe ich mir eine ganz tolle, weiche Jacke gekauft,  in einem warmen, dumpfen Gelb. Dann bin ich genau so, wie ich mir das vorgestellt hatte, zufällig an einem Coifförgeschäft vorbeigelaufen, ohne Anmeldung, trocken die Konturen geschnitten, Haare sollen nämlich wachsen....dann in der nächsten Seitengasse, habe ich mir in einem Restaurant Spaghetti genehmigt, dazu ein Buch gelesen. Titel: Vom Sinn schlechter Laune. Nein, richtig gepasst hat dieser Titel nicht, ich war nämlich bester Laune, aber da drin hat gestanden, wie wichtig es ist, auch  traurigen Gefühlen bewusst Raum zu geben, sie nicht mit Zweckoptimismus zu verdrängen. Man kann nämlich erst wieder unbeschwert weitergenen, wenn einen die Seele wieder eingeholt hat. Da war auch zu lesen, dass Pippi L. den freien, lebendigen und unabhängigen Teil unserer Persönlichkeit verkörpert. Sie macht einfach was ihr Spass macht und worauf sie Lust hat, genau wie ich heute.

Ein bisschen später, habe ich mich in ein Restaurant gesetzt und da gabs einen hervorragenden Kaffee, genau so wie ich ihn mag, überraschend, da meine Ansprüche an Kaffee sehr hoch sind, was dann normalerweise auch prompt zur Folge hat, dass ich 9 von 10 Mal enttäuscht bin. Tja, heute eben nicht!

Ich glaube, der Sinn des Lebens besteht einfach darin, das zu tun, was einem Freude, Befriedigung und Erfüllung schenkt,  dann gelangt man automatisch auf den Weg der für einen bestimmt ist.

Nullorientierungs-Legastenie

Erstellt am 8 July 2012 at 10:20

Bei mir geht nichts ohne Navi, einfach rein garnichts. Wenn ich die Wahl hätte zwischen einem Traummann, wobei dieses Wort erst noch einer exakten Definition bedürfte! und einem Navi, ich würde Letzteres wählen. Wobei da fällt mir ein, alle meine Männer der Vergangenheit besassen einen nahezu brillianten Sinn für ORIENTIERUNG! Da soll noch Jemand sagen, dass Menschen in ihren Partnern nicht zielsicher das anziehen, was eben nicht ihre eigene Stärke ist. Das ist dann promt auch einer der Gründe, warum man FRAU dann so blöd dasteht, wenn der Kerl weg ist! Wieder NULL ORIENTIERUNG!

Oft will mann seine bessere Hälfte dann wieder zurückhaben einfach weil es so schön bequem gewesen ist einfach hinterherzu latschen. Das sowas genau und ohne Umweg direkt in die Abhängigkeit führt, ist eine kleine Nebenwirkung die auf dem Beipakzettel steht.  Richtig wäre es demnach, wenn Frau sich zuerst um ihre eigene Orientierunglosigkeit kümmern würde, so nach dem Motto lauf doch hin wo du willst, ich finde mich auch alleine prima zurecht. Sowas könnte echt gut kommen!

Wer jedoch gibt mir die Garantie, dass ich mich dann beim nächsten Mal nicht in einen Nullorientierungs-Legasteniker verknalle ? Was ich damit sagen will?  Nichts ist so einfach wie es scheint und alles ist immer viel komlizierter als befürchtet!

 

nichtpüntklich!

Erstellt am 28 June 2012 at 02:48

Ja, gut, ich gebe es zu, wir Schweizer lieben es pünktlich zu sein und wir sind da auch ein bisschen verwöhnt. Wenn die Bahn eine Minute zu spät ist, wird das bereits angekündigt und wir schauen schon gestresst auf die Uhr! Ganz anders in Deutschland, die Deutsche Bahn ist da viel lockerer, in Muttenz wurden wir auf die Schiene gestellt, sofort alle raus, Polizeigrosseinsatz! Warum? Keine Auskunft. Also, 200 Leute reingequetscht in die eh schon überfüllte Schweizer S-Bahn bis Basel. Da wartete dann der neue ICE, nach Mannheim wo wir dann alle Anschlusszüge pünktlich verpasst haben.

Auf dem Heimweg dasselbe Szenario, einfach andersrum! 40 Minuten Verspätung hatte der ICE nach Zürich. In Basel wurden wir wieder auf die Schiene gestellt, (déja vù!?) diesmal immerhin mit Begründung." Die Schweizer lassen so verspätete Züge erst gar nicht rein in ihr Ländchen". Ja, da sind wir strickt, wo kämen wir sonst hin, wenn da jeder Zug reinfahren könnte, wann es ihm so passt?! Die Geschichte endete damit, dass ich meinen letzten Buss in Affoltern verpasst habe (20.00 Uhr letzte Fahrt !!). Wir Schweizer gehen nämlich gerne zeitig schlafen, wir müssen schliesslich früh wieder raus.

Tja und das wohl jetzt jeden Monat wieder? Entweder ich fahre in Zukunft mit dem Auto, oder ich erwarte einfach rein gar nichts mehr, wenn es trotzdem wieder Erwarten toll läuft, bin ich einfach nur glücklich!

 


Last Page | Page 1 of 3 | Next Page

Freunde