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Familienkonferenz24.10.2009

Grad eben bin ich auf das Buch gestoßen, das ich einst als "Meine Bibel" bezeichnet hatte. Es handelt sich um Familienkonferenz von Thomas Gordon, das 1970 in New York herausgekommen war. Der Titel bedeutete für mich (damals in Ausbildung zur Primarlehrerin) eine Zauberformel, die vor allem eines versprach: miteinander sprechen, reden dürfen und angehört werden - ein Weg aus der familiären Sprachlosigkeit.

Ich schreibe nun ein paar Zeilen ab aus dem Buch. Wenn Sie Gordons Gedanken selber lesen können, merken Sie am besten, warum mich damals, als knapp Zwanzigjährige, das Buch so fasziniert hatte: 

"Elterliche Autorität fördert bei Kindern Anpassung statt schöpferische Kraft, ähnlich wie ein autoritäres Arbeitsklima in einem Betrieb die Einführung von Neuerungen im Keim erstickt. Schöpferische Kraft entspringt der Freiheit zum Experimentieren, zum Ausprobieren neuer Dinge und neuer Kombinationen.  ... Macht erzeugt Furcht und Furcht erstickt die schöpferische Kraft und fördert Anpassung. Das Rezept ist einfach: Um Belohnung zu erhalten, werde ich mir nichts zu schulde kommen lassen und mich dem anpassen, was als einwandfreies Verhalten angesehen wird. Ich wage nichts Ungewöhnliches zu tun - das würde mich in Gefahr bringen, bestraft zu werden" (S.176).    

Gordon, Thomas (1970). Familienkonferenz. Die Lösung von Konflikten zwischen Eltern und Kind. Zürich: Ex Libris.


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