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Nochmals: Frau Dr. phil.I Alice Miller2.5.2010

Im letzten Blog habe ich geschrieben, dass Alice Miller gestorben ist. Am Tag darauf (Montag, 25.04.10) habe ich dann im Tages-Anzeiger eine Todes-Anzeige gesehen. In der oberen Hälfte dieser Todes-Anzeige steht ein Text von ihr, ein Stück aus eben dem Buch, von dem ich im letzten Blog geschrieben und von dem ich gesagt habe, dass es mir bis an Lebensende eines der wichtigsten bleiben wird.

"Gsehsch jetz!" entfährt es mir. Mein linker Zeigefinger ist ausgestreckt und zeigt auf die Todes-Anzeige. "Gsehsch jetz!" entschlüpft es mir ein zweites Mal, diesmal leiser, schärfer, geballter, während der linke Zeigefinger jetzt beim Zeitungspapier angekommen ist und auf die obere Hälfte der Todes-Anzeige tippt. Er scheint zu wissen, dass wir eine Frohe Botschaft vor uns haben und will, dass wir sie sehen.  

Nun der Text aus Todes-Anzeige von Alice Miller:

Wir können unsere Vergangenheit nicht im geringsten verändern, die Schäden, die uns in der Kindheit zugefügt wurden, nicht ungeschehen machen. Aber wir können uns verändern, uns reparieren unsere verlorene Integrität wiedergewinnen. 

Die Anpassung an elterliche Bedürfnisse führt oft zur Entwicklung eines falschen Selbst. Der Mensch entwickelt eine Haltung, in der er nur das zeigt, was von ihm gewünscht wird und ganz mit dem Gewünschten verschmilzt. Das wahre Selbst kann sich nicht entwickeln und differenzieren, weil es nicht gelebt werden kann.

Alice Miller Das Drama des begabten Kindes und die Suche nach dem wahren Selbst. 

http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,grossbild-320749-281109,00.html

 

 

 


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