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Zürich, 29. März 20119.12.2013
Im Blog vom 6. Dezember habe ich vom Buch "tschick" geschrieben. Und auch, dass ich dem Autor des Buches, Wolfgang Herrndorf, kurz nach dem Lesen einen Brief geschrieben habe. Hier ist nun der Brief:

Lieber Herr Herrndorf

Ich habe tschick gelesen, nicht ganz an einem Stück, aber nahezu. Zauberisch und superporno, wirklich. An mehreren Stellen habe ich das Lesen etwas verlangsamt, damit es nicht so schnell fertig ist.

Sie haben eine Gratwanderung bestanden, auf der man mehrmals auch hätte abstürzen können. Manchmal schien mir, als würde ich den Abgrund riechen, so nahe war er. Mit Abgrund meine ich Klischee und Abgedroschenes. Aber nichts Schlimmes und nichts Peinliches ist passiert. Im Gegenteil: Statt Absturz geniale Höhenflüge.

Am meisten berührt hat mich die Stelle auf Seite 214, wo unter anderem steht „und ich dachte einen Moment darüber nach, auch schwul zu werden“. Wissen Sie, das ist für mich eine der schönsten Liebeserklärungen, die ich je gelesen habe. Und gerade in dieser Episode zeigen Sie in aller Deutlichkeit, wie sehr Sie die Sache im Griff haben und keine Unsicherheiten zulassen: „Ich mochte Tschick wahnsinnig gern, aber ich mochte Mädchen irgendwie lieber“.

 

Ich bin immer noch ganz begeistert.

 

Freundliche Grüsse

Verena Schütz


 

 

 


(Posted in Aus der Praxis)

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