Herzlich willkommen! Home | Profile | Archives | Friends
Sie befinden sich auf "Steinfels", dem neuen Weblog von Verena A. Schütz.
<%PostCommentPage%> <%PhotoAlbumPage%> <%ProfilePage%>
Nicht-mehr-gebraucht-Werden (Teil 1)1.3.2014

Ich habe einen Artikel im Tages-Anzeiger gelesen (4. Februar 2014, S. 23). Darin schreibt Martin Ebel über den Roman „Am Ufer“ von Rafael Chirbes. Mich haben zwei Themen sehr beeindruckt:

1) Das Thema vom Nicht-mehr-gebraucht-Werden des modernen Menschen und

2) Das Paradox, das "Wunder des Romans", das Ebel herauskristallisiert


In diesem Blog schreibe ich über den ersten Punkt und im folgenden Blog über den zweiten.


Der Roman handle von der grossen Kränkung durch die Globalisierung und dem daraus folgenden Nicht-mehr-gebraucht-werden. Dieses Nicht-mehr-gebraucht-werden sei die vierte und endgültige Kränkung des modernen Menschen (nach den Kränkungen durch Kopernikus, Darwin und Freud). Die Globalisierung mache den Menschen zum überflüssigen und überzähligen Wesen, das nicht mehr gebraucht werde, zur Belästigung von Arbeitgebern, zur Belastung vom Sozialetat - zum Kostenfaktor ohne Nutzwert. Und - ich zitiere: „Die Bewertung des Menschen einzig nach dem Marktwert seiner Arbeitskraft nimmt das grosse Versprechen der Aufklärung zurück, jedes Individuum sei einzigartig. Esteban (das ist die Hauptperson des Romans; Anm. von mir) hat diese Zurücknahme angenommen und verinnerlicht, sie hat seine Identität vollkommen ausgezehrt.“


Die Gedanken zum "Wunder des Romans" folgen im nächsten Blog. 


Entry 15 of 93
Last Page | Next Page