Von Wolllust, Stricksucht, Nadel und Faden

Textile Aktivitäten und Alltagserlebnisse, all die kleinen Freuden und Ärgernisse halt, die das Leben ausmachen.

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Ab sofort sind meine Blog-Einträge hier zu finden. Ich freue mich über Besuche an der neuen Adresse!

Die verstrickte Dienstagsfrage 10/2008

Gespeichert in: Stricken
Was für Garne würdest du nie verstricken wollen? Warum?

Gar nicht so einfach zu beantworten, diese Frage! Eigentlich wollte ich behaupten, unter keinen Umständen reines Acryl-, Polyester- oder ähnliches Kunstfasergarn verstricken zu wollen. Aber dann erinnerte ich mich daran, dass sich z.B. mit dem Fransengarn Brazilia sehr schöne Effekte erzielen lassen. Und das ist 100% Polyamid... 

Aber ich habe vor etwa zwei Wochen in einem Kaufhaus ein Polyestergarn mit Metallbeimischung gesehen (Kupfer? Alu?). Als ich es berührte, traf mich von der elektrostatischen Aufladung gewissermassen der Schlag, und alle Haare standen mir zu Berge. Wie das Garn heisst, weiss ich nicht mehr, aber so etwas würde ich definitiv nicht verstricken wollen!

Es fragte das Wollschaf.

In den letzten Monaten gestrickt

Gespeichert in: Stricken
Nun ja, neben allen Katastrophen und Kataströpheli, die mich in den letzten Wochen und Monaten heimgesucht haben, habe ich doch auch noch einiges gestrickt. Tatsache ist, dass ich diese Zeit ohne das Stricken gar nicht überstanden hätte. Na, das klingt jetzt etwas gar pathetisch... aber ehrlich, das Stricken hat schon ausgesprochen beruhigende Wirkung. Ganz abgesehen davon, dass dabei auch noch Schönes und Nützliches entsteht...

Da wäre zuerst mal mein allererstes Lace-Projekt: Secret of Chrysopolis - tataaa!


Darauf bin ich wirklich stolz - ich hatte zwar davor auch schon viele ganz hübsche, aber vor allem nützliche Sachen gestrickt - Pullover, Socken, Jacken usw. Aber noch nie so etwas wunderschönes, filigranes - und dann erst noch ganz allein für mich! Der Schal ist so schön, dass ich mich kaum getraue, ihn zu tragen ;-)

Und dann habe ich erst noch einen zweiten Schal angefangen. Ich komme zwar überhaupt nicht nach und bin völlig im Rückstand mit Stricken, aber ich habe ja die Strickschriften und kann mir so viel Zeit lassen, wie ich eben brauche. Nach den ersten sechs Clues sieht SpringShawlSurprise so aus:


Links im Bird's Eye-Muster sieht man deutlich, dass ich in zwei Reihen Fehler gemacht habe; aber ich mochte ihn nicht aufribbeln. Ich finde, es macht gar nichts, wenn man sieht, dass er nicht perfekt ist. Vielleicht versuche ich noch, mit Maschenstichen etwas zu retten, aber ich glaube eher nicht. Hier noch zwei Detailaufnahmen:




Und dann waren da noch kleinere Sachen - Peanuts sozusagen, aber doch. Dishcloths stricke ich jeweils, wenn ich nicht mehr imstande bin, zu denken oder einem komplizierten Muster zu folgen, sondern einfach nur noch stur geradeaus stricken will (im englischen Sprachraum nennt man das mindless knitting - das trifft ziemlich genau, was ich meine).




Ach ja, und dann konnte ich mir's einfach nicht verkneifen ... ich mache ja auch noch beim Knit-Along Secret of the Stole II mit. Hier bin ich allerdings noch nicht gerade weit gekommen:


So, das wär's für den Augenblick. Ich sag's ja immer wieder: Solange ich noch stricken kann, wird's so schlimm nicht sein. Und wenn doch, trägt das Stricken dazu bei, darüber hinwegzukommen...

Sturmtief über dem Wägital...

Gespeichert in: Mein Garten
Also, auf die Gefahr hin, dass ich als Dauerjammerin in die Annalen von chblog.ch eingehen werde: Der gestrige Sturm hat unser Gewächshaus z'Hudle und z'Fätze geblasen! Dabei plante ich doch schon, darin die Setzlinge für den Blumen- und Gemüsegarten darin zu säen... Und jetzt ist alles kaputt!

Ich kann einfach nicht anders, ich muss die Bilder hier zeigen:



Rund 100 Meter von Haus und Garten entfernt fanden wir die Stahlrohr-Konstruktion - hey, Stahlrohr, mindestens 25 cm im Boden verankert und zusätzlich mit Spannleinen und Heringen gesichert! Unglaublich, welche Kraft so ein Sturmwind entwickeln kann (dabei sehen wir das doch immer wieder mal im Fernsehen ... aber dass sowas hier bei uns passiert ... Hilfe, was für eine Vollkasko-Mentalität!). Das Gelbe rechts ist übrigens das Regenwasserfass, das der Wind auch noch mitgenommen hat. Und einfach, weils so buchstäblich umwerfend aussieht, noch ein Bildli:


Und damit mir selbst (und allen, die das sehen) klar ist, dass hier absolut gar nichts  mehr zu retten ist, auch noch dieses Föteli vom Stahlrohr-Gestell nach seiner Bergung:


Das Foliendach fanden wir total zerfetzt fast einen halben Kilometer entfernt in einem Tobel. Also echt, wenn das nicht zum Brüllen ist!

So, und nach dem ersten Schreck frage ich mich nun, woher ich das Geld zur Finanzierung eines neuen Gewächshauses nehmen sollte. Auf dieser Höhe (fast 900 MüM) braucht man so etwas, wenn man Tomaten, Gurken oder Peperoni ernten möchte, ganz zu schweigen von Melonen und Auberginen...

Oder - habe ich jetzt etwa eine Glanzidee? - ist das wohl ein Fall für die Versicherung? Einen Versuch wär's ja vielleicht wert.

... kommt von irgendwo ein Lichtlein her!

Gespeichert in: That's Life
Heute kann ich wenigstens ein bisschen aufatmen! Der Befund der Mammografie ergab zwar beidseitig viele, zum Teil recht grosse und auch verkalkte Zysten. Diese sind zum Glück nicht unmittelbar bedrohlich, können aber unter Umständen (welchen?) plötzlich weiterwachsen und im schlimmsten Fall auch bösartig werden. Davon will ich nun wirklich nicht ausgehen, doch muss ich - auf Anraten meiner Ärztin - künftig zwei Mal jährlich diese Prozedur über mich ergehen lassen. Damit werde ich ja wohl leben können...

Ich habe einige herzliche, tröstende E-Mails bekommen. Sie sind ein Lichtblick, wenn's rundum düster ist,  und ich fühle mich in der gegenwärtig ziemlich belastenden Situation liebevoll getragen. Es zeigt sich ja oft in den schwierigen Zeiten des Lebens, wer eine wahre Freundin, ein echter Freund ist. Jede/r ist mir unendlich lieb und wertvoll, und ich schicke ihnen allen meinen innigsten Dank!

When the going gets tough ...

Gespeichert in: That's Life
Dass ich meinen Blog so lange vernachlässigt habe, hat seine Gründe. Sie sind leider nicht erfreulich. Im Dezember hat sich meine Mutter bei einem Sturz schwer verletzt. Leider haben wir im Vorweihnachts-Stress alle die Folgen unterschätzt und vertrauten auf ihr Urteil, dass alles nicht so schlimm sei. Bis sie vier Tage später mit heftigen Schmerzen notfallmässig ins USZ eingeliefert werden musste, mit massiven inneren Blutungen, gebrochenen Rippen und nicht nur es bitzeli Chopfweh, sondern mit einer schweren Hirnerschütterung. Auf der Suche nach der Ursache für ihren Sturz fanden die Ärzte ein 12 mm grosses Aneurysma in ihrem Gehirn.

Meine Mutter ist jetzt zwar auf dem Weg der Besserung, aber es braucht viel Zeit und folglich viel mehr Geduld, als wir gemeinhin so haben. Bevor wir wissen, wie es weitergehen soll, wird sie noch zahlreiche Abklärungen und Untersuchungen über sich ergehen lassen müssen.

Dass ich mich nicht (mehr) darauf verlassen kann, dass etwas wirklich nicht so schlimm sei, wenn sie es sagt, beunruhigt mich. Wie kann ich umgehen damit, wenn meine und ihre Beurteilung einer Situation nicht übereinstimmen? Wie kann ich sie davon überzeugen, dass sie (medizinische) Hilfe braucht, ohne sie zu bevormunden oder zu verletzen?

Kommt dazu, dass sich anlässlich einer Routine-Untersuchung letzte Woche mein Verdacht buchstäblich erhärtet hat: Meine Ärztin bestätigte das Vorhandensein etlicher Knoten in meinen Brüsten, die nach gründlicher Ultraschall-Untersuchung nicht als harmlos zu betrachten seien. Also muss ich morgen zur Mammografie (autsch!) und hoffe einfach, dass es sich nur um Zysten oder harmlose Wucherungen handelt.

Als wäre das alles nicht genug, wurde bei meiner Tochter am vergangenen Freitag eine beginnende Krebserkrankung diagnostiziert. Der Schock sitzt tief; es regen sich ungeahnte Ängste und Befürchtungen. Und auch sie wird sich noch umfangreichen Abklärungen unterziehen müssen, bis klar ist, welche Massnahmen zu ergreifen sind.

In den letzten sechs Wochen begann alles um mich herum zu bröckeln. Ja, das Leben geht irgendwie weiter. Aber es ist im Moment wirklich nicht einfach, die Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann. Wir werden uns nicht unterkriegen lassen!

... the tough get going!

Na endlich: Heil dir, Helvetia!

Gespeichert in: That's Life
Ausnahmsweise mal Politik, statt Lismereien.

Na also - es geht ja doch ... Ich kann es noch kaum fassen:

Wir haben eine dritte Bundesrätin - und Blocher ist definitiv abgewählt!

Das hebt die Stimmung und schenkt Zuversicht. Bravo!

Die Wahlergebnisse 2007 (ZH, SG, CH) empfinde ich als Qittung sowohl für die Politik der SVP als auch für ihren politischen Stil und ihre Art, zu polarisieren (die das viel zitierte "Volk" offenbar doch nicht so sehr goûtierte). Das grobe, oft sogar unflätige Gebaren gewisser SVP-Exponenten hat viele Wähler/innen angewidert. Aber es soll ja auch SVP-Politiker/innen geben, die nicht so schnell durch die Kinderstube geblochert sind wie der Christoph; wir werden sehen....

Sollte sich die SVP in der Opposition allerdings (weiterhin) als Neinsager-, Verhinderer- oder gar Blochierer- Blockierer-Partei erweisen, will ich hoffen, dass ihr Wähleranteil bis zu den nächsten Wahlen gehörig schrumpfen wird. Die unsäglichen Kommentare der SVP-Spitze zur Wahl von Eveline Widmer-Schlumpf sprechen ja wohl für sich selbst - «Wer Ohren hat, zu hören, der/die höre!»

Aber vorerst freue ich mich einfach unbändig über den Mut von Bundesrätin Widmer-Schlumpf und beglückswünsche sie (und uns) zu ihrer ehrenvollen Wahl!


Pullover geflickt

Gespeichert in: Textil allgemein
In letzter Zeit war ich damit beschäftigt, für meine Physiotherapeutin einen Pullover zu flicken, der fast rettungslos von Motten zerfressen war. Da es sich bei diesem Pullover um ein Erinnerungsstück handelt, habe ich auf die scheue Anfrage, ob da wohl noch etwas zu machen sei, vorsichtig mit "vielleicht" geantwortet. Es war wirklich eine Herausforderung! Zum Glück handelt es sich um einen schlichten Pullover, den ich mit Deko-Elementen zugleich flicken und auch noch ein wenig aufpeppen konnte. Jedenfalls ist das Resultat gar nicht so schlecht.

Zunächst habe ich ein Merinogarn so passend wie möglich eingefärbt. Danach habe ich die Löcher zunächst mit einer Häkelkordel rankenartig miteinander verbunden und dann die gröbsten Frassspuren mit gestrickten Blättern überdeckt. Über das schlimmste (und grösste) Loch habe ich eine Häkelblume montiert. Gesamthaft präsentiert sich der geflickte Pullover nun so:


In der Detailaufnahme ist deutlich zu sehen, wie ich die Blätter und die Blumen platziert habe, damit die Löcher nicht mehr zu sehen sind:


Und so zusammengefaltet habe ich ihr den Pullover schliesslich überreicht:


Meine Physiotherapeutin war richtig glücklich darüber, dass sie den Pullover nun wieder tragen kann und hat sich vorgenommen, ihre Pullover künftig mottensicher zu lagern  ... Und dann hat sie  mich gleich darum gebeten, mich doch noch eines anderen Pullovers anzunehmen - und der ist nun wirklich in einem katastrophalen Zustand! Mal schauen, was sich da noch machen lässt (allerdings erst nach Weihnachten)!

Ein Ofen für den 1. Stock

Gespeichert in: That's Life
Zwar stand in der 1. Etage schon ein Ofen, den wir nach übereinstimmender Aussage von Chämifäger und Ofenbauer aber keinesfalls mehr einfeuern durften. Zu schlecht war der Zustand, obwohl das Ding von aussen noch ganz passabel aussah.



Wie es sich manchmal so ergibt, stand bei den Eltern meines Nachhilfeschülers ein Zimmerofen unbenutzt herum, und sie waren so freundlich, mir diesen günstig zu überlassen. So hat mein Schatz den alten, schadhaften Herd letzte Woche mit Hilfe eines Flaschenzugs die enge Treppe hinunter bugsiert, sodass gestern der "neue" Ofen aufgestellt werden konnte. Nun müssen nur noch die Rohre angepasst werden, und dann kann ich endlich auch in der oberen Etage an den Strickmaschinen arbeiten, ohne mir die Finger abzufrieren!



Der Ofen muss natürlich noch geputzt werden, und ich habe auch schon Ofenschwärze besorgt, um die Eisenteile frisch zu malen und zu schützen. Ich freue mich schon darauf, das erste Mal damit zu heizen!

Stricktreffen im Glarnerland

Gespeichert in: Stricken
Anlässlich der "Einweihung" ihres neuen Ateliers waren wir gestern bei Katia im Glarnerland zu einem Stricktreffen eingeladen. Es war wunderschön! Die Stimmung war toll, und es gab viele Strickarbeiten und (Strick-)Bücher zu begutachten. Irgendwie habe ich es fertig gebracht, dass nur drei Fotos etwas taugen, aber hier sind sie:


Jaaa - Zizi hatte Geburtstag: Happy birthday to you! Den Kuchen hatte unsere Gastgeberin gebacken; der war ein richtiges Kunstwerk:


Und zu guter Letzt noch die Gastgeberin höchstpersönlich, samt Geburtstagstorte - und das wär's dann für heute!

Gartensaison und -umbau beendet

Gespeichert in: Mein Garten
Nachdem der Wetterbericht für heute Nacht Schnee prophezeit hat, mussten wir noch schnell den Garten winterfest machen. Das heisst, mein Partner hat die letzten Steine der Trockenmauern gesetzt und den Mist auf den Beeten verteilt. Ich bin glücklich, dass der Gartenumbau nun fertig geworden ist, und ich bin ganz stolz auf meinen Liebsten, der das alles selbst erdacht, geplant und realisiert hat. Dass hier vor einem halben Jahr nur ein stotziges Stück Grasland war, kann ich mir schon fast nicht mehr vorstellen.



 Danach haben wir noch die Winterzwiebeln gesteckt und die letzten Salatköpfe «gerettet». Ich habe sie samt Wurzelballen in alte Zeitungen gewickelt und satt in einen Plastikzuber gestellt. Meiner Erfahrung nach werden sie so noch mindestens drei Wochen halten (aber so alt werden sie sowieso nicht).



Damit ist die Gartensaison 2007 zu Ende. Nein, noch nicht ganz: Ich muss noch die Rosen einwintern, d.h. in Vlies einschlagen. Aber das ist nicht mehr viel Arbeit.

Und jetzt gönne ich mir ein heisses Bad - mein Rücken reklamiert; ich habe mir heute wohl zuviel zugemutet. Ist aber trotzdem ein gutes Gefühl, das Gartenjahr gut abgeschlossen zu haben.

«Secret of Chrysopolis» – so ein Frust...!

Gespeichert in: Stricken
Vor einem Monat habe ich begonnen, den Lace Shawl «Secret of Chrysopolis» (SoC) zu stricken, ein wunderschönes Projekt; ich bin begeistert vom Muster. Es ist mein erster Knit-along mit einem so grossen Lace-Projekt, und ich freue mich zu sehen, wie dieser schöne Schal tagtäglich ein wenig wächst.

Für den SoC hatte ich mir drei Strangen einer wunderschönen, handgefärbten Uru-Wolle bestellt in meiner Lieblingsfarbe (bordeaux). Obwohl das Projekt eigentlich nur zwei Strangen braucht, wollte ich doch sicher sein, dass mir nicht kurz vor dem Schlussspurt das Garn ausgeht...  Als das Garn eintraf, wickelte ich sogleich die Knäuel und begann sofort mit Stricken, als die erste Anleitung (Clue) veröffentlicht wurde. So strickte ich also frohgemut und habe unterdessen über die Hälfte des Schals geschafft. Während Clue 5 (!) neigte sich der erste Knäuel dem Ende zu, und ich holte den nächsten aus dem Vorrat, ... aber oh Schreck! Die Farbe ist viel dunkler als beim ersten Knäuel!

Zuerst fand ich es nicht so schlimm, aber nach etwa 20 Nadeln wurde klar, dass der Farbunterschied wirklich eklatant ist. Ich überlegte hin und her und versuchte mir sogar einzureden, dass ein Schal mit einer helleren und einer dunkleren Hälfte doch noch ganz apart sei; aber gestern Abend musste ich mir eingestehen, dass dies reiner Zweckoptimismus war. 


Ach, es ist wirklich ein Jammer! Auf dem Detailfoto sieht man den Unterschied noch viel besser:


Schweren Herzens verglich ich daraufhin den zweiten mit dem dritten Knäuel und stellte fest, dass diese beiden immerhin wirklich fast identisch sind. Warum hatte ich bloss nicht darauf geachtet, bevor ich zu stricken begonnen hatte??? Widerstrebend entschloss ich mich, halt noch einmal von vorn zu beginnen mit den beiden restlichen Knäueln. Ich schlug also noch einmal 139 Maschen an und begann wieder mit Clue 1.

Verbissen strickte ich vor mich hin (es hat mich wirklich angesch....!), und irgendwann im Lauf des Tages kam ich auf die glorreiche Idee, das Thema in der SoC-Gruppe auf Ravelry zur Diskussion zu stellen. Und siehe da: Ich bekam den Rat, in der etwas dunkleren Farbe weiterzustricken und den fertigen Schal dann insgesamt etwas dunkler zu färben. Dass ich darauf nicht früher und vor allem nicht selbst gekommen bin...  !?!

Offenbar ist es bei den handgefärbten Garnen gar nicht so selten, dass Knäuel/Strangen nicht exakt zusammenpassen, wenn sie nicht aus dem gleichen Produktionsschritt stammen – wenn die Wolle von so weit her kommt (Südamerika), kann man von hier aus halt kaum Einfluss nehmen darauf. Aber ich bin froh, dass sich das Problem mit verhältnismässig geringem Aufwand lösen lässt.

Nun stricke ich erleichtert und bestens gelaunt Clue 5 fertig und freue mich ungemein auf Clue 6!

Schon wieder Winter...

Gespeichert in: Stricken
Uff, ich habe schon sooo lange nichts mehr geschrieben hier! Ich habe allerdings eine gute Erklärung - ich war ziemlich krank und war im Spital; eigentlich bin ich immer noch rekonvaleszent... Unterdessen ist es schon wieder Winter geworden, im Garten ist soeben der Ananas-Salbei erfroren, und die Blumenzwiebeln sind auch noch nicht alle gesetzt. Nun ja, es wird schon wieder Frühling werden, oder?

Immerhin habe ich letzte Woche noch Wolle gefärbt, die ich kürzlich ersteigert hatte. Dazu benützte ich die Blüten der Tagetes, die mein Schatz von den Beeten in den Kompost zu befördern gedachte. Herausgekommen ist - teilweise unter Zugabe von KoolAids-Limonadepulver - eine ganze Palette von wunderschönen Farben, und die Wolle ist dank der Farbbäder erst noch schön weich geworden:


Natürlich habe ich auch immer mal wieder gestrickt, wenn ich die Kraft dazu fand. Seit Ende September stricke ich am Knit-Along "Secret of Chrysopolis" mit, zur Zeit am vierten Teil davon. Wie die Designerin mitteilte, ist damit bereits Halbzeit. Ich zeige hier einmal das Bild des zukünftigen Tuches bis und mit Teil 2:


Ich freue mich jede Woche wie verrückt auf die neue Anleitung für den nächsten Teil und bin richtig gespannt darauf, wie das Teil am Ende aussehen wird!

Zum ersten Mal ernsthaft gefilzt...

Gespeichert in: Textil allgemein
Überall - d.h. im handarbeitenden Teil der Bevölkerung - ist heutzutage das Filzen aktuell. Also, ich meine das Filzen von Wolle, nur damit das klar ist ! Nachdem ich mich bisher eher halbherzig dagegen gesträubt hatte, auch diesen Trend noch mitzumachen, ist es jetzt halt doch passiert. Ich hatte im Frühling beim Strick-/Spinntreffen am Bodensee diese Regenbogenwolle (Kammzug) erstanden:


Unterdessen hatte ich diese zunächst gesponnen und danach zu riesigen Socken verstrickt. Ich hatte ja ehrlich gesagt erhebliche Zweifel darüber, was dabei herauskommen sollte, aber ich steckte die Socken zusammen mit einer alten Jeans beherzt in die Waschmaschine und startete einen Vollwaschgang bei 40°, wie es die verschiedenen Anleitungen empfahlen. Und siehe da: Die Socken verfilzten wunderbar! Nun werde ich auf der Sohle noch so Silikontupfen als Rutschstopper anbringen und die Finkensocken am Dienstag meiner Mutter zum Geburtstag schenken!


Und weil's so schön war, versuchte ich mich gleich noch als Handfilzerin. Ich legte ein Stück Noppenfolie in ein grosses Wähenblech - schliesslich hatte ich diverse Filzerinnen über Überschwemmungen klagen hören; das sollte mir nicht passieren... Auf die Folie legte ich fein säuberlich eine Lage rot melierte Wollflocken, dann noch eine zweite Schicht in "Gegenrichtung". Dann zog ich mir Handschuhe an und goss ganz vorsichtig ein wenig heisse Seifenlauge darüber. Sorgfältig traktierte ich die Wolle, bis die Oberfläche anfing, zusammenzuhalten. Ich rieb kräftiger, goss zwischendurch heisses Seifenwasser nach, wickelte den entstehenden Filz in die Folie und rollte ihn im Blech hin und her. Als ich die Folie schliesslich öffnete, traute ich meinen Augen kaum: Die Wolle war um fast zwei Drittel geschrumpft! Aber schön ist es geworden, mein erstes Stück Filz!

In den Socken rund ums Haus...

Gespeichert in: Mein Garten
Den ganzen Sommer über war mein Liebster damit beschäftigt, den Garten für mich gangbar zu machen, weil ich ja auf unebenen Böden so schlecht gehen kann. Er hat terrassiert, eingeebnet, aufgefüllt und die Wege mit Holzschnitzel bedeckt - nun kann ich sozusagen in den Finken rund ums Haus gehen! Das Bild zeigt das work in progress - unterdessen sieht's allerdings schon fast fertig aus (Bild folgt später).


Im Garten hat es sogar noch Himbeeren - jaja, ich geb's ja zu, es ist eine Herbstsorte (Golden Bliss), aber ich finde es trotzdem sensationell, in dieser Jahreszeit noch frische Himbeeren aus dem Garten holen zu können!


Auch dieses Bild möchte ich im kommenden Winter in Erinnerung behalten. Die Rinder unseres Nachbarn lagen wiederkäuend unter dem herbstlichen Kirschbaum, das Licht und die Stimmung waren einfach unglaublich! Das Foto ist vor drei Tagen entstanden, als man noch an eine längere Periode goldenen Herbstwetters glauben wollte - die Hoffnung wich spätestens heute Morgen der GRAUsamen Wirklichkeit.

Schultertuch für meine Nachbarin

Gespeichert in: Stricken
Vor einigen Tagen habe ich dieses Schultertuch für meine Nachbarin fertiggestrickt. Sie wird demnächst 80 Jahre alt und hat sich für die kühlere Jahreszeit etwas Wärmendes gewünscht. Nun denn – ich hoffe, sie freut sich darüber!


Das Tuch ist aus einem sehr weichen, zartgelben Mohair-Acryl-Gemisch ganz einfach kraus rechts gestrickt: Angefangen habe ich mit 3 M, an einer Seite in jeder 2. Reihe eine M zugenommen, bis die gewünschte Länge erreicht war, dann auf der gleichen Seite wieder in jeder 2. R eine Masche abgenommen, bis nur noch 3 M auf der Nadel waren. Dannfür den Ajourrand auf den kurzen Seiten 2 M pro 3 R aufnehmen (3 M in die Spitze), 1 Rück-Reihe links, dann mit dem Ajourmuster beginnen (beidseits der M an der Spitze jeweils 1 M mustergemäss zunehmen). In den Rück-R immer alle M links stricken. Etwa 20 cm Ajourmuster stricken, 1 Rück-R rechts, dann abketten, Fäden vernähen, fertig!

Strickschrift Ajourmuster:
I I I I I I I I I I I
I 0 I I / I \ I I 0 I
I I I I I I I I I I I
I 0 I I / I \ I I 0 I

  I     =  1 M re.
  0    =  1 Umschlag
/ I \  = dopp. überz. Abn.:
           2 M re.abh., 1 M re., abgeh. M drüberziehen

Das war so eine richtig gemütliche TV-Abend-Strickarbeit, die ich sehr gerne gemacht habe, wenn das Wetter wieder mal so tat, als wäre es erst April (oder schon Oktober...). Die Struktur in kraus rechts ist sehr flauschig und weich – geradezu simpel eigentlich, was die Technik betrifft, aber sehr geeignet für ein Schultertuch, in das man sich einkuscheln möchte.

Spinnfrage vom Samstag

Gespeichert in: Stricken

Eine mehr oder weniger regelmässige wöchentliche Frage zu Themen wie Spinnen, Stricken usw. gibt's jeweils bei Tinka's Wollstuuv:

«Macht Ihr beim Spinnen (und evtl. auch beim Stricken) Sommerpause oder spinnt Ihr den Sommer über auch?»

Seit ich wieder damit angefangen habe, spinne ich eigentlich immer ! Aber ich geb's ja zu: Bei 30° am Schatten habe ich eigentlich weder Lust zu spinnen noch zu stricken – jedenfalls nicht mit Wolle, da klebt doch alles... Glücklicherweise war das diesen «Sommer» noch nicht oft der Fall, und so stricke und spinne ich mehr oder weniger munter vor mich hin...

Allerdings gibt es im Sommer jeweils soviel anderes zu tun: Früchte einmachen, Konfitüre kochen usw. Da komme ich manchmal tagelang nicht dazu, ans Spinnen der Stricken auch nur zu denken.

 

«Secret of Chrysopolis»

Gespeichert in: Stricken
Leicht angekränkelt, verbrachte ich den Tag hauptsächlich mit Schlafen, Tee trinken und Zwieback essen... Zwischendurch überwand ich meine Energielosigkeit und strickte aus verschiedenen Garnen Maschenproben für das Tuch «Secret of Chrysopolis». Zum Glück habe ich noch ein paar Wochen Zeit, um mich für ein bestimmtes Garn zu entscheiden...!


Die Maschenprobe aus Alpaka-Lace wird auch mit den dünneren Nadeln viel zu gross (gewünscht wäre eine Grösse von 10 x 10 cm). Aber das Garn ist unvergleichlich weich!


Dasselbe Muster sieht aus Uru-Lace in der Farbe Persefone (von Handpainted Yarns ) so aus. Es ist ebenfalls sehr weich, und mir gefällt besonders die Farbe: ein dunkles Grau mir einem Stich Bordeaux. Die MaPro ist immer noch zu gross, aber ich glaube, ich stricke nochmals eine mit dünneren Nadeln.


Die Merino-Lace von 100 Pure Wool kommt von den Abmessungen her der Vorgabe am nächsten und ist sogar quadratisch geworden. Allerdings hatte ich das Garn für ein anderes Projekt vorgesehen.

Nun habe ich die Qual der Wahl. Aber ich freue mich unbändig darauf, dass die Strickerei endlich losgeht (28. Seiptember)!

Meine Privatwolke ...

Gespeichert in: Wetterbericht
Heute Morgen erwachte ich mit verstopfter Nase, Brummschädel und Schluckweh - eine Angina (oder wenigstens so etwas Ähnliches) hat mich erwischt. Das Wetter war/ist sowieso zum Weiterschlafen... Aber dann schaute ich aus dem Fenster! Und da sah ich etwas, das mir bis heute nie begegnet ist: Ich hatte eine Privatwolke! Da musste ich mich einfach aus Decken und Kissen schälen, mir die Kamera schnappen und ein Bild davon knipsen, das ich dann zu einem Panoramafoto zusammensetzte:


Krank bin ich zwar immer noch, aber hey: Wer hat schon eine eigene Wolke! Ist doch wunderschön (obwohl es ja eigentlich immer noch Sommer sein oder werden sollte), oder nicht?

Wow - ich wurde nominiert...!

Gespeichert in: That's Life
Heute habe ich die frohe Nachricht bekommen: Marlies hat mich nominiert! Schaut mal:


Auch wenn mir nicht ganz klar ist, was diese Auszeichnung bedeutet, gebe ich sie gerne an andere Girl Bloggers weiter, und zwar an

Lismeta   Kathrin    mambo7002    Daniela    Frau Wolle


Hoffentlich freuen sie sich genauso darüber wie ich! Weitere Infos zu dieser Auszeichnung finden sich hier.
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