Von Wolllust, Stricksucht, Nadel und Faden

Textile Aktivitäten und Alltagserlebnisse, all die kleinen Freuden und Ärgernisse halt, die das Leben ausmachen.

When the going gets tough ...

Dass ich meinen Blog so lange vernachlässigt habe, hat seine Gründe. Sie sind leider nicht erfreulich. Im Dezember hat sich meine Mutter bei einem Sturz schwer verletzt. Leider haben wir im Vorweihnachts-Stress alle die Folgen unterschätzt und vertrauten auf ihr Urteil, dass alles nicht so schlimm sei. Bis sie vier Tage später mit heftigen Schmerzen notfallmässig ins USZ eingeliefert werden musste, mit massiven inneren Blutungen, gebrochenen Rippen und nicht nur es bitzeli Chopfweh, sondern mit einer schweren Hirnerschütterung. Auf der Suche nach der Ursache für ihren Sturz fanden die Ärzte ein 12 mm grosses Aneurysma in ihrem Gehirn.

Meine Mutter ist jetzt zwar auf dem Weg der Besserung, aber es braucht viel Zeit und folglich viel mehr Geduld, als wir gemeinhin so haben. Bevor wir wissen, wie es weitergehen soll, wird sie noch zahlreiche Abklärungen und Untersuchungen über sich ergehen lassen müssen.

Dass ich mich nicht (mehr) darauf verlassen kann, dass etwas wirklich nicht so schlimm sei, wenn sie es sagt, beunruhigt mich. Wie kann ich umgehen damit, wenn meine und ihre Beurteilung einer Situation nicht übereinstimmen? Wie kann ich sie davon überzeugen, dass sie (medizinische) Hilfe braucht, ohne sie zu bevormunden oder zu verletzen?

Kommt dazu, dass sich anlässlich einer Routine-Untersuchung letzte Woche mein Verdacht buchstäblich erhärtet hat: Meine Ärztin bestätigte das Vorhandensein etlicher Knoten in meinen Brüsten, die nach gründlicher Ultraschall-Untersuchung nicht als harmlos zu betrachten seien. Also muss ich morgen zur Mammografie (autsch!) und hoffe einfach, dass es sich nur um Zysten oder harmlose Wucherungen handelt.

Als wäre das alles nicht genug, wurde bei meiner Tochter am vergangenen Freitag eine beginnende Krebserkrankung diagnostiziert. Der Schock sitzt tief; es regen sich ungeahnte Ängste und Befürchtungen. Und auch sie wird sich noch umfangreichen Abklärungen unterziehen müssen, bis klar ist, welche Massnahmen zu ergreifen sind.

In den letzten sechs Wochen begann alles um mich herum zu bröckeln. Ja, das Leben geht irgendwie weiter. Aber es ist im Moment wirklich nicht einfach, die Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann. Wir werden uns nicht unterkriegen lassen!

... the tough get going!

Hallo

Marlies
liebe Katrina
Auch hier gern nochmal , sag ich wie leid mir das alles tut. Das hilft dir nicht viel ich weiss. Doch in Gedanken werd ich fest bei dir sein. Ist ja fast unheimlich was bei dir alles los ist. Wünsche Euch auf jeden Fall viel Kraft und das alles für alle gut wird. Herzlichst Marlies
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