Von Wolllust, Stricksucht, Nadel und Faden

Textile Aktivitäten und Alltagserlebnisse, all die kleinen Freuden und Ärgernisse halt, die das Leben ausmachen.

Meine Privatwolke ...

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Heute Morgen erwachte ich mit verstopfter Nase, Brummschädel und Schluckweh - eine Angina (oder wenigstens so etwas Ähnliches) hat mich erwischt. Das Wetter war/ist sowieso zum Weiterschlafen... Aber dann schaute ich aus dem Fenster! Und da sah ich etwas, das mir bis heute nie begegnet ist: Ich hatte eine Privatwolke! Da musste ich mich einfach aus Decken und Kissen schälen, mir die Kamera schnappen und ein Bild davon knipsen, das ich dann zu einem Panoramafoto zusammensetzte:


Krank bin ich zwar immer noch, aber hey: Wer hat schon eine eigene Wolke! Ist doch wunderschön (obwohl es ja eigentlich immer noch Sommer sein oder werden sollte), oder nicht?

Blache im Föhnsturm

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Ist zwar schon zwei Tage her, aber der Muttertag hatte es in sich! Bei uns wehte fast den ganzen Tag der Föhn, teilweise mit richtig starken Böen. Jedenfalls riss sich die Blache, die mein Liebster als Dach über "unseren Haufen Dreck" (= Gartenerde, die noch darauf wartet, an ihren definitiven Platz in unserem Garten gebracht zu werden) gespannt hatte, los - welch ein Schauspiel! Sie flatterte und blähte sich im Wind - aber so schön das auch anzusehen war, ich musste sie herunternehmen, sonst wären womöglich noch die Ösen ausgerissen ... und das wäre definitiv nicht im Sinn des Erfinders gewesen!


Es war ein ordentliches Stück Arbeit, das Ding "einzufangen" und danach die Schnüre zu lösen, ohne von der Leiter zu fallen , weil ich nämlich nicht schwindelfrei bin und gar nicht mehr wusste, wie hoch so eine Leiter sein kann... Zu guter Letzt habe ich die Blache einfach über den Dreckhaufen gelegt und mit Steinen beschwert. Meine diesbezügliche Begabung hält sich allerdings in Grenzen, ich musste jedenfalls noch zwei Mal Steine "nachlegen", weil der Wind unbedingt mit der Blache spielen wollte...

Die Natur ist ein Outlaw...!

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Um Gott zum Lachen zu bringen, meint mein Bruder, müssen wir ihm nur von unseren Plänen erzählen! Mag ja sein, dass wir Gott damit ein Schmunzeln zu entlocken vermögen. Aber  so richtig lachen wird er, wenn wir versuchen, ihm die Naturgesetze zu erklären...

... die Natur ist nämlich ein Outlaw!

Mondaufgang

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Gestern Abend ging der Mond wieder einmal besonders schön auf über dem Hügel vor unserem Haus. Ich bin einfach immer wieder überwältigt von diesem Naturschauspiel. Es macht mich ganz still...

Ein Sonnenuntergang für Romantiker...

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... und für solche, die es werden wollen. Nach einem Tag mit eher wenig Sonnenschein, dafür mit viel Dunst, klarte es am Abend auf, und die Sonne bot beim Untergehen ein Schauspiel, das seinesgleichen sucht. Fast nicht zu beschreiben, diese Explosion von Farben. Selbst die Fotos werden dem heutigen Sonnenuntergang kaum gerecht.

Unerwartet viel Zeit für meine Schätze

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Als ich heute Morgen erwachte, war alles still ringsumher. Ganz still. Viel zu still. Was war bloss los? Und warum konnte ich mich kaum bewegen? Ich stützte mich auf: Aha! Alle fünf Katzen lagen bei uns auf dem Bett - kein Wunder, dass ich mich eingeengt fühlte! Aber warum waren die nicht draussen? Und warum hörte ich heute keine Vögel singen?

Der erste Blick aus dem Fenster liess mich blinzeln. Hä??? Das sieht ja aus wie Winter! Also: Wenn ich ein Vogel wäre, mir wäre auch nicht ums Jubilieren! Seht euch bloss das an:


Und dann noch meine armen Margariten-Stämmli:


Und es schneite den ganzen Tag immer weiter. Eigentlich hätte ich am späten Nachmittag einen Termin bei meiner Ärztin gehabt, aber ich musste absagen, weil ich nicht aus meinem Unterstand hinaus fahren konnte. Zwar wurde unsere Zufahrt bis auf acht Meter ans Haus heran gepflügt, aber diese paar Meter waren für mein Autöli unüberwindbar:


Zwischen dem Stall rechts und den Pfosten links wäre eigentlich unser Strässchen... Mir blieb nichts anderes übrig, als zuhause zu bleiben und mich ausgiebig mit den Schätzen zu beschäftigen, die ich am Spinn- und Stricktreffen am Bodensee erstanden hatte.Nun ja, nicht, dass ich etwas dagegen hätte! Schaut mal!


Wunderschön gekardetes Mohair - bin schon gespannt darauf, wie sich das verspinnen lässt!


Und das ist weisse und dunkelbraune Milchschaf-Wolle; mit der Wolle von Milchschafen habe ich in meinem "früheren Leben" ja schon viele Erfahrungen gemacht - die Verarbeitung sollte also kein Problem sein!


Wisst ihr, was das ist? Das ist ebenfalls Michschaf-Wolle, pflanzengefärbt und gemischt mit 20% Tussah-Seide. Sieht doch dem berühmten Goldenen Vlies sehr ähnlich, oder nicht? Es ist zum Streicheln weich, ehrlich! Es wird ein Traum sein, dieses Vlies zu verspinnen!

Um doch noch etwas Farbe in diesen schwarz-weissen Tag zu bringen, habe ich hier noch Merino-Wolle in Regenbogenfarben als Kammzug (manche nennen das glaub auch Kardenband - oder ist das etwas anderes?) Es sind nur 100 Gramm, aber für ein Halstuch oder eine Mütze wird es wohl reichen. Oder für eine Tasche, eine gefilzte? Mal schauen, mir wird schon etwas einfallen!  Ich zeige euch dann, was daraus geworden ist.



Als wir im Herbst dachten, es würde bald einwintern, haben wir rings ums Haus Futterstellen für die Vögel aufgehängt. Aber die lieben Vögelein hatten es bis jetzt ja nicht nötig, sich an unserem so grosszügig zur Verfügung gestellten Futter gütlich zu tun. Aber jetzt! Ha! Jetzt, wo der Schnee bald 70 Zentimeter hoch liegt, kommen sie natürlich! Und eines davon hatte sogar die Freundlichkeit, sich fotografieren zu lassen:



So,  nun sind alle meine Wollschätze versorgt, die ich vom Bodensee mitgebracht habe, das Köfferli ist im Estrich verstaut und der Alltag kann mich wieder haben. Let's call it a day!

Wintereinbruch

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Ja, und dann das! Erst noch feierte ich den frühen Frühling (schau mal im Eintrag  "Bergfrühling" nach), und schon kommt der Winter zurück. Zum Glück habe ich Rollkragenpullover und Jacken noch nicht versorgt! Der Ausblick vor dem Haus präsentierte sich heute Morgen nämlich so:



Eigentlich sieht es ja wunderschön aus, aber es ist so kalt! So blieb mir nichts anderes übrig, als einzuheizen, und schon bald sah es dann so aus:



So wurde es natürlich schnell warm, und ich konnte mit Auspacken und Sortieren beginnen. Ich freute mich über die Schätze, die ich vom Bodensee nach Hause gebracht hatte - es ist doch ein unvergleichliches Gefühl, in gekardete Wolle zu greifen und sich das demnächst daraus entstehende Garn oder gar den Pullover, die Jacke, das Schultertuch vorzustellen! Die Fotos von den verschiedenen Wollvliesen folgen irgendwann diese Woche.

Noch ist mein Rücken nicht so, wie ich es mir wünsche, aber er ist schon deutlich besser als gestern. Ich muss mich trotzdem noch schonen und viel liegen, damit der Schmerz wieder ein erträgliches Ausmass annehmen kann. Wahrscheinlich war ich halt schon ein wenig unvernünftig am Wochenende, habe mir zuviel zugemutet. Aber: So ein Treffen erlebte ich doch zum ersten Mal, da wollte ich eben auch mitmachen... jaja, ist ja schon gut! Das nächste Mal werde ich auf meinen Rücken hören, bevor er schreien muss (oder ich!).

Bergfrühling

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So sah es aus, als ich heute Morgen vors Haus trat - welche Pracht!


Der Frühling hält Einzug in unserem Tal. Heute habe ich im Garten eine Krokusblüte, ein Primeli und ein Schneeglöggli entdeckt - und der im Februar ins Frühbeet gesäte Nüsslisalat geht wunderbar auf!



Die kleine Blume sieht so zart aus, und doch trotzt sie dem Nachtfrost und blüht unbeirrt weiter!


Und auch das Primeli sieht schon aus wie richtig.


Seltsam, im Frühling habe ich oft das Bedürfnis, aufzuräumen. Das kann ja nie schaden, und so machte ich mich heute daran, meinen Woll- und Stoffvorrat zu sichten und zu sortieren. Ich habe vor etwa einem Jahr eine Frau kennen gelernt, deren Mutter ein Haute-Couture-Atelier hat. Nun darf ich jeweils Ende Saison alle Stoffe abholen, die nicht mehr gebraucht werden. Und das ist ganz schön viel! Es hat viele wirklich wertvolle, wunderschöne Stoffe dabei. Was ich selber nicht brauchen kann,  verschenke ich, oder ich nähe etwas für Bekannte oder Freunde/Freundinnen.

Mit der Wolle ist es anders. Danach bin ich einfach süchtig, ich geb's ja zu. Sobald ich etwas fertig gestrickt habe, muss ich wieder Wolle kaufen ... und manchmal auch einfach so zwischendurch. Ich hatte also einiges zu tun und bin noch nicht ganz fertig.

Und zu den Stoffen und Wollvorräten brauche ich jeweils natürlich immer die passenden Zeitschriften, Magazine und Bücher. Die brauchen ja auch Platz. Ganz zu schweigen von den Näh- und Strickmaschinen. Sogar  eine Overlock sowie eine Stickmaschine nenne ich mein eigen.

Nun bin ich rechtschaffen müde. Aber ein paar Nadeln stricken muss ich schon noch...
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