Blog von Engel der Nacht

6 September 2007 - Der Tod

Der Mensch wollte schon immer über allem stehen und beherrschen. Das einzige was sie fürchten ist der Tod. Und was der Mensch nicht kennt, fürchtet er umso mehr.

Zum Glück gibt es eine Institution wie die Kirche. „Fear is a big Business“, nach diesem Motto hält sie schon Jahrhunderte ihre zahlenden Schäfchen zusammen. Brav versuchen diese sich an die Regeln zu halten, welche diese mächtige Maschinerie vorgibt und zahlen fleissig, um am Ende ihres Lebens ins Paradies zu kommen. Warum tun sie das? Sind sie  so dumm und glauben ernsthaft, dass es etwas wie ein Paradies gibt oder habe sie so grosse Angst, dass am Ende doch noch eine Abrechnung kommt, für die ganze Scheisse, die sie im Leben verbrochen haben? Was ist, wen am Ende des Tunnels gar kein weisses Licht kommt, sonder dieselbe Finsternis, aus der der Mensch geboren ist? Vielleicht trifft man nicht auf ein Himmelstor, sondern auf denn Tod persönlich, mit schwarzem Gewand, Kapuze, Sense und einem grossen Buch, in dem alle schlechte und jede Sünder des Toten notiert ist. Tatsache ist, dass ich das es nicht weiss, genauso wenig wie alle anderen, die nicht mehr Leben. Der Tod ist etwas Endgültiges und egal was man schon alles gehört hat, wer einmal in der Dunkelheit verschwindet, kommt nicht mehr zurück.

  Genau das ist wohl auch der Grund, warum die Menschen nicht gerne über den Tod reden oder sich auf Friedhöfen aufhalten. Tod und sterben ist etwas, womit sich kaum jemand befasst, obwohl jeder damit konfrontiert wird, spätestens, wen er selber im Eichensarg liegt. Wie gesagt, ich weiss nicht, was mich nach dem Tod erwartet. Was ich aber sicher weiss, dass ich keine Angst davor haben muss. Ich werde bis zum Tag meines Todes mein ganzes Lebe vor mir selber verantworten könne. Ich muss es weder vor Gott, noch vor einer anderen macht ausbreiten, nur vor mich selber. Und wen der Tag werde ich mit einem lächeln sterben, weil ich weiss, dass ich jede Stunde meines Lebens genossen habe. Und das ist der einzige Reichtum, den ich auf meine weitere Reise mitnehmen kann.

Durch mein altes Leben sehnte ich mich nach dem Tod und als er dann da war, wurde mir bewusst, was Leben wirklich heisst. Bekommen würde mich der Gevatter so oder so, aber noch nicht hier und nicht jetzt. Seit diesem Zeitpunkt  an, habe ich mir genau wie über das Leben, auch über den Tod meine Gedanken gemacht. Ich habe mir vorgestellt, wie ich sterben könnte oder was danach kommt. Ich ging auf Friedhöfe, Fotografiere Grabsteine und fühlte mich jedes Mal, wen ich an solchen Orten war, sehr ruhig. Keine Spur von Trauer oder Angst.

 Gevatter TodWas ist mit der Welt, wenn ich nicht mehr hier bin? Was ist mit den Angehörigen? Was passiert mit einer Leiche. Was ich auf keine Fall möchte, ist auf Gottes Acker begrabe werden und verfaulen. Ich weiss, dass ich ein natürlich Prozess, aber trotzdem ich mich auf Friedhöfen wohl, will ich später nicht dort liegen. Mir missfällt der Gedanke, dass ich ihn der Reihe X, am Grab Y liege und die Menschen immer genau zu diesem Punkt kommen, um an mich  zu denke. Das ist, wie wen man, eine Gefangen im Knast besucht. Ich möchte, dass mich die Menschen, die mich mochte, im Herzen tragen und jeder Zeit und überall an mich denken können. Was soll mit meinem Körper passieren? Abgesehen, dass meine Organe weiter verwendet werden dürfen, möchte ich, dass der Rest von mir Verbrannt wird. Das Feuer hat eine symbolische Bedeutung für mich.  Mir gefällt der Gedanke, dass mein Fleisch vom Feuer verschlungen, welches später ebenfalls erlischt. Die daraus entstandene Asche soll in dem Waldstück, in dem ich sehr viel gute und schlechte Moment erlebt habe, nachts verstreut werden. So werde ich für immer ein Teil davon sein.  Dann wäre da noch das Geld, was ich zu diesem Zeitpunkt leider nicht mehr ausgeben kann. Das spendiere ich denen Mensche, die mich geliebt haben. Ich will nicht, dass am Tag meiner Beerdigung alle trauernd um meinen Sarg stehen. Ich feiere selber gerne Partys und ich möchte, dass die Leute an dem Tag auch feiern. Sicher, ich bin nicht mehr da, ein Verlust für manche Leute, aber es auch seine Richtigkeit, dass alles Leben einmal erlischt. In dem Fall dürfe sie mein Konto plündern und sollen sich eine schönen Tag im Gedenken an mich machen. Essen, trinken, gute Musik und einfach zusammen sein. So sind sie glücklich und ich werde es auch sein.

 

Engel des Todes

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