Nordeuropa
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28.5.2018 Mit dem Solarboot durchs Peenetal

Erstellt am 28 May 2018 at 08:22 PM
Schon von der Schweiz aus, hatte ich bei Ingo Ernst, ein junger selbständiger Tourismusfachmann, auf seinem Portal eine Abendexkursion mit seinem Solarboot durchs Peenetal gebucht. Unsere Anreise nach Verchen dauerte fast zwei Stunden, aber es zeigte sich, dass sich diese mehr als lohnen sollte. Wir machten uns zeitig auf den Weg, so dass wir auf eigene Faust vor der Bootsfahrt zu Fuss den grossen Rosin ein Naturschutzgebiet mit vielen Vogelarten, erkunden konnten. Nachdem uns die Personenfähre über die Peene von Vorpommern nach Mecklenburg brachte, ( ca. 50m ) spazierten wir zuerst zum Beobachtungsturm und schauten gespannt und fasziniert aufs Wasser dieses Naturschutzgebietes. Leider hatte ich mein Fernrohr nicht mit dabei und die Lichtverhältnisserhältnissse waren auch nicht günstig. Deshalb konnte ich keine Vogelarten näher bestimmen, aber die Trauerseeschwalben, die behende und grazil übers Wasser flogen, konnte ich trotzdem ausmachen. Auch eine Schwanenfamilie mit 6 Jungen zog vorüber, ein Graureiher präsentierte sich stolz im Gegenlicht und hunderte von Kormoranen fütterten auf den etwas entfernten Bäumen ihre Jungen. Eine Bisamratte näherte sich dem Ufer und zog sich in den Schilfgürtel zurück. Nach gewisser Zeit entschlossen wir uns, den Turm zu verlassen und uns auf den Weg durchs Naturschutzgebiet zu machen.Durch dieses führt nämlich eine Strasse, die leider auch mit Autos befahren werden darf. Aber die Autofahrer tun dies mindestens sehr rücksichtsvoll und langsam. Schon nach wenigen Metern hörten wir die übrigens schon auf dem Turm, einen dumpfen Laut, so als bliese jemand in eine leere Flasche. Eine Rohrdommel machte sich bemerkbar. Für mich eine eindrückliche Erfahrung, denn sie hatte ich noch nicht oft rufen gehört. Gesehen haben wir sie allerdings nicht, das ist eh sehr schwierig, denn Rohrdommeln sind heimliche Bewohner des Röhrichts.. Bald begegneten wir einer Gänsefamilie mit drei Jungen am Strassenrand und solche sollten es am Wegesrand immer wieder mal geben. Von Weitem sah ich Fotografen am Strassenrand sitzen und emsig miteinander diskutieren. Ich schloss zhu ihnen auf und sofort zeigen sie mir die Schwarzhalstaucher, die in Massen da herumschwammen und sogar ihre Jungen auf dem Rücken trugen. Für Deutschland ist das eine absolute Rarität. Auch Rothalstaucher soll es dort geben haben, aber diese konnte ich ohne Fernrohr nicht erkennen. Lange hätte ich da noch stehen und beobachten können, aber die Zeit drängte. Vor der Bootsfahrt wollten wir noch eine Kleinigkeit im Restaurant Aalbude essen, damit uns auf der 3 stündigen Fahrt der Magen nicht knurren würde. Um 18.30 Uhr startete dann die 9 köpfige Gruppe mit dem Solarboot fast geräuschlos auf der Peene die Fahrt. Ingo, der Leiter der Exkursion erzählte uns viel Spannendes über die Tier- und Pflanzenwelt, sowie über die Geschichte und die Veränderungen dieses Tales. Man spürte ihm seinen Enthusiasmus für diese Sache an und freute sich wie er über gelungene Renaturierungsprojekte und ärgerte sich auch mit ihm, über den zunehmenden Tourismus und die zum Teil rücksichtslosen privaten Schiffsführer auf der Peene, die sich einen Deut um die Regeln und um den Naturschutz kümmern. Vögel sahen wir einige, wie z.B. den Fischadler, der her fast en masse vorkommt, die Goldammer, den Neuntöter, einen Mäusebussard, Rohrweihe m. u.w. , Graureiher, und als absolutes Highlight ein Blaukehlchen, das sich wunderschön auf einer Baumspitze präsentierte. Ruhig schipperte das Boot durch die wunderschöne Landschaft und so gegen 21 Uhr zeigten sich dann auch die ersten Biber, die aktiv wurden, sich an Weidenästchen zu schaffen machten, oder im Wasser davonschwammen. Mit einem fantastischen Sonnenuntergang, gekoppelt mit dem Vollmond, ging unsere Fahrt um ca 22.30 Uhr zu Ende. Glücklich über das eindrückliche Naturschauspiel machten wir uns auf die zweistündige Rückfahrt. ich stete mich ans Steuer und brachte und alle vier unfallfrei auf den Campingplatz. Hier konnten wir natürlich nicht mehr hineinfahren, sondern,,mussten noch zu Fluss zum Wohnwagen marschieren. Es war ein langer, aber spannender Tag voller Eindrücke in einer wunderbaren Natur!

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