Nordeuropa
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16.Juni 2018. Wald, Wald, Wald.......u.nd quiet people

Erstellt am 16 June 2018 at 08:50 PM
Die heutige Etappe führte uns von Malamansalo nach Kuusamo. Auf diesen Ort freute ich mich, wird er doch in Büchern und Prospekten als Ort in der Natur mit vielen Naturangeboten und Campingplätzen angepriesen. Aber bevor wir uns darüber freuen konnten, lag ja eine knapp 300 km lange Strecke vor uns. Auf der gut ausgebauten 5 tuckerten wir mit den für uns erlaubten gut 80 km/h nordwärts, wechselten uns dabei so alle zwei Stunden ab und ungefähr nach der Halbzeit gab es eine Siesta mit Mittagessen und Schläfchen😀 Irgendwann fiel dann in unseren Gesprächen auch die Bemerkung, dass wir nun bald genug Wald gesehen hätten. Natürlich wussten wir, dass Finnland ein waldreiches Land ist und hatten uns auch darauf eingestellt, aber wenn man dann so stundenlang durch Wälder fährt, hie und da einen See zu sehen bekommt und alle paar Kilometer mit einem Elchwarnschild konfrontiert wird, hat man es dann doch auch einmal gesehen. Häuser oder gar Dörfer sieht man paraktisch keine und Menschen schon gar nicht. Hie und da gibt es einen Kreuzungsknotenpunkt mit S-market und einer Tankstelle. Das wars dann auch schon wieder! Doch dann wurde es plötzlich doch noch spannend. In der Gegend nach Suomussalmi sahen wir von Weitem am rechten Strassenrand ein paar Häusschen, einen Parkplatz und etliche Leute und kurz bevor wir dort waren, öffnete sich das Blickfeld auf ein riesiges Feld voller quiet people. Das sind eine Art Puppen aus einem Holzkreuz in menschlicher Grösse, angezogen mit Kleidern verschiedener Menschen. Ihr Kopf besteht aus einer „Grasmutsche“, vorne der Dreck und hinten als Frisur das Gras. Auf diesem Feld stehen sicher gegen 1000 solcher quiet people. Eine sehr eindrückliche Installation mit grosser Symbolkraf. Natürlich hielten wir an und schauten uns das Ganze von nahe an. Als ich das alles sah, kamen mir auch die Plakate in den Sinn, welche ich in den letzten Tagen schon habe hängen sehen, aber ausser Quiet people nichts verstanden und auch nicht realisiert hatte, dass es sich um so eien künstlerische Ausstellung handelte. Durch Zufall, denn durch Planung kamen wir in den Genuss dieser farbenfrohen Installation. Bilder davon könnt ihr in „Mein Fotoalbum“ sehen. Und dann erreichten wir endlich das Gemeindegebiet von Kuusamo. Ca 10 km vorher, begannen wir auf dem Navy einen Campingplatz zu suchen, nachdem uns derjenige, den ich zu Hause herausgesucht hatte, viel zu weit weg von Kuusamo war. Das Navy bot uns viele Plätze zur Auswahl an. Der erste war geschlossen, den zweiten gab es gar nicht und erst beim dritten hatten wir Erfolg. Ein sehr netter älterer Mann trat sofort aus der Reception umd hiess uns auf englisch willkommen. Ich staunte, dass ein älterer Mann englisch spricht. Finnen haben das sonst nicht so mit englisch, ausser die jungen Leute, die sprechen alle gut englisch! Der Platz ist an der 5 gelegen, aber nicht vom Lärm beeinflusst. Vom Wohnwagen aus sehen wir wieder auf einen See, aber irgendwie sind wir hier nicht wirklich wohl, so dass wir morgen ohne Naturerlebnisse weiter ziehen werden. Die kommen dann sicher noch, Nationalpärke gibt es ja noch viele. Es ist halt auch so, dass wir mit 7nserem Gespann nicht nahe genug an die Naturschönheiten heranfahren können. Wir können keine 12 km Schotterpiste bewältigen, um an einem Fjäll zu übernachten. Das ist der Preis, den wir bezahlen, weil wir mit Wohnwagen und nicht mit einem Wohnmobil unterwegs sind. Aber wir kommen diesbezüglich schon noch auf unsere Rechnung!

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