Nordeuropa
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20. Juni 2018. Lemminjoki

Erstellt am 20 June 2018 at 05:52 PM
Für heute hatten wir für viel Geld den River Trip auf dem Lemminjoki gebucht. Entsprechend gross waren unsere Erwartungen. Morgens um 9 Uhr machten wir uns auf den Weg nach Lemminjoki zum vereinbarten Ort direkt am See. Hier erwartete uns ein junger Samimann, der im Hauptberuf Rentierhalter ist und im Nebenjob solche Flussfahrten inkl. Samilunch, Kaffee und Kuchen, Joikgesang und Rentierstreicheln anbietet. Ausser uns waren noch 7 andere Touristen mot von der Partie. Zuerst wurden wir in ein Tippizelt geführt, die nicht nur ür Indianer, sondern auch für die Samen typisch sind. Dort warteten schnön säuberlich aufgehängt Schwimmwesten auf uns. Alle mussten eine fassen und unter kundiger Instruktion anziehen. Und weil es just in diesem Moment zu regnen anf8ng, bekamen wir auch moch einen Regenschutz in Form einer Pellerine. Dann setzten wir uns in das lange Holzboot, ähnlich einem Weidling. Platz hätten noch mehr Leute gehabt. Und dann g8ng es los. Und zwar zweifach: erstens mit der rasanten Fahrt auf dem Fluss und zweitens mit dem Regen. ☔️💦Es goss was das Zeug hielt. Innert kurzer Zeit lief mir das Wasser von der Pellerine in die Schuhe 👞 wenig später wurden auch die Beine und der Hintern nass. Krampfhaft versuchte ich unter der Pellerine meine Kamera vor dem eindringenden Wassser zu schützen. An Fotograflieren war eh nicht mehr zu denken. Ebenfalls versuchte ich die Kapuze festzuhalten, dass meine Haare und der Kopf nicht ganz nass wurden!denn es war ja auch nicht wirklich warm. Das gelang mir nicht schlecht, aber die Finger, der Nässe und dem kalten Wind ausgestzt wurden eisig kalt. Das Boot rauschte mit ungefähr 30km/h über das Wasser. Sämtliche vorhandene Vögel schreckten auf und machten sich fliegend aus dem Staub. Keine Chance einen von ihnen zu bestimmen😬Nach ca. 10 km hielt unsetr Steuermann das Schiff an und hiess und aussteigen und eine kurze Strecke marschieren. Das Wasser war zu niedrig, um das Boot fast voll besetzt flussaufwärts zu steuern. Diese kurze Strecke in Bewegung zurückzulegen, tat gut. Genau dann hatte auch der Regen für 15 Minuten aufgehört! Nach diesem kurzen Marsch wurde die Fahrt fortgesetzt, um nach weiteren 5 km wieder auszusteigen. Dort konnten wir den grössten Wasserfall vom Ravadasköngäs (40 m) anschauen und dann den kurzen Marsch zur Hütte zu Fuss zurücklegen. Dort hat der Sami unterdessen ttraditionelle Rentiersuppe aufgewärmt, Brot und Käse mit Tee bereitgestellt und uns zum Lunch eingeladen. Die Rentiersuppe war einer Fleischsuppe bei uns sehr ähnlich und durchaus geniessbar. Ich hätte sie ein wenig stärker. Gewürzt. Unterdessen hat es wieder zu regnen begonnen. Gott lob hatte es da eine Schutzhütte, in der das Feuer brannte und unsere Jacken wieder etwas getrocknet werden konnten. Nach dem Essen erzählte uns der Guide etwas über die Rentierhaltung und über das Leben als Rancher. Da wir einen echten Sami vor uns hatten, fielen diese Informationen eher karg und spärlich aus. Sami sind geprägt von der Landschaft in der sie wohnen und von der Einsamkeit, in der sie sich oft aufhalten. Sprechen ist nicht ihre grosse Leidenschaft. Bei allem Verständnis dafür, hätten wir von einem Guide doch etwas mehr Freude am Informieren und Erzählen erwartet. Was allerdings eindrücklich war, war das Vortragen der samischen Joikes. Das sind Gesänge der Sami, die von Generation zu Generation weitergegeben werden, ohne aufgeschrieben zu werden. Da gibt es Joik zu Ehren des Flusses, der Rentiere, des Wetters, kurz zu Ehren allem und jedem. Diese Gesänge sind sehr speziell und diese hat er sehr eindrücklich vorgetragen. Nach dem Aufenthalt stiegen wir wieder in das Boot ein und oh Wunder, der Regen hatte aufgehört. Den Rückweg konnten wir trockenen Fusses mit dem Boot zurücklegen, genau gleich rassig, wie schon am Morgen die Hinfahrt. Ich sah einige Vögel auffliegen, aber bestimmen konnte ich keinen einzigen. Wir bereuen diesen Ausflug in keiner Weise, aber unsere Erwarungen wurden nicht ganz erfüllt, vor allem betreffend Infos über Tiere und Nationalpark nicht. Für das Wetter kann man niemanden verantwortlich machen, das ist klar. Der Regen war auch nicht das, was uns gestört hatte. Damit muss man in der Natur rechnen. Dder Lemmenjoki Nationalpark ist das ausgedehnteste Wildmarkgebiet Westeuropas. Hier findet man fast die gesamte Vielfalt der nordischen Natur vor, von alten Kiefernwäldern bis hin. U Fjällebenen, Sumpfgebieten und fruchtbaren Flusstälern. Die Landschaft wird von den grossen Flüssen Lemmenjoki, Inarjoki, Vaskojoki , Repojoki und Ivalojoki durchzogen. An dem Wasserfall schwillt der Lemmenjoki zu einem breiten Strom. Der Lemmenjoki wurde seit jeher von den Inarisamen als Fischerei-und Jagdgebiet genutzt. Davon zeugen die im Gelände noch wahrzunehmenden Fanggruben. Endem der 1940 er Jahren erlebte Lemmenjoki einen Goldrausch, als nach ersten Goldfunden Hunderte von Goldsuchern ins Gebiet kamen. Die Goldgräbertradition lebt in Legenden und zahlreichen Ortsnamen weiter. Er misste 2860 km2 Wurde1956 gegründet und zweimal erweitert Er weist 60 km markierte Wanderrouten auf.

deine Reiseberichte

Geschrieben am 21 June 2018 um 01:28 PM von aloisia@gmx.ch
Liebe Yvonne und Roli

Alice und ich verfolgen regelmässig deine äusserst spannenden Berichte. Super!

Wir wünschen euch für den Rest der schönen Reise viel Freude und alles Gute.

Liebi Grüess us der Schwyz


Alice und Rolf

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