Nordeuropa
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5. Juli 2018. Mit dem Boot nach Kuuskajaskari

Erstellt am 5 July 2018 at 02:23 PM
Jene, die sich noch an meinen Blog von vor 4 Jahren erinnern können, wissen vielleicht noch, dass ich schon damals gerne eine Ausflug in die Schären vor Stockholm unternommen hätte, dass dies aber aus irgendwelchen Gründen nicht möglich war. Das war heute anders. Wir buchten einen Ausflug auf die Schäreninsel Kuuskajaskari. Damit wollten wir zwei Fliegen aufs mal schlagen. Erstens einen Ausflug in die Schären erleben und zweitens einen weiteren Versuch für bird watching unternehmen. Um es vorweg zu nehmen: beides gelang, aber mit unterschiedlicher Qualität 😬 Pünktlich startete das Boot. Wir waren gut eingepackt, während echte Finnen in kurzen Ärmeln und kurzen Hosen unterwegs waren, trugen wir Herbstkleidung mit Kapuze ...... Der Wind wehte heftig und die Temperatur war mit 15 Grad auch nicht unbedingt sommerlich warm. Aner die Finnen haben jetzt Sommer. Die Winterkleider sind tief im Keller eingelagert und kommen in den nächsten Wochen nicht mehr zum Vorschein. Jetzt trägt man Shorts, Flipflops, Trägershirts usw. 😂👙👡👗👒Ich habe ein gewisses Verständnis für dieses Verhalten. Nach 9 Monaten Winterkleidern tragen, würde ich mich auch auf Sommerkleider freuen. Mein Fernrohr, mein Feldstecher und das Vogelbestimmungsbuch waren natürlich auf diesem Ausflug dabei. Wir genossen die kurze Fahrt von guten 30 Minuten zur Insel, auch wenn wir uns auf halbem Weg eingestehen mussten, dass da von Westen her eine dunkle Front auf uns zukam...... Wegschauen und ignorieren war die Devise! Doch nütze das nichts. Die Nebelschwaden kamen immer näher, doch verliessen wir das Boot noch bei recht akzeptablem Wetterverhältnissen. Kaum hatten wir das Boot verlassen, stellte ich mein Fernrohr noch auf dem Schiffssteg auf und begann Ufer und die nahe gelegene Insel nach Vögeln abzusuchen. Da flogen mir die Flussseeschwalben beinahe aufs Fernrohr. Ich konnte ihre Tauchgänge aus nächster Nähe beobachten. Auf der in ca 200m vorgelgarten Insel wimmelte es von diversen Möven. Inmitten der Lachmöven und Sturmmöven waren auch Junge festzstellen. Vor der Insel durch schwamm auch ein Schwanenpaar mit seinen 5 Jungen, und zwei Graugänse waren auf Landgang auszumachen. Was dann geschah, lohnte allein schon diesen Ausflug hierher. Wir wurden Zeugen eines unglaublichen Schauspiels, das ich nicht verrgessen werde. Plötzlich flogen alle Möven wie auf ein Kommando auf. Hunderte von Tieren flogen über dem felsigen Inselchen auf. Mir war sofort klar, dass da irgend eine Gefahr lauerte. Ich schaute mich um, ob irgendwo ein Greifvogel zu sehen sei. Und schon flog ein wunderschönes Exemplar eines Seeadlers mitten in die Mövenschar und wollte sich am reich gedeckten Tisch ein feines Mahl für seine Jungen besorgen. Aber da hatte er die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Die Möven wehrten ihn gemeinsam mit einer unglaublichen Hartnäckigkeit ab. Immer wieder wurde er von Möven attakiert, so dass er sich nicht an ihren Jungen vergreifen konnte. Er hatte keine Chance und zog ab, ohne es aber bald darauf noch zweimal zu versuchen, aber er sollte für diesmal erfolglos bleiben. Nach drei Versuchen gab er auf und zog von dannen. Das war ein filmreifes Naturspektakel, das den Ausflug hierher rechtfertigte. Einen Seeadler so nahe in voller Aktion zu erleben, wird uns in Erinnerung bleiben. Alles andere auf diesem kleinen Eiland war wenig eindrücklich. Das Restaurant glich eher einem Brockenhaus, denn einem stilvoll eingerichteten Restaurant. lustig, aber nicht wirklich anmächelig. Es fällt uns auf, dass es in diesem Land oft an der liebvollen Einrichtung oder Pflege für einen Raum fehlt. Es wirkt alles immer eher ein wenig verbraucht, veraltet, unkoordiniert,......Schade aus unserem Blickwinkel. Doe Rückfahrt hatte nichts mehr mit Genuss der Schären zu tun. Das Wetter war unterdessen so schlecht geworden, dass wir die Rückfahrt im Innenraum eines Schiffes verbringen mussten, zusammengepfercht mit vielen anderen Reisenden, die auch nicht draussen an der Kälte und im Wind sitzen wollten. Na ja, es daueret ja bloss eine halbe Stunde, dann waren wir zurück am Campingplatz, wo ein warmes Stübchen auf uns wartete.

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