Nordeuropa
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11. Juli 2018 Helsinki zum Zweiten

Erstellt am 11 July 2018 at 10:12 PM
Mit der Ubahn fuhren wir eine Station weiter als gestern, nämlich zur Station Kampi. Von dort marschierten wir zur Felsenkirche, die wir gestern auf der Busfahrt ausgelassen hatten. Losmarschieren konnten wir aber erst, nachdem wir uns nach dem Verlassen der UBahnstation zuerst orientiert hatten. Zuerst geht immer das grosse Werweisen an, wie man den Stadtplan halten muss, damit die Richtungen stimmen. Auch heute mussten wir zuerst drei Strassennamen verifizieren, damit wir sicher nicht in die entgegengesetzten Richtung marschierten. Schliesslich waren wir sicher, dass wir nun alles richtig machten und marschierten los. Nach einer halben Stunde erreichten wir die Felsenkirche, die von aussen eher einem profanen Zweckbau gleicht, denn einer Kirche. Aber die Kirche, ohne Glockenturm, bei der das Glockenspiel aus der Konserve über Lautsprecher abgespielt wird, ist mit jährlich üner 500000 Besuchern einer der grössten Anziehungspunkte der Stadt. Der Eingangsbereich aus grauem Betonversprüht den Charme eines alten Atombunkers. Hat man aber die Betonschwelle überschritten, eröffnet sich einem eine erstaunliche architektonische Perle. Der Kirchenraum wird von rauen, unbehandelten Felswänden umgeben und darüber sorgt eine kupferne, kreisrunde Dachkonstruktion, die einem Wokdeckel ähnelt, für den horizontalen Abschluss. Getragen wird das Dach von 180 länglichen Fenstern, die durch filigrane Betonstreben gebildet werden. Bei unserem Eintreten spielte ein Pianist am Flügel und spielte klassische Musik, um den Besuchern die wunderbare Akkustik der Kirche zu demonstrieren. Die Kirche stammt aus dem Jahre 1968 und wurde mitten in ein bewohntes Gebiet in den Felsen gesprengt. Nach der Besichtigung der Felsenkirche warteten wir auf den Hop on Hop off Bus und liessen uns durch ihn zum Sibelius Park fahren. Jean Sibelius 1899 komponirte sich mit dem Stück Finlandia in die Herzen der Finnen. Zehn Jahre nach seinem Tod wurde 1967 ihm zu Ehren ein Denkmal eingeweiht. Das Kunstwerk von Eila Hiltunens besteht aus 600 schlanken Stahlrohren Die in verschiedenen Längen und Oberflächen auf verschiedenen Höhen zusammengeschweisst wurden. Ein eindrückliches Kunstwerk, welches aber zur Zeit deer Enstehung und Verwirklichung sehr kontrovers diskutiert wurde. Nicht allen gefiel die abstrakte Konstruktion, weshalb neben dem Gebilde auch eien realistische Büste des Komponisten aufgestellt wurde. Eine weitere Fahrt mit dem Bus brachte uns dann in die Nähe der Oper. Auch dies ein eindrückliches wunderschönes Gebäude, ähnlich der Finlandiahalle, die ganz in der Nähe steht. In dieser Gegend reiht sich ein schönes, modernes, eindrückliches Gebäude nach dem anderen. Nicht zu vergessen die Musikakademie mit ihren Kupferwänden und das Museum für zeitgenössische Kunst. Hier im Kiasma tranken wir einen Kaffe und wollten danach wieder mit dem Bus an den Marktplatz fahren. Doch leider warteten wir so lange auf den Bus bis uns der Geduldsfaden riss und wir uns zu Fuss auf den Weg machten. Dieser war aber relativ weit und so waren wir froh, dass wir auf dem Schiff, welches uns auf eine Fahrt in den Schärengarten rund um Helsinki mitnahm, Platz fanden. Diese Exkursino ist auch in der Helsinki Card inbegriffen. Bei schönstem Wetter schipperten wir durch die Gegend, verfolgten interessiert den deutschen Kommentar und erholten uns vom morgendlichen Besichtigungsprogramm. Roli fühlte sich sehr erschöpft, was auch der Grund war, dass wir nach der Schiffsfahrt zurück auf den Campingplatz fuhren. Etwa um 17.30 Uhr kamen wir dort an und so war der Tag von 9.30 bis 17.30 doch relativ anstrengend, aber sehr schön. Heute fielen uns vor allem die vielen Pärke auf in def Stadt und die grosszügige Bauweise. Strassen sind breit angelegt, Pärke sind unendlich gross, Gebäude sind monumental. Alles ist gross und eindrücklich. Das viele Grün lädt zum Abschalten, Ausruhen, Spielen mit Kindern, Spazieren mit Hunden usw ein. Eine Stadt, in der man es sich auch wohl sein lassen kann.

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