Mit der Zwarte Valk auf dem Watten- und Ijsselmeer

Mittwoch, 1.8.2018

12:00, 1 August 2018 .. 0 Kommentare .. Link
Wetter: Am frühen Morgen wolkenlos. Zur Mitte des Vormittags wurde der Himmel mit leichten Schleierwolken überzogen. Am Nachmittag aber war alles wieder klar, sehr sonnig und heiss. Die Nacht haben wir im Hafen von Terschelling verbracht. Ein klei-nes, sympathisches Küstenstädtchen mit niedrigen, in typisch hol-ländischem Stil erbauten, Häusern. Ein Bazar, der das ganze An-wesen in ein marketenderisches Bild hüllte, liess uns alle ein paar Stunden auf der Suche nach Preziosen und anderem Kram durch die Gassen schlendern. Ein paar Orte, um bei einem Glas Bier o-der Rebensaft zu verweilen, wurden natürlich auch gefunden. Ge-mütliche Seemannsbeizli waren in genügender Menge vorhanden. Die Einkaufsmannschaft war wieder auf Beschaffungstour. Die Menge an Verpflegung, die eingekauft und zubereitet werden musste für Crew und Feriengäste, war enorm. Wieder andere mieteten Fahrräder - an jeder Ecke möglich - und erkundete die nahegelegene Küstenlandschaft. Begeistert kehrten sie zurück. Lediglich die Wassertemperatur schien wenig verlo-ckend zu sein die Fahrt hin und zurück und das Umfeld seien je-doch phantastisch. Eine perfekte Fischplatte, Kartoffelsalat und Würste mit Brot und weitern Zutaten wie Senf und Mayonnaise schmückten den Mittag-tisch. Einmal mehr den Köchen herzlichen Dank. Um 15 Uhr verliessen wir die gastliche Stätte, das heisst, auf der Zwarte Valk wurden zwar keine Segel gehisst aber der Motor be-gann zu röhren und die Leinen wurden gelöst. Auf Wunsch aller war geplant, eine weitere Nacht im Watt zu verbringen und das be-sondere Erlebnis zu geniessen, den Meeresboden zu inspizieren derweil das Wasser wie durch ein Siphon irgendwo verschwunden war. Faszinierend war, die vielen Erhebungen und Vertiefungen sowie die seltsamen Zeichnungen im Sandboden zu studieren und dar-über zu mutmassen, wie sie entstanden sein könnten. Nach einem exquisiten Spaghetti Nachtessen artete die Stimmung aus. Moni deponierte forsch, dass nun Singen angesagt sei und verteilte eine Liste mit Liedertexten. Zuerst vorsichtig dann mit et-was mehr Inbrunst huben alle an nach der richtigen Tonhöhe zu suchen, Melodien waren nur schwer erkennbar. Auch wenn sich eine gewisse Unbeholfenheit bemerkbar zu machen schien, die Liste wurde gnadenlos abgearbeitet. Lied um Lied wurde über die Lippen gequält in der Hoffnung, der einstmalige Schöpfer könne nicht zuhören. In den frühen Morgenstunden, keiner weiss genau wann, erstarben die letzten Töne und wichen erschöpftem Schnarchen - Gott sei Dank.
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