Mit der Zwarte Valk auf dem Watten- und Ijsselmeer

Samstag, 4.8.2018

12:00, 4 August 2018 .. 0 Kommentare .. Link
Wie heisst es so schön: "Die Nacht ist ohne Ende, der Himmel oh-ne Stern". Der zweite Teil des Lied-Satzes stimmt zwar nicht, der erste umso mehr. Auf dem längsseits liegenden Kahn hat eine eu-phorisch gestimmte Gesellschaft die ganze Nacht bis gegen fünf Uhr früh lauthals gefeiert. Die Stimmung an unserem Frühstücks-tisch war dann etwas unausgeschlafen. Das Wetter, abermals schön und warm, hellte sofort die Gemüter wieder auf. Beim folgenden Einkaufsbummel schlenderten wir an der Statue der "Frou van Stavoren" vorbei. Um diese Dame rankt sich eine mittelalterliche Geschichte. Das Haupt mit Spitzhaube und Schleier besetzt und gekleidet in ein wohl kostbares Gewand späht sie, die Sonne mit der Hand abschattend, in die Weite des Ijsselmeeres. Sie habe einst, nach einer abschätzigen Beurteilung, eine kostbare Fracht ins Meer kippen lassen und sei für diesen Frevel mit Armut bestraft worden. Die Sage wird wohl stimmen, solches findet auch in der Neuzeit statt. Kurz nach 12 Uhr legen wir ab. Tolles Segelwetter war uns hold. Eine Windqualität, wie wir sie bisher nicht hatten, liess uns rasch das Ijsselmeer durchpflügen. Ohne, am Steuerrad stehend, auf-merksam die See zu beobachten, geht es definitiv nicht. Ein klei-nes Segelboot nähert sich uns und macht keinerlei Anstalten, ein Ausweichmanöver einzuleiten. Nur lautes Zurufen hat geholfen. Die Winde bliesen so heftig, dass die Zwarte Valk in Schräglage geriet, so dass das Mittagessen zu einem Balanceakt wurde. Vier Stunden waren wir unterwegs und fanden in Workum unser zweit-letztes Domizil. Workum, ein hübsches kleines Städtchen, eine Wasserstrasse mit-ten drin, die zusammen mit den niedrigen Einfamilienhäuschen mit den typischen Fronten ein klassisch niederländisches Küsten An-wesen bildete. Ein letztes feudales Abendessen war dazu ausersehen, aufgrund des erwarteten Endes unserer Reise, nicht in Trübsal zu verfallen. Grillmeister zu Land, Leichtmatrose Daniel, briet allerlei Köstlich-keiten auf dem Grill. Fleissige Zuträgerinnen und Zuträger schau-felten die exzellent gelungenen Grilladen eiligst vom Bratrost zu den Geniessern. Bis in die späten Abendstunden wurde der Abend auf Deck genossen.
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