Tilia's Desaster

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Die Macht im Schaft

04:34, 17 May 2017 .. 0 Kommentare .. Link
Manchmal triffts dich mitten ins Herz, mitten in die Seele, tief bohrt sich der Schmerz in deine Eingeweide. Kein Ausweichen, kein Vorhersehen, kein Abschwächen, nur warten bis das Brennen nachlässt. Wie ein brennender Pfeil aus dem Hinterhalt, abgeschossen ohne Absicht oder schlicht fehlgeleitet. Unbekannter Schmerz lässt dich erschauern. Getroffen zu Boden gesunken. Ungläubig den Pfeil angestarrt. Mit schmerzverzerrtem Gesicht einen stummen Schrei in den Orbit geschickt. Schockiert und im blanken Entsetzen hilflos auf dem Rücken gelegen. Die Waffe steil gen Himmel. Mühsam aufgerappelt und den Schmerz ertragen. Mit einem Ruck den Pfeil aus der Wunde gezogen. Blut tränkt meine Kleidung, den Boden, Mutter Erde. Geschrien und geweint, gefragt warum. Warum trifft es mich? Warum tragen Worte diese Macht im Schaft? Ich suche meinen Schatten. Oft beschützt er mich, steht vor mich, zieht die Mauer hoch. Die Bäume grau und bedrohlich in der Dämmerung. Der Pfeil liegt achtlos zur Seite geworfen am Fusse der grossen Eiche. Seine Macht schwindet, der Schmerz schwindet, der Schock bleibt. Ich suche meinen Schatten, warum lässt er mich im Stich? Wo bleibt die Mauer die alle Pfeile zurück schmettert? Wer hat mich entmachtet? Wer stiehlt meinen Schutz? Weinend sinke ich zu Boden, krieche tastend über die Nadeln und Dornen. Wo ist mein Schatten? Die Sonne steht tief und blendet mich. Weisse Punkte tanzen in der Luft und ich ringe nach Atem. Hilflos und machtlos lieg ich hier und kann nicht fassen, dass mich Worte so niederstrecken. Dass es so schmerzt und das Elend aus mir strömt. Bäche tränken meine Wangen und halb blind kralle ich mich an den Stamm der grossen Eiche. Ziehe mich hoch. Ich muss meinen Schatten finden, meinen Verteidigungswall wieder errichten und meinen Weg weitergehen. Ich zieh mich aus, schreie es in die Nacht, lass alles fallen und schau an mir hinab. Es ist nicht nötig dabei zu denken, es ist nicht nötig dabei zu weinen, es ist nicht nötig dabei zu lachen. Es ist weil es ist. Stolz kriecht in mir hoch. Es ist nicht nötig dabei zu weinen. Ich bin schön. Den Pfeil in der Hand. Ich zerbrech ihn mit beiden Händen und werf ihn achtlos zur Seite. Stirb Waffe. Du bist keine Waffe mehr, du bist nur noch ein Bruchteil. Du kannst mich nicht mehr verletzen. Kein Schmerz wird je wieder von dir ausgehn. Ich zieh mich an. Ich bin schön. Mein Schatten kriecht hinter der Eiche hervor und heftet sich an meine Ferse. Ich schütze mich.
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