Die Noahgeschichte als bildlicher Weg des Menschen

{ 02:15 PM, 18 June 2008 } { Link }

Die Noahgeschichte als bildlicher Weg des Menschen:

Gen 6,14-22

14 Mache dir einen Kasten (= Arche Noah) von Tannenholz und mache Kammern darin und verpiche ihn mit Pech inwendig und auswendig.
15 Und mache ihn also: Dreihundert Ellen sei die Länge, fünfzig Ellen die Weite und dreißig Ellen die Höhe.
16 Ein Fenster sollst du daran machen obenan, eine Elle groß. Die Tür sollst du mitten in seine Seite setzen. Und er soll drei Böden haben: einen unten, den andern in der Mitte, den dritten in der Höhe.
17 Denn siehe, ich will eine Sintflut mit Wasser kommen lassen auf Erden, zu verderben alles Fleisch, darin ein lebendiger Odem ist, unter dem Himmel. Alles, was auf Erden ist, soll untergehen.
18 Aber mit dir will ich einen Bund aufrichten; und du sollst in den Kasten gehen mit deinen Söhnen, mit deinem Weibe und mit deiner Söhne Weibern.
19 Und du sollst in den Kasten tun allerlei Tiere von allem Fleisch, je ein Paar, Männlein und Weiblein, daß sie lebendig bleiben bei dir.
20 Von den Vögeln nach ihrer Art, von dem Vieh nach seiner Art und von allerlei Gewürm auf Erden nach seiner Art: von den allen soll je ein Paar zu dir hineingehen, daß sie leben bleiben.
21 Und du sollst allerlei Speise zu dir nehmen, die man ißt, und sollst sie bei dir sammeln, daß sie dir und ihnen zur Nahrung da sei.
22 Und Noah tat alles, was ihm Gott gebot.

In der Arche (hebr. 400-2-5 [teba] = „Kasten, Arche, Kiste, Wort) befinden sich symbolisch alle Polaritätspärchen (von jedem Tier zwei, Noah und seine Frau, sowie die drei Söhne mit ihren drei Frauen).

Die Synthese vereinigt alle Polaritätspärchen in einem höheren Komplex, der über der Zeit und den Formen schwimmt (die Synthese aus „hell und dunkel", „lang und kurz", „dick und dünn" etc. ist NICHTS, nicht denkbar und damit über der Formenwelt schwebend). Genauso wie die Arche symbolisch über den Wasserfluten (= Zeit und Formenfluss) schwimmt.

Die Welt geht in dem Moment unter, bzw. verschwindet, wenn sich beide Seiten der Polarität gleichzeitig zurückziehen, weil alles was der Mensch denken, wahrnehmen oder vorstellen kann, auf der Polarität aufbaut. Verschwindet diese, verschwindet die Welt (wenn sich „hell und dunkel", „lang und kurz", „dick und dünn" etc. gleichzeitig zurückziehen bleibt nur noch „NICHTS" mehr übrig!).
Versinnbildlicht wird dies in der Noahgeschichte durch die Sintflut nach dem Einzug der Tierpaare in die Arche. Die Arche ist ein bildliches Symbol für die Synthese!

Jeder Mensch ist Noah!

„Noah" symbolisiert den Menschen, der von GOTT berufen ist.
Jeder Mensch ist von GOTT berufen, sich eine Arche zu bauen.
Das Wort „Noah" bedeutet „ruhend, Ruhe".
Der Mensch kann seine eigene Arche erst bauen, wenn er in der Ruhe ist, dem wertfreien Beobachter. Dies ist die Voraussetzung, um sich eine eigene Arche (= hebr. Wort), die Synthese, zu bauen, in der alle Polaritäten (symbolisch durch die Tierpaare und die Familie des Noah dargestellt) ihren Platz finden. Und erst, wenn die Arche fertig ist, d.h. alle Polaritäten, mit beiden extremen Seiten, eingesammelt sind, dann kommt die Sintflut und nur die Arche, das Wort, die Synthese in der alles gleichgültig und gleichzeitig aufgehoben ist, schwimmt über der Zeit (Wasser), d.h. überlebt den Untergang der Formenwelt!
Die neue Erde wird mit Gen 8, 22 wieder eröffnet. Die Polarität (Tiere) wird wieder frei gelassen und die Welt kann wieder von neuem entstehen:

„Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht."

Es ist auch nicht verwunderlich, dass der Mensch, der anfängt seine „Arche" zu bauen und immer versucht die beiden extremen Seiten aller Erscheinungen, als „GUT" zu bezeichnen, von seinen „nur lieben" Mitmenschen ausgelacht und schnell als Narr abgestempelt wird. Genauso wie es symbolisch einem Noah ergeht, der auf dem Trockenen im Inland ein gewaltiges Schiff baut und vor der Sintflut warnt.
Aber das gehört zum Spiel dazu. Der Mensch, der den Weg geht und sich bemüht beide Seite anzunehmen, steht äußerlich scheinbar allein da und wird von allen normalen einseitigen Persönlichkeiten nicht wirklich ernst genommen, bis die Sintflut kommt ... oder besser gesagt die Sinnenflut.

Nebenbei bemerkt: Fällt ihnen, lieber Leser, ein besseres Bildergleichnis, als die Noahgeschichte ein, mit dem man „das Einsammeln und Verbinden der Polaritäten (je ein männliches und weibliches Tier)" zu einer Synthese (Arche) und den Übergang der Form (Welt) in den Geist (NICHTS als Sintflut) darstellen kann?

Ein kleiner Ausflug in die Zahlen- und Wortbedeutung der „Arche":
Als kleine Ergänzung zu dem eben Gesagten möchte ich mit ihnen noch einen kleinen Ausflug in das Geheimnis des Wortes und der Zahlen der Bibel machen. Auch wenn es auf den ersten Blick etwas verwirrend ausschaut, können Sie mit einem offenen Geist möglicherweise ein intuitives Gefühl für die tieferen Zusammenhänge der Bibel bekommen. Wenn nicht, macht es auch nichts. Vielleicht später mal :
Das  hebräische  Wort  für „Arche" heißt „teba" was in der gematrischen (= Gematrie = die „Matrix im Geist" und bedeutet die Umsetzung von Buchstaben in Zahlen) Zahlenschreibweise als 400-2-5 (= addiert 407) gelesen wird und die Bedeutung von „Arche, Kasten, Kiste und Wort hat.
Der Gesamtwert von 407 findet sich auch im Wort „ot" 1-6-400, was „Buchstabe" und „Zeichen" bedeutet, sowie „zustimmen, einverstanden sein".
In der Mehrzahlform, als „otioth" geschrieben, werden so auch die hebräischen Buchstaben, die heiligen Zeichen, aus denen GOTT die Welt erschafft, bezeichnet.
In der Thora wird meist ein h (5) als Artikel vor das Wort Teba gesetzt, was dann „die Arche" heißt und den Gesamtwert 412 ergibt.
Das hebräische Wort „beth" 2-10-400 (= 412) bedeutet „Haus, Beth (2. Buchstabe = Polarität)", „in mir ist eine Erscheinung", „in, innen", „auf das Ziel zusteuern, das Ziel anfliegen", „sich an das Leben im Haus mit Menschen gewöhnen (von Tieren)" und „zähmen, domestizieren".

Es verschmelzen in dem Arche-Symbol das „Wort" und „der Buchstabe" und bilden das „innere Haus", welches vor der „Sinnenflut" bzw. dem zeitlichen Zerfall als Überlebenszuflucht dient! Es ist der einzige, sichere Ort, wenn die Welt untergeht (und die Welt der Formen geht immer unter. Spätestens mit dem selbst geglaubten Tod).
Das eigene „innere Haus" (= im Geist des Menschen) zu bauen, dazu wird der Mensch von GOTT berufen.

„Denn die Welt (der Formen) entstammt aus dem Wort und das Wort kommt aus dem Geist und der Geist ist von GOTT. Wer das Wort kennt, der kennt die Welt und weiß von dem Geist GOTTES. Jener nennt sich, auserwählt'.

Die Baumaße der Arche (Gen 6,15) sind: Länge 300 Ellen, Breite 50 Ellen und Höhe 30 Ellen. Die Zahlen spiegeln sich wieder in dem hebräischen Wort für „Sprache und Zunge" „laschon" 30-300-(6)-50, was den Gesamtwert von 380 ergibt. Den gleichen Betrag hat das Wort „jescha" 10-300-70 (380), was „retten, Hilfe, Rettung und Heil" bedeutet und was schon auf die Synthese, die Ganzheit, wo alles „heil und gerettet ist, hinweist.
Ergänzt man den Wert der Baumaße 380 durch die weiteren Zahlenangaben bezüglich der Arche von „1 Tür, 1 Fenster und 3 Böden", so errechnet sich ein Wert von „385", was gleichzeitig den Gesamtwert des anderen hebräischen Wortes „safa" 300-8-5 für „Sprache" ergibt. Die Sprache ist die Verbindung und Strukturierung von Wörtern, damit Welt konkret in Erscheinung treten kann (-> erst durch das Wort Fahrrad, sind sie in der Lage sich das Bild eines Fahrrads vorzustellen). Interessant ist, dass in der „Sp-rache" durch das Vertauschen von a und r schon ein Hinweis auf die Arche entsteht. Der Ort wo alle polaren Ausdrücke ihr geistiges Zuhause finden. Denn auch die „Sprache" an sich ist ein unvorstellbar höherer Komplex, der erst in seinen Wortfacetten sichtbar werden kann. Auch hierbei handelt es sich um einen Synthesebegriff.

Es könnten noch etliche Seiten mehr über das Wort „Arche" geschrieben werden, ich will es aber hier genug sein lassen, weil es nicht zu kompliziert erscheinen soll (in Wirklichkeit ist es viel einfacher, als es auf den ersten Blick aussieht).
Festzuhalten ist nur, das sich hinter dem Symbol der „Arche" das „Wort als Ganzes", mit dem die Sprache und die Buchstaben verbunden sind, verbirgt. Dieses Wort ist ein Synthesebegriff und kann nicht bildlich dargestellt werden (daher die Noahsymbolik). Es kann nur intuitiv erfasst werden.

Das „Wort" (teba) ist vergleichbar mit dem griechischen Wort „logos", was „Wort, Rede, Denkkraft, Christuskraft, etc." bedeutet und genauso wenig übersetzt, bzw. greifbar ist, da dieser Begriff auch den höheren Synthesekomplex versinnbildlicht (vgl Bibel Joh. 1,1).

Das Wort, die Synthese (Arche) ist das, was den symbolischen Weltuntergang, das Zurückziehen der beiden polaren Seiten, überlebt.

Denn es ist zeitlos und ewig!

Das Bauen des Menschen an diesem „Wort" (Logos), aus dem alles geschaffen ist, wird ihn über die Formenvielfalt erheben.
Alle polaren Erscheinungen (Tiere) fallen in diesem Wort (Synthese - Arche) zusammen und bilden sein „inneres Haus" in dem er wirklich wohnt.
 
Erst mit dem Erlieben des letzten Teiles, ist die Arche wirklich bereit und der Aufstieg kann erfolgen.

Viele sind berufen, nur wenige sind auserwählt und nur einer erlangt das Ziel:

„ICH" wird dann „JCH"!

Es gibt verschiedenen ich-Stufen, die hierarchisch nacheinander folgen, aber immer mit „ich" bezeichnet werden. Die Unterscheidung sieht wie folgt aus:

ich       -> Identifikation mit der Persönlichkeit (ich = ego)
ICH      -> Identifikation mit dem wertfreien, wachen Beobachter
JCH     -> Identifikation mit dem un- und überpersönlichen Träumer.
              „J-CH" steht auch für die Abkürzung von Jesus CHristus.

Während sich das kleine „ich" lediglich mit dem Ego der eigenen Persönlichkeit identifiziert, steht das große „ICH" schon als der neutrale und wertfreie Beobachter über der Persönlichkeit und beobachtet das kleine „ich". Das erwachte „JCH", dagegen steht noch eine Stufe über dem „ICH". Es ist das erleuchtete und auferstandene „JCH", das sich als den Schöpfer und Träumer der Welt erkennt und fest verankert ist.

Diese drei Unterscheidungen können helfen, ein besseres Gefühl zu bekommen und selbst mehr im „ICH" als im „ich" zu leben. So lange, bis aus „ICH" dann „JCH" geworden ist.




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