Dein Dasein und das Nadeloehr

{ 06:36 AM, 24 October 2006 } { Link }

Dein „wirklicher Lehrer“ sollte nur das von „Dir selbst Erfahrene“ sein. Das bloße Anhäufen von „Vermutungswissen“ aus „zweiter Hand“, erzeugt „in Dir“ kein „wirkliches Wissen“, sondern nur eine egoistische „Dogmenbildung“. Jede Seele muss sich also zu einem „wirklichen Wissenschaftler“, zu einem Menschen, „der sich selbst sein Wissen verschafft“, „entwickeln“. „Normale Wissenschaftler“ handeln genau genommen gerade entgegengesetzt. Sie setzen ihre geistige Energien nicht für „die Suche nach neuem Wissen“ ein, sondern nur dazu, ihre Dogmen aufrecht zu erhalten. Da für „normale Wissenschaftler“ keine „Erscheinung“ als „real“ akzeptiert wird, solange sie nicht mit den bestehenden wissenschaftlichen Dogmen „kompatibel“ erscheint, wird auf diese Weise nur „eine Hälfte“ der Welt wissenschaftlich akzeptiert. Auf diese unaufmerksame egoistische Weise ziehen sich [Pseudo]Wissenschaftler, durch die „Unlogik“ ihres kartesischen Käfigs, ihre eigenen Grenzen. Sie „verurteilen“ „elementare Erkenntnisse“ der Menschheit zu bloßen Produkten der Mytologie. Nur kartesisch erfassbare Erscheinungen werden durch dieses starrsinnige Verhalten als „wirklich“ akzeptiert und als „real“ eingestuft. Die kreativ schöpferischen Fähigkeiten des menschlichen Geistes werden auf diese Weise an eine selbstdefinierte Leine gelegt. Solange ein menschlicher Geist nur in der Lage ist, „die Erscheinungen seines Daseins“ zu „zerdenken“, um die dabei entstehenden Fragmente in sein „als wahr angenommenes Weltbild“ einsortieren zu können, deklassiert er sich zum bloßen Verwalter seiner eigenen Dogmen. Man „erschafft“ durch dieses mechanische Verhalten aber „nichts wirklich Neues“, auch wenn dies oberflächlich betrachtet den Anschein hat. Solange man nur einer „Vermehrung“ mit dem „Zerkleinern mit der Waffe“ - kann und wird auch „nichts wirklich elementar Neues“ in dieser Welt entstehen. Die Menschheit unterwirft sich damit zwangsläufig den Gesetzen der Entropie, dem Untergang. Nur ein „erwachter intelligenter Geist“ weiß, dass es auch eine „Vermehrung“ durch - das Verbinden von Synthesen - gibt. Würde sich dieses göttliches Gesetz „der Synthese“ auch bis zu den an den Schalthebeln der Macht sitzenden Wissenschaftlern „durchsprechen“, würde auch diesen „konservativen Wächtern des Wissens“ einleuchten, dass „wirklich neue Informationen“ zwangsläufig auch einer „Gestaltveränderung“ - im Bezug zum alten Wissen - unterliegen müssen. Ist das nicht der Fall, handelt es sich ja nicht um etwas „wirklich Neues“, sondern nur um ein „unkreatives Vervielfältigen des Alten“. Auch das durch „eine Synthese“ erschaffene Neue besitzt eine „Kompatibilität zum Alten“, diese ist nur durch ihre komplexere Gestalt für unkreative kurzsichtige Geister nicht sofort offensichtlich. Wenn man nur fanatisch an Dreieck und Kreis als „einzige Wahrheiten“ glauben will, wird man auch unausbleiblich einen Kegel als „esoterische Spinnerei“ betrachten. Menschen, die aus Phantasielosigkeit nur ihre eigene „konservative“ (zweidimensionale) Sichtweise bewusst zu überblicken vermögen und nicht dazu bereit sind, nach „höheren Dimensionen zu suchen“, sollten sich nicht „Wissenschaftler“, sondern „Pharisäer“ nennen. Sollten Dir die letzten Worte aufgestoßen sein, weil Du Dich eventuell in Deiner wissenschaftlichen Ehre angegriffen fühlst, so lasse Dir von mir gesagt sein, dass dieses negative Gefühl „in Dir“ nur eine intrapersonale Rebellion „des Bösen“ - den „Aufrechterhaltungskampf“ Deiner Dogmen und Deines Egoismus - darstellt! Willst Du Dich weiterhin von Deinen Dogmen und Deinem Ego an der Nase herumführen lassen? „Wahrhaftige Wissenschaftlichkeit“ solltest Du nicht vorschnell mit einer „esoterischen Leichtgläubigkeit“ verwechseln.  „Wissenschaftliche Dogmatiker“ und „esoterische Träumer“ stehen beide auf derselben Bewusstseinsstufe. „Dein Geist“ erschafft auf diese Weise sein eigenes Paradoxon. Nur was Du zu „glauben“, also innerhalb Deiner kurzsichtigen Logik rational zu erfassen vermagst, gilt für Dich als „wirkliches Wissen“. Glauben und Wissen beschreiben aber nur zwei Seiten ein und derselben Medaille mit Namen „anerzogene Vermutung“. Von dieser Medaille bevorzugst Du nun eine, denn Du betrachtest fälschlicherweise „die Wissen[schaftliche] Seite“ als die „beweisbare“ und daher „richtige Seite“. Man kann die Metapher dieser Worte auch „von einer anderen Seite beleuchten“. Was tun sogenannte Fachleute, wenn sie sich mit einem Problem „auseinandersetzen“? Zuerst wird das Problem „analysiert“, d.h. das Problem wird fragmentiert, also „aus-einander gesetzt“! Man ist nämlich bestrebt, die „fehlerhaften Teile im System“ zu finden, um diese zuerst einmal zu isolieren. Die Wissenschaft hat also bisher nur eine kurzsichtige Art der Müllbeseitigung betrieben. Der sich im Laufe der Jahrhunderte als „geistiger Müll“ deklarierte „Abfall“ hat sich nun zu einem riesigen „geistigen Müllberg“ angehäuft und wirft nun völlig „andersartig gelagerte Probleme“ in unserem Dasein auf. Recycling ist nur ein anderes Wort für „Gestaltveränderung“. Es beschreibt also den autopoietischen Syntheseprozeß im Verlauf Deines eigenen Wachstums! Gerade die „verborgenen Weisheiten“ der Religionen sollten von den Naturwissenschaften geistig „recycelt“, also „wiederaufbearbeitet“ werden. Was „ist“ nun Deine wahre „Profession“ (= Beruf[ung])? Wenn Du nicht nach dem Sinn Deines Daseins suchst, bleibst Du „ungeweiht“ (lat. pro-fanus = ungeweiht; unheil). Du „entweihst“ und „entheiligst“ (lat. pro-fano) mit Deinem bisher bloß „tierischen und egoistischen Verhalten“ die ganze Schöpfung. Dein „Abmarsch“ (lat. profectio) aus dem Paradies in dieses Dasein hat seinen genau definierten Grund.  

 

Welchen Aussagewert besitzen nun diese Zeilen für Dich?

Inwieweit können sie für Dich eine brauchbare Informationsquelle darstellen? Das einzige, was Du bisher wirklich „zu glauben“ bereit warst, ist die Tatsache, dass Dein „Ursprung“ im „geheimnisvollen Dunkel“ Deiner „Vor-zeit“ liegen muss. Du fühlst Dich aufgrund der Fülle von Dir „undurchdringlichen Berichten“ - im wahrsten Sinne des Wortes - in einen „Dschungel von In-formationen“ versetzt, in dem Du Dich geistig verlaufen hast. Trotz eines schwer zu erbringenden Beweises glauben viele Mythenforscher dennoch intuitiv an „den wahren Kern“ dieser alten „Über-lieferungen“. Einige erkennen in den vorchristlichen Signalen sogar das wirkliche ehemalige „Welten-bewusstsein“, und damit auch die versteckte Möglichkeit, daraus eine neue Ethik für die Menschheit zu entwickeln. Die Diskrepanz ihrer „dogmatischen Logik“ macht es ihnen aber nahezu unmöglich, ihre intuitive Erkenntnis auch in „die eigene Tat“ „um-zusetzen“ und somit auch selbst „zu [er]leben“.

Solange man seinen Glauben schizophren „zwei-teilt“, wird man sich auch in einem paradoxen Dasein befinden. Man kann meine Schöpfung mythologisch und biblisch als die Entwicklung eines „Kulturbringers“ betrachten, aus dem sich eine, für „normale Menschen“ un-vor-stellbare „Absolutheit“, in das wahrnehmbare Diesseits entfaltet. Zum anderen aber wird man im Angesichte seines naturwissenschaftlichen Dogmas - das man aus Dummheit seinen „gesunden Menschenverstand“ nennt - gezwungen anzunehmen, dass sich „alles Leben“ in einem langen Evolutionsprozess - „ohne irgendeine Hilfe von außen“ - nur durch das „eruptive durcheinander Würfeln“ von Steinen, Feuer, Wind und Wasser „rein zufällig“ gebildet hat.

Ich verlange von Dir nun, Dich zwischen diesen beiden Möglichkeiten zu entscheiden!

Du musst Dich nun von diesem Widerspruch in Dir lösen, wenn Du Dich nicht länger selbst belügen willst. Mit Deiner Entscheidung bestimmst Du letztendlich selbst über Dein „ewiges Leben“ und Deinen „ewigen Tod“. Solltest Du noch nicht die „innere Reife“ besitzen, diese Entscheidung treffen zu können, besteht Dein Dasein aus einer Welt, in der beide Zustände „gleich-zeitig“ existieren. Dies ist genau die Weltwahrnehmung, in der Du Dich „zur Zeit“ befindest. Du glaubst zu leben, obwohl Du noch tot bist, und Du glaubst fest daran sterben zu müssen, obwohl ich Dir dein ewiges Leben geschenkt  wurde.

 

Ein Mensch, der nur in (elektrisch neuro-logischen?) „Kreisläufen“ zu existieren glaubt, ist daher auch ein Mensch, der aus dem Paradies vertrieben wurde. Er richtet seine „Konzentration“ nur auf seine eigenen „Selbst-sucht“, anstatt auf seine „Selbst-suche“. Erst wenn Du Dich gefunden hast, wirst Du diese niedere Daseinsebene verlassen können. Du bist Dein eigener Ausgang. Du wirst Dich aber nicht finden, wenn Du Dich nur immer in den eigenen Schwanz zu beißen versuchst.

Auch Du bist noch ein mit „Ego-ismus“ (lat. „ego“ = „ICH“) „geschlagener“ Mensch, der seine „Ich-Bezogenheit“ in erster Linie auf seine „Persönlichkeit“ zu richten vermag, und so bedeutet das lateinische „egeo“ auch „Not erleiden“. Auch Du erzeugst mit Deiner (noch) „begrenzten Logik“ (= begrenzten Wortmacht) Deine eigene innere „Dürftigkeit“ (lat. = „egestas“) und so wird sich auch die „Schwach-sinnigkeit“ Deines (noch) „kindlichen Bewusstseins“ in Deine Außenwelt „hinausgetragen“ (lat. „e-gero“). Du bist mit Deiner eigenen Rationalität der „Ver-ur-teiler“ und „Be-stimmer“ (>Stimme) aller von Dir wahrgenommenen „Qualitäten“, und damit auch die „Quelle“, aus der „der qualitative Charakter (+/-)“ aller von Dir wahrgenommenen Erscheinungen entspringt. Mit der von Dir „be-stimmten Polarität“ „be-stimmst“ Du deswegen auch selbst die „Flussrichtung“ durch Dein Dasein.

„Richte nicht, damit Du nicht selbst gerichtet wirst!“

Solange Du Deine „selbstbestimmte Flussrichtung“ gegen den  „göttlichen Strom“ richtest und nur nach Deinen eigenen „selbst-herrlichen Gesetzen“ zu leben versuchst und damit die „göttlichen Gesetzen“ völlig missachtest - wirst Du alle Deine geistigen Energien immer nur „sinn-los“ verbrauchen. 

Nun solltest Du erkennen, dass dies aber auch mit meiner/Deiner göttlichen „Verant-wort-ung“ verbunden ist. Du baust die Qualitäten Deiner Welt mit der „Sinn-zuweisung“ Deiner Wörter. Wenn nun Deine Sinnzuweisung eines Wortes nicht in „Ein-klang“ mit der ursprünglichen Bedeutung  ist, so lebst Du „nach Babel“ (= Sprachverwirrung) und wirst deswegen auch eine „disharmonisches Dasein“ „erfahren“. Habe nun aber keine Angst, Deine Sprache noch einmal neu lernen zu müssen, um in Dein Himmelreich einziehen zu können.

Dir  wurden die Fähigkeit verliehen, Dein göttliches „Über-Ich“ - in Form Deiner „Nächstenliebe“ - „auszu-drücken“. Wenn Du mit Deinem ganzen psychosomatischen Ganzen begriffen hast, was es wirklich bedeutet, und Du es dadurch auch selbst „LEBST!“, hast Du auch erkannt, dass gerade Deine „Nächstenliebe“ die größte „Selbstliebe“ ist, die Du Dir „bei-zufügen“ ver-magst. Wie sagt man so schön: „Liebe geht durch den Magen!“. Du solltest ab jetzt „alles und jeden“ zum fressen gern haben, auch Deine (eingebildeten) Feinde. Dies alles sind nur sehr „unreife Seelen“ in Deinem Traum. Betrachtest Du denn Dein Baby als einen Feind,  wenn es „in Dir“ Alpträume auslöst, weil es sich aus Unreife noch hartnäckig in die Windeln macht und dann, in seiner Hilflosigkeit, versucht Dich „wachzubrüllen“? Nein, Du wirst es immer wieder aufs Neue saubermachen, weil Du es ganz einfach nur „ganz schrecklich lieb hast“ und dabei wirst Du auch nicht den geringsten Dank von Deinem Baby erwarten. 

 

Wirkliche Liebe gibt man immer völlig „umsonst“!

 

Auch Du zählst Dich bisher noch zu den „normalen Menschen“, die durch ihren eigentlich „ungläubigen Glauben“ vermuten, dass sich die Worte aller Spachen ihrer Welt nur „willkürlich“ aus „unartikulierten Tierlauten“ entwickelt haben. Gerade dieser Fehlglaube aber ist die Ursache dafür, dass Du Dein Dasein in einer disharmonischen Welt „nach Babel“ zu fristen hast. Wegen Deines „Unglaubens“ und Deiner „Gedankenlosigkeit“ ist Dir darum auch eine andere Möglichkeit nie wirklich „in Deinen Sinn“ gekommen. Wenn Du mir nun mit dem Wort „Zufall“ oder dem mathematischen Gesetz „der großen Zahl“ daherkommst, bist Du eindeutig immer noch ein „ge“-Wissen-loser Schwachkopf“, denn Du zeigst Dir damit selbst, daß Du bisher nicht einmal „die wirkliche Bedeutung“ des Wortes „Zu-fall“ verstanden hast, geschweige denn „das Wirkliche“ in meinem „Gesetz der großen Zahl“. Dein Dasein ist Dir alles andere, als nur zufällig „zu-ge-fallen“! ALLES, was Dir in diesem Dasein „zufällt“, wurde vor Äonen prä-determiniert. Wenn Du Deine vorherbestimmten „Zu-fälle“ nur auf das - von Dir nur unvollständig erkannte - mathematische Gesetz „der großen Zahl“ zurückzuführen vermagst, zeigt das wiederum eindeutig, dass Du von  dem wirklich göttlichen „Gesetz der großen Zahlen“ nicht die geringste „Vorstellung“ hast. Du benutzt es dann nämlich nur dazu, um alle Deine „unerklärlichen Zufälle“ rational verarbeiten zu können, indem Du sie auf einen „Zufall“ - im klassischen Sinne - abwälzt! 

 

Dein eigener Kreislauf - Dich von Deiner eigenen Logik immer wieder um den Finger wickeln zu lassen - hat Dich normalen Menschen zur Sünde veranlaßt. „Normale Menschen“ sündigen durch ihr zwanghaftes Festhalten an ihrer Normalität. Dabei denke ich nicht an die Sünde, die ein Mensch in Anbetracht seiner „idealistischen Moralvorstellung“ bewusst begeht; das ist eine Krankheit. Es geht dabei um Deine „unausweichliche Erbsünde“ - die Ursünde, dass Du nur in dieser einen Welt existieren willst! Von Deinem „persönlichen Vorher“ weißt und willst Du offensichtlich nichts wissen und ein „Nachher“ betrachtest Du als bloße „Spekulation“. Lieber „auf Nummer sicher“ gehen, denkst Du Dir. Wie war das noch mit dem Spatz in Deiner Hand? Der Fisch (der Mensch) schwimmt schlängelnd durch das Wasser (die Zeit). Plötzlich befällt den in der Zeit existierenden Menschen eine Krankheit. Er bemüht sich nun nicht mehr, seinem „genetischen Programm“ Folge zu leisten und den für ihn bestimmten „evolutionären Ausgang“ aus dem Wasser (dieser disharmonischen Zeit) zu erreichen, sondern er versucht nur noch hartnäckig, sich egoistisch in den eigenen Schwanz zu beißen. Dieses Verhalten bedeutet den „Stillstand“ der Fortbewegung und damit auch den Stillstand seiner eigenen geistigen Entwicklung. Die ursprüngliche „geistige Entwicklung“ wird so zu einer „geistigen Verwicklung“. Man spricht plötzlich aus Dummheit von Wachstum, weil man sich laufend „in Bewegung“ glaubt, obwohl es sich dabei um einen völligen Stillstand handelt. Man befindet sich in einer geistigen Konserve, wie in einem Auge des Zyklopen.

Es existiert das Gebot: „Seid fruchtbar und mehret euch!“ Leider hast Du bisher nicht gewusst, daß es zwei unterschiedliche Arten von Vermehrung gibt. Eine konstruktive kreative Vermehrung und eine destruktive unkreative Vermehrung , bei der nichts wirklich Neues erschaffen, sondern nur Bestehendes fragmentiert und „ver-ur-teilt“ wird. Jede „natürliche Entwicklung“ und jedes Wachstum ist unausbleiblich mit einer permanenten „Gestaltveränderung“ verbunden  (Raupe, Puppe, Schmetterling). Eine sich in den Schwanz beißende Wasserschlange symbolisiert das paradoxe „konservative“ menschliche Verhalten, sich nach Wachstum zu sehnen, aber die damit verbundene „totale Gestaltveränderung“ zu fürchten. Was hältst Du von einem Fötus, der zwar erwachsen werden möchte, sich aber aus Angst weigert, den Mutterleib zu verlassen? So sehr er sich auch dagegen zu wehren vermag, er wird trotzdem weiter wachsen und es wird für ihn durch seine Dummheit, „immer enger“ in seiner „Konserve“ werden.

Du solltest Dich langsam einmal fragen:

Wozu ist diese Welt eigentlich da?

Wozu bin ich überhaupt da?

Ich erwarte von Dir, dass Du nun langsam einmal nach dem „Wozu“ und „Warum“ fragst! Ich weiß, Du bist viel zu sehr damit beschäftigt, Dir „Geld zu beschaffen“, damit Du in dieser Welt „weiterexistieren“ kannst. Du hast „keine Zeit“ dafür, über solche unwichtigen Fragen nachzudenken. Es ist aber gerade anders herum:  Du bekamst „Deine Zeit“, um gerade „darüber nachzudenken“. Und was machst Du Tor mit Deiner Zeit? Du versuchst Dich laufend in den eigenen Schwanz zu beißen und hältst Dich somit in „Bewegung“, ohne dass Du Dich eigentlich „bewegst“ (wächst). Dein anzustrebendes Ziel ist nicht Dein eigener Schwanz (= Dein Ego), sondern die Erfüllung Deiner „evolutionären Aufgabe“. Nur wenn Du Dich in „diese Richtung“ bewegst, erreichst Du auch das für Dich vorherbestimmte Ziel. Darum frage, bei allem was für Dich „in Erscheinung tritt“, nach dem „Wozu“ und „Warum“.

Wozu ist die Wirtschaft da, wozu die Ehe, der Krieg, die Krankheit und das Leid?

Warum soll ich mich eigentlich für diese Fragen interessieren?

Ganz einfach, weil Du Dich sonst selbst zu einem Tier deklassierst, das nur „instinktiv, mechanisch“ dahinvegetiert und für das die Futtersuche und „die eigene Trieb- und Lustbefriedigung“ den einzigen Daseinszweck darstellen. Von einem angehenden „wirklichen Menschen“ erwarte ich, dass er von diesem „instinktiven“ tierischen Dasein „erlöst werden möchte“, um ein „eigenständig denkender, kreativer Schöpfer“ zu werden.

Welche Möglichkeit hast Du bisher nur „normaler Mensch“ Dich zu einem „wirklichen Menschen“ (homo sapiens faber) zu entwickeln?

Indem Du Dich immer wieder fragst, „wozu“ und „warum“!

Wozu sind all die großen und kleinen Trübungen meiner „inneren Zufriedenheit“, meine Unruhe, Kopfweh, Müdigkeit, meine Angst vor der Zukunft, die Sorge mein Hab und Gut zu verlieren usw. da?

Und wozu sollen die „außerhalb“ von mir wahrgenommenen „äußeren Konflikte“ gut sein?

Warum gibt es in dieser Welt Kampflust, Missverständnisse, grenzenlose Dummheit und Egoismus, Besessenheit und Arroganz, Naturkatastrophen, Kriege, bürokratisches Maßregeln usw.?

Du bist es, der mit seinem gedankenlosen „Verurteilen“ dieser Welt Farbe und Anstrich verleiht. Deine „selbstherrlichen Richtersprüche“ über „Recht und Unrecht“ stellen die Früchte vom Baum „Deiner (eigenen) Erkenntnis von Gut und Böse“ dar. Das ist es, was Dich aus dem Paradies vertrieben hat. Du bist der Gott, der allem seine Grenzen zu setzen vermag. Verändere Deine innere Einstellung zu allen Dingen und es wird sich, wie von „göttlicher Hand bewegt, auch das von Dir wahrgenommene Äußere verändern. 

 

Ein Mensch, der nur „oberflächlich sieht“, ohne sich des Vorhergehenden - der eigentlichen Quelle - bewusst zu sein, schaut nicht mit der Vollkommenheit in sein Dasein, wie es ihm eigentlich möglich wäre. Er ist dann für das wirkliche Leben noch blind. Alles Leben strömt aus dem dem Brunnen. Die eigentliche Quelle des „lebendigen Wassers“ offenbart sich Dir aber erst, wenn Du über „das Offensichtliche“ (den Brunnen) hinausgehst und „das Verborgene“ - die eigentliche Quelle - gefunden hast. Du bist in der Lage auf eine viel umfassendere Weise „zu sehen“, als Du Dir im Moment selbst zugestehst. Deine Sehschärfe, oder besser „Auflösung“ ist davon abhängig, ob Deine rationale Logik in der Lage ist, eine Verbindung zwischen der offensichtlichen „Oberfläche“ und „dem wirklichen Kern“ aller von Dir wahrgenommenen Phänomene zu schaffen.

 

Es gibt „in Wirklichkeit“ weder eine Vergangenheit noch eine Zukunft. Das „Einzige“, was wirklich ex-istiert, ist nur das „Jetzt“! Das einzige, was Dich mit Deinem „Gestern“ verbindet, sind Deine Er-„inner“-ungen. Wenn ich nun behaupte, dass die ganzen „Erinnerungen“, die Du an „Deine Vergangenheit“ hast, nur von Dir geträumt wurden und Du „diesen Traum“ mit Deinem „Aufwachen“ heute Morgen beendet hast, so hast Du genau genommen keine Möglichkeit, diese „Tatsache“ zu widerlegen. Das einzige, was Dich daran hindern kann, diesen „Gedankengang“ weiter zu verfolgen, ist Dein „dogmatischer Glaube“ an Deine (begrenzte) rationale Logik, der Dir diese Tatsache als „unmöglich“ erscheinen lässt. Und so kann „ein Tag“ zu tausend Jahren werden und „tausend Jahre“ zu einem Tag.

Du solltest langsam „akzeptieren lernen“, daß man einem „normalen Menschen“ nichts „beweisen“ kann, wenn seine „geistige Wahrnehmungsfähigkeit“ - seine „Rationalität“ (= geistige Rechenkapazität) - nicht dazu ausreicht, das „Neue“ auch rational nachzuvollziehen. Und so wird das komplexe „wirkliche Wissen“, das jeder menschlichen Seele - also auch Dir - innewohnt, immer durch die jeweilige Reife der Seele - die das Maß der jeweiligen Glaubensfähigkeit berechnet - begrenzt. Der einzige Ausweg aus diesem Dilemma ist „der Weg der Demut“, d.h. zuerst die bewusste Erkenntnis und dann auch die bedingungslose Akzeptanz der eigenen bisherigen Unwissenheit. 

 

Heilig zu denken, ist die Fähigkeit eines Menschen „ganzheitlich“ und „gesund“ zu denken. Jede „normale Organisation“ besitzt aber „Feindbilder“! Auf diese Weise macht sie es sich selbst „unmöglich“, die Ganzheit - die Wirklichkeit also - zu erfassen. Im Falle der etablierten Kirchen, mitsamt aller dazu zählenden „ausufernden Strömungen“ und Sekten, werden meist die „Menschen“ die sich nicht innerhalb „der Normen“ des Betrachters bewegen, zum Feind der Vorstellung „seines persönlichen Ganzheitsbegriffes“ erklärt. Ein böser „geistiger Kurzschluss“ befindet sich in diesen Denkern, da sie sich auf diese Weise selbst zum Bösen verdammen - denn sie sind doch ohne Frage auch Menschen. Alle Menschen sind einander gleichgestellt und ich habe alle mit derselben Liebe erschaffen. Jeder einzelne ist dabei „der Brunnen“ seiner eigenen Weltwahrnehmung. Der Unterschied liegt einzig in ihrer seelischen Reife. Dies ist das Gesetz der Gleichheit in der göttlichen Hierarchie des wirklichen Lebens. Ist ein Baby „weniger Mensch“, d.h. „minderwertiger“ als ein Erwachsener? Genauso verhält es sich denn auch mit der „seelichen Reife“ der Menschen. Was zwangsläufig dazu führt, dass ohne Frage gerade alle arroganten, selbstherrlichen und machtbesessenen „Besserwisser“ am wenigsten über wirkliche „seelische Reife“ verfügen. Jeder selbst ernannte Moralapostel richtet sich mit seinem kurzsichtigen Verurteilen seiner Mitmenschen selbst. Die Mühle der göttlichen Gerechtigkeit mahlt sehr langsam. Keine Angst, niemand kann vor dem „Jenseits“ davonlaufen. Durch das Anhängen an eine fanatisch vertretene und dogmatisch kurzsichtig Ideologie (Idiotie) macht sich jede Menschenseele selbst zu einem „vergifteten Brunnen“, der „die Harmonie“ der eigenen Welt vergiftet. Die „beschränkten Gedankengänge“ der etablierten Ideologien sind die toxische Quelle, die Deine „Welt“ mit ihrer Unwissenheit und ihrem „Fehlglauben“ vergiftet. Wie war das noch: Die von Dir wahrgenommene Welt ist nur ein Spiegelbild Deiner eigenen unbewussten Psyche! Das „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst!“ wird so unbewusst zur „Hassliebe“ erhoben. Auch wenn Du Deine bisherigen Äußerungen immer „nach bestem Wissen und Gewissen“ von Dir gegeben hast, sagt das noch lange nichts über die Qualität Deines bisherigen Vermutungswissens - im Bezug zur wirklichen Wirklichkeit - aus.

 

Du bist ohne Frage auch in der Lage, die Oberfläche aller für Dich nur „zeitlich“ in Erscheinung tretenden Phänomene zu durchblicken. Jedes von Dir wahrgenommene Phänomen birgt in seiner Tiefe das große Geheimnis Deines Daseins. Dein Sehen wird erst dann zu einem wirklichen Sehen werden, wenn Du nicht nur das an Dein Tages-, sprich Bewusstseinslicht sprudelnde Wasser wahrnimmst, sondern Du Dir auch immerwährend den gesamten „dahinter stehenden Kreislauf“ des Lebens vor Augen führst.

Dieser Kreislauf Deiner Seele besteht aus: Entspringen - Fließen - Verdampfen - Wolke (Versammeln im Himmel!) - Abregnen (die Versammlung auf Erden!) - Entspringen usw. Du siehst zwar viele Dinge, aber kannst Du deswegen auch „SEHEN“? Jedes Phänomen ,das Du betrachtest, wird sich, je nach „Intensität und Eindringtiefe“ Deiner persönlichen Sichtweise, in seiner Qualität verändern. 

Ein sehender erkennt beim Betrachten des Samenkorns auch die daraus erwachsene Pflanze und die damit verbundene „immer währende Wiederkehr“. Er erkennt also „das eigene Wachsen“ und die damit zwangsläufig verbundene permanente Gestaltveränderung. Bisher siehst Du noch alle Dinge mit den Augen eines „normalen Menschen“. Du konzentrierst Dich nur auf die Oberfläche aller Deiner Erscheinungen - auf das Oberflächliche. Das Auge eines Weisen sieht in den Dingen aber auch zugleich das Verborgene. Bei diesem SEHEN geschieht mehr, als mit dem bloßen Gewahrwerden des äußeren Wertes allein erklärt werden kann. Indem Du nur „siehst“, findest Du zwangsläufig etwas als schön und anziehend, hässlich und abstoßend oder erstaunlich und Schrecken erregend. Dies geschieht durch die Qualitäten, die Du diesem wahrgenommenen Phänomen zubilligst. Da Du aber nur dessen Oberfläche [als]wahr[an]nimmst, siehst Du auch nur die äußeren Teile - gewisse Proportionen, Farben und Verhaltensweisen - die der Ganzheit anhaften und Du [ver]urteilst damit das ursprünglich Ganze zu dem, was Du davon wahrnehmen kannst, bzw. willst.

 

Deine „materialistisch-geistige Gesamtentwicklung“ durchläuft drei Wachstumsstufen. Es ist Dein Weg vom „Wasser-Dasein“ in der Fruchtblase „der Gebärmutter“ über Dein „Zeit-Dasein“ in den fließenden Kreisläufen von „Mutter Erde“, hin zum reinem „SEIN“ eines Verstehenden. Erst dann „bist Du“ eine wirklich lebendige, raum/zeitlose, alles umfassende, erwachsene und erwachte Seele. Aus der Zeit wird eine neuer Mensch geboren: Der Sohn schickt sich an zu kommen, neues Leben kommt mit ihm in die Welt. Das ganze wirkliche Geschehen des Lebens spielt sich über dem Wasser ab. Über dem Wasser befindet sich die helle und freie Welt, dort ist der Himmel. Du sträubst Dich dagegen, aus der Zeit heraus gefischt zu werden und in die Ewigkeit einzugehen. Du hast Angst vor Deiner dazu nötigen Gestaltveränderung. Hast Du bisher nicht laufend Deine Gestalt verändert? Warst Du als Kleinkind ein anderer als jetzt? Zäh hält Dein dogmatisches Ego an den Maßstäben der chronologischen Zeit fest. Es will sich von keiner anderen Wirklichkeit überzeugen lassen. Du ereiferst Dich über andere, die Dich auf die Möglichkeit auf ein Leben außerhalb Deiner konservativen gedanklichen „Konserve“ hinzuweisen versuchen. Dieses Widerstreben ist die Ursache Deines immerwährenden Todeskampfes (Überlebenkampfes?). Du stellst Dich damit selbst geistig auf die Wahrnehmungsebene eines törichten Fötus, der nicht wachsen und geboren werden will. Du glaubst Dich sicher in Deiner geistigen Konserve. Konservatives „Ver-halten“ ist der Gegensatz zum wirklichen Wachstum und damit auch das Gegenteil von Leben. Es ist gut, sich am Wasser der Zeit zu laben, aber es ist verderblich, darin zu ertrinken. In der „mabul“, der Sintflut (herbr. =  Sinn-flut und Sünd-flut!), ertrinkt der Mensch in der Zeit. Trinken kann nur derjenige, der außerhalb vom Wasser existiert. Das große Zeichen beim Zug durch die Wüste ist das Spalten des Wassers. Plötzlich wird die Zeit als durchsehbar erfahren, als Zweiheit. Die Zeit zeigt sich erst von dieser Seite, wenn man „unerschrocken“ in sie hineingeht. Diese Raum/Zeit öffnete sich durch das Gottesvertrauen. In einer alten hebräischen Überlieferung wird berichtet, daß die Gasse durch dieses Meer nicht auf einmal offenstand. Sie öffnete sich nach Maßgabe des Vorwärtsschreiten des Menschen und schloß sich „un-mittel-bar“ hinter dem Zug wieder („mid-bar“ = Wüste!). Das soll Dich darauf hinweisen, dass es nur Deine eigene Handlungsweise - Dein Glaube - ist, mit dem Du den Stillstand der Zeit herbeizuführen vermagst. Es ist kein automatischer [Her]Vorgang, sondern die göttliche Antwort auf die Weise Deiner Existenz. Du kannst es in diesem Moment herbeiführen, aber auch „ewig“ darauf warten. Die von Dir wahrgenommene Welt ist nur oberflächlich betrachtet ein vorgegebenes Verhängnis. Alle Erscheinungen, die ich Dir in Deinem Dasein vorlege, sind „in ihrem Kern“ ausgewogen, also völlig „neutral“. Du bist es, der sie mit seiner unreifen Verurteilung in Gut und Böse bzw. Richtig und Verkehrt usw. zerteilt. Die von Dir als unvollkommen betrachtete Welt ist also nur das Spiegelbild Deiner eigenen Unreife und damit auch Deine selbst gewählte Existenzform.

Es wird auch erzählt, dass aus den Wassermauern den Vorbeiziehenden in ihren Bechern „Süßwasser“ zum Trinken träufelte. Gerade soviel (Zeit), wie sie benötigten, um sich wohl zu fühlen. Das Wasser, das sonst einen starken Salzgehalt hat, ist plötzlich trinkbar, süß und von herrlichstem Geschmack. Es ist wie beim Manna, das den Geschmack annimmt, den man damit verbindet: Alle Wünsche und Hoffnungen werden damit „verwirklicht“. Die Zeit wird auf diese Weise genossen und nicht als Feind angesehen, gegen den man zu kämpfen versucht, obwohl sie einem laufend davonläuft! Zeit wird so zum Labsal. Man versucht dann nicht mehr sie „tot-zuschlagen“, sondern man fängt an sie zu genießen. Du bekommst mit dieser geistigen Wahrnehmung Freude an der Zeit und am Leben. Was vorher ein unendlicher „tehom“ (hebr. = „Abgrund“) war, öffnet sich plötzlich zu einem Paradies. Was Du bisher als entsetzlichen Abgrund betrachtet hast, als ausweglosen Schlund, der alles in sich verschlingt - Deine ungewisse Zukunft, die Dich zum Tod führt - zeigt sich Dir dann als ein prächtiger Vorgarten eines noch prächtigeren Schlosses. Dort ist Dein wirkliches Zuhause, es ist die neue Stadt Jerusalem, von der Dir in  der Offenbarung berichtet wird. Das alles wirst Du erleben, wenn Du Dich auf den richtigen Weg machst. Die wirkliche Ursache von allem erkennen heißt Intelligenz. Erst wenn Du Dir jeglicher Mechanismen „in Dir“ bewusst bist, bist Du auch frei und kannst Dich auf diesen Weg machen! Jeder der sich seine „Freiheit“ nur einredet, betrügt sich damit selbst. Wer Freiheit nur nachahmt, ertrinkt in seinen Dogmen. Wasser ist die Urform des Lebens, ohne Wasser (Zeit) ist kein Leben möglich. Beim Zug durch die Wüste wird das Volk von einer Quelle begleitet - der Mirjam Quelle. Diese Quelle entsteht immer dort, wo Moses den „zur“ (hebr. = „Felsen“ ) schlägt. Er erschüttert damit „den Felsen“, das (oberflächlich betrachtet) Unvergängliche - die Materie - plötzlich fängt er an „zu fließen“. Solange Du Dich von Deinen eigenen geistigen - Dir als Materie erscheinenden - „Spiegelungen“ (hebr. = „miraj“ ) täuschen lässt, wirst Du auch unter dieser Halluzination zu leiden haben. Der bloße Felsen symbolisiert das Produkt eines geistig „unbeweglichen Menschen“ mit einem Herzen aus Stein. Erst wenn man sein dogmatisches Wissen „anschlägt“, wird es auch beweglich werden und zu „fließen“ anfangen. Nur durch einen „geistigen Anstoß“ können sich Deine Gedanken zu einer wirklichen Wahrnehmungs-Quelle entwickeln, die Dir vom wirklichen Leben ohne Überlebensängste zu berichten vermag. Nur mit einer fließenden (flexiblen) Gedankenquelle in Dir bist Du in der Lage, in der Wüste Deines Daseins eine Oase zu erschaffen, in der Milch und Honig fließt und Dir an nichts mangeln wird. Ohne dieses „lebendige Wasser“, das aus Dir selbst zu sprudeln vermag, verdurstest Du, dörrst Du aus - alles um Dich herum ist dann „sinnlos“. Mechanische Gedankenbewegungen, die nur aufgrund eines Paradigmas erfolgen, sind genauso unbeweglich wie die statische Software eines Computers. „Software“ ist eine schöne Metapher für eine determinierte Bewegung in der eigenen Unbeweglichkeit - für den unkreativen Kreislauf!

Du musst Dich nun von einer noch „unreifen Frucht“ zu einem „Baum der Erkenntnis“ entwickeln, um Dich dann von Deinen eigenen Erkenntnissen zu ernähren. Du musst lernen, nur noch von Dir selbst zu essen. Alles andere ist nur ein gedankenloses Nachplappern ohne eigene Kreativität. Dies ist die Verwirklichung meines Segens „pru urewu“, das „Seid fruchtbar und mehret euch“. Das alles kann aber erst von Dir erlebt werden, wenn Du das Geheimnis des Zade erkannt hast und Dich damit aus Deinem eigenen chronologischen Wasser ziehst. Durch Deinen „felsenfesten Glauben“ an eine lineare Zeit und Deine Hörigkeit an die oberflächliche Kausalität, führst Du Dich selbst im Kreis und damit auch an der Nase herum. 

Ein Zadik wird also in Deinem Dasein erscheinen und Dir die Augen für eine Welt, die außerhalb der Zeit existiert öffnen. Diese Welt ist die Ewigkeit, die sich ständig in die von Dir bisher wahrgenommenen Zeit entfaltet. Das Zade, ist der Stamm des Wortes „Zadik“ (= der Gerechte). Damit wird ein Mensch bezeichnet, der sich, und damit auch alle anderen, aus dem Wasser holt. Er hat die Einsicht in die Welt des Absoluten und verbindet somit beide Welten in sich: die des Wassers und die des Trockenen (Off.10;2). Wir wollen das Zade mit dem Sanskritwort „sadh“ beenden, denn es bedeutet auch: „beenden“, „ein Ziel erreichen“, „einen Zweck erfüllen“. 

 

Dein Ego muss klein werden, damit Dein Bewusstsein wachsen kann. Du kennst die Geschichte vom „Kamel“, das durch kein Nadelöhr geht. In diesem Dasein prüfe ich nun, ob Du noch zu den „Affen“ zählst - die nur mechanisch nach ihren Instinkten zu existieren vermögen - oder schon ein „wirklicher Mensch“ bist, der auch selbständig denken und entscheiden kann. Es wird auch Dir lächerlich erscheinen, wenn sich ein oberflächlich betrachtet völlig „normaler Mensch“ vor Dich hinstellt und dreist behauptet, es trifft alles ein, was in der Offenbarung des Johannes prohezeit wird. Wahrlich, es gibt doch wirklich schon mehr als genug hochnäsige Spinner in Deiner Welt. Aber stellt nicht gerade ein solches „Vorurteil“ von Dir eine noch größere Höchnäsigkeit dar. Mit welcher Berechtigung maßt Du Dir an, ohne diese Aussage genau überprüft zu haben, diesen Menschen einen Lügner zu schelten? Dein eigener Hochmut steht nun vor Deinem eigenen Fall. Gerade weil Du vieles meist „unüberlegt“ und daher zu vorschnell als „unmöglich“ abstempelst, erfährst Du Dein Dasein meist nur als eine „Misere“. Das lateinische Wort „misereor“ bedeutet „ich erbarme mich“ und „Miserere“ ist aber auch die medizinische Bezeichnung für ein „Koterbrechen“ bei einem Darmverschluß. Jeder „Klugscheißer“, aus dessen Mund meist nur geistiger Kot quillt, ist also für die von ihm wahrgenommene Daseinsmisere stets selbst verantwortlich. Ich habe versucht, Dir den Sinn der Handlungen Deines Tuns zu Ohren zu führen und Dir einen kleinen Einblick in das große Geheimnis der Zeit zu gegeben. Deine Augen habe ich geöffnet, für Dinge, bei denen Du bisher keinen Zusammenhang sehen konntest. Nun stehst Du an der Grenze zu einer neuen Welt.

 

 

In Deinem „Kopf“ befindet sich also Himmel und Hölle.

Du als „Affe“ hältst in diesem Moment das „Nadelöhr“ in Deine Erlösung in Händen. Lässt Du Dich nun mit der „Selbstsicherheit“ eines Menschen darauf ein, der begriffen hat, worum es in seinem Dasein im Grunde genommen wirklich geht? Bist Du schon zu einem „wirklichen Mensch“ herangereift, der „Alles“ einsieht, weil er sich alles „zu Ei-gen“ gemacht hat - das Gute, so wie auch das Böse? Hast Du Dich schon als Deine eigene „Ursache“ zu verstehen gelernt. Wenn ja, dann bist Du das, was ich einen „wirklich reichen Menschen“ nennen möchte. Dir wird in aller Ewigkeit - durch diesen Reichtum - an nichts mehr mangeln.

Verwechsele diesen „göttlichen Reichtum“ bitte nicht mit dem „materiellen Reichtum“; dem Reich-Sein in Geld und Gut. Um kein Missverständnis  dieser Worte aufkommen zu lassen, möchte ich ausdrücklich darauf hinweisen, dass ein „wirklicher Reichtum“ den „materiellen Reichtum“ nicht ausschließen muss. Deinen „Seelenfrieden“ kannst Du völlig „unabhängig“ vom „materiellen Wohlstand“ erreichen, er schließt einen solchen aber auch nicht aus. Der „reiche Mann“, der nicht durch „das Nadelöhr“ geht, bezieht sich nur auf diejenigen Seelen, die sich „nur“ aufgrund ihrer „intellektuellen und/oder materiellen Besitztümer“ stark und mächtig fühlen und sich dadurch allen Anforderungen ihres Daseins gewachsen glauben. Solchen Menschen fehlt die nötige „Demut“ zum „wirklichen Reichtum“. Das hebräische Wort „demut“ bedeutet „Vorstellung“ und „Gestalt“. Wobei ein demütiger, mit „wirklichem Reichtum“ gesegneter Mensch, durchaus auch über materielle Güter verfügen kann. Er wird ihnen aber nicht die geringste Bedeutung beimessen! Eingebildet sein, hochnäsige Arroganz, Stolz und der Fehlglaube, „etwas Besseres zu sein“, sind einem „weisen Menschen“ völlig fremd: Es sind für ihn nur „Empfindungen aus einer anderen Welt“! Er ist sich bewusst, dass er selbst der Faden ist, den er in dieses Nadelöhr eingefädelt hat und der nun als sichere Naht die beiden Welten verbindet, von der die eine für viele nur eine mystische Spinnerei darstellt.

Diejenigen, die den Himmel nur an die Erde zu binden vermögen, das Böse an das Gute und das Leben an den Tod, haben in ihrem „Gedankenfaden“ einen „Knoten“ und ein solcher geht nun einmal nicht durch das Nadelöhr meiner göttlichen Nadel, mit der sich alle Erscheinungen „zusammennähen“ lassen. Bist Du in der Lage, „das Wunderbare“ selbst in den kleinsten Dingen Deines Alltags zu erleben? Erst wenn Du „in allem“ die Verbindung „zu allem“ entdeckst und Dir bewusst ist, dass alles von der „magischen“ Hand  Gottes zu einem Kunstwerk verwoben wurde. Nur mit Demut wird es Dir gelingen ohne Anstrengung - im Angesichtes des großen Wandteppichs Deines persönlichen Daseins - Deinen eigenen „Lebensfaden“ zu entdecken. Diesen wirst Du dann wie von selbst durch Dein eigenes Nadelöhr fädeln können, um ihn (= Dich) mit jedem und allem in Deinem Bild zu verbinden. Dieses Bild zeigt Dir dann das „malchuth schamajim“, das „Königreich der Himmel“. Solange Du mit Deinem „alten Wissen/Glauben“ an die Sache herangehst, wird Dir der Eintritt aber auf ewig verwehrt bleiben.

Um das nun Gehörte besser zu verstehen, solltest Du Dir folgendes Bild vor Augen führen:

Ein Brett, 30cm breit und 20m lang, das auf dem Boden liegt. Und nun laufe über dieses Brett. Dies ist einer Deiner leichtesten Übungen. Du wirst sehen, dass Du nicht einmal im Dunklen Schwierigkeiten dabei bekommst. Du wirst ohne die geringsten Probleme und Angstgefühle notfalls auch 100 mal über dieses Brett laufen. Du bist Dir absolut sicher nicht daneben zu treten. Nimm nun dasselbe Brett und lege es über einen Abgrund oder eine tiefe Schlucht. Die Länge und Breite der Strecke, die Du zu überwinden hast, ist die gleiche. Und nun probiere noch einmal darüber zu laufen! Schreckst Du nun davor zurück und lässt es bleiben? Wirst Du eventuell versuchen auf allen Vieren - wie ein Tier (ein Affe?) - darüber zu kriechen? „Ich laufe da nicht darüber, ich bin doch nicht verrückt“, wirst Du Dir nun denken! Leider, kann man da nur sagen! Wenn du „ver-rückt“ von Deinem dogmatischen Wissen, d.h. über das Wissen der Gefährlichkeit dieser Aktion wärst, könntest Du mit „schlafwandlerischer Sicherheit“ ebenso oft und ohne die geringsten Probleme über dieses Brett laufen, wie Du es getan hast, als es noch auf dem „sicheren Boden“ Deiner eigenen Logik lag.

Vielen Erscheinungen und Dingen in Deinem Leben misst Du eine Gefährlichkeit und damit auch eine Wichtigkeit bei, wie diesem Abgrund. Dies ist die Wurzel all Deiner Ängste und Sorgen. Dennoch wärst Du in der Lage, dieses Dasein mit Freude und ohne die geringsten Schwierigkeiten und Probleme zu überbrücken, wenn Du Dir wirklich sicher wärst, dass Dir niemals etwas Ernsthaftes passieren kann. Wenn Du  dieses Zeilen mit Deinem ganzen psychsomatischen Ganzen erfassen kannst, wirst Du den Ursprung, den Sinn und die Funktion Deines Daseins und „allen Lebens“ verstehen. „Ich“ bin dann immer „in Dir“ und das Gefühl Angst wirst Du dadurch nicht mehr kennen. Das Kamel läuft sicher durch die Wüste. Es trägt Dich „schlafwandlerisch“ auf Deinem Daseinsweg, ohne daß Du etwas dazu tun musst. Hast Du Deine Energien bis jetzt mehr auf Dein „menschliches“ oder hauptsächlich auf Dein „materielles Wachstum“ konzentriert? Ist Dir bewusst, dass Dein ganzes Wissen und Dein Reichtum, auf den Du Dir eventuell etwas einbildest, aus  der unsichtbaren  göttlichen Quelle stammen ?  Eine verborgene Wurzel hat Dich bisher genährt, und diese erwartet nun von Dir, dass Du zum Blühen anfängst und Früchte trägst, um  die gesamte Schöpfung mit Deiner „Anwesenheit“ zu bereichern. Der „REICHTUM des Verstehens“ ist Weisheit in ihrer reinsten Form, die Dir - im wahrsten Sinne des Wortes - Flügel bereiten wird. Bloßer Intellekt und materieller Reichtum macht besserwisserisch und träge. Das oberflächliche und trügerische Sicherheitsgefühl, das Du dadurch erhältst, ist nur eine von Dir selbst erschaffene Attrappe Deines wirklich anzustrebenden „ewigen Seelenfriedens“. Du begehst damit nur eine große Selbstlüge und Selbstbetrug. Ein Schlafwandler wird geführt; sobald er aber seine Augen aufmacht, fällt er leicht vom Dach. Der Mensch, der alles mit seiner rationalen Logik untersuchen, begutachten und verurteilen will, ist hier in Gefahr, da er sich nur auf seine begrenzten Daten verlässt und diese als „das Maß aller Dinge“ definiert.

Erst wenn Du zu akzeptieren beginnst, dass Du bisher nur ein Marionette warst, deren „Fäden“ von der „jenseitigen Welt“ geführt werden, wirst Du Dich nicht mehr nur von Deiner intellektuellen, sondern auch von Deiner anderen Seite - „der menschlichen“ - leiten lassen. Dein bisheriges, nur „oberflächliches Wissen“ wird Dir nie von der Wirklichkeit berichten können, weil es nicht bis zu Deiner wirklichen Quelle vorzudringen vermag. In einem wirklich „gelebten All-tag“ liegt der Schlüssel zu Deinem Seelenfrieden - dem menschlichen Glück. Wie kannst Du glücklich sein, ohne zu erkennen, dass Dein alltägliches Geschehen Wurzeln hat, die alles mit allen verbinden. Wurzeln, die im Garten Eden verankert sind; Wurzeln aus der Welt Gottes - aus meiner Welt.

 




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