Ueber die duemmlichen Traditionen

{ 05:28 AM, 7 October 2008 } { Link }

Menschen, die an die dümmlichen Traditionen von Wissenschaft und Religion festzuhalten versuchen, um damit ihre Seligkeit zu erreichen, gleichen begriffsstutzigen Kleinkindern, die nicht sauber werden wollen. „So hat man es immer schon „gemacht“ und so werden wir es auch weiterhin machen!“ ist eine sehr unintelligente, weil konservative Devise, die das Wachstum des eigenen Geistes auf der kleingeistigen Stufe dieser immer nur „eigen-gedankenlos“ durchgeführten „religiösen Traditionen“ festhält. Du stellst Dich damit auf die geistige Stufe eines vierjährigen Kindes, das sich in seiner kindlichen Dummheit einredet: „Ich habe schon immer in die Windeln „gemacht“ und werde mir daher auch weiterhin in die Hose machen!“ Du sagst ja auch nicht: „Menschen haben früher ohne Strom und fließend Wasser gelebt und darum will ich auch weiterhin ohne Strom und fließend Wasser leben!“ Wenn Du dennoch weiterhin in Deinem geistigen Mittelalter leben möchtest - ich habe nichts dagegen! Mit Deinem rechthaberischen Willen erzeugt Du Dir auch Dein Daseinsreich. Wenn dies dann nicht gerade einem Himmelreich entspricht, so hast Du Dir das durch Deine konservative Phantasielosigkeit selbst zuzuschreiben:

„Das was Du Dir hier auf Erden bindest, soll auch Dein Himmelreich sein!“

Du mußt also aus Deinen dümmlichen Traditionen herauswachsen, wenn Du ein „Selb-ständiger“, will heißen, ein geistig erwachsener Mensch werden möchtest. Im ZEN-Buddhismus gibt es dazu eine schöne Geschichte, die zwar bis zum heutigen Tag gelehrt, aber offensichtlich noch nie in ihrer ganzen tiefe Verstanden wurde, sonst würden heutige ZEN-Lehrer ihren Schülern kein „Zazen“ mehr durchführen lassen. Als „Zazen“ bezeichnet man das stundenlange meditierende Sitzen im Lotussitz, um damit das „unterscheidende Bewußtsein“ im Geist auszulöschen. Dieses „Sitzen“ führt nur zu einem „einschläfern“ des Geistes, also gerade zum Gegenteil von dem, was es zu erreichen gilt, nämlich „das Erwachen“. Darum entspricht das dabei angestrebte „Satori-Erlebnis“ (= Erwachen der wahren Natur) mehr einer Notbeleuchtung als einer „wirklichen Erleuchtung“. Es stellt sich zwar beim Meditierenden mit einiger Übung eine gewisse „heilige Ruhe“ ein - aber diese erlebt er meist nur während des Sitzens, aber nicht während seines „ALL-Tags“. Deine Alltagsprobleme wirst Du also mit solch einer „Technik“ nicht überwinden können. Mit einem entspannten Nachmittagsschläfchen erreichst Du das gleiche „Satori“, ohne dabei über Stunden eine „unbequeme Stellung“ einnehmen zu müssen. Wirkliche Erleuchtung ist ein „Dauer-zu-stand“. Mit „zeitweisen“ Meditationsübungen wirst Du deshalb diese „heilige Ruhe“ in Dir auch immer nur „zeitweise“ erreichen. Wirkliche Erleuchtung erfordert eine permanente „Wachsamkeit“ in Deinem gelebten „ALL-Tag“. Es sollte Dir letztendlich auch gar nicht darum gehen, Dein „unterscheidendes Bewußtsein“ zu unterdrücken, so wie es im „ver-kehrt“ gelehrten Buddhismus meist der Fall ist.

Es geht darum, daß Du Dir Deiner meist nur unbewußt wahrgenommenen Verurteilungen (Selbst-)bewußt wirst, um dann diese Dir bewußten Unterscheidungen von Dir, „in Dir“ zu Deiner „eigen-bewußten“ Einheit zu führen. Das ist die wirkliche Quelle des Schöpferischen in Deinem Geist, denn erst dadurch kann, nach meinen Gesetzen von Synthese und Entelechie, völlig Neues „aus Dir selbst“ entstehen – harmonische Welt eben!

Aber nun zu dieser alten buddhistischen Geschichte:

Dem alten Meister Nan-yüä fiel im Jahre 734 der hochgewachsene Mönch Ma Dau-i auf. Dieser saß jeden Tag stundenlang auf einer Felsenplatte, als wäre er selbst aus Stein gehauen und übte dort Zazen, ohne sich nach denen, die vorübergingen, auch nur umzusehen. Eines Tages machte ihn Nan-yüä mit einem gehörigen Schlag seines Stockes auf ihn aufmerksam und fragte ihn: „Was soll das, daß Du hier Tag für Tag in tiefen Schweigen aufrecht sitzt, als währst Du schon Tod?“ Ma erwiderte ihm: „Nichts weiter, ich übe mich nur in sitzender Versenkung!“ „Und was bezweckst Du damit?“, fragte ihn der Alte. „Ich gedenke, so wie es mir gelehrt wurde, durch das Sitzen in der Versenkung das Bewußtsein des Buddha zu erreichen!“, antwortete ihm Ma. Der alte Nan-yüä grinste dazu und sagte nur „ah so!“, dann brach er die Unterredung mit Ma ab. Er lief in den Hof des Klosters und hob dort einen heruntergefallenen Dachziegel auf. Mit diesen ging er zu einem Steinblock in Ma’s nähe und fing damit an, diese Lehmscherbe eifrig an dessen Felsen hin und her zu reiben, so daß dabei ein lautes schabendes Geräusch entstand. Schließlich fragt Ma ihn nach einiger Zeit verwundert: „Was willst Du denn damit erreichen, alter Mann?“ „Ich gedenke, durch das Fummeln einen Spiegel daraus zu machen. Wenn ich lange genug schleife, muß die Oberfläche dieser Lehmscherbe ja irgendwann einmal spiegelblank werden.“ Darauf erwiderte Ma: „Du dummer alter Mann, da kannst Du so lange fummeln wie Du willst, durch Dein schleifen wird aus diesem Lehmstück nie ein Spiegel werden!“. Da lachte der Alte lauthals auf und warf das Ziegelstück weit von sich weg und sagte: „Aus einem Stück gebrannten Lehm wird allerdings kein Spiegel, mag man ihn so viel polieren wie man will. Aber ein Mensch (aus Lehm gemacht ) wird durch noch so vieles „Sitzen in Versenkung“ auch zu keinem „wirklichen Menschen“, zu keinem Buddha werden!“ Ma war entsetzt und sprang von seinem Sitzen auf und fragte den Alten schwer getroffen: „Durch sitzende Versenkung soll man nicht Buddha werden können!? Aber das lehren doch alle alten Meister! Ja, wem soll man dann überhaupt noch glauben?“ Statt einer Antwort fragte ihn der Nan-yüä zurück: „Wenn man einen Ochsen vor einen Wagen spannt, und der Wagen will nicht vorwärts gehen, haut man dann auf den Wagen ein, oder auf den Ochsen? Der Wagen ist Dein Körper und der Ochse ist Dein Geist. Sitzt Du wegen der Versenkung oder wegen der Buddhaschaft? Übst Du es nur zu Deiner Versenkung, so liegt in dessen Wesen kein Unterschied zu Deinem normalen Einschlafen vor. Übst Du es für die Buddhaschaft, so geht es doch darum, wach zu werden. Geistige Wachheit aber entbehrt jeder starren Form, auch der irgendwelcher Traditionen. Wenn Du die geistige Freiheit Buddhas suchst, geht es nicht an, das Eine zu ergreifen und etwas anderes zu verwerfen. Wirkliche Freiheit hat keinen festen Wohnsitz, also wirst Du sie auch nicht in irgend einer dümmlichen Technik oder Tradition finden – sie liegt in Dir selbst. Wenn Du das Sitzen um der Buddhaschaft willen betreibst, schlägst Du damit den Buddha in Dir tot!“

Bei diesen Worten wurde es Ma mit einem mal weit ums Herz, ein Licht ging für ihn auf. Er verneigte sich mit tiefen Respekt vor dem Alten und fragte: „Worauf muß ich dann achten, um die von Dir beschriebene Freiheit zu erreichen?“ Nan-yüä antwortete ihm. „Das einzige, was Du dazu tun kannst, ist Deinen eigenen Seelengrund zu finden. Dies aber gleicht dem ausstreuen von Samenkörnern in unterschiedliche Böden (die Ähnlichkeit dieser Aussage mit der meines Menschensohns ist natürlich ein göttlicher Zufall , denn er ist “der Weise” aller Zeiten – denn “er ist ich”). Das, was ich dazu beitragen werde - indem ich Dir deutlich zu machen versuche, worauf es „im Gesetz des Lebens“ wirklich ankommt – entspricht dem Naß des Himmels, das den Boden befeuchtet.“

Mit dieser Unterredung fand Ma schließlich den Ort, der jenseits des Unterschiedes zwischen ICH und Außenwelt steht, er fand seinen eigenen „Spiegelpunkt“. Jahre später errichtete er über der „Asche“ des Alten ein „ST-UP-A“ (auch Pagode genannt) um seine Heiligkeit zu ehren (und nicht um ihn anzubeten!!!).

Der Geist mit dem Ma mit seinen Schülern umging, ist aus vielen Gesprächen, die sich von ihm in Deinen „Bewußtseins-Archiven“ befinden, deutlich zu erkennen. Es ist im Grund der selbe, wie der seines Meisters Nan-yüä. Hier noch ein Beispiel, der unter der Sung-Dynastie herausgegebenen Sammlung von Lebensbeschreibungen großer Meister:

Ma wurde eines Tages von Wu-yä besucht. Dieser maß über sechs Fuß. Er glich daher einem Riesen und wenn er redete klang seine Stimme wie das dunkle Dröhnen eines großen Tempelgongs. Ma schaute ihn an und sagte scherzend: „Welch ein gewaltiger Budd****mpel – doch darin ist noch kein Buddha!“ Wu-yä beugte sich zu ihm hinunter und sagte: „Ich habe bisher alle Schriften der „drei großen Fahrzeuge“ (des Hînayâna, des Pratyekayâna und des Mahâyâna) durchstudiert und deren Sinn in mich aufgenommen. In allen diesen Zen-Schulen lehrt man, das Herz sei „heiliger GEIST“ und das wiederum sei Buddha. Mit dieser Lehre kann ich offengestanden noch nichts Rechtes anfangen, denn man denkt doch eigentlich mit dem Kopf.“ Darauf sagte Ma: „Und gerade damit meinen wir eben dieses „mit sich noch nicht fertige“ Herz, das in seinem unfertigen Zustand sich immer im Irrtum der eigenen Logik gefangen hält. Ist es jedoch völlig in seiner Freiheit gereift, so ist es erleuchtet und bestrahlt mit seiner LIEBE und Weisheit eine ganze eigene Welt. Im Irrtum sind wir fühlende Wesen (die der Erleuchtung bedürfen), erst in der eigenen Erleuchtung sind wir Buddha. Der „große WEG“ ist keinem noch egoistisch fühlenden Wesen fremd und fern. Wer außer ihnen selbst sollte denn sonst Buddha sein? Es ist gerade wie mit meiner Hand (= Jod): Wenn ich sie zur Faust zusammenballe und sie damit „verkrümme“ (>gekrümmte Raumzeit!), so ist doch auch diese Faust noch ganz und gar meine Hand.“ Bei diesen Worten wurde es Wu-yä weit ums Herz und es erschloß sich ihm das Licht. Unter fließenden Tränen wandte er sich dem Patriarchen Ma zu und sagte: „Ich hatte mir immer vorgestellt, zur Buddhaschaft sei ein langer, weiter Weg und das Ziel sei erst nach unermeßlichen Äonen in unverdrossenem Streben zu erreichen. Heute wird es mir zum ersten mal gewiß, daß ich die wahre Gestalt des Buddhawesen von jeher in ihrer ganzen Vollkommenheit selbst in mir trage und sie nur noch nach außen leben muß. So lange ich laufend versuche, Erleuchtung zu erreichen, bin ich nicht erleuchtet, weil ich mir dabei ja laufend selbst unbewußt einrede noch nicht erleuchtet zu sein. Mein eigenes egoistisches Streben nach Erleuchtung hinderte mich so daran, dies selbst zu erkennen. Wenn ich nun egoistisch glaube, schon erleuchtet zu sein, bin ich wiederum egoistisch vermessen und daher auch nicht erleuchtet. Nun erkenne ich plötzlich, daß all die Millionen Grundelemente meiner Innen- und Außenwelt, wie sie mein Herz (mein „heiliger GEIST) aus sich heraus gebiert, nichts weiter sind als Namen oder Schriftzeichen ohne einen festen Kern der Wirklichkeit!“ Ma erwiderte ihm nur lächelnd: „Ja, so ist es, gewiß! Die „wahre Natur“ (hebr. „teba“ 9-2-70 = 81!!!) Deiner unzähligen Daseinselemente, sind ihrem Wesen nach von jeher leer und still – sind nur Deine lautlos im Herzen gedachten Worte. Darum heißt es in der Schrift: Alle Elemente sind schon immer und für immer in sich leer und stille von Gestalt (Saddharma-pundarîka-sûtra, II, 3. Gâthâ, Vers 73). Und weiter wird gesagt: Das Leersein aller geschaffenen Elemente ist der eigene Sitzplatz (Saddharma-pundarîka-sûtra, X, 2. Gâthâ,  Vers 13).

Damit soll gesagt sein, daß alle Buddhas, alle die wirklich solche sind, immer nur die sind, welche das sind, was sie in Wirklichkeit sind, nämlich NICHTS. Sie wohnen mit ihrem Geist an einem Ort, an dem es keine von ihnen unabhängige materielle Wohnstatt gibt. Wer sich diesen Sachverhalt in seinem Geist völlig sicher ist, dessen Geist wohnt auch schon in der Hütte der leeren Stille und sitzt auf dem Sitz der „in sich“ leeren Trägerelemente. Er entfernt sich nie wirklich von seiner eigenen Wirkungsstätte, auch wenn sein Geist, gleich einem Stern, durch Raum und Zeit zu schweifen scheint. Er ist, wenn er ein WORT in sich hört, auch bereits mit diesem fertig. Es braucht kein allmähliches Fortschreiten von Stufe zu Stufe, wenn man ganz sicher weiß, daß man selbst die ganze Treppe ist, die bis zum eigenen Himmel reicht. Ein bewußter Geist steigt auf den Berg Nirvâna, ohne dabei einen Fuß rühren zu müssen!“

Aus dem, was ich Dir hier von Ma und seinem Meister Nan-yüä berichtet habe, kannst Du deutlich erkennen, daß es sich auch in diesen asiatischen Überlieferungen in Deinen geistigen Archiven um nichts anderes als die Lehre des heiligen HOLO-FEELING handelt. Es beschreibt Deinen stets wechselnden Strom von ineinander verschlungenen ständig sich erneuernden „Dharmas“ (= Lehren, auch „Wahr[nehmungsein]heiten“), will heißen, Dich „tragender geistiger Elemente“ (der Physiker David Bohm nennt dies „Holomovement“). Dieser „ständig wechselnde Strom“ zeigt Dir nicht nur die Faktoren Deiner jeweiligen Dasein, sondern auch die Dharmas selbst. Die tragenden Elemente Deiner Innen- und Außenwelt sind dabei immer leer und wesenlos. Die Verblendung „normaler Menschen“ besteht nur darin, dies nicht einsehen zu wollen, obwohl diese reine Weisheit bei wachen Bewußtsein Deines Geistes in allen Religionen Deiner Welt und vor allem in der wirklichen Physik Deiner Welt offensichtlich wird. Aus dieser Starrsinnigkeit kommt das Haften am „ani-egoistischen“ ICH, das Haften an den aus diesem „geistigen Strom“ (= geistigen Bewegungen) entspringenden materiellen Dingen und damit auch das Leid in Deiner Welt.

Die indischen Weisen haben diese Erkenntnis zu großen philosophischen Systemen ausgebaut, sei es, daß sie den Nachdruck auf die Leerheit aller tragenden Elemente legten, sei es darauf, daß diesem „letzten Charakter“ deshalb kein spezielles Wesen zukommt, weil er nichts anderes ist, als eine Ausgeburt des eigenen GEISTES. Den chinesischen Weisen kam es als echte Praktiker nur darauf an, diese Erkenntnis in sich zu Fleisch, Blut und Lebensmark werden zu lassen, wie bei den Buddhas und „Bodhisattvas“ (= ein Wesen, das in seiner geistigen Entwicklung eine Stufe unter einem völlig erwachten Buddha steht). Solche Seelen sind „allem Abschied“ immer eine Nasenlänge voraus und somit tritt für sie „das Fernste“ immer in ihre „un-mittelbare“ (= +/- mittel-bar-e) Nähe, will heißen, die Zukunft in ihre Gegenwart herein und gibt ihnen nicht nur die Gewißheit ihrer eigenen Seligkeit und Buddhaschaft, sondern auch den Mut, es jedem auf den Kopf zuzusagen:

„Du selbst, so wie Du bist, bist Buddha oder Scheiter – Christ oder Antichrist! Das was Du glaubst, hast Du auch in Deinem Dasein!!!“

Bei genauem Hinsehen stimmt diese Erkenntnis nun haargenau mit dem Glauben der jüdischen und christlichen Heiligen überein. Was ist die asiatische Ausdrucksweise des „plötzlichen Erwachens“ denn anderes, als eine „Wiedergeburt im eigenem Geiste“!? Buddha ist genauso wenig ein Personenname wie Christus. So, wie man manche Menschen Weise oder Heilige nennt, so nannte sich mein Menschensohn in seinem Dasein als „Gautama Shâkyamuni“ (= der Lehrer aus dem Hause Shâkya) Buddha, d.h. der Erwachte, der Erleuchtete, der Wissende - der sich berufen weiß, das Heil, das er gefunden hat, allen fühlenden Wesen ohne Unterschied der Rasse, des Standes und des Geschlechtes mitzuteilen. In einer weiteren Inkarnation meines Menschensohns als „Jesus von Nazareth“ war er der Christus und in seiner eigenen Vervollkommnung ist er schlicht und einfach nur UP - ein schlichter (>Schlichter) und „wirklicher Mensch“ nach meinem Ebenbild. Buddha bzw. Christus sind Titel wie andere auch, den jeder „normale Mensch“ durch seine unendliche LIEBE gegenüber „JEDEN und ALLES“ erreichen kann. Was einen Buddha/Christus auszeichnet, das ist der Inhalt und die Größe jenes Wissens, zu welchen ein solcher Buddha/Christus erwacht ist, oder deutlicher gesprochen, die absolute Radikalität dessen, was er Dharma, das „heilige GESETZ“ der Wirklichkeit nennt. Dieses göttliche GESETZ erhebt für sich den Anspruch der „menschlichen Existenz“ an die unterste Wurzel zu gehen, sie aus den eigenen Angeln (Zade) zu heben, um sie damit in die eigene göttliche Leere zu stellen, die aus reiner Harmonie besteht und sie gerade eben dadurch vom Bann des unheilvollen, ständig richtenden und sich damit selbst verurteilenden Irrwahns, der jeden „normalen Menschen“ knechtet, zu erlösen und so erst diese Existenz auf eine neue, völlig freie Weise zu ermöglichen.

Mein Menschensohn UP sagt dazu:

Der „normale Mensch“ ist etwas, was überwunden werden muß; ich lehre euch den WEG zum Übermenschen!“

Darum klingen in seinen Lehren von Anfang an zwei Töne – gleich einer heiligen Polarität – zusammen: der tiefe, hohle Ton der eigenen Nichtigkeit, verbunden mit dem Ruf zur Selbstverleugnung und zur Weltverneinung, mit der geistigen Größe sich „kleiner zu machen“, als man wirklich ist - und hoch darüber thront, gleich einem geheimen pianissimo, der seraphische Gesang eines Siegers, der „mein heiliges Siegel“ im Geheimen, im Inneren seiner Stirn zu tragen pflegt, als heiliges Zeichen seiner königlichen Abstammung und Freiheit. Diese zwei Motive stehen sich solange getrennt gegenüber, bis sie sich in dem urbuddhistischen bzw. urchristlichen Gefühl des „Er-bar-mens“ (= „Der wache Sohn des reinen Verstandes“) zu einer „höheren Einheit“ verschmelzen. Geist und Welt verschlingen sich in diesem „alles heiligenden Geist“ zur göttlichen Einheit; erst solch ein „geeinigter Mensch“ ist ein „wirklicher Mensch“ mit bedingungsloser „Weltbejahung“, der meine „göttliche Harmonie“ (hebr. „har“ = Berg; mon = „man“ = Himmelsbrot [Manna] und göttliches Denken) und damit auch den heiligen Gegensatz hinter allen seinen Erscheinungen zu sehen vermag! Für einen solchen „wirklichen Menschen“ wird Raum und Zeit – die ganzen Welten seiner eigenen Vergangenheiten und Zukünfte – zum ewig währenden „ALL-Tag“. Die von einem „normalen Geist“ unübersehbare Menge der eigenen Dasein bilden für den Erleuchteten seinen eigenen, von ihm selbst durchdrungenen raumzeitlosen Geistesleib, den Leib des GESETZES der ewigen Wahrheit.

Die Jahre zählen, die Tage zählen, die Fragen nach Richtig und Verkehrt, nach schlechten und guten Befinden – sind das nicht alles nur Kindereien?

Ich, Dein GEIST gebe Dir nun die „un-begreifliche“ Versicherung:

Dein eigener Geist, Dein Herz und Dein Gemüt, unfertig wie Du „zur Zeit“ bist, ist dennoch nichts anderes als unbewußter Christusgeist. Du brauchst meine Weisheiten „aller Zeiten“ nur zu erfassen und zu leben, dann wirst Du es auch sehen und erfahren, das Himmelreich, in dem mein Menschensohn der König aller Könige ist. 

So mein Freund, ich will dieser kleinen Geschichte nun mit einer tiefen Metapher ein Ende setzen.

Zum Wachsen benötigt ein Samenkorn, wie Du eines bist, die Erde als Anker, das göttliche Naß zur eigenen Entfaltung und die Luft und den Himmel, um aus seinem dunklen Verließ (= Erde als Materie) dorthin (in den Himmel) hinein wachsen zu können. In Deinem eigenen Seelengrunde wohnt Deines eigenen Samen Menge: die Erde, das Naß, die Luft und der Himmel. Nur in Deines eigenen Himmels Feuchte sprießt Du feucht und grün. Geistige Pflanzen, die Dir von Nutzen sind, solltest Du hegen und pflegen und Unkraut solltest Du jäten. Wenn Du nun die polare Harmonie des HOLO-FEELING lebst, erscheint Dir mein Symbol „Un-Kraut“ nicht mehr Negativ (in Deinem bisherigen Sinne dieses Wortes). So wird durch die gespiegelte Harmonie aller göttlichen Dinge - die gerade dadurch, daß sie sich zu widersprechen scheinen, wieder mit sich in Einklang kommen - daß Wort „jäten“ zum Symbol der Auflösung (Un-Kraut = +/- Kraut) des Materiellen. Aber Vorsicht: Zwischen „Ernten“ und „Jäten“ besteht ebenfalls ein polarer Unterschied; ohne Gegensatz gibt es kein Dasein!




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