Der Lebensbaum

{ 01:14 PM, 7 January 2007 } { Link }
 

Pfadarbeiten im Lebensbaum

Am Anfang von „Die mystische Kabbala“ (Dion Fortune) bezieht sie sich auf den Baum in folgender Weise: „Das ungewöhnlichste Symbolsystem, das uns als der Baum des Lebens bekannt ist, ist der Versuch jede im manifestierten Universum und in der Seele des Menschen wirksame Kraft und jeden Faktor auf eine Darstellung in Diagrammform zu reduzieren… kurzgefasst der Baum des Lebens ist ein Kopendium des Wissenschaft, der Psychologie und der Theologie.“

Diese vier Kategorien fassen in klaren Begriffen die vier Verständnisebenen zusammen, auf denen man sich  dem Baum des Lebens annähern kann. Man spricht von ihnen gelegentlich auch als die vier Welten der Kabbalisten. Das heisst: Mit Wissenschaft meinte sie Assiah, die materielle Welt; mit Psychiologie meinte sie Yetzirah, die Welt der Formen; mit Philosophie meinte sie Briah, die schöpferische Welt und mit Theologie meinte sie Aziluth, die spirituelle Welt.

Ihre herangehensweise ist im Wesentlichen neuplatoniosch. Dies wird durch ihre Aussage impliziert, dass im Baum des Lebens jede Kraft und jeder Faktor a) des manifestierten Universums und b) der menschlichen Seele gefunden werden kann.

Das heisst, wer das Universum versteht, versteht die Seele. Versteht mann die Seele, versteht man das Universum. Das entspricht dem hermetischen Axiom „Wie oben, so unten“. Der Mikrokosmos, der Mensch, ist eine Reflektion des Makrokosmos, des Universums – beide wurden geschaffen als Bild und Wesensähnlichkeit Gottes.

Betrachten wir uns die Korridore zwischen den heiligen Kammern. Diese sind traditionell als die „mystischen Pfade der verborgenen Herrlichkeit“ bekannt. Jeder von ihnen wurde ehrfürchtig mit einem Buchstaben aus dem Wort Gottes signiert und wird zudem mit einer der 22 Karten der Grossen Arkana des Tarot assoziiert. „Der Tarot, das befriedigendste unter allen Divinationssystemen, entspringt dem Baum des Lebens und erklärt sich über ihn – nichts anderes“ (Dion Fortune).Wir können die Vielschichtigkeit und letztendlich auch die Flexibilität des Baumes schon erahnen. Sein Aufbau lässt sich benutzen, um über Polaritäten nachzusinnen, über Dreier- und Viererkonstellationen. Wir können die physische Welt, die durch Malkuth representiert wird, in Beziehung zum göttlichen Ursprung setzen, für die Kether steht. Der Baum ermöglicht uns die Kontemplation über Menschliches und Göttliches; er ist eine Landkarte, auf der wir die Wanderschaft zwischen Materielem und Nichtmateriellem nachvollziehen können. Der Baum befähigt uns, auf dem Weg voranzuschreiten, indem wir die Beziehungen ausleben, die durch ihn dargestellt werden.

Wir sehen, dass die Tarottrümpfe bestimmten spirituellen Stadien entsprechen, wenn wir vom Schema des Baumes ausgehen. Wir wachsen über die Persönlichkeit hinaus und entwickeln Induvidualität, um schliesslich in spiritueller Hinsicht heranzureifen. Es ist nur allzu leicht, die Persönlichkeit auf ein Podest zu heben, das Ego aufzublasen und die Realität, die der physische Körper darstellt, fälschlicherweise für die einzige zu halten. Schliesslich sind das die Botschaften, die die Gesellschaft für uns bereithält. Die Kabbala jedoch bietet eine alternative Sicht der Persönlichkeit, Ego und Körper. Sie präsentiert uns einen Entwurf für unser gesamtes Sein, einen Entwurf für den unsterblichen Wanderer auf seiner Reise durch die der Zeit. Diesr Entwurf ist zugänglich. Es steht dir jederzeit offen, seine 22 Pfade der Herrlichkeit zu erkunden. Sie zu erkunden, ist eine Frage des persönlichen Entdeckens und der aktiven Beteiligung. Es ist definitiv kein intellektueller Zeitvertreib. Es ergibt sich das Problem, dass der Erkundende, um irgendeinen Aspekt der Mysterien studieren zu können, selbst ein Teil des Systems werden muss. Er muss es von innen her beurteilen, was den Anschein erwecken mag, er würde das Objektivitätsgebot der Forschung für nichtig erklären. Der heutige Wissenschaftsbetrieb räumt dem Wissenserwerb durch Intuition und Übersinnliches keinen Raum ein – eine Haltung, die in paradoxen Widerspruch zu jenen grossen Denkern steht, mit denen sich die Geisteswissenschaften befassen und die bei ihnen doch ach so hoch im Kurs stehen.

Allein die eingehende Erkundung erweckt den Baum zum Leben. Nur ein aktives und inniges Beteiligtsein bewirkt Initiation. Das persönliche Entdecken bringt eine Flexibilität und Freiheit mit sich, die dieses scheinbar starre gedankliche Gerüst nicht auf den ersten Blick offenbart. Kühne Reisende durch die inneren Welten berichten, dass der Baum des Lebens genau so viel Flexibilität zu bieten hat, wie derjenige, der sich mit ihm befasst, verkraften kann.

Das Tor zu dem Pfad, den es zu erarbeiten gilt, sollte man sich an der entsprechenden Stelle gegenüber dem Zugang zu den entsprechenden Tarottrumpf vorstellen, als wäre es auf einen Vorhang oder Schleier gemalt. Nachdem man Gottes Namen und den Erzengel der Sephiroth angerufen hat, nähert mann sich dem Bild des Tarottrumpfes. Beim Näherkommen sollte es dreidimensional erscheinen, und dann betritt man den Weg und achtet auf alle Bilder, die spontan im Bewusstsein aufsteigen. Um nicht vom Kurs abzukommen, gibt es entlang des Weges zwei zentrale

Orientierungshilfen oder Wegweiser. In der Mitte des Weges steht der hebraische Buchstabe, den mann sich in weissem Licht oder in der entsprechenden Farbe vorstellen kann; ganz am Ende des Weges dagegen findet sich das Tierkreiszeichen, das ähnlich visualisiert wird, sowie die Umgebung der entfernten Sephirah.

Während der Wanderer über die Wege von Tempel zu Tempel reist, von Sephirah zu Sephirah, integriert er die Erfahrungen beider Sephiroth. Die Essenz dieser Arbeit besteht darin, die Bilder lebendig werden zu lassen, sie in der Psyche zu beseelen. Diagramme und Modelle sind nützliche Werkzeuge, mehr nicht. Die wahre Arbeit geschieht innerlich.

Wie auch immer, in der mehr Formalen Arbeit mit den Pfaden im Baum des Lebens verwenden wir drei Symbolkonventionen aus unterschiedlichen Traditionen: die Trümpfe des Tarot, die Buchstaben des hebräischen Alphabets und Symbole aus der Astrologie. Jeds dieser Elemente ist wie ein Samen, die wir in der kreativen Imagination einpflanzen. Jedes ist in der Lage, eine Fülle von assoziativen  Ideen hevorzubringen. Es ist diese wunderbare Vielfalt, die Stärke und Kraft verleiht und ihre Fähigkeit, sich aufeinander zu beziehen. Gleichzeitig kann uns diese profunde Vielheit auch in eine tödliche Falle führen – in den Sumpf der intellektuellen Spekulation. Ein Sumpf, der sich wie Beton um unsere Füsse herum erhärtet, wenn wir unser Spekulationen und Theorien in Dognmen verwandeln sollten. Dogmen sind nicht das exklusive Vorrecht der Theologen, sie sind der Verteidigungsmechanismus derer, die nach Sicherheit suchen. Je mehr diese Fakten alternativen Interpretationmöglichkeiten zugänglich sind, umso rigider und fanatischer wird die Dogmatik für gewöhnlich. Viele dieser Assoziationen können vorher auf intellektuellen Weg durch das Studium der entsprechenden Bücher nachgelesen werden. Aber je vertrauter wir mit der Praxis werden, um so mehr werden wir herausfinden, dass andere Assoziationen spontan in unser Bewusstsein treten, an die wir vorher nicht einmal gedacht haben. Dies ist ein sehr wichtiges Ereignis, denn es bedeutet, dass wir unsere spirituelle Intelligenz erreichen.

Für erfolgreiche Pfadarbeit ist hinreichende Vorbereitung erforderlich - das lesen der unmittelbaren Assoziationen der Symbole des Pfades in der der Arbeit vorangehenden zwei oder drei Tagen und die Meditation und die Arbeit mit dem Baum des Lebens im Allgemeinen. Dies ist die Aufgabe der  formalen Schulung der kleineren Mysterien.




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