Erdöl ist endlich, unsere Sucht danach jedoch immer noch unendlich
Erstellt am 6 June 2010 at 05:50
Der Name Schwarzpeterspiel passt vortrefflich zum schwarzen Gold, welches für die hiesige Flora und Fauna im Golf von Mexiko zum Überlebenskampf geworden ist. Wir haben drei Protagonisten, die sich mehr oder weniger gegenseitig die Schuld in die Schuhe schieben, währenddessen Sekunde für Sekunde mehr und mehr Öl in den Ozean sprudelt und die Umgebung verunreinigt. Derweil schiesst sich die US Regierung auf BP ein und BP wiederum reicht den schwarzen Peter an die Inhaberin der Plattform Transocean weiter. Die US Regierung unter Barack Obama versucht mit markigen Worten, die Verfehlungen seines Vorgängers George W. Bush zu kompensieren. Erdöl und Bush haben eine lange gemeinsame Geschichte und darum erstaunt es nicht, dass die Erdölindustrie die letzten Jahre mit Samthandschuhen angefasst worden ist. Was sich im Golf von Mexiko nun ereignet hat, ist ein Skandal, jedoch mit all den Vorgeschichten ein logischer. In unserer Erdölsucht müssen wir – insbesondere die USA – immer grössere Risiken eingehen, um uns den „Stoff“ zu besorgen. Doch auch wenn wir immer tiefer bohren und noch grössere Risiken eingehen, irgendwann wird das Erdöl zu neige gehen und bis dorthin müssen wir unsere Sucht im Griff haben. Leider scheint dies noch nicht wirklich bis in unsere Köpfe gedrungen zu sein. Dabei kann dies auf einen sehr einfachen Nenner gebracht werden. Erdöl ist endlich und unsere Sucht danach ist immer noch unendlich. Entweder schaffen wir jetzt eine Weichenstellung und investieren in erneuerbare Alternativen oder wir gehen früher oder später an unserer Erdölsucht zugrunde.
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