Sicher ist sicher
Eintrag vom 16 June 2007 um 04:54 in Alltag
Die Schweizer seien das am besten versicherte Volk, hab ich mal gehoert. Ich war noch nie eine, die alle Gefahren 100km gegen den Wind riecht und sinnbildlich in Watte gewickelt durch die Welt laeuft. Das Minimum ist gerade gut genug fuer mich. Bevor man sich in ein Entwicklungsland wagt, so viel war aber auch mir klar, sollte man sich ein paar Gedanken ueber moeglicherweise eintreffende Problemsituationen machen. Hab also den Versicherungstypen eingeladen und brav eine Diebstahlversicherung plus Reiseversicherung und noch irgendwas abgeschlossen, das mir schon wieder entfallen ist. Krankenkasse musste geregelt werden (die wollten mich rausschmeissen, weil ich das Land verlasse – jetzt bin ich halt immer noch in der Schweiz angemeldet und krieg dafuer die Steuerrechnung auch in meiner Abwesenheit - hurra), puh, ich weiss nicht mehr wieviel Papierkram ich hin- und hergeschoben habe. Und wofuer? Fuer den Fall der Faelle, der, sobald man fuer ihn versichert ist, eh nicht eintrifft. Ich haette mir all das Geld und die Zeit sparen koennen, oder wie mir der DELL-Berater vorgestern per Chat erklaert hat, besser fuer den „internationalen Service“ eingesetzt. Denn ohne diesen sitze ich jetzt fuedliblut da. Keine Musik, Schuelernoten, Skype, Speicherort fuer Fotos, Moeglichkeit die Zeit mit DVDs rumzuschlagen etc. Schlicht ohne Notebook. Futsch nach knapp 11 Monaten. Dass der schwankende Strom der Mongolei nicht gerade zur Gesundheit eines Adapters beitraegt, ist mir klar, aber dass es nun keine Moeglichkeit gibt, das Problem zu loesen, macht mich sternebitzgi sauer. Hab hoffnungsvoll das DELL Zentrum in UB aufgesucht – Keine Ersatzteile fuer mein Modell. Alle anderen Computerlaeden dasselbe Lied. Und dann eben der super Service von DELL Schweiz. Ich zitiere: "Also am nächsten ist Dell in China. (...) Da Sie leider keinen internationalen Service haben, wird notwendig sein, das Notebook auf China überschreiben zu lassen. (...) Die können aber nur innerhalb von China liefern." Merci, Danke, Adieu.
Genau gleich lief es, als mein Mobiltelefon geklaut wurde. Judihui, alles nicht so schlimm, habe ja schliesslich eine Versicherung. Tja, wer haette gedacht, dass der Selbstbehalt von 200 Franken hier ein Monatslohn und somit unerschwinglich ist? Pah! Fuer ein Stueck Metall, das ich in der Schweiz gratis zum Abo dazukriege, blaettere ich hier doch nicht einen Monatslohn hin! So fuehre ich nun also ein Modell spazieren, das schon bald wieder wertvoll ist...
Was ist wohl schlimmer: sich zu nerven, weil man versaeumt hat, eine Versicherung abzuschliessen, oder sich nerven, weil man eine Versicherung abgeschlossen hat, ohne dass sie einen etwas nuetzt? Sobald ich zu Hause bin, werden saemtliche nicht-obligatorischen Versicherungen abgesetzt. Vom eingesparten Geld goenn ich mir doch lieber eine entspannende Massage. Die wirkt Wunder bei angespannten Nerven!
tja,
Eingetragen am 26 June 2007 um 12:21 von butterfly
was soll ich dir das als Vers.frau sagen.. ;o)
Dass du präventiv (Massage) was tun willst, ist ja schon mal gut.
Würdest du zu uns wechseln, würden wir uns sogar noch zu 50% daran beteiligen. ;o)
Grüessli und ärgere dich nicht - wegen dem geht es ja nicht besser..
wie erwartet
Eingetragen am 26 June 2007 um 08:14 von klugi
hab schon gedacht, dass du dich meldest ;-) waere kein job fuer mich. da verkauf ich doch lieber bildung an manch stoerrische jugendliche. hinter diesem produkt kann ich stehen.
viel geduld mit den kunden (ueberredungskunst wuensch ich dir nicht...)
Ueberredung
Eingetragen am 27 June 2007 um 04:30 von butterfly
wäre auch total das falsche und nur kurzfristig gedacht, womit ich grad gar nichts gewonnen hätte.
Aber jeder so, wie er denkt sei's richtig.
:)
bf
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Aus und vorbei!
Ich bin wieder zu Hause - die Mongolei und die dazu gehörenden Erlebnisse, die grösstenteils in diesem Blog festgehalten sind, gehören zur Kategorie "Erinnerungen".
Viel Spass beim Lesen!
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