Shoeses
Heute schlug ich zu – gleich dreimal. Sandalen mit Absatz für die heissen Temperaturen (Anti-Käsefuss-Modell), noch eine flachere Variante und schliesslich Ersatz für die mittlerweile hauchdünn besohlten Sneakers, die keinem Spritzerchen Regen mehr standhalten und sich zu schälen beginnen. Macht 45$.
Haaaaaalt! Klappe schliessen, bitte! Keine voreiligen Flüge nach UB buchen, sondern zuerst mal 20 rechnen. Aha. Und jetzt überlegt nochmals, ob diese Schuhe wirklich so günstig sind. Soviel würden sie, an Schweizer Löhne angepasst, bei uns nämlich kosten. Wenn man dann noch mit einbezieht, dass die Ware aus China kommt und eine Halbwertszeit von, sagen wir mal grosszügig, 5 Monaten hat, vorausgesetzt man kriegt nicht vorher einen Halux oder Plattfüsse davon, lohnt sich diese Reise erst recht nicht.
Bis jetzt habe ich keinerlei Kleider dazu gekauft, von dem Trostpreis für die ausgemisteten T-Shirts einer Freundin mal abgesehen. Es war mir einfach zu teuer. Jetzt, wo die Heimreise bald ansteht, denke ich wieder eher in Schweizer Preisen, denn wenn ich meine Treter erst in der Schweiz ersetze, sind die hier dann halt doch irgendwie günstiger. So lasse ich mir eine der zerrissenen Hosen (meine liebste) nachschneidern, und die gestohlene Jacke gleich mit. Den mongolischen Mantel kann ich übermorgen abholen; heute war Anprobe. In Peking wird mir wohl auch noch das eine oder andere ins Auge stechen, das meine lädierte Garderobe wieder auf Vordermann bringen könnte.
Bevor jetzt jemand meinen Titel bemängelt: der ist richtig so. Seit meine Gastgeberin in den Arabischen Emiraten penetrant die Schuhe nochmals vermehrt hat, „shoeses“ eben, bin ich mit dem Virus „Mispronunciatus Malgrammaticus“ angesteckt, was Schuhe betrifft. Solange es nicht der „Veni-vidi-visa“ ist ;-)




