Mongolia

10. Monat

Eintrag vom 27 June 2007 um 10:24 in Monatsrückblick
Organisatorisch bin ich einen tuechtigen Schluck weiter gekommen. Zuege nach Peking, Irkutsk und Moskau sind reserviert. Hotels alle gebucht. Russisches Visum in Arbeit; chinesisches und mongolisches stellen dann kein Problem mehr dar. Bloss vom 7. bis 21. Juli herrscht gaehnende Leere in meiner Agenda. Ich lass mich ueberraschen. Wenn alles nach Wunsch laeuft, taucht von irgendwo her ein Prinz auf (nicht auf dem Pferd, lieber in einem offroad-tauglichen Russenbus), von mir aus auch mehrere, denen ich mich fuer einen Trip in die Gobi, in die „Schweiz der Mongolei“ oder sonst wo anhaengen kann. Also gut, vielleicht geb ich mich auch mit Froeschen zufrieden ;-)

Die Zukunft ist auch geordnet. Zuhause wird es nahtlos weiter gehen – Sekundarschule Erlen, ihr habt mich wieder. Dass ich eine Woche zu spaet zum Dienst antrabe, verzeiht man mir grosszuegig; anscheinend hab ich meine Sache waehrend der letzten 4 Jahre gut gemacht. Fuer mich eine super Loesung, ich kenne alles schon und bin erst mal wieder unter der Haube. Unsicherheitsfaktoren sind die drei Tage, die ich Zeit habe, mich wieder an Schweizer Verhaeltnisse zu gewoehnen. Dann steht da in meinem Stundenplan neu Physik und Chemie… Leute, da hab ich selbst keinen Plan! Ich glaube, ich werde diese Faecher zum ersten Mal in meinem Leben lieben, denn jetzt muss ich endlich nicht mehr einem langweiligen Lehrer zuhoeren, der lieber von seinen Vogelbeobachtungen erzaehlt als von Saeuren und Basen, alle Versuche selbst durchfuehrt und die Pruefung dann so bezwingbar wie der Mount Everest gestaltet. Mal von diesen beiden Faechern abgesehen, bereitet mir die knappe Zeit zum Vorbereiten keine schlaflosen Naechte. War schon vorher gut mit LAST MINUTE, jetzt bin ich ganz bestimmt noch ne Spur flexibler und spontaner. Ich kann ausserdem auf ein super Team zaehlen, das mir grosszuegig alles Material zur Verfuegung stellt und mich im Schnellverfahren einweihen wird. Stefan und Sarah, ein riesenhaftes Dankeschoen!

Ebenfalls in Auftrag gegeben: Ein Termin beim Friseur, knappe 24h nach der Landung. Ich sehe so ungewohnt brav aus mit meinem schulterlang gewachsenen, unifarbenen Haar, ihr werdet mich kaum wieder erkennen! Ich gehoere einfach nicht zu der Sorte Menschen, die mit Spitzen schneiden zufrieden ist – nicht, wenn es dann trotzdem 70 Franken kostet, obwohl man noch gleich aussieht wie vorher.

Eine andere Pendenz, die aufgearbeitet wurde, ist der mongolische Mantel, der nun an meiner Garderobe haengt. Gefaellt mir gut, aber ich werde den erst in der Schweiz tragen. Hier kaeme ich mir verkleidet vor. Zuhause wird er mir ein liebes Erinnerungsstueck sein, das ausserdem nicht jede hat. Ihr kennt ja meinen Tick diesbezueglich. Heute abend geh ich zur Schneiderin, mit 8 Metern Stoff, 4 Knoepfen und einem Reissverschluss bewaffnet. Meine Lieblingshose muss auferstehen, und die geklaute Jacke gleich mit. Nein, 8 Meter braucht man dazu vermutlich nicht, aber ich hatte keine Lust, wegen 20 fehlenden Zentimetern dann nochmals auf den Markt zu rennen. Vielleicht gibt’s ja noch ein drittes Teil, hihi.

Und abschliessend: in einer Woche hab ich hier meine Arbeit erfuellt!

Mein letztes Anliegen an alle BloggerInnen: XY goes to Canada/Oz/NZ. Wenn ihr dorthin unterwegs seid, wollt ihr bestimmt Englisch lernen – das war die erste Lektion.

Oz? Nach Oz?

Eingetragen am 27 June 2007 um 12:24 von Zar
Das zauberhafte Land? Wer geht dorthin? Immer dem gelben Weg nach, wenn ich mich entsinne.

Zum Englisch: Fragt der Waiter: "How would you like to have your egg, Sir? Fried? Sunny side up? Both sides? Scrambled?

Antwort meines Kollegen: "Mh. Well done!" Und er behauptet, er spräche Englisch wie ein Eingeborener.

jaja, das gibts

Eingetragen am 27 June 2007 um 01:05 von klugi
dieselbe frage hab ich mir auch gestellt, als ich das zum ersten mal irgendwo gelesen habe. dabei mag ich mich an keine details erinnern, ich hab die geschichte im zarten alter von etwa 5 jahren gesehen und kann mich nur noch dran erinnern, dass der eisenmann dringend oel noetig hatte...
oz steht nun also fuer oztralia. lektion #2 ;-)

Oz und so...

Eingetragen am 29 June 2007 um 11:13 von Fiona
Hallo klugi

*grins* ja der Ölmann... an den kann ich mich au noch erinnern aber am meisten an die roten Schuhe.

Die Sekundarschule Erlen freut sich bestimmt schon auf dich! Die Zeit rast... kommt es dir nicht komisch vor oder freust du dich auf die gute alte Schweiz? Das mit dem Friseur kenn ich. 70 Fr. sind ja noch heilig aber ich geh auch nicht nur zum Spitzen schneiden und lass so viel Geld liegen. Dann lieber eine radikale Veränderung und dafür 100.- liegen lassen...

Zum Schluss wünsch ich dir einen hübschen Prinzen in einem Offroader oder so... (obowhl diese Pferdeszene also Prinz auf Pferd und so erinnert mich immer an 3 Nüsse für Aschenbrödel... *hach* *seuftz* *schmelz*) Aber in deiner Situation dann doch lieber ein Prinz mit Offroader. *g*

Machs guet und heb Sorg!

Fiona

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Ich bin wieder zu Hause - die Mongolei und die dazu gehörenden Erlebnisse, die grösstenteils in diesem Blog festgehalten sind, gehören zur Kategorie "Erinnerungen". Viel Spass beim Lesen!