10. Monat
Die Zukunft ist auch geordnet. Zuhause wird es nahtlos weiter gehen – Sekundarschule Erlen, ihr habt mich wieder. Dass ich eine Woche zu spaet zum Dienst antrabe, verzeiht man mir grosszuegig; anscheinend hab ich meine Sache waehrend der letzten 4 Jahre gut gemacht. Fuer mich eine super Loesung, ich kenne alles schon und bin erst mal wieder unter der Haube. Unsicherheitsfaktoren sind die drei Tage, die ich Zeit habe, mich wieder an Schweizer Verhaeltnisse zu gewoehnen. Dann steht da in meinem Stundenplan neu Physik und Chemie… Leute, da hab ich selbst keinen Plan! Ich glaube, ich werde diese Faecher zum ersten Mal in meinem Leben lieben, denn jetzt muss ich endlich nicht mehr einem langweiligen Lehrer zuhoeren, der lieber von seinen Vogelbeobachtungen erzaehlt als von Saeuren und Basen, alle Versuche selbst durchfuehrt und die Pruefung dann so bezwingbar wie der Mount Everest gestaltet. Mal von diesen beiden Faechern abgesehen, bereitet mir die knappe Zeit zum Vorbereiten keine schlaflosen Naechte. War schon vorher gut mit LAST MINUTE, jetzt bin ich ganz bestimmt noch ne Spur flexibler und spontaner. Ich kann ausserdem auf ein super Team zaehlen, das mir grosszuegig alles Material zur Verfuegung stellt und mich im Schnellverfahren einweihen wird. Stefan und Sarah, ein riesenhaftes Dankeschoen!
Ebenfalls in Auftrag gegeben: Ein Termin beim Friseur, knappe 24h nach der Landung. Ich sehe so ungewohnt brav aus mit meinem schulterlang gewachsenen, unifarbenen Haar, ihr werdet mich kaum wieder erkennen! Ich gehoere einfach nicht zu der Sorte Menschen, die mit Spitzen schneiden zufrieden ist – nicht, wenn es dann trotzdem 70 Franken kostet, obwohl man noch gleich aussieht wie vorher.
Eine andere Pendenz, die aufgearbeitet wurde, ist der mongolische Mantel, der nun an meiner Garderobe haengt. Gefaellt mir gut, aber ich werde den erst in der Schweiz tragen. Hier kaeme ich mir verkleidet vor. Zuhause wird er mir ein liebes Erinnerungsstueck sein, das ausserdem nicht jede hat. Ihr kennt ja meinen Tick diesbezueglich. Heute abend geh ich zur Schneiderin, mit 8 Metern Stoff, 4 Knoepfen und einem Reissverschluss bewaffnet. Meine Lieblingshose muss auferstehen, und die geklaute Jacke gleich mit. Nein, 8 Meter braucht man dazu vermutlich nicht, aber ich hatte keine Lust, wegen 20 fehlenden Zentimetern dann nochmals auf den Markt zu rennen. Vielleicht gibt’s ja noch ein drittes Teil, hihi.
Und abschliessend: in einer Woche hab ich hier meine Arbeit erfuellt!
Mein letztes Anliegen an alle BloggerInnen: XY goes to Canada/Oz/NZ. Wenn ihr dorthin unterwegs seid, wollt ihr bestimmt Englisch lernen – das war die erste Lektion.




