Mongolia

Der schillerndste Ort in UB

Eintrag vom 3 July 2007 um 11:34 in Kultur

Der Narantuul Markt, auch Schwarzmarkt genannt, ist eines der beliebtesten Touristenziele in UB. In allen Reisefuehrern wird, zu recht, vor Gaunern gewarnt. Die Einheimischen schaetzen den Markt wegen der billigen Preise, so dass besonders am Wochenende ein heilloses Gedraenge herrscht, in dem protzige Uhren, Mobiltelefone und Geldbeutel geschickt den Weg zu neuen Besitzern finden. Meine Spiegelreflex-Digicam hab ich deshalb keinen Wimpernschlag aus der Hand gelassen, als ich die bunten Eindruecke trotz Gefahr in Bildern festhalten wollte. Geld gehoert in den BH oder in die Hosentasche, und Rucksaecke, so praktisch sie auch sein moegen, sind praedestinierte fuer lautlos Reissverschluss-oeffnende Langfinger. Keine Ahnung, wie man auf die Idee kommt, an so einen Ort seinen Pass und die Rueckflugtickets mitzubringen, aber laut befreundeten Botschaftsmitarbeitern kommt das tatsaechlich nicht allzu selten vor.

Mich fasziniert der Markt. Zwischen einer unglaublichen Fuelle an Waren machen es sich die Verkaeufer so bequem wie irgend moeglich. Auf Stoffballen ausgestreckt laesst es sich bequem schlafen, einige lesen Zeitung, spielen Karten zum Zeitvertreib oder essen das mitgebrachte Nudelgericht aus Marmeladeglaesern. Viele Staende sind Familienbetriebe. Kinder hueten die Auslage, waehrend die Muetter ein paar Meter weiter einen Schwatz halten. Jetzt im Sommer ist der Markt bestimmt ein Kinderparadies - im Winter allerdings duerfte es weniger Spass machen. Nach einer Stunde war ich total durchgefroren. Ob die gigantischen Stiefel der Marktleute die Kaelte einen ganzen Tag lang fernhalten, wage ich zu bezweifeln.


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Ich bin wieder zu Hause - die Mongolei und die dazu gehörenden Erlebnisse, die grösstenteils in diesem Blog festgehalten sind, gehören zur Kategorie "Erinnerungen". Viel Spass beim Lesen!