Mongolia

Die Irrwege der Pekinghuehner

Eintrag vom 1 August 2007 um 12:00 in Ausflüge

Peking im Juli laesst sich mit 3 Buchstaben beschreiben: UHU – alles klebt. Kleider, Haare, fremde Leute. Das feuchtheisse Klima kombiniert mit der unglaublichen Menschenansammlung laesst uns beinahe wahnsinnig werden und verdirbt uns die Verbotene Stadt und den Sommerpalast ziemlich. Wie, fragen wir uns, wird das bloss naechstes Jahr aussehen??! Einige Massnahmen werden getroffen, so z.B. die Ubahn ausgebaut und nur den Autofahrern mit Kennzeichen A und B erlaubt, in der Stadt zu fahren. Die Bevoelkerung spricht genauso spaerlich Englisch wie in der Mongolei. Im Bus werden die Stationen gelegentlich auf Englisch angesagt (“Hello passenger. The next station is Zxchengwoudu. Please get ready.” J), aber auf dem Bahnhof ist immer noch alles in Chinesisch angeschrieben und wir benoetigen 3mal Hilfe, bis wir auf dem richtigen Bahnsteig stehen. Die Dame hinter dem “English speaking counter” kann natuerlich kein Englisch, dabei sind wir extra 15 Minuten angestanden.

Ansonsten aber ist Peking, verglichen mit UB, eine gruene Oase. Was da Maenner Flaechen neu bepflanzen und bewaessern – eine regelrechte Armee ist das. Jeden Abend sind wir mutig und suchen nebst bekanntem auch ein exotisches Gericht aus der Speisekarte aus. Schon am ersten Abend kosten wir die bekannte Pekingente, ohne es zu wissen - wir hatten einfach auf das Essen am Nebentisch gezeigt…

Natuerlich mieten wir auch Fahrraeder, denn die Distanzen sind betraechtlich, Busfahren schwierig (an der Reception schreiben sie die gewuenschte Station auf, und wir zeigen dies dem Busfahrer, der je nachdem nickt oder abwinkt) und die Ubahn nicht flaechendeckend. In der Grossstadt sind viele per Rad unterwegs, eine ganze Fahrspur ist fuer sie reserviert. Luxus. Wir muessen unser Rueckfahrt-Ticket besorgen, da im Hotel nur Fluege gebucht werden koennen. Nach zwei Tagen, x Kilometern kreuz und quer durch die ganze Stadt, 11 verschiedenen abgeklapperten Stationen mit fast so vielen falschen Auskuenften und ziemlich strapazierten Nerven halten wir das gewuenschte in der Hand, allerdings fuer Montag statt Samstag. Irkutsk wird somit vom Reiseplan gestrichen.

In UB, ist das denn die Moeglichkeit, regnet es seit 2 Tagen in Stroemen. Gut fuer den Boden, nicht so toll fuer uns. Heute schlagen wir uns die Zeit mit Organisatorischem (ich brauch schon wieder ein Ausreisevisum…), Museum, Gesichtsmassage und Besuch bei Freunden um die Ohren. Abends gibt es ein typisch Schweizerisches Essen, organisiert vom Konsulat. Oepfelchueechli mit Vanillesauce, das kann ich nicht verpassen.

Mein 100ster Eintrag ist mein letzter aus der Mongolei. Ob und wie es weiter geht, kann ich noch nicht sagen. Seid ein wenig flexibel, Leute J. Danke meiner treuen Leserschaft fuer eure Anteilnahme von ferne! Bestimmt werde ich noch vom Rest der Reise und meiner Ankunft im Schweizerlaendle berichten, soviel ist sicher. Ich trete dann im Abendrot und im Mongolenrock daher – Daraa ulzii, bis bald.

PS. Meine Freundin und Reisegefaehrtin alias “Pekinghuhn 1” ist uebrigens ganz beeindruckt ob meiner Mongolischkuenste!!


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Ich bin wieder zu Hause - die Mongolei und die dazu gehörenden Erlebnisse, die grösstenteils in diesem Blog festgehalten sind, gehören zur Kategorie "Erinnerungen". Viel Spass beim Lesen!