Mormonen
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Der Segen kam zurück

Während ich vor einigen Jahren Präsident der Deutschland-Mission München war, hatte ich ein ungewöhnliches glaubensstärkendes Erlebnis. Ich hatte mich, wie ich es regelmäßig tat, mit meinen beiden Assistenten, Bruder Bryce Betteridge und Bruder Gregory Smith, zusammengesetzt. Ich wollte etwas, was ich gesagt hatte, mit Nachdruck hervorheben und nahm dabei Bezug auf ein Erlebnis, das ich zwanzig Jahre zuvor als Missionar in Trenton/New Jersey gehabt hatte. Als der Name dieser Stadt fiel, warf Bruder Smith überrascht ein, daß er in Trenton geboren sei. Er fragte mich, wann ich denn dort auf Mission gewesen wäre. Ich antwortete: „1954”. Da wurde er noch aufgeregter — in diesem Jahr war er nämlich geboren. Ich fragte ihn dann über seine Familie und plötzlich wurde mir klar, daß ich im Leben dieses jungen Mannes eine wichtige Rolle gespielt hatte. Die Einzelheiten fielen mir schnell wieder ein.
Als mein Mitarbeiter und ich berufen wurden, in Trenton bei der Gründung eines Zweiges mitzuwirken, gab es dort noch nicht viele Mitglieder. Der Herr segnete uns jedoch, und wir belehrten und tauften mehrere Familien. Der Zweig begann zu wachsen.
Eines Tages kam eine gewisse Schwester Smith zu uns und bat uns um einen besonderen Segen. Sie war ein Mitglied des Zweiges, und ihr Mann war damals inaktiv. Sie war schwanger, und die Ärzte fürchteten, es könnte bei der Entwicklung und Geburt des Kindes zu Komplikationen kommen. Sie folgte dem Rat des Herrn in den heiligen Schriften, hatte großen Glauben an den Herrn und sein Priestertum und bat daher um Hilfe. Ich trug das Ereignis in mein Missionarstagebuch ein und erinnere mich heute noch an das friedvolle Gefühl, das ich hatte, als ich die Salbung siegelte. Unter dem Einfluß des heiligen Geistes verhieß ich Schwester Smith, daß es zu keinen Komplikationen kommen würde und daß ihr Kind gesund und kräftig zur Welt kommen und dem Herrn dienen würde.
Bald danach wurde ich versetzt, doch werde ich nie vergessen, wie ich Schwester Smith einige Monate darauf bei einer Distriktskonferenz traf. Sie legte mir einen hübschen und gesunden kleinen Jungen in die Arme. Heute noch erinnere ich mich, wie Wärme und Dankbarkeit, demütiger Stolz und die Kraft des Priestertums mein Herz durchfluteten. In mein Tagebuch schrieb ich, daß ich zwar noch nicht wusste, wie man sich als Vater fühlt, daß es jedoch ein ähnliches Gefühl sein mußte wie das, das ich an diesem Tag für den kleinen Jungen der Familie Smith empfunden hatte.
Nach meiner Mission brach die Verbindung zu den Smiths und ihrem Sohn ab. Als ich jedoch mit Bruder Smith und Betteridge in Deutschland im Missionsheim saß, fielen mir jene schönen Ereignisse wieder ein. Konnte das derselbe Junge sein, den ich 21 Jahre zuvor in den Armen gehalten hatte? Ich fragte Bruder Smith, ob ihm seine Mutter je etwas Ungewöhnliches von seiner Geburt erzählt hätte. Seine Antwort bestätigte meine Erwartungen, doch bat ich ihn, seiner Mutter zu schreiben, sie solle ihm Genaueres mitteilen. Zwei Wochen später kam die Antwort. Sie schrieb, daß ein Bruder Kelling, ein Missionar aus Deutschland, ihr tatsächlich einen Segen gegeben habe und daß die Geburt ihres Sohnes infolgedessen normal verlaufen sei.
Ich kann kaum in Worte fassen, was ich dann empfunden habe. Der Herr brachte einem demütigen Diener einen Segen zurück, den er Jahre zuvor jemand anders gegeben hatte. „Laß dein Brot über das Wasser fahren, denn du wirst es finden nach langer Zeit” (Prediger 11:1). Jener junge Mann, dem ich zwanzig Jahre zuvor geholfen hatte, war nun dort in Deutschland und diente an meiner Seite im Weinberg des Herrn und half mir bei meiner heiligen Berufung. Durch die Priestertumsmacht des Herrn war ihm Leben gewährt worden — und mehr als das: Gesundheit, Energie und großer Glaube. All das setzte er ein, um dem Herrn zu dienen.
Meine Seele war von Freude, von Staunen und Dankbarkeit für das Wirken des Herrn erfüllt. Ich hatte nicht gewußt, daß Bruder Smith in Trenton geboren war, als ich ihn zu meinem Assistenten berufen hatte. Ich war für 200 Missionare verantwortlich und wußte natürlich nicht, wo ein jeder geboren war. Ich weiß, daß Bruder Smith aufgrund von Inspiration als mein Assistent berufen worden ist. Es war auch kein Zufall, daß er in die Deutschland-Mission München gesandt wurde. Genausowenig war es ein Zufall, daß in unserer Sitzung New Jersey erwähnt und daß Bruder Smith darauf reagiert hatte.
Und was waren die Folgen von all dem? Bruder Smiths Zeugnis vom Evangelium und von seiner Berufung wurde gestärkt. Mein eigenes Zeugnis von der Macht des Priestertums wurde gestärkt. Ich verspürte im Innersten, wie gut der Vater im Himmel zu uns ist — er hatte einen Diener gnädig und sanft und in großem Maße ermutigt und ihm Gewißheit gegeben, um ihm bei einem überaus schwierigen Auftrag zu helfen.
Hans-Wilhelm Kelling, März 1981

01:14 - 29 March 2008


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Hier veröffentliche ich besondere Erlebnisse von Mormonen aus alten Kirchenzeitschiften
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