Mormonen
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Der Schatten des Todes lag auf ihrem Gesicht

Einige Monate nach unserer Taufe sahen mein Mann und ich uns unerwarteten Problemen gegenüber. Unsere Kinder waren immer unsere größte Sorge. Es verging kaum eine Woche, wo nicht eins von ihnen ins Krankenhaus gebracht werden musste.
Das ging fast zwei Jahre lang so. Alles, was wir als Staatsbeamte in Nigeria verdienten, gaben wir für Arztrechnungen aus. Der finanzielle Druck wurde so groß, dass mein Mann und ich sogar einen Teil unserer Habe verkaufen mussten, damit wir wenigstens etwas zu essen hatten. Ich musste sogar Kleidungsstücke von mir verkaufen. Wir verloren alles, wofür wir gearbeitet hatten. Doch nicht einer Prüfung gelang es, unseren Glauben zu erschüttern. Wir blieben in unserem Zweig aktiv und unseren Bündnissen treu. Und als wir kein Fahrgeld mehr hatten, gingen wir sonntagsmorgens eben zu Fuß zur Kirche.
Dann wurde unsere Tochter Pricilia an einem Dezemberabend des Jahres 1997 krank. Sie hatte hohes Fieber und spuckte Blut. Mein Mann war nicht zur Hause, und ich wusste mir keinen Rat und hatte Angst. Ich konnte sehen, dass der Schatten des Todes auf ihrem Gesicht lag.
Als ich um Hilfe betete, gab der Geist mir ein, ich solle meine Tochter zum Zweigpräsidenten bringen, der allerdings ziemlich weit entfernt wohnte. Irgendwie schaffte ich es, das Mädchen aus unserer Wohnung im zweiten Stock nach unten und auf die Straße zu bringen, indem ich sie auf den Rücken nahm. Es war schon viel zu spät für den Bus; deshalb versuchte ich verzweifelt, ein Taxi zu finden.
Der erste Taxifahrer, der vorbeikam, weigerte sich, uns zu befördern, und sagte zur Begründung: „Ich will keine Leiche in meinem Wagen haben. Doch der zweite Fahrer ließ sich von meinen Bitten erweichen und half uns, obwohl ich kein Geld hatte. Als wir an der Wohnanlage ankamen, wo unser Zweigpräsident wohnte, weigerte sich der Wachmann am Eingang, uns einzulassen. Aber er rief den Zweigpräsidenten an, und dieser kam zum Tor und trug Pricilia in seine Wohnung hinauf. Dort bettete er sie auf das Sofa, legte ihr die Hände auf und gab ihr einen Segen. Ich hörte, wie er einen Seufzer ausstieß und dann innehielt; er sagte Pricilia, es sei noch nicht an der Zeit, dass sie nach Hause ginge, und sie müsse um ihr Leben kämpfen.
Sofort nach dem Segen schlug Pricilia die Augen auf. Wir brachten sie ins Krankenhaus, wo man uns sagte, sie leide an einer schweren Gehirnhautentzündung und könne daran sterben. Die nächsten acht Tage lag sie bewusstlos im Krankenhaus. Die Ärzte glaubten nicht, dass sie überleben würde.
Am Tag, als Pricilia entlassen wurde – gesund und normal –, erklärte mir der Arzt, dass nur sehr wenige Menschen eine solche Krankheit überleben. Und die meisten blieben anschließend behindert. „Pricilia hat großes Glück gehabt”, sagte er. Aber ich wusste, dass ihre Genesung nichts mit Glück zu tun gehabt hatte. Sie war durch die Macht des Priestertums gerettet worden.
Heute ist Pricilia ein gesundes, fröhliches Mädchen. Seit sie aus dem Krankenhaus entlassen wurde, ist sie nicht einen einzigen Tag mehr krank gewesen. Sie ist alles, was sich Eltern nur wünschen können. Darüber hinaus sind die Krankheiten, die unsere Familie in so große Schwierigkeiten gebracht haben, vorüber. Wir haben alle Prüfungen überstanden und sind wahrhaft gesegnet worden.
Victoria Ekong, November 2000

01:22 - 29 March 2008


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