Mormonen
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Sie ging in den Tempel

Guillermina Juarez Martinez wollte in den Tempel gehen, um für sich das Endowment zu empfangen. Sie war vierundzwanzig, ledig und hatte nicht mehr lang zu leben. Guillermina litt an einer fortschreitenden Blutkrankheit, die so selten ist, daß es dafür noch keinen Namen gibt, und deren Opfer normalerweise das achtzehnte Lebensjahr nicht erreichen. Diese junge Frau hatte schon sechs Jahre länger um ihr Leben gekämpft.
„Ich möchte nicht, daß ich sterbe und dann ein Fremder die Tempelarbeit für mich tut. Ich will die Arbeit selbst machen”, sagte sie. Als ihr Pfahlpräsident, Guillermo Torres Villalobos, von ihrem Wunsch, in den Tempel zu gehen, erfuhr, versprach er, ihr einen Tempelschein auszustellen.
Schon die Aussicht, in den Tempel zu gehen, bewirkte eine Besserung. Die Arzte beobachteten ihren Fortschritt und schüttelten ungläubig den Kopf. Sie fanden keine Ursache für die Besserung und wollten sie die Reise zum Tempel nicht antreten lassen.
Der Bus des Pfahles Mexico-City-North sollte in der letzten Woche im Juli 1973 zum Arizona-Tempel abfahren. Guillermina betete weiter und ließ sich von Verwandten die Reisedokumente besorgen. Am Abreisetag lag sie noch immer im Krankenhaus. Entschlossen, diese einzige Gelegenheit nicht zu versäumen, setzte sie noch größeren Glauben auf den Herrn und bat die Arzte noch einmal, sie doch mitfahren zu lassen. Schließlich waren sie bereit, Guillermina auf eigene Verantwortung aus der Klinik zu entlassen. Sie war einverstanden, weigerte sich aber, zu fliegen, wie es die Arzte verlangt hatten - sie wollte zusammen mit den Heiligen reisen.
Hinten im Bus wurde ein Bett aufgestellt. Außerdem nahm sie einen Erste-Hilfe-Koffer und ein Sauerstoffgerät mit. Ein Arzt, eine Krankenschwester und ihre Mutter fuhren mit.
Unterwegs sang und scherzte sie mit den anderen und sah den kleinen Kindern beim Spielen zu. Sie spürte den guten Geist, der herrschte, und war glücklich, daß sie dabei war. Das Ziel, das unerreichbar gewirkt hatte, war nur noch eine Strecke Weges entfernt. Da versagte kurz vor der Grenze der USA bei Nogales die Klimaanlage des Busses. Guillermina wurde immer schwächer, dann setzte ihr Atem aus. Die Frauen begannen zu weinen und beteten, daß sie lang genug leben möge, um noch in den Tempel gehen zu können. Der Arzt stellte fest, daß das Herz noch schwach schlug. Die drei Bischöfe im Bus gaben ihr einen Krankensegen, und plötzlich kam sie wieder zu sich.
Als der Bus Mesa in Arizona erreichte, wurde sie untersucht, und die Ärzte bestanden darauf, daß sie nur eine einzige Session besuchte. Man erwartete, daß sie nicht länger leben würde. Doch die Verwirklichung des Traums, die so unmöglich erschienen war, lag nun in greifbarer Nähe und sollte sich am nächsten Morgen erfüllen.
Als Guillermina, ganz in Weiß gekleidet und mit glühenden Wangen, den Tempel betrat, ging mit ihr eine Veränderung vor. Sie war aufmerksam und hellwach; und jetzt, da sie alle Hindernisse überwunden hatte, konnte sie mit ihrem eigenen ausgezehrten Körper alles tun, was sie nicht von anderen verrichten lassen wollte.
Alle, die der Session beiwohnten, beobachteten sie. Nach der ersten Session war sie zwar erschöpft, aber so glücklich, daß sie bat, auch zur nächsten blei ben zu dürfen. Die Ärzte untersuchten sie wieder und gestatteten ihr zu bleiben. Das wiederholte sich während der nächsten drei Tage nach jeder Session. Sie besuchte insgesamt neun Sessionen und hatte keine einzige ausgelassen.
Alle wunderten sich, daß ihr Gesundheitszustand sich nicht verschlechterte. Anstatt langsam zu sterben, spürte sie neues Leben.
Nach der Heimkehr kehrte Guillermina sofort wie versprochen in das Militärspital zurück. Die Ärzte konnten nicht fassen, was geschehen war. Ihr Zustand hatte sich so sehr gebessert, daß sie nach zwei Tagen entlassen wurde, um zu Hause ein normales Leben zu beginnen.
Gestärkt durch ihre Bündnisse mit dem Herrn, hatte sie genügend Kraft, um eine PV-Klasse zu unterrichten und gemeinsam mit den anderen jungen Frauen an den Aktivitäten der Kirche teilzunehmen. Auch heute noch kann die Krankheit sie jeden Tag das Leben kosten, doch fühlt sie sich bereit zu sterben. Und ihr Glaube an die Weisheit des Herrn und an seine grenzenlose Sorge für seine Kinder ist stärker denn je. -
Mari Vawn Owens , Juni 1985

12:57 - 12 April 2008


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Hier veröffentliche ich besondere Erlebnisse von Mormonen aus alten Kirchenzeitschiften
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