Mormonen
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Ich bin nur deinetwegen hier

Wer war der Fremde? Warum war er hier? Und woher kannte er meinen Namen?

Ich stand vol der Kapelle und wartete darauf, daß die Versannnlung begann. Da trat ein Fremder auf mich zu, sprach mich an und fragte: ,Weißt du eigentlich, warum ich hier bin?"
Diese Frage überraschte mich. Wer ist er bloß? Er kommt mir irgendwie bekannt vor, aber ich weiß genau, daß ich ihn nicht kenne. Und woher soll ich wissen, warum er hier ist? „Nein”, entgegnete ich unbehaglich.
„Ich bin nur deinetwegen hier”, sagte er geradeheraus.
Damit hatte er natürlich meine Aufmerksamkeit geweckt. Er kam mir :war irgendwie bekannt vor, aber ich konnte mich nicht daran erinnern, je mit ihm gesprochen zu haben. Ich hatte keine Ahnung, wer er war, und doch behauptete er, nur meinetwegen in der Kirche zu sein.
Mein Erstaunen muß sich in meinem Gesicht widergespiegelt haben, denn er sagte: „Wir sind im selben Sportseminar am College, und ich habe dich beobachtet.”
Mich beobachtet? Was wollte er denn damit sagen!
„Mir ist sofort aufgefallen, daß du anders bist als die anderen”, fuhr er fort. „Du fluchst nie. Du verlierst nie die Beherrschung. Du rauchst nicht. Du erzählst niemals schmutzige Witze und hörst dir solche Witze auch nicht an. Du beteiligst dich nicht an dem gemeinen Geschwätz. Ich bewundere dich wirklich. Du bist genauso, wie ich gerne wäre. Deshalb habe ich angefangen, mich nach dir zu erkundigen. Man hat mir gesagt, wie du heißt, daß du Mormone bist und daß du hier zur Kirche gehst. Deshalb hin ich hier.”
Ich weiß gar nicht recht, wie ich in Worte fassen soll, was ich in diesem Augenblick empfand. Ich war doch nur darum bemüht, so zu leben, wie ich es gelernt hatte, und wahrscheinlich war mir das noch nicht einmal besonders gut gelungen. Ich bereitete mich zwar auf eine Mission war, aber ich war keineswegs vollkommen. Und er hatte mich beobachtet. Das machte mir angst. Hatte ich etwas getan, weshalb ich mich schämen mußte? Hoffentlich nicht.
Er blieb zur Versammlung. In den darauffolgenden Wochen unterwiesen ihn die Missionare im Evangelium, und er ließ sich taufen. Kurz bevor ich ein Jahr später auf Mission ging, ging er auch auf Mission. Er diente dem Herrn voller Glauben und heiratete nach seiner Rückkehr im Tempel. Heute gehört er zu den glücklichsten und ausgeglichensten Menschen, die ich kenne.
Ich rechne mir seine Bekehrung nicht an, denn ich war ja nur bemüht, nach den Grundsätzen zu leben, in denen ich unterwiesen worden war und die ich für richtig hielt. Im Grund hatte er auch nicht mich beobachtet, sondern diese Grundsätze.
Wenn ich heute die Ermahnung Jesu Christi lese: „So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen” (Matthäus 5:16), dann muß ich immer daran denken, wie einst ein Fremder auf mich zutrat und sagte: „Ich bin nur deinetwegen hier.”
Lawrence HeywoodMai 1996

06:01 - 18 April 2008


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Hier veröffentliche ich besondere Erlebnisse von Mormonen aus alten Kirchenzeitschiften
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