Mormonen
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Betet immer

Präsident David O. McKay hat gesagt: „Zu einem aufrichtigen Gebet gehört, daß man, wenn man um eine Tugend oder eine Segnung bittet, auch alles tut, um die Segnung zu ermöglichen beziehungsweise die Tugend zu entwickeln.”
Mein ganzes Leben lang habe ich den Rat, mich auf das Gebet zu verlassen, höher geschätzt als ro gut wie jeden anderen Rat, den ich erhalten habe. Das Beten ist in meinem Leben sehr wichtig — es ist mein Anker, meine Kraftquelle und die Grundlage meiner Gotteserkenntnis.
Mein Vater hat immer gesagt: „Denk daran: Was auch immer du tust und wo auch immer du bist, du bist nie allein.” Der himmlische Vater ist immer nahe. Wir können die Hand ausstrecken und uns durch das Beten von ihm helfen lassen. Ich habe festgestellt, daß das wahr ist, und ich danke Gott, daß wir die Hand ausstrecken und jene unsichtbare Macht anrühren dürfen, ohne die niemand sein Bestes geben kann.
Als ich 1922 als junger Mann in Nordengland auf Mission war, hatte die Kirche dort mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen. Der Widerstand gegen die Kirche wurde sogar so stark, daß der Missionspräsident uns aufforderte, keine Straßenversammlungen mehr durchzuführen. An manchen Orten durften wir auch nicht mehr von Tür zu Tür gehen.
Mein Mitarbeiter und ich wurden eingeladen, in South Shields in der Abendmahlsversammlung zu sprechen. In der Einladung hieß es: „Wir sind sicher, daß wir das kleine Haus füllen können. Viele Menschen hier glauben die Lügen, die über uns geschrieben werden, nicht. Wir sind sicher, daß wir eine schöne Versammlung haben werden, wenn Sie kommen können.”
Wir nahmen die Einladung an und fasteten und beteten aufrichtig, um zu wissen, was wir sagen sollten. Mein Mitarbeiter hatte sich überlegt, daß er über die ersten Evangeliumsgrundsätze sprechen wollte. Ich hatte viel studiert und mich auf eine Ansprache über den Abfall vom Glauben vorbereitet.
Als wir ankamen, merkten wir, welch ein guter Geist in der Versammlung herrschte. Zuerst sprach mein Mitarbeiter; er hielt eine sehr eindrucksvolle Ansprache. Dann war ich an der Reihe. Ich sprach so frei wie noch nie in meinem ganzen Leben. Als ich mich setzte, fiel mir auf, daß ich den Abfall vom Glauben mit keinem einzigen Wort erwähnt hatte. Statt dessen hatte ich über den Propheten Joseph Smith gesprochen und Zeugnis gegeben, daß er von Gott beauftragt worden war und daß das Buch Mormon die Wahrheit enthält.
Nach der Versammlung kamen mehrere Nichtmitglieder nach vorne und sagten: „Heute abend haben wir das Zeugnis erhalten, daß der Mormonismus wahr ist. Jetzt sind wir bereit, uns taufen zu lassen.”
Das war die Antwort auf unser Fasten und Beten, denn wir hatten ja darum gebetet, daß wir nur das sagen würden, was den Untersuchern zu Herzen ging.
1946 schickte Präsident George Albert Smith mich in das vom Krieg verwüstete Europa, um von Norwegen bis Südafrika Missionen zu gründen und die Verteilung von Wohlfahrtsgütern — Nahrungsmitteln, Kleidung, Bettzeug und anderem zu organisieren.
Wir richteten unseren Hauptsitz in London ein und wollten uns dann mit den Militärbefehlshabern auf dem Kontinent besprechen. Mit zuallererst wollte ich mit dem Befehlshaber der US-Streitkräfte in Europa sprechen. Er war in Frankfurt stationiert.
Als wir in Frankfurt ankamen, suchten mein Mitarbeiter und ich um einen Termin beim General nach. Der dafür zuständige Offizier teilte uns aber mit: „Meine Herren, die nächsten drei Tage gibt es für Sie keine Möglichkeit, mit dem General zu sprechen. Er ist sehr beschäftigt und hat nicht einen Termin mehr frei.”
Ich sagte: „Es ist sehr wichtig, daß wir mit ihm sprechen, und wir können nicht so lange warten. Wir müssen nämlich morgen in Berlin sein.”
Er entgegnete: „Das tut mir sehr leid, aber er hat wirklich keine Zeit.”
Wir verließen das Gebäude, gingen zum Auto, setzten den Hut ab und sprachen gemeinsam ein Gebet. Dann gingen wir in das Gebäude zurück. Diesmal fanden wir einen anderen Offizier vor, der für die Termine zuständig war. Es dauerte noch nicht einmal fünf Minuten, bis wir mit dem General sprechen konnten.
Wir hatten darum gebetet, mit ihm sprechen und sein Innerstes anrühren zu dürfen, weil wir wußten, daß alle Hilfsgüter von welcher Organisation auch immer von der Armee verteilt wurden. Wir aber wollten, wie wir dem General erklärten, unsere Hilfsgüter selbst an unsere Mitglieder verteilen, und zwar auf unsere Weise. Außerdem baten wir um die Erlaubnis, hungernde Kinder speisen zu dürfen. Wir erklärten das Wohlfahrtsprogramm der Kirche und wie es funktioniert.
Schließlich sagte der General: „Meine Herren, bringen Sie Ihre Hilfsgüter zusammen, und wenn es soweit ist, dann werden wir möglicherweise die Bestimmungen ändern.”
Wir antworteten: „Herr General, wir haben unsere Hilfsgüter bereits beisammen. Wenn ich der Ersten Präsidentschaft in Salt Lake City telegraphiere, sind innerhalb von vierundzwanzig Stunden etliche Waggons Hilfsgüter unterwegs nach Deutschland. Wir haben viel& Vorratshäuser, die mit dem Grundbedarf gefüllt sind.”
Da gab der General zu: „Ich habe noch nie von einer Gemeinschaft mit solchem Weitblick gehört.” Sein Innerstes wurde angerührt, so wie wir darum gebetet hatten. Ehe wir sein Büro verließen, hatte er uns die schriftliche Genehmigung erteilt, unsere Hilfsgüter auf unsere Weise an unsere Mitglieder zu verteilen.
Es tut gut zu wissen, daß Gott uns kennt und uns antwortet, wenn wir auf ihn vertrauen und tun, was richtig ist. Wer auf den Allmächtigen vertraut und sich ohne zu zögern demütigt, indem er im Gebet nach Führung von Gott strebt, der braucht sich nicht zu fürchten. Auch wenn sich Verfolgung erhebt und Rückschläge kommen, so können wir doch im Gebet Zuversicht finden, denn Gott wird unserer Seele Zuversicht zusprechen. Dieser Friede, diese Gelassenheit ist die größte Segnung, die uns hier auf der Erde zuteil werden kann.
Präsident Ezra Taft Benson, Juni 1990

01:00 - 6 May 2008


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Hier veröffentliche ich besondere Erlebnisse von Mormonen aus alten Kirchenzeitschiften
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