Mormonen
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Meine Last wurde leicht

Wir haben während des Ersten Weltkriegs in Hamburg gewohnt. Die Lebensmittel waren damals rationiert, und die Stadtbewohner fuhren auf das Land, um bei den Bauern, die noch etwas übrig hatten, Lebensmittel zu kaufen. Als ich vierzehn Jahre alt war, gab meine Mutter mir einmal das Geld für eine Zugfahrkarte und schickte mich aufs Land, wo ich versuchen sollte, etwas zu essen aufzutreiben.
Nach zwei Stunden Zugfahrt kam ich in einem Dorf an, wo ich von Tür zu Tür ging. Ich sprach zwar bei über vierzig Häusern vor, aber niemand verkaufte mir etwas.
Ich war entschlossen, nicht mit leeren Händen nach Hause zu kommen, und beschloß, die viereinhalb Kilometer bis zum nächsten Dorf zu gehen. Der Zug fuhr nämlich nicht dorthin. Nachdem ich eine Dreiviertelstunde gegangen war und unterwegs an allen Häusern gehalten hatte, fand ich einen Bauern, der mir fast einen Zentner Kartoffeln verkaufte. Ich konnte es kaum fassen, da ich höchstens auf etwas Butter oder ein paar Kilo Speck gehofft hatte.
Der Bauer legte mir den Sack quer über die Schultern, und ich ging den Weg zurück, den ich gekommen war. Bald wurde mir bewußt, was ich mir da vorgenommen hatte – die Kartoffeln wogen nämlich mindestens genausoviel wie ich. Wenn ich sie absetzte, um auszuruhen, konnte ich sie mir bestimmt nicht wieder auf die Schultern laden.
Da fiel mir plötzlich ein, was mir meine Mutter über die Schriften und die Macht des Betens beigebracht hatte, und ich mußte an eine Begebenheit im Buch Mormon denken, wo die Nephiten, die sich in lamanitischer Knechtschaft befanden, den Herrn baten, ihnen die Last leichter zu machen. Der Herr hatte ihr Beten erhört, und mir kam jetzt der Gedanke, er könne mir doch auch die Last leichter machen (siehe Mosia 24:15).
Also begann ich zu beten. Unmittelbar darauf hatte ich ein Gefühl, als sei mir die Last von den Schultern genommen worden, und ich konnte den ganzen Weg bis zum Bahnhof mit Leichtigkeit zurücklegen, ohne einmal ausruhen zu müssen.
Am Bahnhof geschah noch ein Wunder. Die Dorfpolizei konnte alle Lebensmittel, die sie bei den Zugreisenden fand, konfiszieren. Viele Leute versteckten ihre Lebensmittel, aber einen Zentnersack Kartoffeln kann man unmöglich verstecken. Als ich in den Zug einstieg, sagte allerdings niemand etwas, und ich brachte die Kartoffeln nach Hause zu meiner Mutter.
Meine Suche nach Lebensmitteln verschaffte meiner Familie die Nahrung, die wir in dieser schwierigen Zeit brauchten, und außerdem hatte ich dabei das unerschütterliche Zeugnis erlangt, daß der Herr unser Beten erhört.
Wie es Horst Schaffs Sandra Damm Birmhall erzählt hat, April 1990
Horst Scharffs gehört zur Gemeinde Grant 8 im Pfahl Salt Lake Grant. Sandra Dawn Brimhall ist auch Mitglied der Gemeinde Grant 8.

02:22 - 19 May 2008


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Hier veröffentliche ich besondere Erlebnisse von Mormonen aus alten Kirchenzeitschiften
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