Mormonen
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Nicht meine Zeit

An einem Nachmittag im April 1989 kam Pahlito, eines der vielen Kinder, die in unserem
Wohnhaus wohnen, zu mir gerannt. Er war von drei dreizehnjährigen Jungen geschlagen und ausgeraubt worden, erzählte er, und er wollte, daß ich ihm half, seine Uhr und seine Kette zurückzubekommen. Als ich auf die Jungen zuging, rannten sie nicht weg, wie sie es sonst taten. Ich bat sie. Pahlitos Uhr und Kette zurückzugeben. Sie ignorierten mich. Dann durchsuchte ich sie, fand aber nichts. Sie waren zornig, weil ich sie durchsucht hatte, und als sie gingen, beschimpften sie mich und drohten mir. Ich nahm ihre Drohungen aber nicht ernst.
Zwei Tage später sagten mir Freunde, daß ein paar junge Männer nach mir gesucht hatten.
Am nächsten Montag kam eine Gruppe von ungefähr fünfundzwanzig jungen Männern auf mich zu. Ich ahnte nicht, was geschehen sollte, bis einer von ihnen vorsprang und mir auf die Nase schlug. Ich versuchte zu fliehen, aber es war zu spät. Ich konnte ihnen unmöglich entkommen. Zuerst schlugen sie mich überallhin, doch dann fingen sie an, mir die Haut mit Glasscherben aufzuritzen. Plötzlich fühlte ich etwas Kaltes an meiner linken Seite. Einer von ihnen hatte mir in der Nähe der Rippen ein Messer in die Seite gestoßen.
Der Angriff endete, als zwei Polizeiwagen kamen, und die Bande rannte fort. Ein Freund half mir aufzustehen, aber da ich viel Blut verloren hatte, war ich sehr schwach und verlor immer wieder das Bewußtsein. Zusätzlich zu
der Stichwunde hatte ich tiefe Wunden am Kopf und am Oberschenkel, und mein Gesicht war schlimm zugerichtet und verschwollen.
Man brachte mich in einem der Polizeiwagen zum Krankenhaus. Die Ärzte dort konnten zwar meine Wunden nähen, mußten mich aber zum Röntgen in ein größeres Krankenhaus schicken, damit etwaige innere Verletzungen festgestellt werden konnten.
Als sich der Arzt die Röntgenaufnahmen ansah, sagte er, ich müsse sofort operiert werden, damit er mögliche Verletzungen der inneren Organe richtig beurteilen und behandeln könne.
Während ich auf die Operation wartete, hat mein Vater darum, ein paar Minuten zu mir zu dürfen. Der Arzt sagte ihm, er müsse sich kurz fassen. Dann legten mir mein Vater und ein anderer Priestertumsträger die Hände auf und gaben mir einen Segen.
Nachdem ich einige Zeit im Operationssaal gewesen war, kam der Arzt heraus und sagte meinem Vater: „Die Stichwunde ist sehr tief, aber die Klinge hat kein lebenswichtiges Organ verletzt. Ich mußte nur die Wunde reinigen. Ich weiß nicht, was Sie getan haben, als Sie Ihrem Sohn die Hände aufgelegt haben, aber was immer es war, es hat funktioniert.”
Ich blieb vier Tage im Krankenhaus und mußte mich dann noch drei Monate lang erholen – wodurch sich meine Missionsberufung hinauszögerte. Doch das Blut, das ich verloren hatte, bildete sich schnell neu, die Wunden heilten und bald konnte ich aufstehen und wieder gehen.
Ich weiß, daß ich nur wegen der Macht des Priestertums und dem Glauben an Jesus Christus heute am Leben bin. Ich weiß, daß der Herr wollte, daß ich da diene, wo ich jetzt hin, nämlich in der Venezuela-Mission Maracaibo. Ich hin dankbar, daß er mein Leben bewahrt hat, so daß ich in seinem Weinberg arbeiten kann.
Carlos José Garcia

10:49 - 26 May 2008


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Hier veröffentliche ich besondere Erlebnisse von Mormonen aus alten Kirchenzeitschiften
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