Church Choir Bäretswil-Bauma - USA Tour 2010 Home | Profile | Archives | Friends
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50 Jahre Landeshymne12 May 2011

50 Jahre Schweizer Landeshymne
Aus Anlass zu diesem Jubiläum tritt der Singkreis mit einer Konzertreihe im November 2011 auf. Gerne laden wir Sie zu folgenden Aufführungen ein:
Samstag, 12. November , 20.00 Uhr Ref. Kirche Bäretswil, Gastredner Ueli Maurer, Bundesrat
Sonntag, 13. November, 17.00 Uhr Berner Münster, Gastredner Adrian Amstutz, Ständerat
Freitag, 18. November, 20.00 Uhr Fraumünster Zürich, Gastredner Dr. h.c. Ernst Sieber, Pfarrer
Sonntag, 20. November, 17.00 Uhr Jesuitenkirche Luzern anlässlich eines Festgottesdienstes, Gastredner Franz Steinegger, a. Nationalrat

Programm: Orgelwerk über Schweizerpsalm, Sololieder, Festansprache, Messe mit dem Schweizer Psalm
Mitwirkende: Singkreis Bäretswil-Bauma, Nadine Appenzeller, Cornelius Glaus, Thomas Leu, Berhard Hettich, Yeon-Jeong Jeong, Erich Hintermann, ad hoc Orchester, unter der Leitung von Markus Stucki  

Veranstalter: Gönnervereinigung Widmer Zwyssig Zürich in Zusammenarbeit mit dem Singkreis Bäretswil-Bauma  

Eintritt frei / Kollekte          

Ausführliche Daten und viel Hintergrundinformationen finden Sie unter: www.schweizerpsalm.ch
Eine CD-Produktion ist geplant.

Unser Konzertflyer finden Sie auf: http://www.schweizerpsalm.ch/download/Konzertflyer.pdf


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Info-Abende17 June 2010

Schon zwei Monate ist's her seid wir Täufergebiete Nordamerikas bereisten. Die Fotos sind bearbeitet und verschiedene Teilnehmer haben Berichte zusamengestellt. Gerne laden wir Euch alle ein, das Erlebte mit uns zu teilen.

In Bäretswil am Mittwoch, 23. Juni 20.00 Uhr im Kirchgemeindehaus Bäretswil

In Bauma am Donnerstag, 1. Juli 20.00 Uhr im Kirchgemeindehaus Bauma

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Zurück in der Schweiz1 May 2010

Die letzte Busfahrt führte von St. Jacobs zum Flughafen Toronto. Dort galt es, unseren Busdriver, Lloyd Kauffman, zu verabschieden. Vor der Abflughalle sangen wir nochmals ein Lied und bedankten uns bei ihm für seine sichere Fahrten und die vielen Dienstleistungen. Da die Flüge nach Newark mit kleineren Flugzeugen durchgeführt werden, hatte der ganze Chor nicht in der gleichen Maschine platz. Die zwei Gruppen flogen in einem Abstand von 40 Minuten hintereinander her. In Newark stand uns für die Wartezeit bis zum Weiterflug nach Zürich ein eigener Gruppenraum zur Verfügung. In der Abflughalle mit den vielen Restaurants und Shops verging die Zeit schnell bis zum erneuten Boarding um 18.00 Uhr. Im Luftraum über Newark und New York herrscht immer ein grosses Gedränge. Der Stau auf der Abflugpiste hielt sich trotzdem in Grenzen, es standen „nur“ 10 Flugzeuge vor uns. Mit einer kleinen Verspätung konnten wir schliesslich gut starten. Nach einem feinen Nachtessen wickelten sich die meisten Passagiere in Wolldecken ein und suchten etwas Schlaf. Nach wenigen Stunden wurde es draussen wieder heller und wir konnten hoch über dem Atlantik einen schönen Sonnenaufgang bewundern. Vor der fast flugplanmässigen Landung in Zürich wurde noch ein kleines Frühstück serviert. Der Flug dauerte knapp 8 Stunden.

 

Bei der Gepäcksausgabe versammelten wir uns nochmals und organisierten ein kurzes „Verabschiedungsprozedere“. Nach den unzähligen, gemeinsamen Erlebnissen und den vielen tiefen Begegnungen fällt der Abschied nicht leicht. Draussen in der Ankunftshalle wurden wir von daheimgebliebenen Chormitgliedern und Angehörigen mit Kuhglocken und einem Willkommenstransparent und Schweizer Schokolade herzlich empfangen.

Wir sind dankbar, dass wir wieder gesund und wohlbehalten nach Hause zurückkehren konnten. Wir danken allen für das Mittragen in der Fürbitte und die vielfältigen Reaktionen und Kommentare. Wir haben uns darüber sehr gefreut.

In allem durften wir Gottes Begleitung und Bewahrung erfahren!

 

Bäretswil, 1. Mai 2010 / PH

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Reiseplan vom 30.4. 30 April 2010

Heute werden wir mit dem Bus um 9 Uhr (Kanadische Zeit) im Hotel abfahren und zum Flughafen Toronto reisen. Hier unsere Flugdaten bis nach Zürich:

alles Flüge mit der Continental Airlines

Toronto ab 13.20 nach Newark Flug Nr. CO 2537, Newark an 15.00

Newark ab 18.35 nach Zürich, Flug Nr. CO 0078, Zürich an 08.40 (am 1.5.)

Auf Wiedersehen in der Schweiz.

St. Jacobs, 30.4. / PH

 

 

 

 

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Zu Besuch bei Amischen 29 April 2010

Neben den Amischen gehen auch verschiedene konservative Gemeinschaften der US-Mennoniten bewusst nicht mit der Technik – oder nutzen ihre Errungenschaften ohne Netzstrom und fossile Treibstoffe. Die Besucher aus der Schweiz staunen über Traditionsbewusstsein, Eigensinn und Erfindergeist. – Puzzlesteinchen der Gegenwelt im Herzen von Ohio, wo 40‘000 Amische und 15‘000 Mennoniten leben:

Unverheiratete Kinder leben bei den Eltern. Der Vater hält morgens eine Kurzandacht. Das Familienoberhaupt sitzt oben am Tisch. Die Frau hält sich im Hintergrund.

                                                                              * * *

Wir tauschen Adressen aus. Er hat keinen Computer – aber kommuniziert per E-Mail. Eine Bekannte, der ein PC erlaubt ist, empfängt für ihn die Nachrichten, druckt sie aus und sendet ihm einen Fax. Er wird nach Europa fliegen, um alte Täuferbücher zu ersteigern; bereits weiss er, wo er im Flugzeug sitzen wird. Er hat keinen Telefonanschluss, aber benutzt ein IPhone. Statt eines Anschlusses am Stromnetz hat er Sonnenkollektoren und einen Windgenerator. Zwei grosse Batterien im Keller laden diverse Geräte auf. Im GPS hat er Adetswil eingegeben; er wisse jetzt, wo wir wohnen, sagt er…

Ein zweites, grosses Windrad gibt ihm Pressluft. In einem Überdruckbehälter gespeichert, treibt sie Näh- und Waschmaschine an. Sein Luxusbuggy mit Schiebetür hat eine Reihe blauer LED-Lämpchen. Der Buggy bietet sozusagen eine Lichtshow, wenn er durch die Gegend fährt.

Unser Gastgeber macht den Switch zwischen Tradition und Moderne, um am Neuen teilzuhaben und zugleich Altes zu bewahren. Irgendwie funktioniert es. Er fährt nicht Auto – aber wir sind immer im Auto unterwegs. Der Handel, den er betreibt, kommt im Geschäft selbst ohne PCs aus; diese stehen in einer Bibliothek.

Gegen eine DVD, die ich ihm schenken wollte, spürte ich etwelchen Widerstand. Ich liess sie versehentlich auf dem Küchentisch liegen. Am folgenden Tag meinte er, er werde sie sich wohl anderswo ansehen.

                                                                              * * *

In der geräumigen Doppelgarage stehen ein Buggy und – ein Rasenmäher. Beim Zmorge sitzen wir mit dem Gastgeber am Tisch. Seine Frau, die exzellentes Brot gebacken hat, sitzt auf dem Sofa im Hintergrund und liest die Bibel, bis wir gefrühstückt haben. 

                                                                              * * *

Nach dem Konzert kommt eine traditionell gekleidete Frau, etwa 1,50 gross, zu mir und sagt: „I han nimme könne stille hocke.“ Sie fragt nach einer CD.

                                                                              * * *

Unsere Gastgeber lernten in der Schule Deutsch. Die Frau will mit uns das ABC und die Zahlen durchsprechen.

                                                                              * * *

Jede Frau näht ihre Kleider selbst. Als Mädchen hat sie es gelernt. Die Uni-Stoffe sind synthetisch; das Bügeln entfällt. Mit wenig Aufwand ist ein neues Kleid zu nähen. Schmuck ziemt sich nicht.

                                                                              * * *

Wir kommen beim Essen auf Familienstrukturen und Eheanbahnung zu sprechen. Laut unserem Gegenüber heiraten die meisten Jungen seiner Gemeinschaft zwischen 18 und 22. Sie nehmen die Partnersuche selbst auf. Doch wenn er merke, dass sich Schwierigkeiten einstellten, nähmen er und seine Frau mit den anderen Eltern Kontakt auf und versuchten sie zu klären. Ein Mädchen schliesst sich der Gemeinde des Mannes an.

                                                                              * * *

Wir hören, dass Amische Weekends für Singles durchführen. Zuerst eine besinnliche Stunde, in der gar nichts geht. Dann können er und sie aufeinander zugehen, nachdem sie einander zugeblinzelt haben. Haben zwei einander gefunden, gehen sie ins Freie und sprechen miteinander, geben sich – wenn es klappt – einen Kuss. Amische müssen relativ schnell zum Partner stehen. Die Paare, die sich das Ja-Wort geben, bleiben lebenslang zusammen. Scheidung gibt es bei den Amischen nicht.

                                                                              * * *

Unser Gastgeber wünscht, wir hätten Zeit gefunden, um seinen Gottesdienst zu besuchen und zu sehen, wie (ehrfürchtig) langsam die Gemeinde singt. Morgens um sechs gibt es Frühstück, damit vor der Abfahrt um sieben noch die Morgenandacht gehalten werden kann. Er liest aus der Bibel vor, erläutert den Abschnitt und lädt zu Bemerkungen ein. Wie ich antworte, merke ich, dass er eigentlich meinen Mann hören möchte. Seine Frau schweigt. Im Gottesdienst wird die Bibel deutsch gelesen; zum besseren Verständnis muss manches englisch erläutert werden. 

                                                                              * * *

Unsere Gastgeber schliessen tagsüber das Haus nicht ab. Da sie, in Höfen verstreut, kein Dorfleben haben, stehen Familie und Gemeinde im Vordergrund. Der Bub hat einen Schulweg von über dreieinhalb Meilen. Sein Freund wohnt auf dem anderen Hügel. Nach acht Jahren endet die Schule.

                                                                              * * *

Wir werden von zwei ledigen Schwestern aufgenommen, die bei den Amischen aufwuchsen. Warum haben sie zu den Mennoniten gewechselt? Die eine meint, ledige amische Frauen hätten es nicht einfach. Sie habe überlegt, wer ihr im Alter den Buggy bereit machen und das Pferd anschirren werde. Das Auto biete Vorteile (und der Gründer ihrer Gemeinschaft, lebte er heute, würde auch Auto fahren…). Es gebe viele ledige Frauen, die ihre Eltern betreuten oder jungen Müttern unter die Arme griffen; unverheiratete Männer verliessen die Gemeinschaft häufiger. Beide Gastgeberinnen haben ein Auto; eine chauffiert Amische herum. Sie sind dankbar fürs amische Erbe: gute Grundsätze, den Arbeitswillen – und glücklich über die Freiheit in der Mennonitengemeinde. 

29. April 2010 / PS

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Tagebuch vom 29.4.29 April 2010

Nach zwei Uebernachtungen bei privaten Gastgebern nächtigte der ganze Chor im Best Western Hotel in St. Jakobs, Kanada. Nach dem Frühstück konnten wir uns während einer guten Stunde auf dem nahen Bauernmarkt umsehen. Vergleichbar mit einem Dorfmarkt in der Schweiz wurden dort allerlei Haushaltsartikel, Kleider, Blumen und Lebensmittel angeboten. Interessiert folgten wir einer Viehauktion. In einer riesigen Halle warteten hunderte von Kühen und Rindern auf deren Versteigerung. Obschon wir diesen Handel gerne länger verfolgt hätten, flüchten wir gerne wieder an die frische Luft…

 

Bereits um 10 Uhr besammelten wir uns wieder beim Bus. Auf dem Programm stand ein abschliessender Ausflug zu den Niagarafällen. Auf der Reise machten wir kurz Halt bei der First Mennonite Church of Ontario. Im alten Friedhof neben der Kirche fanden wir viele Grabsteine von ersten Siedlern aus der Schweiz und Deutschland.

 

Nach einer Fahrt durch den „Greenbelt“ von Kanada mit vielen blühenden Obstbäumen und weiten Gemüse- und Weingärten, trafen wir gegen 14.00 Uhr  bei den Niagarafällen ein. Bei schönstem Wetter und angenehmen Temperaturen konnten wir den freien Nachmittag geniessen. Entlang der aussichtsreichen Promenade mussten wir immer wieder stillstehen und die gewaltigen Wasserfälle bestaunen. Ueber dem grössten Niagarafall spannte sich ein weiter Regenbogen! Einige beobachteten die Szenerie sogar auf einem hohen Aussichtsturm.   

 

Zum Abschluss unserer Reise liessen wir uns mit einem feinen Nachtessen verwöhnen. Vom Restaurant hatten wir einen fantastischen Ausblick über die Fälle, die beim Eindunkeln sogar beleuchten wurden. Erst um 23 Uhr waren wir, müde aber glücklich über den schönen Tag, wieder zurück im Hotel.

St. Jacobs, 29.4.10 / PH

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Tagebuch vom 28. 428 April 2010
Zuerst heisst es Abschied nehmen von unseren Gasteltern. Adressen werden ausgetauscht, die letzten Fotos geschossen. Sie haben uns nach strich und faden verwöhnt.
Im Programm ist eine Amish-Mennonite Countryside-Tour angesagt. Ein erster Halt wird bei einer Sattlerwerkstatt eingelegt. Eine alte Handwerksarbeit. Eindrücklich wird uns gezeigt wie ein “Kummet” mit Stroh gefüllt wird.
Weiter geht es zu einer Amish-Church. Dort treffen wir auf den Bischof der Region. Er gibt uns Auskunft über Aufgaben und Wahl eines Bischofs.
Der Halt bei einem amischen Quilthaus erfreut vor allem die Frauen. Nicht wenige können der grossen Auswahl an wunderschönen Kunstwerken widerstehen. Da die Old Order Mennoniten  kein Telefon im Haus haben dürfen, steht in der Zufahrt ein kleines Telefonhäuschen und damit bleiben sie doch mit der Welt verbunden.
Nach dem Mittagessen beziehen wir unsere Zimmer im letzten Hotel dieser Reise, dem “Best Western”. Wir bereiten uns auf das Abschlusskonzert in Crosshill vor. Einige von uns besuchen noch eine Amish-Schule und sind von der disziplinierten Schülerschar beeindruckt. Sie fühlen sich um 150 Jahre zurückversetzt, wie in einem Bild von Albert Anker. Auch die Ausbildung der Lehrer scheint doch eher mittelalterlich, denn nach 2 Wochen Praktikum und noch mal 2 Wochen Kurs werden sie bereits als solche Anerkannt.
Die kleine Kirche der Mennoniten-Gemeinde ist schon bald gut besetzt und bei Konzertbeginn werden selbst im Foyer Stühle aufgestellt. Markus holt aus Musiker und Sänger die letzten Reserven heraus. Rasch überträgt sich eine Freude auf Alle. Am Schluss waren wir uns einig: Unser Singen und Musizieren kam an! Es gab viel Applaus. Beim Dessert überraschte uns eine 11-köpfige Familie mit einer Gesangseinlage. Ihre Frische,  Spontanität und das Strahlen ihrer Gesichter machte allen Eindruck. Ein schöner Abschluss eines gelungenen Abends.

St. Jacobs / 29.4. JH

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Tagebuch vom 27.427 April 2010
Nach einer guten Nachtruhe bei einer mennonitischen Frau in der Alterssiedlung traf ich die Andern in der Kirche zur Andacht.
Im Mennonite Visitercenter informierten wir uns über die Geschichte der Mennoniten hier in Ontario. Es beschäftigt mich, dass die Geschichte der Wiedertäufer sehr viele Parallelen zu den Juden aufweist: Täufer, die sich in der Nähe von Danzig angesiedelt hatten, arbeiteten hart um die Sümpfe zu entwässern, etwas das sie in Holland gelernt hatten. Später wurden sie wieder vertrieben und verfolgt, obwohl sie dem Land viel gedient hatten.

Wir hatten die einmalige Gelegenheit eine Kirche der Old Order Mennonites zu besuchen. Die einzige Einrichtung waren Holzbänke und Latten mit Hacken für die Hüte, jedoch nur auf der Seite der Männer. Zwei ältere Männer berichteten und beantworteten unsere Fragen. Jung und alt nimmt zusammen am Gottesdienst teil. Die alten Leute dürfen auf Bänken mit Kissen sitzen (Was ich auch gemacht habe, weil die Bänke eisig kalt waren).
Beeindruckt hat mich, dass die Gemeindglieder vor dem Abendmahl, welches zweimal im Jahr gefeiert wird, einander die Füsse waschen.
 
Das Grundmotto heute in den USA lautet: “Yes we can.”
Bei  der Mennonite Central Commity hier, lautet es: ”Together we can!” Aber dies aus einem anderen Grund. Can steht hier nämlich für Büchse. In eingemieteten Räumen werden innerhalb von 4 Tagen 20’000 kg Truthahnfleisch in Büchsen abgefüllt. Diese werden später in Katastrophengebiete gesandt. Freiwillige Mitarbeiter füllen ab und bedienen die Maschinen, welche sich auf einem grossen mobilen Truck befinden. Somit können solche Aktionen an verschiedenen Orten durchgeführt werden. In einer ruhigen Ecke sassen acht Frauen die an einem grossen Quilt arbeiteten. Dieser wird später versteigert um das ganze Projekt mit zu finanzieren. Es war eine Freude diesen Frauen und den Volontären etwas vorzusingen. 

Unsere Gastgeber waren begeistert von unserem Konzert in der St. Jacobs Mennonite Church. Es ist immer wieder etwas Besonders für diese Glaubensgeschwistern zu singen.                       
St. Jacobs, 27.4 /KS
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Tagebuch vom 26.4.26 April 2010
Heute steht uns die grösste Busfahrt unserer Reise bevor. Von Walnut Creek USA geht es nach Ontario/Kanada.
Das Wetter ist regnerisch trüb. Die Stimmung im Bus aufgeweckt. Ich mache es mir gemütlich und habe nun alle Zeit der Welt :

Um Erwins Input über das Einüben in Geduld ( diese werden wir im Laufe des Tages noch gebrauchen können) nachzugehen.
Um meinem Bedürfnis nachzukommen, dem Gott, den wir beinahe permanent loben, auch wieder einmal ein paar unbequeme Fragen stellen zu können.
Um das bisher Geschaute, das Erlebte etwas ordnen zu können. Wie viele Schichten in meinem Gedächtnis muss ich bereits abtragen, nur um Joan Ann ein Feedback über Highlights und evtl. Korrekturmassnahmen über ihre Führung im County of Lancaster geben zu können!
Um mich dem Regen hingeben zu können und das Schweigen zu geniessen oder um dem Gedicht nachgehen zu können, aus welchem mir dauernd die vage Verszeile “ noch 10 Meilen bis Buffalo” im Kopf herumschwirrt. Ja, ich hab’s dann gefunden, das Gedicht: Theodor Fontane: John Maynard. Vermutlich kennen  einige von uns diese Ballade.
Um mich bei der Einfahrt in Buffalo etwas wie in einem Western  fühlen zu können: eher einsame, verwahrloste, leicht heruntergekommene Vorstädte, mir irgendwie nicht unsymphatisch. Die Stadt selbst erscheint mir in guter Qualität.

Aus diesen Tagträumereien wecken uns die Zollbeamten bei der Einfahrt nach Kanada. Alle müssen mit Sack und Pack den Bus verlassen und die ganze Bagage durch die Passkontrolle schleppen. Diese leicht überrissene Massnahme ertragen wir gelassen durch die eingeübte Geduld (sh.oben) und das charmante Lächeln der Zollbeamtinnen. Schon bald ist der ganze Spuk vorbei und wir können alles wieder einladen.
Dabei bricht bei unserem so liebenswürdigen Reiseleiter Peter Hatt erneut eine kleine Spitzbüberei, oder sanfte Neigung zum Militärischen durch. Unvergesslich wie er seinen Zug ( d.h.uns) unerbittlich durch die Wasser von Brooklyn (New York) durchziehen liess. Heute ist es eine kleine Drillübung, mit der er uns in kürzester Zeit in den Bus einschleusen will. Wir schaffen es in drei Minuten. Der Herr Leutnant ist zufrieden. Also kein Nachexerzieren.

Der Himmel wird immer blauer, die Sicht klarer, die Landschaft um Erie- und Ontario-See immer lieblicher und so sind viele überrascht, wir schnell die längste Busfahrt unserer Reise vorüberging.
Wir fahren in St.Jacobs ein. Nach dem 4-Stern Soupper im Restaurant gibt es ein kleines Spiessrutenlaufen durch die Reihen der bereit stehenden Gastgeber. Die einen lässt es an eine Viehschau, die anderen an einen Sklavenmarkt denken. Die Vorstellung davon wird aber rasch durch viel Lachen, Hey-Sagen und anderen Begrüssungsformeln zum Verschwinden gebracht.
Die Gastgeberin von Lilly,Heidi, Ursula und Pius, dem Schreiberling, heisst
Marcia Schanz-Baumann. Sie steckt uns mit ihrer Unkompliziertheit und ihrem Lachen sofort an und  wir verbringen den ersten Abend in Kanada in heiterer Konversation. Deo gratias!
St. Jacobs Canada, 26.April 2010/ PB

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Gedanken eines Teilnehmers 25.4.25 April 2010
Erinnern wir uns noch an das vertraeumte Staedtchen von gestern in West Virginia, das offene Baechlein neben der Hauptstrasse, die spielenden Rotbruestchen (den richtigen Namen habe ich leider nicht gefunden), das Restaurant mit dem Garten und dem Baum mit den kleinen roten Blueten, heute ist Sonntag, 25.April, Geburtstag von Felix Graf,  hier wuerde er Felix Groff heissen, ausgesprochen wie im typischen Zuercher Oberlaenderdialekt ' de Groof'.
Der Sonntagmorgen beginnt, wie in einem  Bilderbuch, Cumulus ziehen ueber die gruenen Fruehlingswiesen, aber auch weite Rasenflaechen, Kettenblumem, Baeume, verstraeute Haeuser und kleinere Siedlungen in dieser leicht huegeligen Landschaft auf etwa 100m ueber Meer hier in Amish Ohio. Der letzte Winter war ausserordentlich streng mit viel Schnee.
Wir fahren vom Carlisle Inn Hotel in Walnut Creek mit dem Car zu unseren zwei Sonntagmorgen Gottesdienst -Teilnahmen. Wir werden jeweils die Peter Roth Messe vortragen. In diesem Land fahren Amische auch Velo wogegen in Lancester das nicht erlaubt ist, weil diese zu schnell sind. Lustigerweise sind dort Trottinets und Rollerblades ueblich.
Zurueck zu den Kirchen.
Wir erlebten sehr lebhafte "oekumenische" Amische und Mennoniten, gemeinsame Gottesdienste in der schoenen Kidron Town Mennonite Church sowie in der Sonnenberg Mennonite Church. Im Zentrum stand immer wieder das Wort "reconsoliation" Versoehnung im Vordergrund. 

Die schreckliche Zwingly Herrschaft gegenueber Taeufern und Wiedertaeufern ist hier noch lange nicht verarbeitet. Am Ende des Gottesdienstes bedankte sich Steve Zuercher bei mir fuer den ergreifenden und schoenen Liedervortrag - seine Tochter lerne begeistert Oboe. Das ist fuer mich auch eine positive Ueberraschung, wie offen und spontan sich die Zuhoerer an uns wenden.
Myrna Groff.
Ihre Vorfahren stammen aus der gleichen Familie wie meine Mutter Lina Egli Graf.
Myrnas neuestes reich illustriertes Buch "The Path to America from Switzerland to USA" wurde von uns mit grosser Freude und Respekt entgegen genommen.

Siesta und Gedankenaustausch im Gastgeberhaus
zusammen mit Myrna Groff. Sie spielte auf dem Konzertfluegel aus dem
alten Liederbuch schoene romantische Lieder.

Fuer Photographen ist es eine Herausforderung gute Bilder von
Buggies, die Pferdekutschen der Amischen, zu machen. Die schwarzen Kutschen fahren lautlos, ein leises Traben der eleganten Pferde ist zu hoeren, flitzen so schnell und lautlos vorbei, dass es ohne gute und schnelle Reaktion ein Gluecksfall ist, das ganze Gefaehrt auf dem Bild zentriert zu haben.
Es regnete heftig waehrend unserem Nachtessen und der Probe in der Walnut Church.

Die neue Kirche gebaut 1992, am Eingang geschmueckt mit Portraets

von den Maertyrer Felix Manz und Gerber steht heute anstelle einer alten kleinen Holzkirche.

Beim Bau wurde speziell auch auf die Akustik geachtet, wirkt sich auch darin aus, dass ein starker Regen hoerbar ist. Die Orgel ist ein Kunstwerk, Vreni Stoessel freute sich riesig darauf zu spielen.
Das Konzert war einmalig in verschiedenen Beziehungen,

die Kirche war bis auf den letzten Platz besetzt,

einige Zuhoerer waren von weit her gereist um das Alphorn zu hoeren.  

Dr.Miller begruesste alle und sprach ein Gebet aus.

Unsere Hingabe im Konzert, die Zuhoerer waren so begeistert und liessen sich am Schluss durch Loyd Kaufmann in einem riesigen 700 Personen starken a Capella Chor fuehren und bedankten sich mit einem ergreifenden Lied  so dass bei manchen die Traenenen flossen. Ich habe schon viele Konzerte erlebt, aber noch selten ein solch starkes Emotion geladenes Publikum erlebt.
Nach vielen Gratulationen und langen Gespraechen  ging es, vielleicht etwa eine Stunde nach dem Konzert, der Saal hat sich geleert, als schaute er traurig den letzten heimkehrenden Zuhoerer nach,

Myrna raeumte ihren Buecherstand und wir fahren sicher zu unserem Gastgeber, spielen als Dank das Haydn Streich Quartett op 42
und behalten diesen schoenen Tag noch lange in Erinnerung.

Walnut Creek, 25.4. WE

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Unterwegs nach Kanada25 April 2010

Nach einem intensiven Sonntag mit Auftritten in 2 verschiedenen Gottesdiensten und einem Abendkonzert mit rund 650 Zuhörern, müssen wir morgen früh schon wieder packen und um 8 Uhr bereit sein für die Weiterreise in Richtung Kanada. Es erwartet uns die längste Tagesetappe über ca. 600 km entlang dem Eriesee nach Buffalo und dann bis Waterloo in Ontario. Die Reiseteilnehmer sind zwar etwas müde, aber überglücklich über die schöne und interessante Zeit und die vielen tiefen Begegnungen.

Da wir bis am Mittwoch, 28. April, bei privaten Logisgebern übernachten werden, ist nicht sichergestellt, dass wir im Internet weitere Blogs erfassen können. So schnell wie möglich werden wir die Berichterstattung jedoch wieder aufnehmen.

Walnut Creek, 25.4. / PH

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Tagebuch vom 24.4.24 April 2010

Auf unserer Reise nach Ohio hatten wir in Grantsville im Staate Maryland übernachtet. Bereits um 8 Uhr konnte unser Busdriver wieder starten. Vor uns lag eine Fahrt in einer hügeligen Landschaft durch das Apachen-Gebirge. Diese Gegend ist recht verlassen, wir sahen einfache und ärmliche Dörfer, heruntergekommene Fabrikgebäude und viele abgelegene, einfache Bauernhöfe. Zum Glück hatten wir einen Lunch eingekauft, denn die einzige Raststätte weit und breit war geschlossen.

Kurz nach Mittag kamen wir im Holmes County in Ohio an. Diese Gegend wird auch mit Swiss County in Ohio bezeichnet. Die Landschaft war wieder lieblich, leicht hügelig mit vielen Bauernhöfen und kleinen Ortschaften. Einen ersten Stopp legten wir bei einem Cyclorama-Museum ein, wo uns die Geschichte der Amischen an einem riesigen Rundgemälde erklärt wurde. Fast alle Reiseteilnehmer stürzten sich anschliessend auf den kleinen Museumsshop, um Souvenirs einzukaufen. Interessant war auch der nächste Halt und der kurze Rundgang durch eine Fabrik, in der Buggys (Pferdewagen der Amischen) hergestellt werden. Doch die Hauptattraktion an diesem Nachmittag war eine Gant der Amischen. Dieser Verkaufs- und Tauschmarkt von allerlei Hausrat und Handwerkerutensilien findet nur 4x jährlich statt und ist wie ein Volksfest aufgezogen.

 

Zum Nachtessen waren wir bei Amischen geladen. Ein Jugendchor unterhielt uns mit ihren Liedern während dem Essen. Spontan holten wir unsere Instrumente aus dem Bus und gaben einige Stücke aus dem Chorrepertoire zum Besten.

 

Ein Grossteil der Chormitglieder wird die nächsten 2 Nächte bei privaten Gastfamilien verbringen, die übrigen logieren in einem Hotel.

Walnut Creek, 24.4. / HE

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Erlebnisse mit dem Alphorn24 April 2010
Erlebnisse mit dem Alphorn von Esther Matzinger

Die Amerikaner nennen das Alphorn Alpenhorn

In Ohio auf einer Farm übte ich vor meinem Auftritt auf einer abgelegenen Wiese. Mein Blick richtete sich direkt auf ein Pferd. Ich genoss die ungeteilte Aufmerksamkeit und sein Blickkontakt. Währen 10 Minuten stand es still, horchte und genoss offenbar meine Töne. Dann frass es friedlich weiter.

Nach dem Gottesdienst in Ohio kam eine Mutter auf mich zu und überreichte mir zwei Zeichnungen von ihrem 4-jährigem Sohn. Er selbst war zu scheu es mir zu geben. Das Alphorn ist darauf sehr gut erkennbar.

Die meisten Leute hier sahen zum ersten mal ein Alphorn. Sie waren beeindruck und begeistert. Fremde Menschen umarmten mich oft spontan nach einem Auftritt.

Sie fragen immer wieder nach der Blastechnik. Das heisst, wie man die verschiedenen Töne erzeugt.

Nach der Frage, wie man sich so ein Alphorn zu Eigen macht , konnte  Phil ihm die Adresse eines Alphornbauers aus der Schweiz geben.
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Der Singkreis vor dem Weissen Haus in Washington DC23 April 2010
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Im Gespräch mit Amischen23 April 2010

Am Mittwoch und Donnerstag sang der Chor auch vor Amischen und Mennoniten, die nicht Auto fahren. Nachher gab‘s viel zu schmunzeln. Die Amischen sprechen noch Pennsylvania Dutch. Erlebnisse in Kürze:

Dass 53 Schweizer über den Atlantik geflogen waren, gab Anlass zur Frage: War denn das Flugzeug gross genug für euch alle?

Viele Fragen drehten sich ums Alphorn: Aus welchem Holz ist das Alphorn gemacht? – Da ich das englische Wort nicht kannte, sagte ich: aus demselben wie der Weihnachtsbaum. Was kostet das Alphorn? – Wir rechneten den Betrag in Dollar um. Dafür könnte er ein Ross oder einen Buggy kaufen, meinte er.

Wir tragen bei Auftritten schwarz. Mädchen mit hübschen Röckchen in kräftigen Farben fragten: Lauft ihr in der Schweiz immer so herum? Dann wollte sie wissen, ob wir auch Hosen tragen. Ich sagte diplomatisch: Im Winter sicher, aber im Sommer trage ich auch einen Jupe.

Eine Frau zu unserem weissen Schal: Ob er darauf hinweise, dass Jesus unsere Sünden abgewaschen habe?

Bevor wir wegfuhren, kam ein Mann mit schwarzem Hut und Bart zu uns und sagte: Am liebsten hätte er, dass man ihn in einen Koffer steckte und er so in die Schweiz mitkommen könnte. (Amischen ist es nicht erlaubt zu fliegen.)

Regelmässig kam die Frage: Habt ihr Kinder – und wie viele? Ich sagte, dass mein Vater mit sieben Brüdern und zwei Schwestern aufwuchs. Die Grossmutter: sechs Kinder, 42 Enkel (ein Mädchen kam beim Schulmassaker von Nickel Mines um) und vier Urenkel. Ein Mann stolz: neun Kinder und 37 Enkel.

Ein Amischer gab mir seine Visitenkarte: Hätte ich einen Buggy, würde er ihn warten und reparieren.

Ich wurde gefragt, was der Kontrabass koste. Wohl über 5000 Franken. Entsetzt meinte er, dafür könne er einen Buggy und ein Ross kaufen…

Grantsville, 23.4., PS


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Tagebuch vom 23.4.22 April 2010

Der achte Tag in der USA

 

Um sechs Uhr klingelt der Wecker und es heisst, sich bereitzumachen zur Weiterreise nach Washington DC. Wir bedanken uns nochmals bei Joanne und Don für ihren unermüdlichen Einsatz und die exzellente Führung während den letzten vier Tagen in Lancaster County.

 

Bei sonnigem Wetter fahren wir pünktlich um 8 Uhr ab. In Gedanken an die ergreifenden Erlebnisse und Begegnungen mit den Amish people verlassen wir diesen wunderschönen Ort.

 

Dani Meier freut sich, im Bus endlich einmal eine kilometerlange Predigt zu halten, was er auch sofort tut. Er erzählt uns über den Besuch Jethros bei Moses (2.Mose 18.23).

 

Später halten wir kurz an, um an einer Raststätte unsere wichtigsten Bedürfnisse zu erledigen, und Hansruedi bringt mit ein paar Uebungen unseren Kreislauf wieder in Schwung.

 

Am Stadtrand von Washington DC erhalten wir Verstärkung. Ein ortskundiger Freund unseres Fahrers kommt an Bord, um uns auf kürzestem Weg zum Regierungsviertel zu lotsen. Er fährt uns ganz in die Nähe des Kapitols. Nach kurzem Picknick starten wir bei strahlendem Sonnenschein in Richtung Monument und von dort in Richtung Weisses Haus. Leider war Michelle Obama nicht beim Jäten im Garten zu sehen - aber dafür eine Gruppe Schweizer aus Bäretswil und Bauma beim Gruppenföteli.

 

Nachher teilen wir uns auf, um verschiedene Sehenswürdigkeiten zu besichtigen. Die einen beeilen sich, um bis zum Lincoln Memorial zu gelangen. Auf dem Weg dorthin befindet sich das eindrückliche Vietnam War Memorial zur Erinnerung an die Gefallenen des Vietnamkrieges. Zu einem Besuch der zahlreichen Museen links und rechts der Mall reicht die Zeit leider nicht. Die anderen geniessen beim Flanieren die wärmenden Sonnenstrahlen und ein Eis.

 

Punktlich um 1430 treffen sich alle wieder beim Bus. Unser Lotse führt uns sicher aus der City und zum Dank schenken wir ihm ein Swiss Army Knife, was ihn besonders freut, da er heute morgen beim Shoppen zwar eines gesehen, es aber nicht gekauft hat. Die Fahrt geht weiter durch den dichten Abendverkehr Richtung Westen in den Staat Maryland hinein. Dank Lloyd Kaufmann’s sicherer Fahrweise fühlen sich alle sicher und geniessen ein kleines Nickerchen.

 

Mit einiger Verspätung erreichen wir glücklich aber etwas müde unser Tagesziel in Grantsville, wo uns ein reichhaltiges Buffet erwartet.

Wir beschliessen den Tag mit drei Liedern aus unserem Repertoire, die wir in der Gaststube vortragen.


Grantsville, 23.4. / YM und UM und AM

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Gedanken eines Reiseteilnehmers22 April 2010

In der langen Morgenbesinnung zeigt uns Peter S. mit den Versen aus Kor. 5,16-21 den Auftrag unsere Reise auf. Mit unserem Dasein und mit unseren Liedern bringen wir Versöhnung - Versöhnung zwischen Gott und uns (wir) durch Jesus Christus und Versöhnung zwischen Menschen unterschiedlicher Prägung.

Versöhnung ist auch das Thema unseres Treffens von heute Vormittag. Die Konferenz der Lancaster-Mennoniten umfasst 170 Gemeinden mit rund 16’000 Mitgliedern. Bei den Amischen ist je 1 Bischof verantwortlich für 2 Gemeinden. Der Bischof bestimmt das alltägliche Leben. Dadurch entstanden verschiedene Prägungen; Kleidervorschriften, sind Velos für Frauen erlaubt oder nur Trottinet und vieles mehr. In engen Gemeinden sind Instrumente verboten. Die Bibel darf nur in alter deutschen Sprache gelesen werden, was die junge Generation nur schwer versteht. Durch all diese Vorschriften, Gesetze wurde eine lebendige Beziehung zu Gott unterdrückt.


Vor einigen Jahren schenkte Gott in Amerika und in der Schweiz ein Verlangen nach Verständigung unserer gemeinsamen Vergangenheit. Mit viel Gebet, Busse und Vergebung und gemeinsamen Treffen entstand hier die Versöhnungsbewegung. Bischof Lloyd Hoover erklärt uns diese Zusammenhänge. Heute darf erlebt werden, dass in vielen Gemeinden ein Aufbruch geschieht. Es entstanden Hauskreise, wo miteinander das Wort Gottes gelesen wird. Leider werden deswegen Menschen aus den alten Gemeinden ausgeschlossen. Zum Abschluss dieses sehr informativen Treffens wird unsere Gruppe zum Abendmahl eingeladen. Nach dieser Feier dürfen wir noch miteinander essen.


Bei der Rückfahrt zum Hotel werden wir bei einem Shopping Center ausgeladen, was von verschiedenen rege benutzt wird. Bald heisst es wieder: umziehen, Konzertbekleidung. Um 19.00 Uhr ist unser Konzert in der Weaverland Mennonite Church, East Earl PA.

 

Smoketown, RD

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Tagebuch vom 22.4.22 April 2010

Nach einem gemütlichen Frühstück ging es um 09.30 Uhr los. “Carpenter Church”, die Heimat von Lloyd Hoover, empfing uns sehr herzlich. Er führte uns in die Versöhnungs-Geschichte ein und liess auch Fragen zu (siehe persönlicher Bericht eines Teilnehners). Ein Abendmahl und ein leichtes Mittagessen rundete den Morgen ab.

Shopping-Gierige wurden am Mittag im Outlet-Shopville ausgeladen und nach einer Stunde wieder abgeholt. Kurze Siesta und Packen füllten schon wieder die freie Zeit. Um 4.00 Uhr fuhren wir in Konzertgarderobe zum nächsten Stop. Auf einem Hof konnten wir beim Melken zusehen oder im Quilt-Shop selbstgemachte Produkte kaufen. Um 17.30 Uhr wurde uns im Gruppenraum der Weaverland Church ein gesunder Znacht mit Suppe und Salat serviert.

Unser Konzert startete pünktlich um 19.00 Uhr und dauerte mit Pause über zwei Stunden. Die Freude an den Liedern zeichnete sich ab in den Gesichtern der Leute und auch in einer Standing Ovation.

Ein Bischof der Mennoniten-Konferenz lud die Besucher (darunter viele Amische und konservative Mennoniten) ein anzuerkennen, dass die Reformierten aus der Schweiz Versöhnung suchen, und dies mit Aufstehen. zu bekunden. Die Zuhörer folgten der Einladung. Wir waren überwältigt.


Angeregte Gespräche folgten, der Adressaustausch oder einfach nur ein:.Thank you very much for this wonderful evening! Müde, aber überglücklich fielen wir um ca. 11.30 Uhr ins Bett.

 

Smoketown, 22.4. JS

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Tagebuch vom 21. 4. 21 April 2010
Am Morgen fuhr ein Teil von uns nach Harrisburg zum Besuch des Capitols. Auf einer Führung lernten wir das imposante Gebäude kennen und beim Betrachten der vielen Wandbilder ließen wir die Geschichte von der Gründung des Staates Pennsylvania durch William Penn an uns vorbeiziehen. Daneben trafen wir Senator Mike Brubaker (aus dem Schweizer Geschlecht Bruppacher) und wir konnten auch kurz eine Sitzung des Senats (entsprechend unserem Kantonsrat) mitverfolgen.

Das Highlight des Tages und für mich persönlich das bisher bewegendste Erlebnis auf dieser Reise war aber das abendliche offene Singen mit Amischen und Mennoniten. Eindrücklich war schon, wie immer mehr Einheimische in den Saal strömten, bis schließlich auch der letzte zusätzlich aufgestellte Stuhl besetzt war. Aus Kleidung und Haartracht zu schliessen waren von den ultrakonservativen Amischen bis zu den liberalen Mennoniten alle Glaubensrichtungen der Wiedertäufer vertreten. Zu Beginn des Abends sassen sich Einheimische und Mitglieder des Singkreises erwartungsvoll und auch etwas kritisch gegenüber, zunehmend wurde aber die Stimmung im Saal gelöster und das Gefühl der Zusammengehörigkeit wuchs zusehends, vor allem beim gemeinsamen Singen von allseits bekannten Liedern. Wir trugen unsere Lieder nicht im Wettstreit gegeneinander vor, sondern, um uns gegenseitig zu beschenken. Wir erfuhren, dass sich an diesem Abend erstmals überhaupt in dieser Region
Amische und Mennoniten zum gemeinsamen Singen zusammenfanden.
Beim Verlassen des Saals ergaben sich viele warmherzige Gespräche zwischen Einheimischen und Chormitgliedern, begünstigt noch, weil die Bewohner der Region auch Pennsylvania-Deutsch sprechen. Noch in der Eingangshalle zog ein Mennonit sein Liederbuch aus der Tasche und stimmte mit uns immer wieder Lieder an, von denen wir wenigstens die Worte und zum Teil auch die Melodie kennen.
 
Smoketown, 21.4. / RM
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Pflügen nach amischer Art im Lancaster County21 April 2010
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