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13 March 2012 - BIHAR UND RAJASTAN


Danke Grossmuetti für den feinen Bröcklichueche!
Ich habe ihn in Pushkar genossen!


Making friends in India

 

 

 

 

Kennst du das Gefühl, nach einem leckeren Essen zufrieden zurück zu lehnen und das leichte Völlegefühl zu geniessen?

Kennst du auch das Gefühl, nach einem leckeren Essen zufrieden zurück zu lehnen, obwohl man viel zu viel gegessen hat? 

Aber kennst du auch das Gefühl, mit einem vollen Bauch vom letzten Essen, vor einem lecker riechenden Buffet zu stehen und anstelle von Appetit eher leichte Übelkeit zu verspüren? So ist es mir zweimal ergangen während den vier Tagen in Patna und Umgebung. Beklagen möchte ich mich aber nicht! Im Gegenteil, ich habe diese Tage sehr genossen. Hunger habe ich kein einziges Mal verspürt während dieser Zeit und auch über zu wenig Aufmerksamkeit konnte ich mich nicht beklagen!

Am 26. Februar wurde ich von Gyan Sing und seinem Neffen in Patna am Bahnhof abgeholt. Gyan ist der Grossvater meiner Aupair-Familie aus England und kommt ursprünglich aus einer Nachbarstadt von Patna (Nähe Varanasi). Da er zurzeit Ferien in seinem Herkunftsland macht, vereinbarten wir ein Treffen und er erklärte sich gerne bereit MIR  SEINE alte Heimatstadt und Umgebung zu zeigen. Schlussendlich lief es aber ebenso darauf hinaus MICH  SEINER Heimatstadt und Umgebung zu zeigen! =)

Meine Anwesenheit (eine weisse Blonde aus der Schweiz) sprach sich schnell herum. In den vier Tagen besuchten wohl so viele Verwandte und Freunde das Haus von Gyans Neffen , wie seit der Beerdigung seines Vaters nicht mehr. Zudem konnten wir uns vor Teeeinladungen fast nicht mehr retten. Gyan verwaltete aber die Teedates gekonnt und so beschränkten wir uns auf etwa 6 Tee pro Tag. Mein Problem war, dass ich nicht wirklich über den Tagesplan Bescheid wusste. Oder besser gesagt, dass sich dieser dauernd wieder änderte. So hatte ich Mühe meine Energie- und Hungerreserven sinnvoll auf den Tag zu verteilen.

Zum Hunger: Als besonders „tricky“ erwies sich die Tatsache, dass zu jedem Tee (mit Milch und Zucker) noch Snacks serviert wurden. Vom Moment, in dem ich mein Zimmer verliess bis ich es wieder betrat, gab es wohl keine vollen zwei Stunden, in denen ich nichts gegessen habe. Samosa, indische Teiggebäcke, Chips und Sweets füllten die Tische. Genauso erstaunt wie ich beim Tauchen über mein Lungenvolumen war, überraschte mich jetzt mein Magenvolumen. Aber wie auch die Lungen hat der Magen ein Limit und dieses war am 2.Abend erreicht. Nach einem kulinarisch angenehmen Morgen, jagte am Nachmittag ein Tee- und Snacktermin den nächsten. Um 18 Uhr war ich bereits so voll, dass ich mich am liebsten ins Bett gelegt hätte, um bis am nächsten Morgen nicht einmal von Essen zu träumen! Aber ich hatte noch ein Abendessen vor mir. Mit etwas mulmigem Gefühl sass ich um 20 Uhr vor 6 Schüsseln Gemüse, Fleisch, Reis und Chapati (Brot), als wir uns plötzlich vom Tisch erheben mussten, um in der Nachbarwohnung noch einen Apérotee zu trinken – mit Snack, versteht sich! Wie ich das (natürlich trotz allem sehr leckere) Essen in meinen Bauch gekriegt bevor ich ein drittes und viertes Mal Nachschöpfen abwehren konnte, weiss ich nicht mehr genau. Auf jeden Fall war ich nach dem Essen völlig geschafft.

Das beste Rezept in Indien gegen vollen Magen: Spät aufstehen und früh zu Bett gehen, wenn möglich. So verkürzt sich die Essenszeit =)
Gute Vorsätze, wie zum Beispiel nur einmal schöpfen, sind nutzlos. Erstens sind die Inderinnen und Inder zu charmant oder beharrlich und zweitens ist das Essen einfach zu gut!

 

 

 

 

Zur Energie: Eines weiss ich jetzt definitiv. Während vier Tagen VIP zu sein ist sehr anstrengend! Überall wo du hinkommst drehen sich die Köpfe nach dir. Sind die Leute genug mutig oder neugierig, wollen sie mit dir sprechen. Sind sie zu schüchtern sprechen sie über dich. Manche Leute tun beides. Eine Hürde zum ungezwungenen Gespräch stellte die Sprachschwierigkeit dar. Einige Verwandte und Freunde sprachen ganz akzeptabel Englisch. Andere beherrschten nur wenige englische Worte. Zur Verständigung anerbot sich demnach die Zeichensprache oder… Hindi.
Sehr zur Freude aller Anwesenden testete ich meine spärlichen Hindikenntnisse.

„Mera nam Susanne hai“ (Ich heisse Susanne)

„Apke nam kia hai?” (Wie heissen Sie?)

“Me Switzerland se.” (Ich bin von Schweiz.)

“Ap gaise hai?” (Wie geht es Ihnen ?)

 

Nie hätte ich mir gedacht mit so wenigen Worten so viel Begeisterung hervorzurufen. Um noch etwas Sympathie zu gewinnen schloss ich an:

„Mujhe India bohut passand.“ (Mir gefällt Indien sehr.)

„Indian khana bohut achcha!“ (Indisches Essen ist sehr gut!)

„Apke ghr bara hai, sundar hai!“ (Sie haben ein schönes grosses Haus!)

 

Usw. Was das Essen betraf, so gehörten folgende Wörter schnell zu meinem Vokabular: „Thora sa, thora sa. (Nur ein wenig), „Bas!“ (genug), „cattam!“ (fertig), „bohut achcha!“ (sehr gut), „Mujhe nehi bhuk laga hai!“ (Ich habe keinen Hunger)

 

Am meisten Freuden hatten sie am Satz: „Me Hindi sikti hum.“ (Ich lerne Hindi)

Doch der Satz hatte seine Tücken. Denn auf ihn folgte immer ein Schwall Hindi-Wörter und Sätze, von welchen ich nicht das Geringste verstand. Als Primarlehrerin und Benutzerin des französischen Lehrmittels „envol“ weiss ich um viele bewährte Strategien eine Fremdsprache zu verstehen. Meine Lieblingsstrategie: „Intelligentes Raten.“ Ich versuchte mein Glück und beantwortete auf Hindi oder Englisch ihre Fragen. Ich weiss nicht, ob mein Raten immer so intelligent war, auf jeden Fall rief es meistens heiteres Lachen hervor!

 

Da schnell allgemein bekannt wurde, dass ich in der Schweiz als Primarlehrerin arbeite, häuften sich auch die Einladungen, Schulen zu Besuchen. Auch dort wurden wir jeweils mit  Tee im Büro der Schulleitung begrüsst, bevor wir einen Rundgang durch die Schulen starteten. Alle empfanden es als grosse Ehre, so hohen Besuch aus Europa zu empfangen. Ich kam mir vor, als wäre ich Vorsitzende des Bildungsdepartements der Schweiz, so VIP-mässig wurde ich empfangen… Ich gab mir Mühe einen guten Eindruck zu hinterlassen =)

 

 

 

 

Die vier Tag waren streng, aber ebenso wertvoll und spannend. Ihre Gastfreundschaft war unglaublich herzlich. In kurzer Zeit habe ich mehr Einblicke in die verschiedene indische Haushalte erhalten, als in den 2 Monaten zuvor. Auch die Eindrücke, welche ich nun in zahlreichen Schulen gewinnen konnte, waren interessant und prägend.

Dank Gyan habe ich vier Tage authentisches Indien erlebt. Unterwegs als eine Freundin, nicht als eine Touristin… ein grosser Unterschied. Barah, Gyans Heimatstadt, Nawada, Ruinen einer Universität für 10‘000 Studenten und Bodgaya, der Erleuchtungsort Buddhas… Egal, immer mit einem ortskundigen, unaufdringlichen, informativem Guide. Danke Gyan!

 

 

 

 

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Rajastan, der Wüstenstaat mit Palästen und farbigen Kleidern

 

 


Hier finde ich nun das Indien, in wessen Fotos ich mich vor einigen Jahren verliebt habe. Trockene, warme, sandfarbene Landschaft mit Frauen in bunten Saris, die in stolzer Haltung Waren auf dem Kopf balancieren. Die Landschaft ist mehrheitlich karg. In mühsamer Arbeit wird Wasser aus tiefen Brunnen an die Oberfläche gebracht, um die Felder zu bewässern.

 

 

 

 

In den Städten sind künstliche, oder halbkünstliche Seen zu finden, die ihre Umgebung zu einer fruchtbaren Oase werden lassen. Märchenhafte Paläste zieren die Strassen. Mächtige Forts überragen die Häuser. Prächtige Handelshäuser und Tempel mit aufwendigen Steinschnitzereien lassen sich bestaunen.

Rajastan ist klar die Gegend mit den meisten ästhetischen Höhepunkten auf meiner ganzen Reise. Jeder Tag bietet neue Überraschungen. Ich komme aus dem Staunen kaum heraus.

Aber anstatt nun drei Seiten lang zu schwärmen, zeige ich euch am besten einige Bilder…

 

 

 

 

 

 



 

 

 

 

 








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Ausserdem geniesse ich beste Gesellschaft. Mit Mami und ihrer Arbeitskollegin Silvia zu reisen ist eine Freude! Wir geniessen neben all den grossartigen landschaftlichen und kulturellen Eindrücken auch leckeres Essen und einzigartig, authentische, z.T. palastartige Hotels. Wieder einmal mehr werden mir die enormen Unterschiede bewusst, wenn ich die jetzigen Unterkünfte mit denen vor einer Woche vergleiche…

 


Indien,…

Land der Unterschiede,

Land der Superlative,

Land der Gerüche,

Land der Farben,

Land der Religionen,

Land der Kühe,

Land der vielen Menschen


 


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"Dieser Blog ist fr jene gedacht, die aus der Ferne an meiner Reise teilhaben wollen und nicht warten knnen, bis ich ihnen persnlich davon erzhle... enjoy!" Su*

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