Tilia's Desaster

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Selbstdisziplin und eine nie endende Krise

01:14, 16 February 2020 .. 0 comments .. Link


Wo stehst du?

04:17, 29 December 2017 .. 0 comments .. Link
Neben mir? Hinter mir? Vor mir? Unter mir? Über mir? Für mich? Wo stehst du? Kleiner Geist so flüchtig und so schnell. Du streifst mich, umhüllst mich und verschwindest immer dann, wenn ich dich greifen will. Ich will dich halten, sei bei mir, sichere mich. Doch wie flüchtiges Gas entweichst du jedem meiner Griffe. Wo stehst du? Wo ist dein Platz? Hältst du mich oder halt ich dich? Wer beschützt mich, wenn nicht du? Du willst mich aber nicht alles. Du willst mich aber nicht zuviel davon. Du willst mich aber fein dosiert. Du willst nicht dass ich dich zu sehr will. Der dunkle Nebel der Traurigkeit verdrängt deine Flüchtigkeit. Immer wieder wird mein Herz unendlich schwer, weil dein Platz immer wieder frei ist. Wie flüchtiges Gas schwebst du durch die Strassen. Trägst deine vielen Lächeln zu all den Menschen. Manchmal bleibt eins für mich übrig. Dann bestreust du deinen Platz mit Glitzer aber selten setzt du dich. Auf der Tribüne meiner Seele sitz ich oft alleine. Schau dem Spiel zu, geniesse ein Theater oder weine bei Dramen. Selten bist du da und weinst mit mir. Setzt sich jemand anders hin, bin ich allein. Ich seh alleine aus, ich sehe traurig aus, ich seh hilflos aus und jeder sieht, dass ich alleine bin. Ich habe keine Markung, ich trage kein Zeichen. Nie wolltest du mir dein Symbol anheften, nie wolltest du mich zu deinem machen. Du siehst so alleine aus. Du hast mich oft beschwichtigt, das ist alles wertlos, du brauchst das nicht. Symbole sind wertlos, es zählt nur was ist. Keiner muss es wissen. Ich habe dir geglaubt und doch immer gefühlt nicht dein zu sein. Wo gehörst du hin? Ich bin alleine. Wo stehst du? Neben mir, nimmst meine Hand, los begleite mich. Ich beschütze, begleite und hefte mich an Fersen. Verliere bald den Anschluss. Du gehörst nicht dazu, du bist alleine. Wessen Symbol trägst du? Ich besitze keines, keines wurde mir verliehen. Kein Schatz den es zu bewahren gilt. Keine Kostbarkeit nur für mich. Kein Zeichen für dich und kein Zeichen für andere. Oft beschwichtigst du mich. Es braucht keine solchen Zeichen, keine Symbole, keine Namen. Wer sein Glück in die Welt schreit ist unangebracht. Ich will nicht dass andere wissen dass du glücklich bist. Ich lass mich nicht bezaubern, ich brauche keine Symbole, keine Verbundenheit. Ich lass wissen wen ich will. Schwarzer feuchter Nebel löscht meine Tränen aus. Hier der Abgrund, lass meine Hand los, du bist frei, niemand besitzt dich. Niemandem gehörst du, du bist alleine. Niemand trägt deinen Namen, niemand brennt sich dein Lied ins Herz. Niemand hört das klingen deiner Stimme. Niemand träg deine Liebe. Es soll sichtbar nicht sein, es soll verborgen bleiben, das kleine Etwas, dass da ist. Du gibst mir das Gefühl wertlos für aussen zu sein. Du willst nicht mein sein, ich darf nicht dein sein. Niemandem zeigst du wer wir sind. Wie eine flüchtige Liebelei wie eine Vergänglichkeit. Stehst du für mich? Für mich ein? Kämpfst du für mich? Bin ich es wert dein zu sein? Was tief ins Herz geht kannst du nicht einfach entfernen oder kürzen. Nie darf jemand deine Liebe zu mir sehen. Wie ein verstossenes Kind, wie ein räudiger Hund, immer wieder suche ich nach der Liebe die mir zeigt du gehörst zu mir, mit allem was du bist, du hast und wirst sein.

Flatterzeugs

09:29, 25 September 2017 .. 0 comments .. Link
Sie sitzen da, unschuldig doch berechnend. Kleine Fühler wackeln im Wind, die Flügel zitternd angespannt. Sie warten auf den Startschuss, das Signal. Sie schwärmen aus, zu tausenden. Ein buntes Meer aus Sommervögeln, ein vibrierendes Gemälde. Ein Farbenspiel im Wind. Leises Surren unterbricht die tosende Stille. Die Stille, die so tief in mir sich ausbreitet wie eine Feuerwalze. Sie brennt mein Herz nieder, lässt es rauchend und schmerzend zurück. Die Wanderung hoch in die Berge bringt mir Atem. Blühendes Bumenmeer und tiefe Seen locken mit ihren Frühlingsgaben. Im klaren Bergsee springen die Forellen nach den Mücken. Die unendliche Friedlichkeit lässt mich erschauern. Die Ängste in mir ringen mit der tödlichen Stille. Sommervogelwolke umhüllt mich und nimmt mir die Sicht. So klar so weit der Berg und ich bin blind. Meine Augen brennen, sie weinen, die Feuerwalze erhebt sich in mir. Sie treibt die Kehle hoch, ihr folgt der Urschrei aller Ängste. Brennende Flammen schiessen aus mir, Gebrüll aus meiner Seele treibt die Ängste in die Berge, in die Wolke der zitternden Flügel. Ich lass mich treiben nicht wissend wohin die Reise geht. Der Schmerz brennt in jeder Faser meines Körpers. Ich winde mich, ich weine, ich geniesse das Surren der bunten Begleiter. Ich sehne die Betäubung herbei und verachte mich dafür. Die Reise ist gestartet ohne Ziel und ohne Karte. Ohne Kompass ohne Schuhe. Meine nackten Beine streichen zart über weiches Gras und den Fliederflaum. Ich lasse mich tragen und wünschte doch ich könnte selber gehen. Ein Flüstern wie ein Geisterkuss streift mein Ohr, meine Gedanken explodieren und ich höre zu. Ich kann die Worte nicht verstehen, ich kann die Bilder nicht sehn. Blind und taub treibe ich dahin und lass mich tragen von der Wolke Sanftheit. So sanft so weich so brutal. Ein kleiner Kohlehaufe in mir glüht, wo ist mein Herz, was ist geschehen? Die Feuerwalze hat mir mein Herz genommen. Bittere Tränen der Enttäusch und Wut suchen ihren Weg, über meine blassen Wangen. Rinnen über meinen Körper, benetzen meine Knospen und tropfen von meinem Scham. Ausgeliefert schwebe ich dahin, vermisse meine Schuhe und den festen Weg. All die Farben überfordern meine Augen und bohren sich in mein Herz, das nur mehr ein kleiner Haufen verkohlter Gefühle ist. Jemand hat Bilder gemalt und die surrenden Fühler weisen mir den Weg zur Galerie. Sanft setzen sie mich ab und ich spüre Federn unter meinen Füssen. Die ersten Schritte hoch am Gipfel rauben mir den Atem. "Bilder sagen mehr als tausend Worte" haucht der Geisterkuss an meinem Ohr vorbei. "Schau hin, schau genau, nie wieder wirst du sehn was nun auf dich wartet". Voller Wut schlagen meine Arme in die Wolke, Fäuste ballen sich und teilen das Meer der Sommervögel. Ein langer Weg wird sichtbar und die Wolke stiebt kreischend auseinander. Meine Füssen suchen Halt und Sicherheit, doch da sind nur spitze Steine und alte Scherben. Blut quillt zwischen meinen Zehen und lässt mich erstarren. "Nur weiter nur weiter sonst wirst du nie mehr heiter" säuselt der Geisterhauch. Stolz keimt im Aschehaufen, doch die Ängste prügeln ihn nieder. Schritt für Schritt hinterlasse ich eine blutige Spur und nähere mich dem ersten Gemälde. Seidige Stoffe enthüllen das Wunder. Weiche zarte Gestalten offenbaren sich. Liebe strahlt aus jeder Farbe aus jedem Pinselstrich. Ich wundere mich, ich wende mich ab. Hinter mir tiefe Schluchten und hartes Geröll. Schwarze Kluften und spitze Krater. Erschrocken such ich den Kontakt zum Bild hinter mir. "Seelenspieglein Seelenspieglein an der Wand, wer ist die Verlorenste im ganzen Land". Hände strecken sich mir entgegen, die Leinwand bricht auf und Fluten von Farben ergiessen sich über das Geröll und stürzen tosend ins unsichtbare Tal. Ich geh zu Boden, kniend vor dem mit Brokat wunderbar bestickten Rahmen, doch er ist leer. Das Bild ist fort. Verzweifelt und traurig ob der Vergänglichkeit der Schönheit raffe ich mich auf und setze meinen Weg fort. Getrocknetes Blut zeigt die Zeit an und zitternden Fusses nähere ich mich dem nächsten Bild. Hoch über mir lauert die Sommervogelwolke, beinahe hämisch wartet sie auf mein Versagen. Majestätisch erhebt sich eine Skulptur mitten im Weg. Ich bin müde und ich lege mich hin, in all die Scherben und schmerzenden Steine. Mir fehlt der Atem und die Kraft. Aufblickend zum Antlitz der überaus prächtigen Gestalt ringe ich nach Luft. Ist das meine Bestimmung? Meine Aufgabe, mein Labyrinth? Aus feinstem Marmor fein geschliffen. Jede Kante ist entfernt. Meine Hände berühren kalten fliessenden Stein. Da willst du hin? Da willst du sein? Tiefe schwere Sehnsucht senkt sich auf mich nieder. So unverkennbar schön so grazil so kalt ragt die Figur über mir. Verlangen verbannt die Sehnsucht. Ich will besitzen, doch meinen Händen entgleitet der makellose Stein. Tränen der Wut versuch ich in mir einzuschliessen. Nach draussen dringt nur der Schrei nach Liebe. Nun lieg ich da und weiss nichts mit mir anzufangen. Die Flattervögel haben längst die Flucht ergriffen, sie lassen mich allein zurück am hohen Gipfel der Selbsterkenntnis und die Geister der Zukunft und der Vergangenheit lachen leise in ihren Verstecken. Einsamkeit ergreift alles was ich noch habe und zerrt mich in die Tiefe. Ich kämpfe doch ich bin alleine. Verlassen von allem was mir jemals Stütze war. Erkennend blicke ich nach oben: "sollst du meine Kraft und meine Stütze sein?" es ist so kalt so ohne Halt, wie soll ich mich da sichern. Alles stürzt auf mich herein, lässt mich sitzen, ganz allein. Was war was wird was kommt was gibt......nur den Wasserfällen der Farben kann ich mich hinzugesellen. Bittere Tränen des Versagens des Wissens um all die tragischen Geschichten, salzige Tränen der Erkenntnis und der Einsamkeit mischen sich in die Wut der Hilflosigkeit und des Ausgeliefertsein. Du bist, du bist, es schreit jede Faser in mir. Du weisst und du weisst und trotzdem lieferst du dich aus? Du wirst deinen Preis bezahlen und dein Leiden endet jetzt.

Die Macht im Schaft

04:34, 17 May 2017 .. 0 comments .. Link
Manchmal triffts dich mitten ins Herz, mitten in die Seele, tief bohrt sich der Schmerz in deine Eingeweide. Kein Ausweichen, kein Vorhersehen, kein Abschwchen, nur warten bis das Brennen nachlsst. Wie ein brennender Pfeil aus dem Hinterhalt, abgeschossen ohne Absicht oder schlicht fehlgeleitet. Unbekannter Schmerz lsst dich erschauern. Getroffen zu Boden gesunken. Unglubig den Pfeil angestarrt. Mit schmerzverzerrtem Gesicht einen stummen Schrei in den Orbit geschickt. Schockiert und im blanken Entsetzen hilflos auf dem Rcken gelegen. Die Waffe steil gen Himmel. Mhsam aufgerappelt und den Schmerz ertragen. Mit einem Ruck den Pfeil aus der Wunde gezogen. Blut trnkt meine Kleidung, den Boden, Mutter Erde. Geschrien und geweint, gefragt warum. Warum trifft es mich? Warum tragen Worte diese Macht im Schaft? Ich suche meinen Schatten. Oft beschtzt er mich, steht vor mich, zieht die Mauer hoch. Die Bume grau und bedrohlich in der Dmmerung. Der Pfeil liegt achtlos zur Seite geworfen am Fusse der grossen Eiche. Seine Macht schwindet, der Schmerz schwindet, der Schock bleibt. Ich suche meinen Schatten, warum lsst er mich im Stich? Wo bleibt die Mauer die alle Pfeile zurck schmettert? Wer hat mich entmachtet? Wer stiehlt meinen Schutz? Weinend sinke ich zu Boden, krieche tastend ber die Nadeln und Dornen. Wo ist mein Schatten? Die Sonne steht tief und blendet mich. Weisse Punkte tanzen in der Luft und ich ringe nach Atem. Hilflos und machtlos lieg ich hier und kann nicht fassen, dass mich Worte so niederstrecken. Dass es so schmerzt und das Elend aus mir strmt. Bche trnken meine Wangen und halb blind kralle ich mich an den Stamm der grossen Eiche. Ziehe mich hoch. Ich muss meinen Schatten finden, meinen Verteidigungswall wieder errichten und meinen Weg weitergehen. Ich zieh mich aus, schreie es in die Nacht, lass alles fallen und schau an mir hinab. Es ist nicht ntig dabei zu denken, es ist nicht ntig dabei zu weinen, es ist nicht ntig dabei zu lachen. Es ist weil es ist. Stolz kriecht in mir hoch. Es ist nicht ntig dabei zu weinen. Ich bin schn. Den Pfeil in der Hand. Ich zerbrech ihn mit beiden Hnden und werf ihn achtlos zur Seite. Stirb Waffe. Du bist keine Waffe mehr, du bist nur noch ein Bruchteil. Du kannst mich nicht mehr verletzen. Kein Schmerz wird je wieder von dir ausgehn. Ich zieh mich an. Ich bin schn. Mein Schatten kriecht hinter der Eiche hervor und heftet sich an meine Ferse. Ich schtze mich.

Panta rei

10:20, 1 April 2017 .. 0 comments .. Link
Fliessend zu meinen Fssen ein Gemlde. Ein Schleier aus Ruhe, absoluter Stille senkt sich, umhllt mich, bettet sich dem Gemlde schmeichelnd zur Seite. Jugendliche Kraft fllt den Raum. Ich halte die Zeit an. Schau mich um. Alles steht, nichts bewegt, zeitlos, atemlos. Jung, unschuldiges Blut, kein Verderben, reines Weiss, madonnengleich im Fluss der Zeit. Ich berhre es, ich atme es, ich besitze es. Reinste Schnheit, wallende Seide, alles ist leicht und schwerelos. Nur das Atmen fllt mir schwer. Schwarze Vgel umkreisen die Sonne. Damoklesschwerter lauern hinter der Seide, bereit sie zu durchtrenne, alles Schne zu vernichten, den Fluss zu stauen und alles zu berschwemmen. Das hhnische Gelchter meiner Dmonen strt die Ruhe, klingt in meinen Ohren. Schweigt! Alles fliesst. Der Fluss von heute wird niemals mehr derselbe sein. Seine Khle umspielt meine brennenden Hnde. Sanfte Berhrung reinsten Wassers. Klar und rein wscht die Schuld, die Hitze ab. Einem Knstler gleich erfasst mein Auge alle Linien, alle Farben, die Weichheit und Verletzlichkeit.

Momente...

12:44, 24 December 2012 .. 0 comments .. Link
Es ist so als kriechte ich durch den Morast, durch die Wirrniss all der vergangenen Jahre, so als erschlagen mich all die alten Sünden, Fehler und Gewohnheiten. Kein Durchkommen und das Atmen fällt schwer. Meine Hirnwindungen dunkel und nicht funktionsfähig weil kurzgeschlossen. Die Suche nach den eigenen Fehlern und der Meteoritenschauer der aus fremder Hand über einem niedergeht. Man testet sich selber und versagt kläglich. Das tiefe Meer des Selbstmitleides streckt gütig die helfende Hand entgegen, nicht mal die zu ergreifen ist man in der Lage. Der Morast hält mich gefangen und lässt mich nicht los. Die dunkeln Engel kreisen hoch am Himmel und lassen die Sterne bersten und mit lautem Knall auf mich niedergehn. Ich seh mich um und erkenne mit Entsetzen, dass ich das einzige Ziel der Himmelswesen bin. Verzweifelt versuch ich davon zu kriechen doch die Dornen der zornigen Büsche halten mich fest, zerren an meiner Haut und ich höre ihr leises Lachen. "Steh auf" schrei ich mir immer wieder zu doch meine Beine wollen mich nicht tragen. "entfliehe diesem Ort" kreischt es tief in mir. Davon zu kriechen ist der einzige Ausweg. Ich will versuchen das alles besser zu machen, den Morast mit Sand aufzufüllen, ihn trocken legen. Es ist mein tiefstes Inneres, nur ich kann es trocken legen und verhindern, dass die Dornenbüsche genährt werden und weiter wachsen. Nur ich bin fähig die Erkenntniss anzuwenden und eine Oase aus dem Sumpf zu bauen.

DU und ICH gegen den Rest der Welt

11:05, 14 August 2012 .. 0 comments .. Link
Einst dachte ich Konfuzius Worte seien für dich bestimmt. Doch es war mein Auftrag: Was du liebst lasse ziehn, kehrt es zu dir zurück gehört es dir für immer. Ich hab dich ziehn lassen und mein Herz ist in tausend Scherben zersprungen. Gewartet hab ich tagelang, gelitten hab ich tausend Tode und dann, just in dem Moment als ich mein Herz wieder hinter Mauern einschliessen wollte, bist du zu mir zurückgekehrt. Du hast mir ein Zeichen geschickt wie Gotham City Batman ruft. Du hast die Rüstung der Liebe angezogen, mich an der Hand genommen und bist mit mir in den Krieg gezogen. Mein Krieger ist zurückgekehrt. Stärker und strahlender denn je. Ängste perlen ab wie reines Tauwasser und lassen neue Pflanzen wachsen in unserem Paradies. Gemeinsam haben wir den Gipfel entklommen, die Schleusen geöffnet und die Wasser talwärts geschickt. Gemeinsam steigen wir nun ins Tal. Deine und meine alte Welt ist untergegangen, ein neues Paradies schaffen wir nun. Stein um Stein räumen wir Hand in Hand aus dem Weg. Wir zertrümmern die grossen Felsen der Anfeindung, der Angst und der Unsicherheit. Aus den Trümmern bauen wir uns ein neues Heim. Ein tiefes Urvertrauen hat eine unzerstörbare Kette von meiner Seele zu deiner Seele gewoben. Wir sind eins, wir sind zusammen, untrennbar für immer. Unsere Liebe ist unsere Rüstung. Ohne Waffen sind wir in den Krieg gezogen. Wir gehen Hand in Hand über das Schlachtfeld und versuchen uns um die Verwundeten zu kümmern. Ein schier endloser Berg von Felsen türmt sich vor uns auf, aber unermüdlich bezwingen wir einen um den andern. Schlagen sie klein und bauen an unserem Haus. Meine Liebe zu dir ist so unermesslich gross. Mein Herz liegt offen und blutend vor dir. Schützend schliesst du deine Arme um mich und heilst alle Wunden. Deine Liebe ist so aufrichtig und grossartig. So hell und weich. Wenn ich weine trocknest du meine Tränen, selbst dann wenn du sie nicht mal siehst. Wenn ich kraftlos am Boden liege reichst du mir deine Hand, du trägst mich auf Händen. Ich bin müde, sehr müde, doch jeden Tag aufs Neue steigt eine Kraft aus unseren Herzen die uns weit in den Himmel katapultiert.
Ich liebe dich so sehr, ich folge dir wohin du auch gehst. Nie mehr will ich auch nur eine Sekunde ohne dich sein. Selbst wenn ich dich nicht fühlen, sehen oder riechen kann, selbst dann will ich tief mit dir verbunden sein.
Du und ich Geliebter, gegen den Rest der Welt wenn es sein muss. Wir kämpfen um Frieden, Zuversicht und Geduld. Wir kämpfen um Verständnis, Toleranz und Akzeptanz. Aber wir kämpfen nicht mehr um unsere Liebe. Denn unsere Liebe ist, bleibt und wird für immer sein. Du bist das grösste Glück auf Erden was mir je zuteil werden konnte. Nie wieder lass ich dich ziehn. NIE WIEDER.

Lebensmarathon....

11:32, 7 May 2012 .. 0 comments .. Link
Es knallt und ich laufe los. Laufe wie von Hunden gehetzt. Laufe um mein Leben. Mein Atem keucht, meine Lunge brennt. Das Feuer breitet sich aus in mir. Ich laufe weiter. Jage im Zick-Zack über die Felder, wie ein Kaninchen dass seinem Jäger entkommen will. Mein Herz feuert das Blut im Staccato in meine Adern. Meine Hände jagen durch die Luft, zerschneiden sie mit Peitschenschlägen. Meine Augen flattern und ich bin kurz vor der Ohnmacht. Nein, renn weiter, schneller, höher, du hast keine Zeit still zu stehen, du hast keine Zeit in Schlaf zu fallen. Du kannst jetzt nicht entkommen indem du die Augen schliesst. Es ist kein Ziel bekannt und auch kein Ziel in Sicht. Ich hetze weiter. Hände greifen nach mir, versuchen mich zu fangen. Niemand hält mich auf, niemand stellt sich mir in den Weg, ich atme Luft ein, spucke Feuer aus. Ich brenne mir den Weg frei. Wie ein ausgewachsener Feuersturm rase ich übers Land. Ich wüte und zerstöre alles was mir die Freiheit nehmen will. Die Schmerzen steigen ins Unermessliche, ich fühle nichts. Bin betäubt. Renne weiter. Meine Haare ziehen kometenhaft einen Schweif hinter mir her. Funken fliegen. Ich steigere mein Tempo und rase ohne Kontrolle. Wieder knallt es, ich stehe still. Da stehst du, du hast mich gestoppt. Deine Aura schimmert voller Liebe. Dein Blick löscht das Feuer. Ich atme schnell, du bist ganz ruhig. Ich brauche einen Moment. Will in dir lesen. Was teilst du mir mit? Soll ich weiterlaufen, soll ich bei dir bleiben.........ich setze mich hin und warte bis ich verstehe.

Talfahrt

06:26, 25 April 2012 .. 0 comments .. Link
Hoch im Gebirge, tief im Schnee, dem Himmel ganz nah steht die grosse Schleuse. Riesig, sie wächst endlos in den Himmel, silbern beperlt ihre Tore. Kein Vibrieren, kein Erschüttern, es ist vollkommen still. Gespenstische Ruhe vor den riesigen Toren. Kalte schwere Schlösser aus dunklem Metall, aus einem Guss gefertigt, keine Naht, schwer und rund, sie verschliessen die Tore, verstecken die Hölle. Wir stehen davor, schaudern. Eiskalte Angst legt sich in meinen Nacken. Ich vergrabe mich in deinen Armen. Lass mich nicht los, halt mich fest. Der Wind zerrt an uns, doch deine Kraft hält uns aufrecht. Du hältst den Schlüssel in der Hand. Klein und zart liegt er in deiner Hand. Deine Seele schaut mich an. Dein Blick erzählt mir eine Geschichte, deine Geschichte. Ich höre zu. Sekunden werden zu Jahre. Ewig liegt die Zeit zurück. Sie löst sich auf im Nebel der Nacht. Ich atme nicht, denn du bist mein Leben. Hypnotisch umschlingt dein Blick mich, lässt mich tief in Trance fallen. Du erzählst mir die Geschichte vom verlorenen Kind. Ich sehe die Bilder, sie kommen und gehen, verschwommen und scharf. Sie laufen vorüber und bleiben stehn, sie kommen und gehn und ich kann sie sehn. Du hälst mich fest, so fest, kein Atem hat mehr Raum in mir. Ich sterbe, du hauchst mir sanft wieder Leben ein. Du liebst mich und du hasst mich. Deine Leidenschaft brennt alles rundherum nieder. Alles wird schwarz um uns herum, verkohlt, zerstört. Du legst mich in Ketten und führst mich. Du umschlingst mich mit deinem ganzen Sein. Und dann öffnest du die Tore. Unendlich lange öffnen sie sich langsam. Kein Ton dringt nach aussen. Ein tiefes Grollen nähert sich aus weiter Ferne. Und dann geht alles ganz schnell. Riesige Massen donnern in Richtung Tal. Zerstören restlos alles das sich ihnen in den Weg stellt. Unaufhaltsam schiebt sich der Strom vorwärst. Wir halten uns. Noch stehen wir da und blicken uns zätlich an. Beide wollten wir das, beide haben wir alles in Kauf genommen. Beide wissen wir was wir anrichten. Eine alte Welt nähert sich der Zerstörung. Wir wissen nicht was geschieht. Du hältst den Schlüssel noch immer in der Hand, doch niemals mehr kannst du diese Schleusen schliessen. Du hast die Büchse der Pandorra geöffnet und alles Leid und Verderben auf die Menschheit losgelassen. Du hast deine Welt und meine Welt zerstört und ich habe dich nicht daran gehindert. Ich klammere mich an dich. Wir hören die Orkane brausen und die Stürme toben, aber hier oben ist es ganz still. Noch immer ist es eisig kalt, noch immer ist alles schwarz um uns herum. Ein kleiner Schmetterling setzt sich auf deine Schulter. Du betrachtest ihn liebevoll, ein Zeichen?  Er fliegt davon so als woller er sagen: halte das Gute und Schöne, es fliegt so rasch davon. Er flattert im eisigen Wind. Kleine Wassertropfen gefrieren auf seinen Flügeln. Sein Flug wird schwerfällig und unkontrolliert. Der kleine Sommervogel stürzt ab. Ich weine, ich weine um den Kleinen, ich weine um die fehlende Sicherheit, ich weine um uns, ich weine um mich selber. So wie die Massen ins Tal stürzen, fliesst das salzige Seelenblut über mein Gesicht. Du hältst mein Gesicht in deinen Händen, du fühlst meine tiefe Trauer, du hältst mich fest und kannst mir die Bürde doch nicht abnehmen. Du bist mir nah und doch so weit weg. Du hältst mich fest und lässt mich doch immer wieder los. Du trägst mich und lässt mich doch immer wieder fallen. Hier oben sind wir zusammen aber die Gegend ist unwirtlich, es ist eisig, es ist dunkel und alles ist verbrannt. Wir können hier nie lange bleiben und kommen doch immer wieder zurück. Manchmal durchfährt mich die Angst wie ein Stromschlag und ich ringe nach Luft. Es ist unmöglich sich richtig zu entscheiden. Die Täler sind überflutet, wir stiegen wieder ab. Du baust mir ein Floss. Wie Schiffbrüche suchen wir den Weg in unsere Welt, die es nicht mehr gibt. Nach Hause, das Zuhause das es nicht mehr gibt. Ich suche Schutz bei dir. Wir weinen gemeinsam um unsere verlorene Welt und schütten die Tränen ins Meer. Lach mich an, Tränen der Trauer werden zu Tränen der Freude. Bleib bei mir, sei mein Herz, schlag für mich. Du öffnest deine Hand und lässt den Schlüssel auf den Grund der tiefen Wasser sinken. Nie wieder können die Tore verschlossen werden, nie wieder können die Täler erneut geflutet werden. Wir haben eine neue Welt geschaffen, wir werden Land bauen. Gib mir dein Herz ich pflanze es in fruchtbaren Boden. Unser Lachen steigt zum Himmel und verglüht bei den Sternen. Sie werden ewig sein.

Tanz im Mondlicht

11:07, 22 April 2012 .. 0 comments .. Link
Sanft wiege ich mich zur Musik. Musik in meinem Kopf. Sie spielt immer wieder Dich. Sie spielt deine Melodie, sie schlägt deinen Takt. Sie fährt in meine Beine und bewegt mich, sie fährt direkt in mein Herz und lässt es springen, sie legt sich auf mein Gesicht, lässt mich erblinden, lässt mich verstummen. Sie spielt leise unsere Melodie immer und immer wieder. Sie wird lauter, erschreckt mich, fährt durch Mark und Bein. Sie schreit, brüllt, tobt und wird wieder sanft und flüstert in mein Ohr. Dein Melodie, deine Stimme ganz nah an meinem Ohr wispert direkt in mein Herz, fliesst über meinen Körper, kühlt meine Haut. Schauer einer sanften Frühlingsnacht, kalt Bise lässt mich erzittern. Mondlicht sucht sich den Weg zwischen den Wolken und erhellt die Nacht. Ich tanze immer noch, atme tief, fülle mich mit dem rauhen Duft der dunklen Nacht. Atme Mondlicht, es rinnt silbern durch mich hindurch. Fliesst in jede Pore und lässt mich schimmern. Deine starken Arme umfangen mich, halten mich fest, wiegen mich und führen mich im Rhytmus. Unsere Melodie schwebt durch die Nacht, umfängt uns in einer Wolke aus kühlem Nebel. Dicht hinter mir flüsterst du in mein Ohr wie sehr du mich begehrst. Sagst all die Dinge die mich erschauern lassen. Die Melodie trägt deine Worte ins Innerste meines Herzens, ich lausche angestrengt, will kein Wort, keine Silbe verpassen, verankere alles tief in mir, bewahre es, will es nie vergessen. Ein Flieger steigt auf, entschwindet in den Wolken. Nimm uns mit seufze ich sehnsüchtig, nimm uns mit und bring uns nie wieder zurück. Nimm uns mit, lass uns fliegen um die ganze Welt, bis ans Ende. Am Ende der Welt baust du mir ein Haus, ein Haus hoch in den Wipfeln. Wiegen in den Blättern riesiger Bäume, dem Horizont so nah, dem Himmel so nah.
Nein, geh noch nicht, bleib bei mir, verlass mich nicht. Es ist schon so spät, flüsterst du, sie warten auf mich. Nein, bleib hier, lass mich nicht allein. Du sagst wie sehr du mich liebst. Deine Lippen streichen über mein Gesicht. Du gehst. Mein Herz weint, stirbt tausend Tode, stockt, bleibt stehen, schläg wie wild. Meine Hände zittern, greifen ins Leere, du bist nicht mehr da. Wirr suchen meine Augen deinen Blick, da ist Nichts, du bist weg. Entsetzen breitet sich in mir aus, kriecht in meine Adern, lähmt mich. Dann klingt sie leis an mein Ohr, die Melodie. Die Melodie ist noch da. Ich klammere mich an ihr fest, lass mich davontragen. Sink in einen tiefen Schlaf. Nur du kannst mich aufwecken, nur bei dir bin ich wach.

100%

09:50, 1 April 2012 .. 0 comments .. Link
Du musst da sein, da sein zu 100%. Dein ganzer Körper, deine ganze Seele und dein ganzer Geist müssen da sein. Jede Faser von dir muss sich dehnen, entfalten und 100% dabei sein. Du musst, denn nichts ist schlimmer als einen Teil von dir nicht daran teilhaben zu lassen. Jede Minute, jede Sekunde ist ganzheitlich zu kosten, zu spüren, tief in jede Faser fliessen zu lassen. Schleicht sich auch nur der kleinste Feind in deine Hirnwindungen und setzt sich fest, ist die Explosion nicht wirksam und ohne Kraft. Die grosse Schale mit all den Versuchungen lockt dich. Du naschst, du kostest und du schmeckst. Du testest deine Sinne. Alle schmecken sie verschieden. Sie benebeln dich und lassen dich abheben. Aber du wirst auch fallen. Je höher du schwebst desto tiefer und härter wird dein Fall sein. Deshalb berausche dich nicht an einem Cocktail. Tritt einen Schritt zurück und besinne dich auf das was du willst und was du kannst. Du kannst nicht dein Herz entzweien, du kannst nicht deinen Körper in Stücke schneide und du kannst nicht deine Gedanken spalten. Höre auf dein Herz, lass es zu dir sprechen und höre gut zu. Deute die Zeichen und handle richtig. Fühle deinen Körper und lese die Zeichen, deute sie richtig, deute sie gut. Kriech in deinen Geist und durchforste ihn. Du hast es begonnen und du kannst es beenden. Deine Kriegerarmee steht dir zur Verfügung. Lass sie nicht kämpfen. Lass sie ruhn, lass sie Kräfte sammeln. Reflektiere gut deine eigenen Kräfte und Fähigkeiten. Sei Weise und Nutze deinen Verstand. Lass die Krieger von Zeit zu Zeit in den Kampf ziehn, lass die Zeit für dich arbeiten und dehne sie aus. Raum und Zeit sind verfügbar und zu deinen Diensten. Du hast die Macht sie zu lenken und sie deiner Armee zu Gunsten sein lassen. Was krank und unfähig ist musst du aussortieren. Der Platz in deinem Innersten ist beschränkt. Du kannst Tor und Tür nicht für jeden öffnen. Der Wunsch ist der Vater des Gedanken aber bist nicht in der Lage dir diese Wünsche zu erfüllen. Öffne dein Herz und öffne es weit, jedoch bedenke dass nur für einen Krieger in voller Ausrüstung Platz ist. Weitere können Habseligkeiten deponieren du bist befähigt Leihgaben zu nutzen wie es dir beliebt. Ebenso kannst du sie lagern und sie unangetastet zurückgeben. Beherbergen kannst du nur den einen und so folge deiner eignen Stimme und lass ihn hinein. Du hast dich selber entfesselt, hast die Ketten gesprengt, so achte nun gut auf deine Kräfte und zerstöre und verletze nicht. Sei gewaltig wie ein Wüstensturm im Sand und sanft wie eine Meeresbrise. Wie der Mond in jener Nacht hell durch die Wolken schien, die kühle Luft die erhitze Haut sanft beruhigte. Wie ein Lachen dir aus tiefster Seele ist entsprungen und wie das Keuchen deiner Kehle entrinnt, so weisst du genau, ihm gehört der Platz und deine Seele.

Der Ring

10:31, 27 March 2012 .. 0 comments .. Link
Schreiende Massen, schrille Geräusche und erdigen Sand. Wirbelstürme sie tosen an allen Seiten vorbei. Ich tänzle und ball meine Fäuste ich bin bereit, es komme was will. Ich dreh mich im Kreis, verschwommene Bilder, kann nicht erkennen was mir entgegen tritt. Der Ring ist gross, Meilen so scheint es mir. Ich dreh mich weiter langsam im Kreis, versuch zu achten was um mich geschieht. Ich blinzle noch einmal, ich kann einfach nichts sehn. Und dann aus dem Nichts, die Explosion. Ich krache zu Boden, schluck Staub und ringe nach Luft. Mitten in mich hinein gekracht mit riesiger Wucht. Will aufstehn, mich wehren, realisieren, Bilder formieren, was hier grad geschieht. Die Zeit reicht nicht aus, schon reissts mich erneut hernieder. Von hinten gestreift mit Klingen so scharf. Ein Teil von mir fällt ab, der Staub färbt sich rot. Dunkle Rinnsale breiten sich sternförmig aus. Ich nutz meine Händ, wills halten und wehr mich mit all meiner Kraft. Sie schwindet schon jetzt, die Angreifer noch nicht mal erkannt. Ich krieche zur Seite. Wie eine Katze zum Angriff bereit. Ich fahr meine Krallen tief in das Fleisch. Hör durch den Sturm die Schreie des Feindes. Eine kleine Gasse und nun soll ich fliehn? Kampflos ergeben was mühsam erwirkt? Ich muss mich nur wehren, es kommt über mich. Wallende Wogen von tosendem  Zorn, steigen  hoch in mir. Ich öffne den Mund, die Lippen so blaut, kein Wort kann ich sagen, der Sturm quillt aus mir heraus. Er presst den Sandsturm zu Boden, lässt die Erde erzittern. Schweigt still ihr alle, wie klares Silber es hallt. Die Erde erzittert nochmals und dann wird es kalt. Eiskristalle überziehen den Platz, es klirrt und es rasselt und dann wird es still. Erstarrt zu Säulen gar glänzend von Eis, stehn sie da. Kein Laut mehr nach aussen dringt. Tröstliche Stille den Platz hier umringt. Ich atme tief und steh wieder auf, ich bin die Eiskönigin, ich hab die Macht mir gehört dieses Land. Mein Ring meine Regeln nur ich kann geben was zu nehmen ihr wünscht.

Der Rosengarten

11:19, 26 March 2012 .. 0 comments .. Link
Sie blühen die Knospen ich muss sie sehen. Will weiter und tiefer als je zuvor gehen. Der Garten er wartet, mein ist er ganz allein. Nur ich kann ihn sehen nur ich ihn betreten. Komm mit ich führ dich dahin, vielleicht kannst du blind es erstasten was ich sehe und spür. Ersteige die erste Stufe, weiss der Marmor und kalt mein Fuss ihn berührt. Sanft gleitet in meinen Schoss eine Welle. Strom schiesst in die Wangen, die Fingerspitzen erglühn. Ich öffne die Tür, so klein und zart, zu meinem Rosengarten. Tretet ein in den Duft der Rosen. Feucht glänzen die Blätter im Morgentau. Hoch hinauf die Zweige sich ranken eng umschlingend die Dornen sich an meinen Körper drängen. Tiefdunkle Karmintropfen regnen einen Pfad der Lust auf meinem Weg ins Innere der Blumenhölle. Ein dichter Wolkenteppich leg sich auf mein Gesicht. Ich schwebe tiefer, den Brunnen so nah. Leise verteilt sich der warme lustvolle Schmerz in meinen Gliedern, strömt aus und fliesst zurück in mein innerstes Ich, die Mitte von Allem. Aller Atem entweicht und gierend hastig trinke ich am Brunnen, lass es in mich strömen klar und warm und aus mir fliessen. Keuchend nach Odem ringend, herbe Kost gierig leckend, funkelnde Sternen vor meinen Augen. Ich tauche tief, halte den Atem und lasse mich treiben. Öffne die Augen und schaukle in warmen Wellen langsam nach oben. Lass mein Zentrum explodieren und mich in tausend Stücke reissen. Kehr zu mir zurück und gleite hinab. Der Schmerz rast über mich hinweg, gekrümmt im tiefen Grün ich winde mich. Der Hauch eines Kriegers legt sich auf mein Gesicht, flüchtig der Geschmack seiner Klinge auf meinen Zähnen, im Gaumen, die Zunge sie brennt. Schwankend und taumelnd ich richte mich auf. Die Sonne entschwindet am Horizont. Keuchend ringen um des Lebens Hauch erblick ich die Sterne. Mit meinen Händen zeichne ich Bahnen, die Sterne sie folgen ihr. Strecke mich aus und fasse dem Lichte entgegen. Lass tanzen die Schatten auf meiner nackten Haut. Weiss glänzend und nass fühl ich mich eins dem Mond, so nah. Setz mich nieder, will schlafen. So müde und hungrig ich bin. Ein Zittern ich sinke dahin. Entschlummere sanft. Klopf an meine Träume, wo bist du mein Freund so reich mir die Hand. Ein Hauch entschwindet, weg ist das Bild. Ein Lächeln huscht über mein Gesicht, ich komme wieder bestimmt. Schliesse die Tür, der Traum, leis hinter mir zu und seufze tief. Die kleine Hure in mir sie lacht garstig und laut, der kleine Teufel schüttelt sich selber grinsend die Hand, der Engel entreisst sich sein Herz, schneidets in Stücke und packt sie in Seide ein. Deponiert ein kleines Stück unten im hohlen Baum. Lässt es hier und lächelt leist, die kleine Träne verstohlen versteckt, hat keiner gesehen, beschützt und behütet. Krieger gib acht. Frohen Mutes, schnelle Schritte, den Garten verlassend und singend geh ich meinen Weg. Tust du es richtig so sei nun verdammt. Der Fluch fährt hernieder, du wusstest um diesen Preis. Bezahl ihn so gerne, geniesse den Schmerz. Ich seh diese Fragen, die Antwort bleibt leer. Ich lass sie vorüberschreiten mach Platz der Prozession. Schau auf meine Füsse, sie tragen mich noch und weiter, fort und weg.

Ankommen heisst Stillstand......

01:01, 13 March 2012 .. 0 comments .. Link
wie oft wünscht man sich Ziele, wünscht sich da anzukommen. Und immer wieder wird einem schmerzlich bewusst, dass der Weg das Ziel ist. Manchmal sind es süsse Schmerzen, manchmal höllische. Man sucht nach dem Ziel, ist auf dem Weg und wünscht sich anzukommen. Ist man angekommen wird man unruhig, rastlos, denn Ankommen heisst Stillstand. Ich kann nie stillstehen. Getrieben von einem ungebändigten Motor. Getrieben zu tun wonach mir ist, getrieben zu lieben und zu hassen wonach mir ist. Zu leben im hier und jetzt, genau zu diesem Augenblick und keine Sekunde an die Zukunft zu verschwenden ist nicht immer einfach. Der Mensch ist für sein begrenztes Leben gemacht und das Schlimme ist, dass er erkannt hat, dass es begrenzt ist. Ich im speziellen mag keine Grenzen. Alles ist bei mir uferlos, grenzenlos und niemals endend. Starke Gefühle brauchen eine extreme Umgebung. Mein Körper sagt: mach Pause, pass auf, gib acht, trag Sorge um dich. Mein Geist sagt: flieg, flieg so weit du kannst, hör niemals auf, geh immer weiter. Sei unsterblich! Gehorchen fällt mir schwer, Akzeptanz fällt mir schwer, ich bin ein Kind der Extreme, das nie den Weg schnurgerade gehen kann. Ich dreh mich im Kreis, will alles erhaschen, will sehen wie die Farben um mich tanzen. Ich greife danach, will alles schmecken, riechen und verkosten. Ich ess mich satt, meine Augen brennen. Der Kreis wird immer grösser, ein Karusell, ich jauchze, mir wird übel. Hör nicht auf, dreh weiter. Stopp, mein Magen entleert sich. Nüchtern und still sitz ich am Rande. Bleich, strähnig, meine Augen brennen. Eine kleine Träne stiehlt sich über mein Gesicht. Wer ist hier? Wer wischt sie weg? Nein mein Freund, lass mich weinen, es reinigt die Seele. Tief in mir zerbricht eine kleine Glaskugel. Sie hat mein Herz beschützt. In tausend Teile, es klirrt, ein helles leises Geräusch. Wer beschützt jetzt mein Herz? Wer bläst sanft eine neue Glaskugel und lässt es schweben? Und schon nimmt jemand meine Hand, zerrt mich weg, lässt mich atemlos rennen. Immer weiter und weiter. Die Hügel überquert, ins Land der tausend Flüsse. Lass meine Hand nicht los mein Freund. Zeig mir alles, lass mich leben. Hauch mir Odem ein und lass mich flüsternd zugrunde gehn. Lass mich wie Phoenix aus der Asche hoch empor entschweben, lass mich viele kleine Tode sterben, lass mich auferstehen und lass mich nie mehr los. Du atmest, leise sanft für mich. Ich muss wieder mich im Kreise drehn, darf nichts verpassen, muss alles sehen. Meine Augen brennen.

Zeit vergeht.........

08:36, 21 February 2012 .. 1 comments .. Link

.......unheimlich schnell!! ein kleiner Eintrag jemand ganz grossem gewidmet. Der kleinen Blume die sich mitten in mein Leben gestohlen hat.
Nun sitz ich also hier, beinahe ein Jahr später. Was hat sich getan? Nun eine ganze Menge. Ich habe mich verändert. Extrem verändert. Ich bin gewachsen, bin grösser geworden, habe neue Einsichten und Ansichten gewonnen. Wie jedes Jahr aufs Neue.
Ich geh wieder zur Schule, mein Hirn wird genährt, gemästet. Es darf niemals aufhören. Dieser Wissensdurst darf niemals vergehen. Ich existiere nur weil ich denke. Cogito ergo sum, wie wahr. Ich will sie alle lesen und verstehen, die alten Philosophen. Ich will durch ihre Augen in die Welt blicken. Ich will die Welt sehen, früher wie heute. Alles sehen, es darf niemals aufhören. Dieser Strom aus Wissen der auch meine dunkelsten Winkel durchströmt, mich betört auch den äussersten Ästen wandeln lässt, mich Grate erklimmen lässt und mich wohlig in die tiefsten Täler sinken lässt.
In diesem Labyrinth des Wissens, der Erkenntnis leuchtet eine kleine Blume. Einsam steht sie da, zwischen all den riesigen Trümmern der falschen Ansichten, zwischen den Klüften der einsamen Einsichten. Sie leuchtet, rot, rot wie der Blutmond. Ich will sie nicht pflücken, will sie nicht zerstören. Es ängstigt mich. Es fordert mich heraus. Es lässt mich zögern. Was soll ich tun? Eigentlich kenn ich meinen Weg, ich kenne die Täler und will sie alle durchschreiten, alle Gipfel will ich erklimmen, doch diese kleine Blume versperrt mir den Weg.
Ich empfinde was, tief in mir, da geschehen unheimliche Dinge, fürchterliche Dinge. Die Seele teilt sich, wird selbständig. Das will ich nicht. Ich wehre mich. Düfte betören mich, mein Blick wird zum Tunnel und Rauschzustände treten ein.

Wie soll man damit umgehen? Wie soll man sich dem verschliessen können? Will ich das? Will ich es so? Will ich es überhaupt? Ich muss atmen, tief. 30 Jahre sind schon vergangen, ich atme immer noch. Es kommt die Zeit ohne Atmen. Ich will die Zeit nicht verschwenden, nicht wegwerfen, sie nutzen, mehr und immer mehr. Jede Minute Atem ist kostbar. Keine Rücksicht auf Verluste? Nur ich selber kann ich selber sein, nur ich kann entscheiden, nur ich kann gehen oder stehenbleiben. Mich umdrehen, zurückschauen, vorwärtschauen, rennen. Schneller und schneller. Ich muss keine Entscheidung treffen, ich kann einfach sein. Sein, mich treiben lassen vom hier und jetzt. Nicht warten, nicht zögern, nicht streben nach dem Unmöglichen. Einfach sein, geschehen lassen, war sein ist gewesesen. Wohin führt der Weg? Dieser Weg? Ich nehm die Blume mit, trag sie fest an meiner Seite, lass mich von Rausch in die Höhe tragen. Musik trägt mich, laut und immer lauter. Irgendwann stürz ich ab, das weiss ich, es ist egal. Die Zeit ohne Atem ist nicht mehr so fern, ich muss nutzen was ich kann. Ich muss gehen wohin mich mein Zustand trägt. Tränen vor Freude, Tränen der Trauer, sind sie nicht alle aus demselben Salz? Ist nicht dieses Salz die Würze des Lebens? Wer nicht weinen kann der fühlt nicht. Das Leben ist hektisch? Ja ich bitte darum. Keine Minute will ich verpassen. Mein Geist sprüht über, Funken des Zorns, Funken der Liebe, Funken der ganz grossen Geühle, Funken der Wut und so viele Funken Lebensfreude.

Können wir denn die Zukunft kennen? Können wir denn mit der Vergangenheit hadern? Es ist beides Zeitverschwendung. Nur das hier und jetzt existiert wirklich und ist zugleich Vergangenheit und Zukunft. Ich lebe nun, lebe tief und intensiv, lebe in einem fürchterlichen Zustand unsäglichen Extremismus. Nur die Extreme lässt spüren was geschieht, was geschehen ist und soeben geschehen wird. Wie ein tiefer, langer und kraftvoller Sexualakt bäumt sich das Leben in mir auf. Jede Faser meines Körpers will es spüren, das Leben, die Explosion.

Danke kleine Blume für Explosionen in meinem Kopf die mich die Sterne greifen lassen.

 



Das Gottteilchen oder die Suche nach dem Sinn des Lebens

09:53, 1 March 2011 .. 2 comments .. Link
Cern und seine Physiker suche danach, nach dem Gottteilchen. Die Theologen und Sektierer suchen danach, nach dem Gottteilchen. Das Teilchen das sie Gott nenne werden sie nicht finden, es sei denn, Energie sei Gott genannt.
Warum hetzen alle nach dem Sinn des Lebens? Warum kann nicht akzeptiert werden dass es schlicht nur so ist wies gerade ist? Theologen sagen, Evolution ist unsinnig, und wenn, dann müsste es einen Grund geben warum sich die ganze Entwicklung auf den Menschen zu bewegt. Die Insekten sagen übrigens dasselbe. Mich beeindrucken vorallem die Pseudotheologen oder auch feige Atheisten von mir genannt. Diejenigen, welche immer soweit der Wissenschaft glauben, als sie Erklärungen bringt und alles was noch kommt mit Gott erklären. Ist es tatsächlich die Angst vor dem Tod, die den Menschen zur Religion bringt? Trost, Hoffnung, Glaube? Meine Katzen leben auch ganz gut ohne. Ich stell mir vor: vor 10'000 Jahren, Eiszeit, eisige Kälte, knappes Nahrungsangebot, den Tod täglich vor Augen, mühselige Jagd, tödliche Geburten, eine Gemeinschaft versucht zu überleben. Was liegt näher als den Frieden in der Gruppe durch Rituale zu bewahren. Wie geht man mit dem Verlust von Mitgliedern um? Man beerdigt sie, Rituale entstehen, Rituale verbinden. Ängste sind allgegenwärtig. Der Mensch ist sich seiner bewusst, er ist sich des Todes bewusst, er hat Angst davor. Viele Dinge erfasst er, sieht er, aber begreift er nicht, also wird das Unbekannte nach und nach mit religiöser Erklärung gefüllt. Es entstehen verschiedene Mythen, irgendwann beginnen die Mythen sich zu bekriegen. Es kann ja nur ein Mythos richtig sein. Schliesslich begründet sich auf dem eigenen Mythos oft die ganze Identität. Der Mensch ist sich seiner bewusst, er hat Identität, untrennlich mit Mythen verbunden, er muss also für seinen Mythos kämpfen. Egal wie unsinnig es ist. Gerade heute treiben Mythen unheimliche Blüten. Der Mensch sucht verzweifelter denn je nach dem Sinn des Lebens, nach seinem Sinn des Lebens. Ich persönlich kann es nicht verstehen. Nicht mehr. Es gibt nichts freieres als nur an sich selber zu Glauben. Sich selber zu vertrauen und die Lösung aller Probleme immer nur in sich selber zu suchen. Es dauert nun mal viel schneller, sich selber um Hilfe zu bitten, als lange nach einem mythischen Wesen zu schreien.

Altruismus und das Wort des Tages

08:59, 10 February 2011 .. 0 comments .. Link
Liegt mir irgendwie auf dem Herzen

Beware of the shifting Baselines, was gestern als unmoralisch galt gehört heute schon zum guten Ton.

Irgendwie hat mich Prechts Buch über den Egoismus des modernen Menschen sehr beeindruckt. Beeindruckt in dem Sinne, dass mir zum ersten Mal so richtig bewusst wurde worauf wir ganz ohne Airbag hinsteuern. Der Egoismus zerstört die Welt. Die verdrängte Moral ebenfalls. Als überzeugter Atheist, kleiner Ökoterrorist, Veganer und Ideologe weiss ich dass es keiner religiösen Regeln bedarf um moralisch zu handeln. Moral ergibt sich allein aus dem Versuch sich selber zu erhalten, die Gesellschaft zu erhalten, unsere Umgebung zu erhalten. Shifting Baselines, ja, das wird wohl tatsächlich der Untergang sein. Der Börsenmakler dem die Kinder in Afrika leid tun, mit deren Kaffe er handelt und reich wird. Ja das beeindruckt mich wirklich. Dieser Egoismus ist nicht gesund und nutzt niemandem etwas. Auch das angeblich indianische Sprichwort: "Erst wenn der letzte Baum gefällt, das letzte Wasser vergiftet und das letzte Tier getötet wurde werden sie merken dass man Geld nicht essen kann" oder so ähnlich gefällt mir ganz gut weil es auf einfach Art und Weise ausdrückt was wir heute tun. Fleischkonsum ist die Umweltverschmutzung Nr. 1 auf diesem Planeten, das weiss eigentlich fast jeder, trotzdem wird scheinheilig über CO2-Werte diskutiert. Dieser Planet hatte mal ne reine CO2-Atmosphäre, das ist für ihn nichts ungewöhnliches und wenn wir auf dem Mars mal leben wollen müssen wir dessen Atmosphäre schleunigst mit CO2 erwärmen.
Persönlich wage ich es, die Behauptung aufzustellen, dass der verlorene Altruismus die Schuld in der Dummheit der Menschen suchen muss. Ich bin wirklich der Meinung dass zuviele Menschen dumm sind. Es gab viele intelligente Menschen, die Erfindungen in die Welt brachten. Von diesen Erfindungen lassen wir uns heute dominieren. Wir begreifen nicht was uns führt. Unsere Erfindungen sind intelligenter geworden als wir selber. Wir sollten schleunigst aufhören unser Leben und dessen Bestimmung mehr und mehr aus den Händen zu geben. Wer begreift vollumfassend wie die Börse, die Marktwirtschaft und die globale Wirtschaft funktioniert? Wer weiss wie die Elektronik seines eigenen Autos funktioniert? Wer kann jeden Fehler seines PC selber reparieren? Wer weiss was all die chemischen Bestandteile in unserer Nahrung mit uns anrichten? Wir sollten autarker werden, uns wieder mehr mit den Bestandteilen unseres Lebens beschäftigen. Nahrungsmittel mal wieder selber herstellen, unabhängiger werden. Habt ihr keine Angst davor wenn die Zeit des grossen Crash kommt? Wir blasen einen Ballon mit aller Lungenkraft auf ohne zu Wissen welches Volumen er fassen kann. Keiner kennt das Ausmass des ganzen Ballons und doch ist er nur mit Luft gefüllt. Der Egosmus ist das bunte Gas das den Ballon fliegen lässt und nur der kleine noch vorhandene Altruismus ist die Leine die den Riesenballon am Laternenpfahl in der Dunkelheit der Zukunft festhält.

Man kann nicht einfach von vorne beginnen..............

08:35, 10 February 2011 .. 0 comments .. Link
Man kann nicht von vorne beginnen, weil sich das Leben linear bewegt. Es lebt sich von vorne nach hinten oder von der Vergangenheit in die Zukunft. Einsteins Formel funktioniert nur in der Theorie. Nie werden wir in die Vergangenheit gehen und bereits Gelebtes noch einmal leben können oder anders leben können. Manchmal wünsch ich mir das. Zurückzugehen, läppische 3-4 Jahre und dann die andere Seite der Weggabelung zu wählen. Die eine Seite kenn ich ja nun schon, das lohnt sich nicht, die andere Seite wär bestimmt besser. Aber sagen kann ich das ja nicht, denn ich kanns ja nicht versuchen. Manchmal bringt mich diese Ungewissheit fast um. Nicht zu wissen obs wirklich besser gekommen wäre wenn ich mich damals anders entschieden hätte. Einen anderen Mann kennengelernt hätte, einen anderen Bildungsweg bestritten hätte. Eigentlich weiss ich dass es anders gekommen wäre. Brauch ich Träume damit ich immer ein Ziel vor Augen habe? Brauch ich Träume damit ich getrieben bin zu tun was ich tue? Macht es Sinn Träume zu erfüllen? Macht es Sinn längst Vergangenes doch wieder aufzugreifen und zu vollenden? Die Vollendung begonnener Träume muss nicht unbedingt befriedigend sein. Aber ich weiss es eben nicht. Einen rationalen Geist mit unberechenbaren Parametern zu bombadieren ist wirklich quälend. Mich quält, nicht zu wissen ob ich die richtige Entscheidung treffe. Jemals treffen werde. Man lernt aus der Erfahrung, auch die Erfahrung ist immer ungewiss und unberechenbar. Hätte ich andere Erfahrungen gemacht, dann würde ich jetzt vielleicht anders entscheiden. Wär es aber richtiger? Ich versuch es einfach, teste es aus, noch hab ich ganz viele Jahre alles noch besser und doch falsch zu machen. Rationalität mit pedantischem Perfektionismus gepaart ist manchmal wirklich eine schlechte Mischung.

Anpassen um jeden Preis?

08:28, 18 January 2011 .. 0 comments .. Link
Manchmal weiss ich ganz genau wie sich ein Alien, ein Extraterristischer, ein Besucher einer andern Welt fühlen müsste bei einem Besuch der Erde, nämlich ganz genau so wie ich an manchen Tagen. Oft weiss ich nicht ob ich nur schlicht am falschen  Ort gelandet bin. An einem Ort an dem ich die Kartoffel unter den Radiesschen bin,  an einem Ort wo ich nackt unter Anzugträgern herumkrieche, an einem Ort an dem ich schreie wenn andere in der Stille versinken.
Ich frage mich oft ob ich wirklich anders bin oder ob es Orte gibt wo alle so sind wie ich. Und ich glaube es gibt Orte wo alle so sind wie ich. Das muss ich glauben, das ist meine Hoffnung. Nur so kann ich mich auf die Suche nach diesem Ort begeben, nur wenn ich daran glaube, dass es ihn gibt.
Es ist ein sehr seltsames Gefühl immer wieder zu hören dass andere nicht mit einem mithalten können, dass man zu dominant sei, dass man zu intelligent sei, dass man zu hohe Erwartungen an andere hätte. Manchmal nehm ich mir das zu Herzen und manchmal explodiert die Empörung darüber in mir, dass ich mich stets zurückhalten muss. Es muss einen Ort geben wo ich zu andern aufschauen kann, wo es Vorbilder für mich gibt, wo ich so sein kann wie ich bin.
Der schmale Weg der Gesellschaft lenkt ab von den riesigen Weiden und Wäldern neben dem Weg. Ich streif lieber durch den Wald als den schmalen Weg entlang zu kriechen. Warum muss ich die Dummheit der andern ertragen? Warum muss ich mich dafür entschuldigen wenn ich Freude an Bildung und Wissen habe? Aber ganz klar befinde ich mich nur am falschen Ort. Auf gehts, zu neuen Gefilden.


Angst, angstlos.........woran liegts?

09:52, 6 January 2011 .. 0 comments .. Link
Warum wird bloss die Angst so sehr geschürt. Die Verschwörungstheoretiker verbreiten genau so Angst wie die Sektierer und die Kirchen. Die Politiker verbreiten Angst vor den Ausländern, die Opposition verbreitet Angst vor der totalitären Überwachung, Wikileaks verbreitet Angst vor den Geheimnissen der Staaten. Ist den Menschen heute so langweilig geworden? Seit sie wissen dass es keine Geister gibt und der Wind eben nur Wind ist muss die Angst immer abstrakter werden. Der Mensch kann offensichtlich nicht ohne Angst leben. Sie scheint ein Teil der Überlebensstrategie zu sein. Ich hasse das ziehende Gefühl in der Magengegend und das sofort ausgelöste Gefühl der Flucht. Ja wir flüchten heute auch, indem wir das Fernsehprogramm wechseln, die Internetseite schliessen oder das Buch auf die Seite legen. Das ist unsere Art der Flucht. Und doch geht es uns gut, die wenigsten wollen wirklich aktiv etwas gegen das Angstauslösende unternehmen, zu abstrakt scheint das Ganze. Asteroiden namens Planet X die die Erde aus der Umlaufbahn werfen, riesige Hurrikane und Flutwellen auslösen.........könnten wir uns das alles überhaupt vorstellen wenn wir nicht bereits Filme darüber gedreht hätten? Warum ist es so verdammt wichtig Angst zu haben, warum beherreschen diese Themen die Medien und Stammtische? Warum verkauft sich die Angst so gut? Ist es die Sucht nach Adrenalin? Tiere haben auch Angst, aber nur wenns ums Überleben geht. Unsere Evolution ist so weit fortgeschritten und unsere invasive parasitäre Benutzung der Erde hat die meisten Angstursachen ausgelöscht.
Was ist vorteilhafter, wie geniesst man das Leben besser? Indem man sich jahrelang auf den Untergang der Welt bestmöglichst vorbereitet und eventuell zu denen gehört die das Desaster, die Apokalypse überleben oder indem man jetzt lebt, sich daran freut und eventuell sogar auch zu denen gehört die überleben aber schlechter vorbereitet sind? Ich weiss es nicht. Warum ziehen Gedanken durch mein Hirn nach dem Genuss der Lektüren über Planet X, dass ich eventuell doch ein paar Büchsen und Wasser auf Vorrat anschaffen sollte? Warum hab ich bei der Schweinegrippe auch unauffällig nach einem Grippeset mit Desinfektionsmittel gegriffen obwohl ich wusste dass die Grippe eine Erfindung der Pharmaindustrie war? Warum üben Verschwörungstheorien solch eine magnetische Kraft aus? Warum klopft mein Herz schneller wenn ich lese was geschehen würde wenn Planet X der Erde zu nahe kommt? Ich bin durch und durch Wissenschaftler. Mein Blut pumpt rein biologisch durch meine Adern und von Esoterik krieg ich Hautausschlag. Gerade deshalb übt das wissenschaftliche Prädikat solche Macht über mich aus. Macht mir Angst. Ja, Macht ist Angst.
Soll ich Kinder in die Welt setzen oder lass ich das mal lieber bei der aktuellen Lage? 2012 soll also die Welt wieder mal der Apokalypse ausgesetzt sein. Hätte die NASA tatsächlich Vorteile wenn sie der Menschheit die Wahrheit enthält. Nun gut, was brächte die Wahrheit der Menschheit? Panik? Totaler Kollaps der Wirtschaft? Die Erde ist ein 4.6 Milliarden alter Planet, schon zig tausende Male sind Meteoriten und Asteroiden auf der Oberfläche eingeschlagen, schon einige Male sind 90% aller Tier- und Pflanzenarten ausgestorben, warum sollte sich dieser irre Zyklus plötzlich ändern? Weil der Mensch nun einen Mayakalender hat? Ok, nun muss ich selbst ein bisschen lachen. Der Mensch wandelt seit einigen 10'000 Jahren auf der Welt und schon denkt er, die Erde dreht sich wegen ihm. Und schon denkt er er sei was Besseres. Hätten die Dinosaurier überlebt wenn sie einen Nostradamus gehabt hätten oder einen Mayakalender? Wir rotten jeden Tag diverse Pflanzen- und Tierarten aus, wer braucht da noch Asteroiden, wir schaffen das ganz alleine.
Fazit für heute Abend: geniess dein Leben so wies ist, mit all den gesellschaftlichen Strukturen dies nun mal hat. Geniess dein Leben bis es zu Ende ist. Wenn es durch eine Umweltkatastrophe geschieht oder durch eine Krankheit oder einfach weil deine Zellen zu alte geworden sind um sich zu erneuern.........eigentlich egal, sterben musst du so oder so. Unser erworbenes Bewusstsein durch unsere vergrösserte Hirnrinde drängt uns dauernd auf wir müssten ewig leben. Das Bewusstsein der eigenen Vergänglichkeit macht uns selber Angst.
Habt nicht so viel Angst, freut euch an den schönen Dingen die die Natur und ihr selbst hervorbringt. Macht mal wieder nen Scherenschnitt :-)

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