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TRAUMLANDSCHAFT GEOPARK

SÜDLICHES GLARNERLAND
METTMEN-ALP KÄRPFGEBIET




… und sie bewegt sich doch!



Das HYPERBOL-Sinnbild mit der DOPPELHELIX macht es deutlich: Das INNERE wird nach AUSSEN GESTÜLPT, alles ist in einem fortwährenden Gärprozess, in permanenter Bewegung – alles ist im Fluss. Manches bewegt sich so langsam, dass es erst nach Jahrmillionen gut sichtbar zum Ausdruck kommt. Manches bleibt unserem Auge verborgen, weil es sich in der Tiefe der Tiefen abspielt.

 
Nicht so im GEOPARK
Glarnerland-Sarganserland:


Die Glarner Ueberschiebung im Grenzgebiet der Kantone Glarus, Graubünden und St.Gallen, die durch die Bemühungen des Vereins Geopark ins Unesco-Weltnaturerbe aufgenommen werden soll, ist eine bedeutende geo-historische Stätte. Ueberschiebungen, die dazu führen, dass älteres auf jüngeres Gestein zu liegen kommt, treten in praktisch allen Gebirgen der Erde auf und sind für Geologen nichts ungewöhnliches. Die Glarner Ueberschiebung bildet jedoch eine aussergewöhnlich spektakuläre Ueberschiebungsfläche, die vom Vorderrheintal bis auf über 3000 m aufsteigt, um dann nordwärts stetig bis auf Meereshöhe abzutauchen und am nördlichen Alpenrand nochmals aufzusteigen. Das überlagernde Gesteinsmaterial wurde dabei ca. 40 km Richtung Norden geschoben.

Die Glarner Ueberschiebung ist aber nicht nur ein eindrückliches geologisches Phänomen, sondern stellt vor allem die Bühne dar, auf der das Drama zur Entdeckung des alpinen Deckenbaus stattgefunden hat. Ursprünglich ging man davon aus, dass Falten aufgrund der Schrumpfung der Erdkruste im Zusammenhang mit der Erdabkühlung entstanden sind. Nun aber erkannte man, dass Falten und Ueberschiebungen das Resultat dynamischer Bewegungsprozessen waren.



Die Glarner Ueberschiebung am Martinsloch
(nach einer kolorierten Originalzeichnung von H.C. Escher von der Linth, vom 22. Juli 1812).


Die eigentliche Geschichte beginnt mit Hans-Conrad Escher von der Linth (1767-1823), der bereits 1809 bemerkte, dass die ältere Grauwacke der Glarner Alpen (damit bezeichnete er den roten Sernifit oder Verrucano) über dem jüngeren Alpenkalk lag.

Er hatte damit noch nicht den Deckenbau der Glarneralpen erkannt, war aber sicher der erste, der bemerkt hatte, dass die Gesteinsabfolgen nicht konform waren.

Hans-Conrad's Sohn Arnold Escher (1807-1872) war der erste Professor für Geologie am Polytechnikum Zürich und begann um 1840 in den Glarner Alpen zu arbeiten und erkannte, dass die Sernfschiefer an gewissen Orten durch ältere fossilhaltige jurassische Sedimente überlagert waren. 1841 schrieb er "... , ihre gegenwärtige Bedeckung durch ältere Gesteine als Folge einer colossalen Ueberschiebung oder eines Umbiegens der Schichten zu betrachten, so stösst eine solche Annahme doch auf sehr grosse Schwierigkeiten". Er drückte damit ausdrücklich seine Bedenken aus, eine Ueberschiebung, die zu diesem Zeitpunkt etwas einmaliges in der Welt gewesen wäre, zu akzeptieren. Weiter im Text

Link


GEOPARK SÜDLICHES GLARNERLAND

Im Video DIE WIEDERENTDECKUNG DER ELEMENTE –
betritt man eine Landschaft, wie sie auf der Welt
einzigartig ist:

im Herzen Europas, im Herzen des Glarnerlandes –
hoch oben auf dem Weg zum 2’649 m hohen Kärpf – trifft man auf dem Weg von Mettmen zur Leglerhütte auf ein geologisches Naturphänomen, das zum GEOPARK GLARNERLAND gehört:

die 50 Meter breite Kärpfbrücke.
Sie gehört zu den spektakulärsten Aufschlüssen der Glarner Hauptüberschiebung.

Die Kärpfbrücke besteht aus Lochseitenkalk; der Niederenbach grub seinen unterirdischen Lauf indem er das Kalkgestein langsam auflöste. Der viel ältere Verrucano ist an der Kärpfbrücke bereits wieder abgetragen, steht aber in der unmittelbaren Umgebung an. Bei Niedrigwasser kann der ca. 50 Meter lange, 3 bis 4 Meter hohe unterirdische Wasserlauf (auf eigenes Risiko!) begangen werden.

Zu Beginn des Weges lohnt sich nicht nur der herrliche Blick ins nördliche Glarnerland, sondern auch ein Abstecher zum Hochmoor nordöstlich des Garichte-Stausee;

Infotafeln erklären die Entstehung
dieses einzigartigen Naturraumes.


Zum Video:

Mehr über diese Landschaft




04:40 - 19 May 2007


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