Meine Reise nach Südafrika und Kenya

<%PostCommentPage%> <%PhotoAlbumPage%> <%ProfilePage%>

Ukunda, 16. Juli 09

02:23, 17 July 2009 .. 0 comments .. Link

Bye bye Ukunda!

Wie die Zeit doch schnell vergeht! Nach mehr als 10 Monaten Afrika bin ich gestern nach 28 Stunden Rückreise wieder in der Schweiz angekommen. Natürlich bin ich noch sehr müde und kann noch nicht richtig glauben, dass diese wunderschöne Zeit nun tatsächlich vorbei ist.

Die letzten zwei Wochen bekam ich in Ukunda noch Besuch von meinem Mami und meiner Schwester Janine. Natürlich musste ich ihnen alles zeigen. Wir verbrachten je einen Tag im Kindergarten Ukunda und in Lunga Lunga, besuchten bedürftige Familien im Dorf und genossen auch einige freie Stunden am Strand. Meine Freunde schlossen unsere Gäste in ihre Herzen und luden sie sogar zu einem traditionellen afrikanischen Essen in ihre Wohnungen ein. Mami und Janine waren sehr überrascht über die Gastfreundlichkeit, wird einem doch vor der Abreise mitgeteilt, dass man den Kenyanern auf keinen Fall trauen solle. Für mich war es eine Ehre meine Familie durch Ukunda zu führen und ihnen zu zeigen, wie ich in den letzten 2.5 Monaten gelebt habe....kalt duschen, jeden Tag das gleiche Essen, Schmutz überall, heftige Regenfälle morgens, Hitze am Nachmittag.... Es war nicht einfach, doch ich hatte mich schnell daran gewöhnt.

Am letzten Montag sind meine Mutter und Janine wieder abgereist. Die letzten 3 Tage in Ukunda waren sehr bewegend für mich. Der Abschied von meinen Kindern und Freunden machte mir am meisten Mühe. Oft gab es Tränen und ich musste versprechen bald zurückzukommen. Bald wird wahrscheinlich in 3-4 Jahren sein! Am Mittwoch Morgen nahm ich dann den Bus nach Nairobi. 10 Stunden später stand ich am Flughafen und wollte einchecken. Mit Schrecken musste ich feststellen, dass mein Rückflug auf den 16. September eingebucht wurde. So durfte ich erstmals bezahlen um doch früher fliegen zu können. Am Donnerstag Morgen kam ich dann um 10 Uhr in Kloten an. Herzlichen Dank für den tollen Empfang! Ich habe mich riesig gefreut soo viele bekannte Gesichter zu sehen.

Meine Afrikareise hat ein Ende genommen und so ist dies auch mein letzter Blogeintrag. Zum Schluss möchte ich allen, welche meine Einträge in diesem Jahr fleissig gelesen haben, danken. Auch entschuldige ich mich, dass ich Eure Mails nicht immer gleich beantwortet habe. Das Internet in Afrika ist einfach sehr langsam, Strom war oft nicht vorhanden und ich sehr beschäftigt! Sorry! Auch danke ich nochmals für die zahlreichen Spenden. Ich denke, dass ich das Geld dort eingesetzt habe, wo es am meisten gebraucht wurde. Herzlichen Dank für Euer Vertrauen! Alle sind Euch sehr dankbar.

Ich hoffe möglichst viele von Euch am Sonntag, ab 13.00 Uhr im Vogelsang zu sehen. Machets guet, Tschüssli Daniela



Ukunda, 26. Juni 09

03:01, 26 June 2009 .. 1 comments .. Link

Jambo Switzerland

 

Nur noch 3 Wochen, dann bin ich zurück. Freue mich ja schon riesig Euch alle wieder zu sehen. Hoffe natürlich, dass möglichst viele an meine Welcome-Party kommen! Ihr seid alle herzlichst eingeladen am 19. Juli, 13.00 Uhr im Vogelsang (Büelweg 5, Dussnang). Nehmt etwas zum Brötle mit und natürlich gute Laune. Ich komme am 16. Juli, 9.50 Uhr in Kloten an. Vielleicht sehe ich ja auch dort das eine oder andere bekannte Gesicht. J

In den letzten Wochen ist viel gelaufen hier in Ukunda. Morgens habe ich wie gewohnt im Kindergarten gearbeitet. Die Kinder lieben es mit den gesponserten Fussbällen zu spielen. Auch die guten Bleistifte und Neocolor sind sehr beliebt. Letzten Samstag war ich mit Kelly (Schulleiterin) in Mombasa um 50 Uniformen für den Kindergarten in Lunga Lunga zu kaufen. Die Familien dort sind sehr arm und können sich keine Uniform leisten. So habe ich einen Teil Eurer Spenden gebraucht und die Familien unterstützt. Die Kinder in Ukunda werden neue Socken bekommen. Auch habe ich einige Kinderbüechli gekauft, damit die Kindergärtnerinnen ab und zu ein „Gschichtli“ vorlesen können.

In meiner Freizeit habe ich mit Freunden einige wirklich arme Familien besucht (seht Fotos!). Es ist schrecklich zu sehen unter welchen Lebensbedingungen Menschen leben müssen. Familien hier in Kenya haben oft 5 oder mehr Kinder und vor allem diese leiden. Häufig gibt es nur eine Mahlzeit am Tag, geschlafen wird auf unbequemen Matratzen oder gar auf dem Boden. Die Kleider der Kids sind häufig sehr schmutzig und kaputt. Es fehlt an jedem Ecken und kein Ende des Leidens ist in Sicht. Die Eltern solcher Kinder sind häufig arbeitslos oder haben nur kleine Jobs über begrenzte Zeit. Das Einkommen pro Tag ist jedoch unter 3 Franken pro Tag! Unvorstellbar, nicht?! So ist es auch kein Wunder, dass die Kriminalitätsrate hier so hoch ist. Sobald es eindunkelt darf ich nicht mehr alleine auf die Strasse. Die meisten Gebiete in Ukunda sind auch tagsüber für Weisse zu unsicher, so kann ich mich nur im Zentrum alleine aufhalten. Erst gerade hatten wir auch in unserem Plot einen tragischen Vorfall. Ein betrunkener Mann würgte seine ebenfalls betrunkene Frau so lange bis sie fast keine Luft mehr bekam. Zum Glück hat eine Nachbarin die Schreie gehört und die Polizei alarmiert.

Mir geht es jedoch immer noch wunderbar. Heute habe ich erfahren, dass Cholera in Mombasa Einzug nahm. Hält man sich jedoch an die wichtigsten Regeln, sollte man nicht gefährdet sein.

Nächsten Montag darf ich nun endlich meine Mutter und Schwester hier in Kenya empfangen. Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, wie ich mich freue! Alles Liebe, oii Daniela



Ukunda, 30. Mai 09

04:40, 30 May 2009 .. 2 comments .. Link

Drei Wochen bin ich nun schon in Ukunda (Kenya). Die Zeit vergeht wie im Flug! Nur noch 1 Monat und dann kommen meine Mutter und meine Schwester Janine nach Ukunda!

Tagsüber arbeite ich im Kindergarten und assistiere dort 2 Lehrerinnen. Die Arbeit mit den Kindern macht mir Spass und geniesse die Zeit in vollen Zügen. Im Fotoalbum habe ich Euch einige Fotos raufgeladen, so könnt ihr Euch selbst ein Bild machen wie es hier aussieht.

Gestern war ich mit meiner Chefin Kelly in Mombasa um Schulmaterial einzukaufen. Dank Euren Spenden konnte ich für den Kindergarten Hefte, Bleistifte, Gummis, Malstifte, Papier, Bälle und einen Erste-Hilfe-Kasten kaufen.

Heute Morgen waren wir in Lunga Lunga. Die Organisation „Internationale Hilfe Schweiz“ unterstützt dort einen weiteren Kindergarten. Die Menschen dort sind wirklich arm und nur Dank der Unterstützung von SchweizerInnen kann der Kindergarten überleben. Ich habe mit meinen eigenen Augen gesehen, dass die Kinder wirklich gerne in die Schule gehen und unsere Hilfe schätzen. Also allen Spendern: Nochmals herzlichen Dank! Schaut Euch auch die strahlenden Kinderaugen auf den Fotos an!

Ich hoffe sehr Euch geht es gut und Ihr geniesst etwas wärmeres Wetter in der Schweiz. Der Sommer hat ja nicht lange auf sich warten lassen! Herzliche Grüsse Daniela



Ankunft in Ukunda, Kenya, 14.05.09

04:48, 14 May 2009 .. 3 comments .. Link

Hoi zäme!

 

Das letzte Mal hatte ich ja nicht so viel Zeit um ausführlich zu berichten. Dazumals befand ich mich auf Zanzibar (Tansania). Die 3 Tage am Strand habe ich trotz ab und zu etwas Regen sehr genossen. Endlich konnten wir wieder einmal in einem Bett schlafen! Das Zelten ist schon sehr anstrengend, man schläft einfach nie so gut wie in einem weichen Kingsize-Bett!

Wieder auf dem Festland fuhren wir weiter nach Arusha. Von dort aus besichtigten wir für 3 Tage den Ngorongoro Crater und den Serengeti Nationalpark. Der Crater war atemberaubend. Von oben gesehen sehr farbig und riesengross, auf dem Craterboden angekommen sieht man tausende von Tieren. Zebras, Elefanten, Löwen, Nashörner, Flamingos, Antilopen, Hyänen usw. Soo viele Tiere auf so kleinem Raum zu sehen war für das schönste Erlebnis meiner ganzen Overlandtour. Auch in der Serengeti hatten wir Glück mit dem Wetter. Leider sahen wir keinen Leoparden!

In Nairobi nahm meine Reise ein Ende. Ich verbrachte eine Nacht im Hilton Hotel Nairobi. Ja ihr habt schon richtig gelesen, im Hilton! Ein Mitreisender lud mich ein. So verbrachten wir zu viert in einem 2er-Zimmer die Nacht, genossen den Fitnessbereich und das Schwimmbad und machten auch vor dem riesigen Frühstücksbuffet nicht halt. Eigentlich alles illegal. Es wurde nämlich nur für 2 Personen gebucht!

Am Samstagabend nahm ich dann den Bus nach Mombasa. War schon etwas unheimlich so alleine in Nairobi. In Mombasa morgens um 4.15 Uhr half mir zum Glück ein junger Herr ein Taxi zu finden und er begleitete mich doch tatsächlich bis zum Zion’s Appartement in Ukunda (Kenya), wo ich nun für 2.5 Monate zu Hause bin. Kelly, meine Ansprechsperson ist sehr nett und hilfsbereit. Ich wohne in einem 3-Zimmer App. Nächste Woche wird für 2 Wochen noch eine ältere Schweizerin im Nebenzimmer einziehen, doch nachher habe ich das ganze App. wieder für mich alleine. Gestern war ich das erste Mal an meinem Arbeitsplatz: Zion’s Kindergarten in Ukunda. Zur Zeit gehen doch ca. 40 Kinder in den Kindergarten. Ich war ziemlich erstaunt, als ich sah, dass die 3jährigen bereits Zahlen und Buchstaben lernen müssen. Nach 3 Jahren Kindergarten müssen die Kinder das Alphabet beherrschen, lesen und schreiben können, die Zahlen bis 100 kennen und bereits damit rechen können. Unglaublich! In der Schweiz geschieht dies ja alles in der 1. Klasse. In diesem Kindergarten werde ich hauptsächlich morgens den 2 Lehrerinnen helfen. Die Kinder sind zuckersüss und so richtig gut erzogen. Das pure Gegenteil zum Kinderheim in Südafrika!

Auch in Ukunda habe ich mich schon etwas umgeschaut. Auf den Strassen ist tagsüber buntes Treiben, abends sollte man sich jedoch nicht mehr alleine draussen aufhalten. So verbringe ich viel Zeit in Kellys Haus, unterhalte mich mit ihrer Angestellten und auch ihr Sohn Alex, 8 Jahre alt, ist schon recht fliessend in Englisch.

Aus meinen Zeilen könnt ihr hoffentlich herauslesen, dass es mir hier sehr gut geht. Ich werde zu meiner Sicherheit immer von einem Angestellten zu meinem Arbeitsplatz begleitet und auch alle anderen Menschen um mich herum sind sehr nett und offen. Die Zeit wird sicherlich wie im Flug vergehen. Auch freue ich mich schon riesig darauf mein Mami und mis Schwösti Ende Juni 09 hier in Ukunda begrüssen zu dürfen. Sie kommen mich für 2 Wochen besuchen und danach fliege ja auch ich schon wieder in die Schweiz zurück! Wow, ¾ Jahre sind schon vorbei! So dass sind meine News aus Kenya. Ich sende Euch dieses Mal verregnete (es ist Regenzeit) jedoch immer noch warme Grüsse in die Schweiz. Alles Liebe, Daniela



Zanzibar, 30.04.09

04:12, 30 April 2009 .. 1 comments .. Link

Hallo meine Lieben!

Endlich habe ich wieder einmal kurz Zeit Euch meine News durchzugeben. Ich habe ja soooo viel gesehen und erlebt in den letzten Wochen... weiss gar nicht wo anfangen. Mein letzter Eintrag endete in Swakopmund, Namibia. Wir fuhren also am naechsten Tag weiter zur Spitzkoppe und uebernachteten in einem Camp voellig weg von der Zivilisation. Weiter gings zum Cheetah Park wo ich Leoparden streicheln konnte. Auch sah ich zu wie diese Raubtiere gefuettert werden im Park. Im Etosha Nationalpark sah ich dann Elefanten, Giraffen, Bueffel, ein Nashorn, viele verschiedene Antilopen, Zebras usw. Weiter ging meine Reise nach Botswana. Im Okavango Delta uebernachteten wir 2 Mal. Auch dort sichteten wir sehr viele Tiere. Es ist ein unbeschreibliches Gefuehl so nahe bei diesen wilden Tieren zu sein. Im Chobe NP waren wir nur einige Schritte von einer Elefantenherde entfernt. War schon etwas unheimlich! Auch konnten wir beobachten wie 2 Loewenweibchen ein Bueffelpaerchen mit ihrem Jungen jagten. In der Nacht hoerten wir Elefanten trumpten ganz nahe bei unserem Camp. Weiter gings nach Zimbabwe zu den Victoria Falls. Riesig und wunderschoen! In Zambia haben wir leider nicht viel gesehen. Wir verbrachten einige Tage mit Fahren, was unglaublich anstrengend war. Am meisten machte mir das Zelt aufstellen und abbrechen Muehe. Oft verliessen wir das Camp bereits um 4 oder 5 Uhr morgens. Erholsam waren dann die 5 Beachtage in Malawi, ein wunderschoenes gruenes Land. Auch die Einheimischen sind sehr freundlich  und zum Handeln immer bereit! Nun erreichten wir Tanzania. Die Stadt Dar es Salaam gefaellt mir ueberhaupt nicht. Stinkt nach Fisch und ist mir zu ueberfuellt. Die Insel Zanzibar hingegen zeigt sich von seiner schoenen Seite. Heute Nachmittag waren wir auf einer Spice Tour und genossen das Mittagessen mit Einheimischen. Nun geht unsere Reise noch weiter zum Ngorongoro Crater, zum Serengeti NP und dann nach Nairobi. Dort werde ich dann den Bus nach Mombasa nehmen und werde dort hoffentlich abgeholt und zu meiner WG-Partnerin in Ukunda gefahren. Von dort aus werde ich mich auch wieder bei Euch melden.

Hoffe ihr hattet schoene Ostern! Bei mir ist keine Osterstimmung eingekehrt, leider! Muss das naechste Jahr doppelt Eituetschen! Wuensche Euch alles Liebe und Gute, bis gli wieder! Kiss Daniela



Suedafrika und Namibia 29. Maerz bis 6. April

11:15, 6 April 2009 .. 3 comments .. Link

Meine Reise startete in Kapstadt im Backpacker Ashanti. Morgens um 8.30 Uhr gings los. Wir fuhren die Westkueste hoch bis nach Swakopmund, wo wir nun fuer 3 Naechte in einem Hotel uebernachten durften. Auf der Reise stoppten wir in der Cederberg Area, am Orange River, am Fish River Canyon, in Sesriem (Wueste) und nun in Swakopmund. Die Wueste war sehr beeindruckend. Riesige Berge nur aus Sand! Gestern war ich Sandboarden. War extrem anstrengend immer wieder die Sandduene rauf zu laufen. Hat sich jedoch gelohnt, war eine super Erfahrung!

Heute geht es weiter zur Spitzkoppe. Eine Uebernachtung im Freien ohne Zelt ist angesagt. Habe etwas respekt vor all diesen kleinen Tierchen, doch unser Fuehrer sagte, dass keine giftigen Fiecher darunter sein sollten! Mal schauen.

Also, leider habe ich nur Zeit fuer einen kurzen Eintrag. Wuensche Euch warme Fruehlingstage! Alles Liebe Daniela



20. Maerz 09, Middelburg

05:12, 20 March 2009 .. 2 comments .. Link

Bye Bye Middelburg!!

Tja nun ist es soweit, in 2 Tagen verlasse ich Middelburg und reise weiter nach Kapstadt. In Kapstadt werde ich dann die letzten Vorbereitungen fuer meine Overlandtour nach Kenya treffen und nochmals meine Hostmother Ingrid besuchen. Am 28. Maerz werde ich die Mitreisenden an einem Infoabend kennenlernen und am 29. Maerz frueh morgens geht es dann los. Ich freue mich total darauf und werde mit meiner neuen Kamera ganz viele Fotos fuer Euch schiessen!

Doch nun heisst es zuerst einmal Abschied nehmen. Am Sonntag Morgen um 1.40 Uhr geht mein Bus. Bis dahin muss noch viel erledigt werden: Die Klassenzimmerrenovation ist noch voll im Gange, doch bis Samstag soll alles fertig sein. Auch moechten wir das Klassenzimmer einweihen. Da drei Volunteers gleichzeitig das Kinderheim verlassen, werden wir die Einweihung und der Abschied miteinander feiern. Ich habe vor fuer alle Kinder, die Angestellten und unseren Projektmanager Spaghetti Bolognese zu kochen. Auch habe ich im Spar fuer 8 Franken eine riesige Abschiedstorte mit dem Spruch "It's time to say goodbye" bestellt. Nachmittags und vor allem abends werden wir verschiedenste Spiele im Klassenzimmer organisieren. Da die aelteren Kinder etwas laenger aufbleiben duerfen haben wir vor noch Schlangenbrot ueber einem grossen Lagerfeuer zu braten. Ihr seht die Kinder sollen nochmals richtig verwoehnt werden! An den endgueltigen Abschied moechte ich gar nicht denken. Es werden sicherlich viele Traenen fliessen!

Ach nun haette ich fast noch vergessen Euch von unserem Ausflug auf eine Farm 60km entfernt von Middelburg zu erzaehlen. Die Lady mit dem bissigen Hund hat mich und alle anderen Volunteers auf die Farm eingeladen, auf welcher ihre Tochter arbeitet. So sind wir am Mittwoch Nachmittag losgefahren. Einige von uns mussten aus Platzmangel auf der Ladeflaeche Platz nehmen. Echt ein riesen Erlebnis! Auf der Farm angekommen wurden wir erst einmal ein bisschen herumgefahren. Die Lady zeigte uns die Felder, das Wasserreservoir und auch die Unterkuenfte der Angestellten. War echt interessant. Anschliessend wurden wir mit einem Braai verwoehnt: Viel Fleisch (Lamm) und Wurst, verschiedenste Salate und auch selbstgemachtes Brot. Zum Abschluss fehlte auch die Geburtstagstorte nicht. Judith feierte ihren 27. Geburtstag an einem sicher unvergesslichen Ort. Am Donnerstag Morgen besichtigten wir weitere Teile der Farm. Zum Schluss durften wir beim Schaeren der Schafe zusehen und einige legten sogar selbst Hand an. Nach einem etwas speziellen Hot Dog fuhr uns die Tochter wieder zurueck nach Middelburg. Ein wirklich gelungener Ausflug!

Zuletzt moechte ich mich nun auch von Euch fuer einige Zeit verabschieden. Auf meiner 43-taegigen Reise nach Kenya werde ich sicherlich nicht oft Internetzugang haben. So kann ich auch meine Blog nicht updaten und keine Fotos raufladen. Sobald ich jedoch in Kenya, Ukunda (Dorf) angekommen bin, werde ich dies nachholen. Dies wird etwa Mitte Mai 09 der Fall sein. Bis dahin muesst ihr Euch nun etwas gedulden! Doch das Warten wird sich lohnen! Also, ich wuensche Euch nun alles Liebe und Gute. Bis bald, Eui Daniela



9. Maerz, Middelburg

02:15, 9 March 2009 .. 1 comments .. Link

Hallo zusammen!

Nun melde ich mich das zweitletzte Mal von Middelburg aus. In 2 Wochen verlasse ich das Kinderheim und werde nochmals fuer eine Woche nach Kapstadt gehen, bevor dann meine 43-taegige Reise nach Kenya startet.

Die Arbeit hier ist zur Zeit sehr anstrengend. Wir haben einen neuen Arbeitsplan bekommen und wir Volunteers muessen nun auch Nachtschicht arbeiten. Auch tagsueber ist es oft sehr hektisch und wir haben nun auch andere Arbeiten wie abwaschen, Kleider waschen und die Zimmer putzen uebernehmen muessen. Auch haben 3 Mitarbeiter in der letzten Woche gekuendigt und die werden nun durch uns Volunteers ersetzt.

Wie Ihr auf den Fotos seht, gibt es jedoch auch wunderschoene Zeiten hier im Heim. Letztes Wochenende lud ich 15 Kinder an den Jahrmarkt in Middelburg ein. Es war fantastisch und die Kinder genossen es wirklich. Die Marktstaende, die Tiere und vor allem das Karussel waren die Hauptattraktionen.

Wir Volunteers haben endlich ein groesseres Haus zum Wohnen bekommen. Da wir zeitweise 9 Volunteers waren, ist unsere kleine Wohnung wirklich zu eng geworden. Alle Jungs mussten nun auch ins Hauptgebaeude wechseln und wir Volunteers durften dieses zwar sehr schmutzige und stinkige Haus uebernehmen. Auch hatte Christin (Volunteer aus Deutschland) "Bugs" im Bett. Dies sind kleine schwarze Kaefer die stechen. Morgens als sie aufwachte, hatte sie am ganzen Koerper kleine Stiche. Ich begleitete sie dann zum Spital und sie bekam einige Medikamente gegen das Jucken und die Schwellungen. Dafuer hat es in der neuen Kueche nicht mehr so viele Kakerlaken, was vor allem wir Frauen sehr schaetzen!

Die Renovationsarbeiten im Klassenzimmer gehen nun recht schnell voran. Schaut Euch die Fotos an!

So ich hoffe Euch geht es gut.  Mein Bericht faellt eher kurz aus heute, da Loraine (Sekretaerin) bereits neben mir steht und wieder arbeiten muss. Meine Kommentare zu den Bildern sind jedoch dieses Mal etwas laenger ausgefallen. Also, machets guet. Kiss Daniela



18. Februar 09, Middelburg

11:43, 18 February 2009 .. 2 comments .. Link

Hallo zusammen!


Die Zeit vergeht wie im Flug und gestern habe ich doch schon mein Busticket zurueck nach Kapstadt geloest. Mein Malawi Visum habe ich auch bekommen, was gar nicht so einfach war als Schweizerin. Nun bleibt mir noch etwas mehr als einen Monat.

Die Kommentare zu den Bildern sind etwas laenger als sonst, ich fasse mich hier deshalb kurz. Das Unwetter war wirklich imposant. Die Strassen haben sich zu riesigen Baechen entwickelt, Baeume wurden entwurzelt und fielen auf Haeuser. In den Townships soll es noch schlimmer ausgesehen haben (Mitarbeiter berichteten). Die Township Exkursion war sehr beruehrend und interessant. Noch immer kann ich mir fast nicht vorstellen, wie das Leben dort sein muss. Haeufig wohnen Grossfamilien mit 7-10 Kindern in einem Raum mit den Eltern und Grosseltern. Die Kinder bekommen alles mit und ahmen es natuerlich nach. Schwangerschaft mit 13 Jahren ist deshalb nichts Besonderes hier. Auch die betrunkenen Maenner bereits am Morgen haben mich erschreckt. Sobald Geld vorhanden ist, wird es fuer Alkohol gebraucht. Nun ist auch klar, warum unsere Mitarbeiter haeufig nach Alkohol stinken!

Wir Volunteers sind nun fleissig an der Planung der Renovation des Schulzimmers. Leider wurde dieser Raum sehr vernachlaessigt und vor allem Moebel muessen deshalb ersetzt werden. Wir Frauen haben bereits viel Zeit in diversen Secondhand Laeden verbracht. Doch das ganze Projekt ist teurer als gedacht. Der Teppich kann nicht einfach auf den Steinboden gelegt werden, da dieser zu uneben ist, Fenster muessen ersetzt werden etc. Und alles kostet! Deshalb moechte ich hier nochmals einen Spendenaufruf starten. Ihr wisst jetzt fuer was eure Spenden eingesetzt werden. Bildung ist hier in Middelburg das Wichtigste fuer die Kinder. Ohne Bildung kein Job, ohne Job kein Geld, ohne Geld = Strasse! Unser Klassenzimmer soll ein erster Schritt sein die Kinder zum Lernen zu ermuntern. Bitte helft mit! Jeder Franken wird gebraucht. Mit 15 Franken kann hier bereits ein guter Stuhl gekauft werden, mit 90 Franken ein Tisch etc. Es ist nicht teurer, doch fuer 43 Kinder!!!

Hier noch die Angaben zum PC-Konto:
Konto-Nr. 87-60409-4 / Konto bei der Postfinance
Lautend auf Daniela Vollenweider, CH-8374 Dussnang
BIC: POFICHBEXXX
IBAN: CH30 0900 0000 8706 0409 4
Vermerk: Spende Kinderheim (oder so etwas)

Ich freue mich weiterhin ueber jedes Mail oder jeden Blogkommentar! In Liebe Eure Daniela



2. Februar, Middelburg

09:28, 3 February 2009 .. 4 comments .. Link
 

Hallo zusammen!

Wieder sind 2 Wochen vergangen und ich habe bereits wieder sooo viel erlebt! Erstmals moechte ich Euch jedoch mitteilen, dass ich die CAE Pruefungen bestanden habe! Jupiii! War knapp, doch Hauptsache das Zertifikat ist im Sack!

Im Kinderheim hat sich einiges geaendert. Seit die Kinder wieder in der Schule sind, haben wir Volunteers viele andere kleine Aufgaben bekommen. Zurzeit sind wir noch fleissig am aufraeumen. Ueberall muss ausgemistet werden. Manchmal kann ich fast nicht glauben, dass sich ueber wenige Monate sooo viel Muell gesammelt hat! Und niemand kuemmerts, bis die Volunteers endlich den Mist aussortieren. Spaetere Projekte sind: Spielplatz der Kinder verschoenern, Spielgeraete reparieren, Volunteers Wohnung und Garten neu gestalten, Kinderkleider aussortieren und neue Kleider verteilen, Kinderbetten reparieren und Matratzen neu beziehen, Schuhregale konstruieren und Kleidergestelle beschriften usw. Ihr seht, die Arbeit geht uns bestimmt nicht aus. Nachmittags helfen wir den Kindern mit ihren Hausaufgaben. In den letzten 2 Wochen habe ich 100te Buecher und Hefte eingefasst. Nein nicht nur in Papier, hier muss jedes Buch zuerst in braunes Papier eingefasst werden und anschliessend in druchsichtige Folie. Echt zeitaufwaendig! Und dies fuer 43 Kinder, jedes Kind hat 9 Hefte und 2 Buecher. Och ich moechte gar nicht rechnen! Nebenbei kommen wir immer wieder zum spielen, gehen spazieren, backen oder organisieren etwas Spezielles fuer die Kinder.

Da seit einigen Tagen 2 Volunteers in den Ferien sind, sind wir nun nur noch zu Viert. Da muessen wir wieder mehr arbeiten und sind dementsprechend jeweils ziemlich muede am Abend.

Endlich habe ich die 3. Spritze gegen Tollwut bekommen. Nun nur noch 2. Die Naechste heute und dann noch eine anfangs Maerz. Die Wunde heilt leider nicht schoen. Ist ja auch klar, ich kratze immer darum herum! Typisch Daniela!

Vor einer Woche wurde ich doch tatsaechlich von einem kleinen Jungen ausgeraubt. Er ist durchs Fenster in unsere Wohnung eingedrungen und hat meinen MP3-Player und Geld geklaut. Ich hatte alles unter meinem Kopfkissen versteckt. Nach langem Diskutieren k ein konnte ein Mitarbeiter den Dieb stellen. Mein MP3-Player war in seiner Schultasche und das Geld war in einem Beutel im Garten versteckt. Ich war richtig geschockt, als ich erfuhr, wer der Dieb ist. Ein Junge zu welchem ich ein sehr gutes Verhaeltnis habe! Kaum zu glauben, dass er zu so etwas faehig ist. Wir fanden spaeter heraus, dass ein aelterer Junge noch beteiligt war und dieser den Plan geschmiedet hatte. Vielleicht koennt ihr euch vorstellen, wie enttaeuscht ich nach diesem Vorfall war. Da setzte ich mich so fuer diese Kinder ein, gebe mein Bestes ihnen zu helfen und sie zu unterhalten und dann werde ich von ihnen ausgeraubt. Ihr koennt mir glauben, ich war nahe daran das Heim zu verlassen und nach Kapstadt zurueckzukehren. Aber ich blieb, den Kindern zuliebe!

Spannend war fuer mich der 1. Schultag der Kinder. Morgens hiess es um 5 Uhr aufstehen, Schuluniform anziehen, Morgenessen und 30min durch den Township in die Schule laufen. Ich durfte mit! Es war jedoch sehr langweilig, fuer uns wie auch fuer die Kinder. 1.5 Stunden mussten die Kinder in der Sonne stehen, dies nur weil der Priester Verspaetung hatte. Nach der Segnung gingen die Kinder in ihre Klassenzimmer und wir wurden zu einem Drink und Kuchen eingeladen. Wow! Hoffe, dass ich bald einmal einen ganzen Tag in die Schule darf. Bin wahnsinnig gespannt wie ein Suedafrikanischer Schultag im Township aussieht.

Schicke Euch etwas Sonne und Waerme in die Schweiz. Ihr habt es ja extrem kalt und wir zu heiss! Machets guet, kiss Daniela



Middelburg, 18. Januar 09

02:25, 18 January 2009 .. 3 comments .. Link

Nun ist wirklich der Sommer hier in Middelburg eingekehrt. Tagsueber haben wir oft bis zu 45 Grad und in der Nacht kuehlt es nur auf 28-30 Grad ab. Da ich sowieso keinen tiefen Schlaf habe und zusaetzlich noch mit 3 anderen Volunteers auf einem Raum von etwa 10 Quadratmeter die Nacht verbringe, habe ich schon ziemliche Schlafprobleme. Das Aufstehen morgens macht mir je laenger je mehr Muehe! Auch die Kinder sind sehr lasch, obwohl sie eigentlich an die Hitze gewohnt sein sollten. Deshalb verbringen wir nun mehr Zeit im Haus und gehen nur noch fuer kurze Aktivitaeten nach draussen.

Tja was gibt es Neues: Die beiden Jungs (Marlin und Simeon) zogen gestern in ein anderes Zimmer, damit die zwei neuen Girls (Judith und Ines) in unser Volunteerhaeuschen einziehen konnten. Einen plausiblen Grund sehen wir alle nicht, doch die Managerin Dianne Lang moechte es so haben! Nun sind wir also 6 Volunteers.

Naechste Woche am Mittwoch beginnt die Schule wieder. Fuer uns bedeutet dies, dass  wir nun mehrheitlich fuer Hausaufgabenhilfe und Unterhaltung abends zustaendig sind. Tagsueber von 8.00Uhr bis 14.00Uhr sind nur noch die Kleinsten im Haus. Leider wissen wir nicht recht wieviele dies sein werden, doch wir gehen von nicht mehr als 2-4 Kindern aus.

Meine Wunde vom Hundebiss ist noch nicht richtig verheilt. Konnte vor 1.5 Wochen die Faeden ziehen, doch es wird sicherlich eine wueste Narbe zurueckbleiben. Eine Erinnerung fuers Leben an Middelburg! Auch warte ich immer noch auf die dritte Spritze gegen Tollwut. Eigentlich haette ich diese vor 2 Wochen bekommen sollen, doch das Spital hat Lieferprobleme und so heisst es "warten, warten, warten". Ueber die Auswirkungen der Verspaetung wurde ich nicht informiert. Typisch Afrika! Die Managerin Dianne moechte mich nun zu einem Doktor schicken und auch die Kosten uebernehmen. Bloederweise hat die Hundebesitzerin im Spital bereits fuer alle 5 Impfungen bezahlt!

Ansonsten geht es mir ziemlich gut. Ich bin nun soweit, dass ich alle Kinder beim Namen nennen kann und auch die meisten Angestellten kennengelernt habe. Bin ja auch schon bald 1 Monat hier! Die Zeit vergeht wie im Flug!

Hoffe Euch geht es allen gut und lasst mal wieder von Euch hoeren! Freue mich ueber jeden Eintrag und auch ueber Mails. Herzlichen Dank den fleissigen Schreibern/Schreiberinnen. Habe dieses Mal nur wenige Fotos hinzufuegen koennen, bin nicht mehr so fleissig im Fotos schiessen wie anfaenglich. Machets guet, Kiss Daniela



Middelburg, 6. Januar 09

09:51, 6 January 2009 .. 3 comments .. Link

Erstmals wuensche ich allen ein wunderschoenes Neues Jahr! Bleibt gesund und hebed oi Sorg!

Im Ordner 6. Januar findet ihr viele Fotos. Ich habe einige Kommentare dazugefuegt. Die Bilder sprechen oft fuer sich, deshalb verzichte ich dieses Mal auf einen ausfuehrlichen Report. Auch aus Zeitmangel!

Im Grossen und Ganzen geht es mir gut hier in Middelburg. Ich habe mich langsam an die Unordnung und die Armut gewoehnt. Die Arbeitssituation hat sich noch nicht gross gebessert. Es sind immer noch wir Volunteere, die zur Zeit das ganze Kinderheim fuehren. Gestern haben alle Angestellen die Mitteilung erhalten, dass ihr Anstellungsvertrag auf Ende Januar auslaufe. Wer weiterhin hier arbeiten moechte, muesse einen Antrag auf Verlaengerung stellen. Auch bekam niemand einen Bonus auf Ende Jahr. Alle sind missgelaunt und niemand arbeitet mehr. Die Angestellten sitzen im Garten und zaehlen die Stunden. Wir Volunteere sind die Einzigen, die mit den Kindern arbeiten. Ob es heute Mittagessen gibt, weiss niemand, auch die Koechin streickt. Die Leiterin Dianne Lang greift zur Zeit etwas hart durch und vergisst dabei, dass auch die Kinder darunter leiden. Doch wir Volunteere geben unser Bestes um die Situation etwas zu entschaerfen. Leider muessen wir alles, was schief laeuft unserer Leiterin reportieren. So machen wir uns natuerlich auch Feinde unter den Angestellten. Es ist ein Teufelskreis und ich hoffe wirklich, dass sich bald etwas aendert. Eines Tages wird es einen Knall geben muessen!

Gestern Abend ist ein neuer Volunteer "Simeon" aus Deutschland angereist. Jetzt sind wir wieder zu viert in unserer kleinen Huette: 2 Jungs, Wiebke und ich. Hauptsache ist, dass wir es gut untereinander haben und ueber die Probleme sprechen koennen. Dies geschieht in Englisch, haeufig etwas schwierig. Schon komisch, alle Volunteere koennen Deutsch, doch wir sprechen nur Englisch. Das ist Disziplin!!

Viele Kinder kommen nun aus den Weihnachtsferien heim. Ich hatte schon Muehe die ersten 25 Namen der Kinder zu lernen und nun kommen noch 15 weitere dazu. Diejenigen, welche mich etwas besser kennen, wissen ja, dass ich sehr schlecht im Namen lernen bin. In 2 Wochen beginnt dann die Schule wieder fuer die Kinder und wir werden dann immer hauefiger als Hausaufgabenhilfe eingesetzt. Freue mich auf diese Zeit.

Zum Schluss erlaube ich mir einen Spendenaufruf zu starten. Ich sehe nun mit eigenen Augen, dass es an jedem Ecken an Geld fehlt. Deshalb: Wer sicher gehen moechte, dass seine Spende am richtigen Ort eingesetzt wird, der soll mir doch persoenlich auf mein Konto Geld ueberweisen. Das Geld wird gebraucht fuer: Aktivitaeten mit den Kindern, Spielsachen, Reparaturen am Haus und fuer groessere Anschaffungen fuer die Kinder. Wir moechten zum Beispiel ein Kaestchen mit vielen Schubladen kaufen, welche abschliessbar sind. So hat jedes Kind sein eigenes Fach.

Ich danke hiermit allen, welche an meiner Abschlussparty und auch in der Zwischenzeit etwas gespendet haben. Wir und alle Kinder sind auch in Zukunft dankbar um jeden Franken. Unten findet ihr deshalb meine Bankdetails. Vielleicht startet auch jemand einen Spendeaufruf in der Schweiz. Falls dies der Fall ist, bin ich gerne bereit weitere Informationen zu liefern. Herzlichen Dank im Voraus.

Liebe Gruesse oii Daniela

Hier noch die Angaben zum PC-Konto:
Konto-Nr. 87-60409-4 / Konto bei der Postfinance
Lautend auf Daniela Vollenweider, CH-8374 Dussnang
BIC: POFICHBEXXX
IBAN: CH30 0900 0000 8706 0409 4
Vermerk: Spende Kinderheim (oder so etwas)

 



Weihnachten im Kinderheim

11:17, 29 December 2008 .. 1 comments .. Link

Kaum angekommen wurde ich schon eingespannt in die Weihnachtsvorbereitungen. Geschenke mussten eingekauft werden, Schulmaterialien sollte in Schachteln verteilt werden und 30 Schuhschachteln mussten eingepackt werden. Am 24. Dezember waren wir Volunteers (4 Personen) bis spaet in die Nacht am Vorbereiten. Am 25. Dezember hiess es dann frueh aufstehen: um 5.00 Uhr brachten wir die Geschenke (erstmals nur die Schuhe und Kleider) in den Aufenthaltsraum. Bereits kurz danach erschienen die ersten Kinder und wie die Augen strahlten, als sie die Geschenke und den winzigen Christbaum sahen! Ausgepackt war sehr schnell und die neuen Schuhe und Kleider durften auch gleich ausprobiert werden. Nach einen exklusiven Morgenessen (1 Ei und 4 Scheiben Brot) gingen wir in die Kirche. Leider verstand ich kein Wort, die Predigt war in Africaans. Auch die meisten Kinder koennen kein Africaans und schliefen deshalb nochmals ein bisschen! Die Hauptsprache hier in Middelburg ist Khosa.

Zu Hause erwartete die Kinder eine riesen Ueberraschung. 8 neue Fahrraeder und fuer jedes Kind eine Schuhschachtel voll mit Suessigkeiten, kleinen Spielzeugen und Schulmaterialien - all dies stimmte die Kinder uebergluecklich! Gleich anschliessend wurde gespielt und viel gegessen. Einige assen alle Suessigkeiten auf einmal, die Kinder haben kein Mass. Was sie besitzen, wird gegessen!

Nach einem vorzueglichen Mittagessen (war wirklich gut und sogar mit Dessert), gingen wir Volunteers in unser Haeusschen und machten ein Nickerchen. Um 5.00 Uhr spazierten wir zum Restaurant (Name??). Dort bekamen die Kinder abermals ein koestliches Menu vorgesetzt. Einige assen sogar 1.5 Burgers! Anschliessend machten wir Halt bei der Polizei und sangen einige Weihnachtslieder in Englisch.

Wieder zu Hause angekommen, hiess es bereits Bettzeit fuer die Kleinsten. Die Grossen durften sich noch einen Weihnachts-DVD ansehen und gingen bald darauf auch schlafen. Auch wir waren total erschoepft und hatten uns den Schlaf wirklich verdient.

Tja, dies war Weihnachten, mal ganz anders!!!

Damit ihr jetzt nicht glaubt, dass es hier nur einfach schoen ist im Kinderheim, moechte ich auch noch die andere Seite kurz schildern. Im Grossen und Ganzen sind die Angestellten hier einigermassen freundlich. Da viele nicht wirklich Englisch koennen, ist eine Unterhaltung oft nicht moeglich. Das Kinderheim ist zurzeit sehr unordentlich, ueberall liegen Kleider, Schuhe, Spielzeuge usw. umher. Das Schlimmste ist jedoch der Schmutz und der scheussliche Gestank nach Urin in allen Kinderzimmern. Ich weiss nicht, wann die Laken das letzte Mal gewechselt wurden. Das Essen ist sehr einfach. Haeufig nur Brot mit Butter, ab und zu Reis und Chicken, sehr selten Bohnen oder etwas Gemuese. Die Kinder sind immer sehr gierig und es bleibt nie etwas uebrig. Gibt ja auch nicht sehr viel! Wie ihr auf den Fotos sehen koennt, ist der Spielplatz einfach nur braun mit wenig Spielmoeglichkeiten. Sieht jaemmerlich aus! Auch unser Volunteer Haeusschen ist sehr schmutzig, an die vielen Kakerlaken und Kaefer muss ich mich wohl gewoehnen.

Auch hatten wir in der letzten Woche oft Probleme mit den Angestellten. Einige kamen gar nicht arbeiten, andere kamen betrunken! Auch ist schon Gewalt angewendet worden, was jedoch Konsequenzen hatte. Wirklich schrecklich ist, dass immer wieder Kinder ausbrechen und in die Townships gehen. Oft kommen sie mitten in der Nacht betrunken zurueck. Vor einigen Wochen wurde sogar ein Maedchen vergewaltigt.

Ihr seht, es ist nicht einfach hier und auch ich habe noch Muehe mich mit dieser neuen Situation anzufreunden. Dianne Lang (Chefin) ist leider krank und deshalb abwesend. Sie versprach uns Volunteers jedoch, dass sich in naechster Zeit viel aendern wird! Mal abwarten....



Garden Route, 12. - 22. Dezember 08

11:50, 24 December 2008 .. 3 comments .. Link

Hallo zusammen und erstmals ganz schoene Weihnachten!

Am 12. Dezember habe ich mich alleine auf die Reise entlang der Garden Route bis ins Kinderheim in Middelburg gemacht. Unterwegs war ich mit dem Baz Bus, ein Bus Service, den du jeweils einen Tag zuvor bestellen musst und der dich dann direkt im Backpacker abholt und dich ins naechste Dorf faehrt. Irgendwie sehr praktisch, doch ab und zu habe ich ziemlich lange gewartet. Doch das ist Afrika!

In Oudtshoorn habe ich mit Heinrich aus Deutschland 2 Tage verbracht. Wir haben Fahrraeder gemietet und haben die Cango Caves, eine Straussenfarm und einen Wildpark besucht. War sehr interessant und ich bin sogar auf einem Strauss geritten und war im Kaefig der Wildtiere. Wow, die haben ja riesige schwarze Augen, richtig furchterregend.

Dann ging meine Reise weiter nach Wilderness. Auf einer Wanderung zu den Wasserfaellen habe ich die Natur so richtig geniessen koennen. Wunderschoen dieser Nationalpark und voller Herausforderungen wie zum Beispiel die Ueberquerung des Flusses per Boot. Auch der Strand in Wilderness war traumhaft. Nur mit dem Backpacker hatte ich leider die falsche Wahl getroffen! War sehr abgelegen und auch heruntergekommen.

Am naechsten Tag gings weiter nach Knysna, ein fantastisches kleines Staedtchen. Dort besichtigte ich die "Heads" und ass zum ersten Mal Austern. War gar nicht so schlecht! Mein naechster Stop war Nature's Valley. Der Backpacker befand sich mitten im Wald, voellig ab von der Zivilisation, richtig in der Natur draussen. Auf einer Wanderung habe ich die Landschaft genossen. Dichte Waelder wie im Dschungel, wunderschoene Aussicht ueber das Meer und tosende Meerabschnitte - alles einfach traumhaft. Diese Gegend gefiel mir weitaus am besten auf der ganzen Garden Route.

In Storms River traff ich 4 Deutsche, mit denen ich auch die naechsten 2 Tage verbrachte. Eine kurze Wanderung zum Wasserfall war eher muehsam, die Deutschen waren ja sooo langsam. Das Bungee Jumpen von der Bloukraans Bridge war um so cooler. Bin ja in der Schweiz schon einmal von einem Kran gesprungen, doch dies war einfach atemberaubend. Du stehst auf der Bruecke, schaust ins Valley hinunter und springst raus. Ein wahnsinniges Gefuehl, unbeschreiblich!

Zum Schluss genoss ich noch einen Tag in Jeffrey's Bay, die Surfer-Stadt. Surfen habe ich jedoch nicht ausprobiert, dafuer habe ich etliche Billabong-Shops abgeklappert.

Die letzte Nacht verbrachte ich noch in Port Elisabeth, bevor ich dann am 22. Dezember den Bus nach Middelburg genommen habe. Spaet in der Nacht bin ich angekommen und habe auch schon meine Mitbewohner kennengelernt: Wibke und Marlin aus Deutschland, und Kat aus Irland. Wir Volunteers wohnen in einem separaten, jedoch wirklich winzigen Haeusschen gleich neben den Kinderzimmern. Am Morgen wurde ich dann von allen Seiten begutachtet und die Kleinen sprangen schon rauf und wollten herumgetragen werden. Auch die Mitarbeiter machen einen freundlichen und hilfsbereiten Eindruck auf mich. An die Unordnung und auch den Schmutz werde ich mich noch gewoehnen muessen. Die Gegend ist wirklich sehr arm und man sieht und spuert es auch! Mehr ueber das Kinderheim und meine ersten Erfahrungen erfaehrt ihr im naechsten Eintrag.

Nun wuensche ich Euch schoene, besinnliche Weihnachten. Wir feiern erst morgen frueh und gehen dann mit allen 40 Kindern in die Kirche. Mal schauen wie das wird. Falls ich in diesem Jahr nicht mehr zum schreiben komme, wuensche ich Euch einen super Rutsch ins 2009. Hebed oi Sorg! Alles Liebi us Middelburg, oii Daniela



1. Dezember, Adee Kapstadt

11:44, 1 December 2008 .. 3 comments .. Link

Schon sind wieder einige Wochen vergangen und ich habe soo viel erlebt, dass ich gar nicht weiss, wo ich anfangen soll mit Erzaehlen. Da es nun endlich Sommer geworden ist in Kapstadt, verbringe ich viel Zeit am Strand und sogar im Wasser bin ich ab und zu anzutreffen. Ist jedoch immer noch sehr kalt!

Mit meinem Hostbrother Dirk und zwei weiteren Kollegen habe ich letztes Wochenende den Lion's Head zum zweiten Mal bestiegen. Wir starteten dieses Mal von Seapoint aus (dort wohne ich) und wir brauchten zirka 3 Stunden bis zum Spitz. Mit einem Glas Rotwein stiessen wir auf den wunderschoenen Sonnenuntergang an und machten uns bald wieder auf den Weg ins Tal zurueck. Doch so einfach war es nicht. Trotz Taschenlampen war es wirklich schwer den Weg zu finden und die vielen Steine machten das Ganze noch gefaehrlicher. Ploetzlich stand noch ein riesiges Tier vor uns! Wir wissen immer noch nicht was es war. Auf jeden Fall war ich mega erleichtert, als wir Seapoint wieder erreichten und alle unverletzt waren.

Gestern, Sonntag, bestieg ich mit einem Kollegen aus Sambia Table Mountain. Dies war wirklich anstrengend. Der Weg war sehr steinig und riesige Felsbrocken raubten mir alle Kraft. Wie war ich stolz als ich oben ankam und dies in nur 2 Stunden. Nach einem kurzen Picknick machten wir uns bald wieder auf den Heimweg. Es war sehr windig und kalt oben, trotz wunderschoenem Wetter. Mit dem Cablecar kamen wir sicher unten an und genossen den Nachmittag in einem kleinen Cafi in der Stadt.

Bald ist meine Schule zu Ende. Nur noch diese Woche haben wir Unterricht. Meistens schreiben wir Vorbereitungspruefungen. Am Montag, 8. Dez., habe ich dann die muendliche und am Mittwoch, 10. Dez., alle schriftlichen Pruefungen. Das Resultat laesst dann bis Ende Maerz auf sich warten!

Am 12. Dezember verlasse ich Cape Town und mache mich auf den Weg nach Middelburg ins Kinderheim. Mit dem Buz Bus erkunde ich die Garden Route waehrend 10 Tagen und nehme kurz vor Weihnachten den Bus von Port Elisabeth nach Middelburg. Wahrscheinlich werdet ihr also erst kurz vor oder nach Weihnachten wieder von mir lesen. Dann kann ich Euch jedoch einiges ueber die Garden Route, meine Packpacker Erfahrungen und ueber meine ersten Eindruecke im Kinderheim berichten.

Nun moechte ich hier noch meine zukuenftige Adresse angeben. Post wird bereits vor meiner Ankunft entgegengenommen und sicher aufbewahrt.

Daniela Vollenweider, c/o Dianne Lang Foundation, Children's Home, 29 Smid Street, 5900, Middelburg, Eastern Cape, South Africa. Tel. 0027 (0)49-8421616 oder meine Natelnummer +27727563331

Wuerde mich sehr ueber Post, SMS oder Mail freuen. Hebed oi Sorg und ich wuensche allen eine wunderschoene Weihnachtszeit. Alles Liebe und Guete Daniela



11. November 2008

02:16, 11 November 2008 .. 3 comments .. Link

Vom 24.-26. Oktober verbrachte ich ein Wochenende in Wellington. Eine 23-jaehrige Lehrerin, Minelle, organisierte diesen Ausflug. Wir (Hostbrother Dirk, Mirjam und Nicole aus der Schweiz, 2 Koreanerinnen, Minelle und ich) genossen die huegelige Lanfschaft in Wellington. Da es sooo windig war, konnten wir nicht wie geplant in unseren Zelten uebernachten. Doch Minelles Onkel liess uns in deren Ferienhaeusschen hausen. Die Aussicht war wunderschoen und die Farm mit den vielen Tieren, dem See und den Weinbergen unterhaltsam. Minelle verwoehnte uns mit typisch suedafrikanischen Gerichten und wir genossen einige erholsame Tage. Am Sonntag fuhren wir frueh morgens Richtung Hermanus. Doch die Wiese war ueber Nacht nass geworden, so musste uns Minelles Onkel mit dem Traktor aus der Patsche helfen. Mit etwas Verspaetung kamen wir dann doch noch nach Hermanus und genossen unser Fruehstuek am Strand. Auch konnten wir unzaehlige Wale beobachten! Auf dem Nachhauseweg stoppten wir bei Minelles Familie. Die Mamma hat fuer uns gekocht. Wow, dies war bis jetzt das koestlichste Essen, welches ich hier in Suedafrika geniessen konnte. Natuerlich faszinierten mich die vielen Tiere auf der Farm: Papageien, diverse Voegel, Enten, Gaense, Hunde, Katzen und sogar ein Chamaeleon.

Letzen Freitag durfte ich zum ersten Mal meinen Geburtstag im Sommer feiern. Obwohl die Wetterprognosen vorerst nicht sehr vielversprechend klangen, zeigte sich die Sonne am Nachmittag und die Temperaturen stiegen ueber 20 Grad an. Am Abend ging im mit einigen MitschuelerInnen in ein afrikanisches Restaurant mit dem Namen "Mamma Africa" essen. Ich genoss den ganzen Tag und vor allen den Ausgang in vollen Zuegen. Trotzdem war es irgendwie komisch, meine Familie und meine Freunde fehlten mir. Fotos gibt es leider keine von meinem Geburtstag, das heisst, ich habe sie unbewusst geloescht. Habe mich wahnsinnig geaergert darueber, aber eben! Ich weiss ja, dass ich in solchen Dingen kein Genie bin!

Das letzte Wochenende war einfach fabelhaft. Wir verbrachten viele Stunden am Strand und ich ging das erste Mal ins wirklich kalte Wasser baden. Nur fuer einige Sekunden! Heute ist es leider wieder einmal seeeehhhhr windig. Auch fuer die naechsten Tage sieht das Wetter nicht besser aus.

Ich hoffe Euch geht es allen gut und moechte mich noch ganz herzlich fuer die vielen Glueckwuensche zu meinem 26. Geburi bedanken. Ich war wirklich ueberrascht ueber die vielen Mails und SMS, welche ich bekommen habe. Es ist schoen zu wissen, dass meine engsten Freunde an mich denken, auch wenn ich ganz weit weg bin. Merci vielllmaaal!



21. Oktober 2008, Kapstadt

01:52, 21 October 2008 .. 3 comments .. Link

Schon wieder sind 2 Wochen vergangen! Ich kann fast nicht glauben, dass ich schon mehr als einen Monat hier in Afrika bin!

Wie ihr in meinem Fotoalbum sehen koennt, hatte ich die Moeglichkeit bei einem Hausbau in einem Township mitzuhelfen. Vormittags strich ich die Dachlatten braun an und musste die Fensterrahmen mit einer Buerste vom Staub befreien. Nach einem typisch afrikanischen Mittagessen (Reis, Poulet und Gemuese), durfte ich aufs Dach klettern und dort mithelfen die Dachlatten zu befestigen. Auch half ich mit die Ziegel zu platzieren. Dies war sehr aufregend und brauchte anfangs etwas Ueberwindung. Immerhin war das Haus ca. 3 Meter hoch und wir waren nicht gesichert. Zwischendruch spielten wir mit den vielen Kindern, welche uns beim Hausbau zusahen. Huckepack und Gesichtsmalerei - dies fanden sie spannend!

Auch hatten wir unsere 1. EC-Party unter dem Motto Mad Hat. Ein koestliches Nachessen war inbegriffen und ein Preis fuer den originellsten Hut wurde verliehen. Ich durfte den Safarihut meines Hostbrothers Dirk ausleihen. Im Grossen und Ganzen ein gelungener Event! Auch die LehrerInnen waren uebrigens dabei!

Vor 2 Wochen mieteten wir zu fuenft ein Auto und fuhren Richtung Cape Point. Was heisst hier fuhren wir, "ich" fuhr! Anfaenglich hatte ich einige Schwierigkeiten mit der Orientierung im Linksverkehr und der Schaltung. Ungewohnt mit der linken Hand zu schalten. Doch "no problem" fuer mich als rutinierte Autofahrerin! In Simon's Town sah ich das erste Mal freilebende Pinguine. Lustige Tiere! Auch wanderten wir zum Cape Point, ein Leuchtturm ist sein Kennzeichen. Eine 1.5h Wanderung fuehrte uns zum Cape of Good Hope. Ein wunderschoener Ort mit einer bezaubernden Aussicht. Sogar Wale konnten wir sichten! Dieser Ausflug war einfach wunderschoen und zeigte Afrika von seiner positiven Seite.

Letztes Wochenende buchte ich zusammen mit Marya aus Schweden ein Trip nach Robben Island, die Insel auf der Nelson Mandela gefangen gehalten wurde. Die Fuehrung war echt spannend und sehr informativ. Unser Fuehrer, ein Ex-Haeftling, erzaehlte uns viel ueber das Leben in Gefangenschaft und auch ueber seine Leiden. Leider war das Wetter wieder einmal nicht wirklich schoen. So konnte ich keine Fotos von Cape Town und Table Mountain machen. Waere mal von einer anderen Perspektive gewesen!

In der Schule gefaellt es mir weiterhin nicht besonders. Der Unterricht ist unstrukturiert und ich sehe keine grossen Fortschritte meinerseits. Natuerlich probiere ich das Beste daraus zu machen und arbeite oft im Selbststudium. Doch im Hinblick auf meine Advanced Pruefung habe ich kein gutes Gefuehl.

Auch stecke ich in der Planung einer Overland Tour quer durch Afrika. Waehrend 42 Tagen werde ich im April/Mai 09 mit dem Camper unterwegs sein und die Natur in vollen Zuegen geniessen. Die Tour startet in Cape Town. Anschliessend fahren wir durch Namibia, Botswana, Simbabwe, Malawi, Tansania bis nach Nairobi/Kenya. Von Nairobi aus reise ich dann mit dem Zug weiter nach Mombasa, wo ich fuer 2 Monate als Kindergaertnerin/Lehrerin arbeiten werde. Toent interessant, nicht?? Bin voellig fasziniert von dieser Reise und freue mich schon riesig auf dieses Abendteuer!

Hoffe Euch geht es allen gut! Freue mich auf viele Kommentare und sende Euch sonnige (meistens!) Gruesse aus Kapstadt. Kiss eure Daniela



4. Woche Kapstadt

01:01, 7 October 2008 .. 3 comments .. Link

Nun bin ich schon mehr als 3 Wochen hier in Kapstadt. Letzte Woche genoss ich das erste Mal real african food in einem typisch afrikanischen Restaurant. War sehr fein, jedoch weiss ich bis jetzt nicht richtig, was ich gegessen habe!

Das vorletzte Wochenende zeigte sich von der touristischen Seite. Am Samstag genossen wir eine Sightseeingtour rund um Kapstadt mit einem riesigen roten Bus. Im Bird and Junkey Park machten wir Halt und besichtigten den groessten Vogelpark weltweit. Alle moeglichen Vogelarten sind dort zu sehen und auch die Affen waren sehr haerzig. Lunch assen wir im Fischerdorf Hout Bay, ein sehr idyllischer und landschaftlich wunderschoener Ort. Die anschliessende Fahrt entlang der Kueste war einfach bezaubernd. Die Aussicht ueber Kapstadt und das Meer, zum Traeumen!

Den Sonntag verbrachten wir (Dirk, mein Hostbrother und einige Schulkameradinnen) am Strand von Champs Bay, der schoenste Strand in der Umgebung. Da es noch etwas kalt ist zum Baden, hat es noch nicht sooo viele Leute. Die Kafis entlang der Promenade waren jedoch bereits ueberfuellt. Am Abend bestiegen Dirk und ich den Lion's Head. Unterwegs traffen wir noch einige Studenten aus meiner Schule. Eigentlich dachte ich, ich ginge auf einen Spaziergang. Doch falsch gedacht - um die Spitze zu erreichen muss man sogar die Felsen hochklettern. Die Belohnung folgte jedoch kurz darauf. Vom Lion's Head hat man einen faszinierenden Ausblick ueber Kapstadt und der Sonnenuntergang war einfach fabelhaft. Sooo schoen, dass ich sicherlich noch einmal dort hinauf gehen werde!

Unter der Woche habe ich morgens und nachmittags Schule. Leider gefaellt mir der Unterricht nicht so gut. Alle sprechen immer durcheinander, die Fuehrung fehlt. Tja bin mir eben anderes gewohnt! Auch kann man sich bei diesem ohrenbetaebenden Laerm nicht konzentrieren und ich habe oft das Gefuehl nicht viel zu profitieren hier. (Unter Fotos findet ihr ein Bild meiner Klasse am Vormittag). Um so mehr geniesse ich dann die Zeit nach Schulschluss. Oft unternehmen wir gemeinsam etwas oder sitzen in ein Kafi um uns aufzuwaermen. Tja, das Wetter spielt verrueckt hier. Seit 50 Jahren hatte Kapstadt nicht mehr so viel Regen wie in diesem Jahr im September.

Letzten Sonntag mieteten wir nochmals ein Auto und fuhren zum zweiten Mal an die Westkueste. Doch die Blumen fanden wir auch dieses Mal nicht. Vielleicht gibt es dieses Jahr keine?! Um so mehr genossen wir die Fahrt durch den Nationalpark an der Westkueste. Wir sahen viele Voegel, Schildkroeten, Strausse, Eidechsen und sogar eine Art Springbock. Am Strand verweilten wir uns fuer 2 Stunden. Das wunderschoene Wetter lud zum Baden ein, doch mir war es wirklich zu kalt und zu windig! Auf der Fahrt nach Hause bestaunten wir abermals den Sonnenuntergang. Einfach gorgoeus!

 

 



1. Woche Kapstadt

05:00, 23 September 2008 .. 3 comments .. Link

Bereits bin ich ueber eine Woche hier in Kapstadt. Die Stadt ist fuer schweizer Verhaeltnisse riesig, trotzdem finde ich mich schon ganz gut zurecht. Gerade habe ich einige Fotos zu diesem Blogeintrag raufgeladen. Viel Vergnuegen!

Letzten Freitag war ich mit einigen Kollegen an einem Rugby-Match in Newlands. Die Stimmung war sehr gut, obwohl es eisig kalt war.

Am Samstag mieteten wir ein Auto und fuhren der Westkueste Suedafrikas entlang bis nach Darling. Die riesigen Blumenfelder fanden wir jedoch nicht und kehrten daher etwas frustriert wieder um. In Big Bay verbrachten wir schlussendlich den Rest des Tages und genossen den wunderschoenen Sonnenuntergang. Einfach fantastisch! Abends stuerzten wir uns ins Gedraenge im Stadtzentrum. Eine Disco nach der anderen und soooo viele Leute. Doch als Frau kommt man ueberall gratis hinein und die Getraenke sind aeusserst billig. So verbrachten wir den Abend tanzend und genossen die ausgelassene Stimmung.

Sonntags war Shopping angesagt. Im Waterfront Center bummelten wir ueber 3 Stunden. Danach genossen wir noch einige Stunden an der Sonne und sahen den afrikanischen Taenzern zu, welche sich aeussert geschickt zu wirklich guter Musik bewegten. Die Bekleidung gefiel mir besonders!

Leider kam gestern die naechste Kaltfront nach Kapstadt und es regnete bereits mittags wieder in Stroemen. Heute sieht es nicht besser aus. Meine Hostmom klagt ueber das schlechte Wetter, normalerweise sollte es im September schoener und waermer sein. Na ja, ich hoffe mal der Sommer kommt auch noch zu uns!



Ankunft in Kapstadt

05:10, 16 September 2008 .. 3 comments .. Link

Hallo miteinander!

Nach einem anstrengenden Flug mit Zwischenhalt in London, bin ich uebermuedet in Kapstadt angekommen. Meine Hostmam wohnt in einem eher reichen Quartier von Kapstadt und so geniesse ich es sehr ein eigenes Zimmer mit einem richtig weichen Bett zu haben. Meine Hostmam ist sehr lieb, sie spricht viel und ist sehr um mein Wohl besorgt.

Zur Schule muss ich mit dem Minitaxi. Alle Leute in Kapstadt benutzen diese Fahrmoeglichkeit weil sie sehr praktisch und billig ist. Am Montag begleitete mich meine Hostmam in die Schule, welche sich wirklich im Stadtkern befindet. Nach einem 3 stuendigen Test, verbrachte ich den Mittag mit einigen Schweizern in einem aethiopischen Restaurant. Das Essen war sehr lecker und ich genoss es mit den Fingern zu essen. Am Nachmittag hatten wir schon das erste Mal frei und ich verbrachte einige Stunden an der Waterfront, einem Shoppingcenter an der Kueste.

Heute startete dann der Unterricht in der Kleinklasse. Morgens sind wir 7 SchuelerInnen und nachmittags nur 3. Ich werde also gut gefoerdert und hoffe so im Dezember das Advanced machen zu koennen.

Von Kapstadt habe ich bis jetzt noch wenig gesehen. Mein erster Eindruck ist sehr positiv. Die Leute sind nicht so gestresst wie in der Schweiz. 20 Meter von meiner Unterkunft entfernt befindet sich ein wunderschoener Strand. Leider ist das Wetter hier auch mies und sehr windig. Das Meer soll sehr kalt sein hier und so werde ich als "Gfroerli" Muehe haben mich zu einem Bad zu ueberwinden. Ich hoffe nun auf schoeneres Wetter, damit ich am Wochenende mit einigen Studenten zu einem Strand fahren kann, an dem sich zur Zeit viele Wale aufhalten sollen.

So, dies war mein erster Eintrag von Kapstadt aus. Ich werde mir Muehe geben regelmaessig zu schreiben. Ueber Mail bin ich uebrigens auch hier erreichbar. Ihr muesst mir also keine persoenlichen Dinge auf meinen Blog schreiben. Bilder werde ich beim naechsten Eintrag probieren raufzuladen. Nun wuensche ich Euch wieterhin eine gute Zeit. Alles Liebe Daniela

Uebrigens: Hier noch meine Adresse. Natuerlich freue ich mich auf jeden Brief oder auch auf eine Tafel Schweizerschokolade!!

Ingrid de Freitas, c/o Daniela Vollenweider, 2 Marika Court, 142 Main Road, Sea Point, 8005, Cape Town, South Africa (Bei jedem Komma muesst ihr eine neue Linie beginnen, komisch aber wahr!)



{ Last Page } { Page 1 of 2 } { Next Page }

About Me

Home
My Profile
Archives
Friends
My Photo Album

Links


Categories


Recent Entries

Ukunda, 16. Juli 09
Ukunda, 26. Juni 09
Ukunda, 30. Mai 09
Ankunft in Ukunda, Kenya, 14.05.09
Zanzibar, 30.04.09

Friends