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"Haubi Songs" bei Studienhälfte

Posted at 12:40, 31 January 2008 in Weltgeschehen

Hoi zäme

Dank diesem Blog konnte ich folgende Frage der Modulschlussprüfung "Medienkompetenz" ohne Probleme beantworten:
Was ist Bürgerjournalismus?
Bürgejournalismus ist der Trend der letzten Jahre. Bedeutet, dass jeder und jede seine Meinung publizieren kann, ohne eine journalistische Ausbildung gemacht zu haben. So wie ich zum Beispiel in diesem Blog. Früher geschah dies mittels Leserbriefen und heute wird geblogt. Obwohl dieser neue Trend "bloggen" ist eigentlich schon wieder Schnee von gestern. Heute wird "getubet?". Heute wird mit dem Handy ein Video gedreht, und dieses dann auf die Internetplattform "youtube" gespült. "Broadcast  yourself" ist in Mode. Sogar Christoph Blocher oder die Queen von England haben so einen Videoblog. Ich bin also richtig altmodisch mit meinem Blog ;-)

 

Nun zu den wichtigeren Dingen. Vor mir liegen 100te von Schulblätter, ungeordnet in zig Mäppchen. Diese wollen geordnet werden. 13 Prüfungen habe in der letzten Woche hinter mich gebracht. Die FHNW steht halt für Fleissarbeit. Dies zog auch einige Nachtschichten mit sich. Um 4-Uhr aufstehen und das Wichtigste noch in Kurzzeitgedächnis einprägen, dies ist Prüfungszeit. 
Ich muss sagen, dass mir die Prüfungen recht gut gelungen sind (ausser "Recht" ein undurchschaubares Fach  )
Langsam sind auch die Semesterprüfungen zur Gewohnheit geworden. Ich bin nicht mehr Wochen vorher Nervös und befürchte nicht mehr das Schlimmste wenn ich eine Prüfung schreibe. Das Vertrauen in die eigenen Stärken habe ich nach drei Semestern aufgebaut. Auch an den Prüfungsvorgang als solches habe ich mich gewöhnt: Prüfung erhalten --> !nicht umdrehen bis alle die Prüfung bekommen haben! --> Legi-Nummer, Namen, Klasse auf jedes Blatt schreiben --> kein Toilettengang --> nicht mit Bleistift schreiben --> keine eigenen Blätter verwenden --> Mobiltelefon, Rucksack, Etuit und Jacke in eine Ecke des Zimmers --> keine Fragen während der Prüfung --> Unterschreiben, dass man anwesend ist (bedeutet, von der Aufsichtsperson mitten in der Prüfung gestört werden)  --> Prüfung abgeben und Tschüss. So läuft dies ab.
Ich habe nun die Hälfte des Studiums hinter mir und es macht Spass. Wenn ich denke, was ich in diesen drei Semestern schon gelernt habe über unsere Welt und Umwelt ist dies schon erstaunlich. Und in einem halben Jahr werde ich meine Vertiefungsrichtung in Angriff nehmen. Im Moment reizt mich der Bereich "Unternehmenskommunikation" am meisten. 

 

Nun liegen 2.5 Wochen Ferien vor mir. Juhui! Wie schön dies ist. Die Solothurner "Honoluluzeit" (Fasnacht) kann ich unbesorgt geniessen (obwohl ich ja Fasnacht nicht mag, trotzdem wohl nicht drum rum komme). Danach gehe ich noch eine Woche nach Savognin in die Skiferien. Zu viert haben wir uns eine Ferienwohnung gemietet. Wird sicherlich lustig. So richtig "über die Stränge schlagen", bevor der Studienalltag wieder einkehrt.
Und da wäre ja noch die "Dean Martin"-Biographie, die ich immer noch nicht fertig gelesen habe. Auch am "neuen" Harry Potter bin ich noch dran. Vom Zimmer, welches dringend aufgeräumt werden sollte ganz zu schweigen...

 

Nebst den Prüfungsvorbereitungen war ich noch jeden Januar-Abend in Härkingen, um das Theaterstück "Bäckerei Dreyfuess" einzustudieren. Die vier Vorstrellung wurden ein voller Erfolg. Ich spielte einen spitzbubischen Lehrbub, den "Willi", welcher immer für eine Untat gut war. Nicht genug, dass ich die "Gipfeli" zu gross bachte, ich musste auch noch zu jeder Situation ein blöden Spruch fallen lassen. Ich konnte mich voll in dieser Rolle ausleben. Es machte mega Spass! Bilder und andere Infos werdet ihr wohl bald auf www.dorfbuehne.ch betrachten können.
Im November 07 spielte ich in einem grossartigen Theaterstück in Biberist mit. Wir führten das schwierige und tiefgründige Stück "Di frömdi Stadt" auf. In diesem Stück spielte ich den Machaniker "Benny", welcher sich während dem Stück vom Saulus zum Paulus wandelte. Noch nie hatte ich die Aufgabe, eine so komplexe Rolle auf der Bühne darzustellen. Nicht nur die Rolle an sich gab zu "beissen", auch das Stück und dessen Inhalt gab viel zu besprechen in den Proben. Das Stück von John B. Priestley verlangte sehr viel Charakterzeichnung, gutes Timing und Ausdruck. Durch die überwältigenden Zuschauerreaktionen wurden wird dann für unseren "Chrampf" belohnt. Ich bin stolz in so einem Stück mitgewirkt zu haben.  
www.mittelpunkt.ch

 

Nun gut. Wir schreiben schon das Jahr 2008. Weihnachten und Silvester ginge im Nu vorbei und schon stehen wir wieder in einem neue Lebensabschnitt. Wobei ich noch sagen muss, dass ich noch nie so gemütlich Silvester gefeiert habe, wie in diesem Jahr. Gemütlich in einem Pub in Kriegstetten. Wir hatten den Sekt schon eine halbe Stunde vor 12 bereit (und nicht 1 Sekunde vor 12 wie gewöhnlich) und konnten so gemütlich anstossen. Was könnte schöner sein. Die letzten Silvester waren geprägt von Stress und Kälte (grosse Partys oder Grindelwald...) Obwohl ich sagen muss, dass man wohl nirgends aufregender ins neue Jahr starten kann als zwischen den Berner Alpen in Grindelwald.

 

Was erwartet uns im Jahre 2008?
Das Jahr 2008 wird das internationale Jahr der Kartoffel, des Planeten "Erde", der Sprache, der Mathematik und des interkultutrellen Dialoges. Dies bedeutet, man muss also fleissig Pommes essen, die leere Tüte NICHT auf den Boden sondern in den Mülleimer werfen, danach mittels mathematischer Formel die Diätpunkte addieren und zum Schluss dem osteuropäischen Verkäufer einen schönen Tag wünschen. (Unglaublich wie ich jetzt diese Sachen miteinander verbunden habe.) Apropos Mathematik: Habt ihr gewusst, dass wenn 5 Leute in einer "Beiz" sitzen, und 7 Leute das Lokal verlassen 2 Leute wieder reinkommen müssen, damit die "Beiz" leer ist
Im Jahr 2008 würde Franz Kafka seinen 125. Geburtstag und Napoleon Bonaparte seinen 200. Geburtstag feiern. Ebenfalls ist in diesem Jahr der 100. Todestag von Willhelm Busch, der 60. Todestag von Mahadma Ghandi und der 45. Todestag von Martin Luther King. (Ich danke www.wikipedia.ch für diese Infos. Hehe)

 

So doch nun zum eigentlichen Grossereigniss im Jahr 2008. Die EURO2008 im eigenen Land. Unglaublich was im Sommer abgehen wird! Ich denke wir können das Ausmass der Begeisterung wohl gar noch nicht abschätzen. Trotzdem möchte ich unserer FHNW recht herzlich danken. Die Semesterprüfungen in den EM-Monat Juni zu setzten ist wohl der Genie-Streich dieses Jahres. Unzählige Fanmeilen werden in der Schweiz aufgebaut für dieses Ereigniss. Man will das WM-Motto "Zu Gast bei Freunden" auch bei uns leben. Mit dem Motto «Schweiz - entdecke das Plus» bzw. dem UEFA Motto "Erlebe Emotionen" wollen wir die Schweiz verkaufen. Ich bin der Überzeugeung dies wird gelingen! Und wenn dann unsere Nati noch gut spielt, wird hier sowieso alles drunter und drüber gehen. Ich freue mich riesig auf dieses Grossereigniss. Nichts desto Trotz werde ich Wohl oder Übel während dieser Zeit nebst der Grossleinwand auch die Schulbücher im Auge behalten müssen .

 

Auch etwas anderes gibt es noch zu berichten. Meine Schwester tut es in dieser Jahreshälfte auch. Sie verreist für drei Monate nach Kanada. Zwar besucht sie Vancouver, also den Westen und nicht den Osten. Doch auch Yvonne wird die kulturellen Unterschiede kennen lernen und sicherlich ein super Zeit dort verbringen. Läck war das cool in Toronto. In starken Fernweh-Augenblicken muss ich hie und da wieder auf diesen Blog schauen und meine Erlebnisberichte wieder durchlesen.

 

So zurück in die Gegenwart. Was bleibt mir noch zu sagen? Genau, am Freitag ist es so weit. Um 21.15 Uhr werde ich sie endlich wieder live hören. Züri West, im seit Monaten ausverkauften Bierhübeli Bern. JEA!!! Im Gepäck das neue Album "Haubi Songs" und sicherlich ganz viele alte Songs. Das neue Album ist wirklich mein absoluter Kauf-Tipp. Soooo schön melancholisch. Ein Bilderbuch, welches vom ersten bis zum letzten Song einen Spannungsbogen zieht der einem Gänsehaut bereitet.
Ich mache schon Werbung hier (tztztz, aber danke trotzdem Kuno für die 300 Franken Prämie )

 

So nun komme ich zum Schluss. Ich hoffe, viele von euch Lesern bald wiedermal zu treffen...

In diesem Sinne
WeckyWicky

 


Endspurt!

Posted at 11:04, 25 October 2007 in Theater

Hoi zäme

Eine Woche vor unserer Vorstellung erschien wieder ein Bericht in der "Biberister Dorfzitig". Diesmal berichtete ich über die Probezeit in unserem Verein. Ich hoffe, ich konnte/kann wieder einige Leute auf die frömdi Stadt "gluschtig" mache.

Ich wünsche viel Spass beim lesen.

 

See you in the foreign city!
In diesem Sinne
WeckyWicky

 

Üben, üben, üben…
Wir stecken mitten in den Proben zu unserem diesjährigen Stück „Di frömdi Stadt“. Um an den Vorstellungen bereit zu sein, treffen wir uns zweimal wöchentlich zum Proben. Wir beginnen die Probezeit mit Leseproben. Nach drei Wochen, in denen man die Texte mundgerecht überarbeitet, beginnen die sogenannten Stellproben. An diesen muss der Text bereits auswendig im Kopf sein und wir beginnen die Handlungen einzuüben. Doch der Text und die Handlungen sind nur die Grundsteine zu dem eigentlichen Ziel der Proben; das Hineinwachsen in den zu spielenden Charakter der Rolle. Dies ist oft ein schwieriger und langer Prozess für jede einzelne Person. Zu Beginn der Probezeit stecken die Akteure meist noch in ihrer eigenen Haut. Umso mehr die Probezeit fortschreitet, desto mehr wandeln sich die Spieler, bis sie am Schluss ganz und gar in einer anderen Haut stecken. In den Proben sollen die persönlichen Gedanken ausgeschaltet werden. Es soll nur noch so gedacht, gesprochen und gehandelt werden, wie es der Person der Rolle entspricht. Dies erfordert Disziplin, Durchhaltevermögen und Konzentration!


Lachen ist wichtig
Natürlich gehören auch zahlreiche Versprecher, Buchstabensalate oder Missgeschicke in die Probezeit. So kann immer wieder herzlich über eine komische Situation gelacht werden, wie sie eben nur in der Probezeit passieren kann.
Schlussendlich sind es natürlich die Aufführungen, welche die ganze Probezeit rechtfertigen. Das Schönste nach der langen Probezeit ist der Applaus nach einer gelungenen Vorstellung. Diese Wärme, welche das Publikum einem gibt kann durchaus süchtig machen. Trotz zahlreichen Proben, vor Patzern während einer Aufführung ist niemand geschützt. Und dies soll auch so sein. Denn erst die Missgeschicke schreiben die Geschichten, über welche noch jahrelang gelacht und geschmunzelt wird. Und wenn nur wir die Missgeschicke bemerken und Sie dem Publikum verdeckt bleiben – umso besser.

Wenn Sie sich das Resultat unserer Proben anschauen möchten, kommen Sie am 3. und 7. November 2007 in die culturarena Biberist. Wir begrüssen Sie gerne! Für weitere Infos besuchen Sie uns unter www.mittelpunkt.ch. 

Rolf Kleeb, Aktuar, Theatergruppe Heinz Sollberger

 


Werbung in eigener Sache (oder Selbstlob stinkt...)

Posted at 02:32, 4 September 2007 in Theater

Es ist ein cooles Gefühl, in einer Zeitung einen eigens verfassten Bericht zu lesen. So erging es mir heute Mittag, als ich die neue Ausgabe der Biberister Dorfzeitung aus dem Briefkasten fischte. Ich schrieb einen kleinen Bericht über unsere "Theatergruppe Heinz Sollberger". Nun gut, es ist nur eine Dorfzeitung und jeder und jede kann dort (theoretisch) einen Text einreichen. Trotzdem liest es sich gut wenn am Ende des Textes Rolf Kleeb, Aktuar steht
 
Natürlich möchte ich euch diesen Bericht nicht vorenthalten. Auch möchte ich euch herzlich dazu einladen, unser neues Theaterstück "Di fremdi Stadt" schauen zu kommen. Denn nur davon lesen macht ja keinen Spass...
 
In diesem Sinne
WeckyWicky
 
 
 
Theater "fägt".
Kennen Sie die „Theatergruppe Heinz Sollberger“ schon? Wir spielen nun seit 17 Jahren hier in Biberist Theater. Die diesjährige Saison begann wie immer zu Sommeranfang mit der Mitgliederversammlung. Zurzeit zählen wir 16 Vereinsmitglieder. Weitere aktive Spielende und zahlreiche Hilfskräfte tragen dazu bei, dass jedes Jahr ein Theater und ein entsprechendes Rahmenprogramm angeboten werden können. Wir sind sehr stolz darauf, dass wir eine recht junge Theatergruppe sind. Insbesondere in den letzten fünf Jahren sind viele junge Personen zwischen 20 und 30 Jahren zum Verein gestossen. Sie bringen „frischen Wind“ in das Vereinsleben.
 
Leidenschaft Theater
Kurz gesagt: „Bi üs fägts eifach!“ Wir alle teilen die Leidenschaft: „Theater“ und verfolgen das Motto: „Was mit Freude gemacht wird, strahlt Freude aus!“. Wir spielen Stücke, die uns zu Höchstleistungen anspornen und das Publikum zum Lachen, Schmunzeln, Weinen oder auch zum Nachdenken anregen. Uns ist es wichtig, immer wieder etwas Neues auszuprobieren und auch moderne und schwierigere Stücke einzustudieren.
 
Di frömdi Stadt
Momentan stecken wir in den ersten Proben für unser diesjähriges Theaterstück „Di frömdi Stadt“. Wir werden es am 3. und 7. November 2007 in der culturarena Biberist aufführen. Das Stück dreht sich um Personen, die sich an einem unbekannten Ort aufhalten und dort eine wichtige Entscheidung treffen müssen. Ein ernstes Thema wird auf unterhaltsame und spannende Weise umgesetzt und auf die Bühne gebracht. Viele grundverschiedene Personen treffen aufeinander und Reibereien sind vorprogrammiert. Neben dem Theater bieten wir Speis und Trank an und führen unsere bekannte Theaterbar. So kann man den Theaterbesuch gemütlich ausklingen lassen.
 
Für weitere Informationen über die Aufführung oder unseren Verein besuchen Sie unsere Homepage www.mittelpunkt.ch oder wenden Sie sich direkt an unseren Vorstand. Gerne nehmen wir Sie im November auf die unbekannte Reise in „Di frömdi Stadt“ mit. Wir freuen uns! Am 9. September 2007 sind wir an der Dorfchilbi anzutreffen. Wir servieren im "Fasnachtszelt". Kommen Sie doch vorbei. Gerne stellen wir uns persönlich vor.
Rolf Kleeb, Aktuar
 
 

Mind the Gap, please!

Posted at 05:42, 14 August 2007 in Ausgang

Wo war ich? Ich war in der Stadt, die an der Themse liegt und die Hauptstadt von England ist. In der Stadt die in so vielen Songs zitiert wird in welcher so viele Filme spielen, so viele Bücher handeln. In der Stadt aus der Shakespeare kommt. In welcher es immer foggy ist. Die Stadt welche 2012 die Olympischen-Sommerspiele austrägt und in der 7 Millionen Leute leben. In der Stadt der Musicals und in welcher die Queen wohnt. In dieser Stadt heisst die U-Bahn "Tube". In ihr wurden Kate Moss, Alfred Hitchcock oder David Beckham geboren. In der Stadt wo "Jack the Ripper " sein unwesen trieb und in welcher "Sherlock Holmes " Fälle löste.
Ihr wisst wo ich meine: Ich war in London!

 

Am 1. August (ja genau, an unserem Nationalfeiertag - Nein das störte uns nicht...!) verliessen wir die Schweiz und flogen mit Easyjet nach London Luton. Wir, das heisst eine 6-köpfige Truppe: Fabian, Melanie, Roger, Christian, Raphael und ich.
Easyjet ist mega billig, dafür auch umständlich. So landeten wir auf dem kleinsten und weitest entferntesten Flughafen von London. Also stand uns nun eine rund zweistündige Reise in unser Hotel bevor. Zug, U-Bahn (Tube) und immer wieder warten und warten...

 

Ohne Probleme fanden wir unser Hotel "Orchard" in welchem wir nur kurz unsere Gepäcke in die Zimmer legten, wieder verliessen und (endlich ohne Gepäck) direkt ins Herz dieser Stadt fuhren: London Picadilly. Nach einem Nachtessen (ich bestellte Fish & Chips, wie es sich in England gehört), einem Caffe im Starbucks und einem ausgiebigen halt in einem Pub fuhren wir dann erschöpft vom ersten Reisetag ins Hotel zurück.
Schon nach dem ersten Tag machten wir viele neue aber wichtige Erkenntnisse:
- Bei Rolltreppen immer rechts stehen
- In einem Londoner-Pub ist das Bier ein Pint (5.6 dl) und statt kalt ist es warm
- Das Nachtessen kann nicht pro Personen getrennt gezahlt werden
- Am Picadilly kehrt nie Ruhe ein und man ist man nie allein ;-).
Unser 1. Pub in London Das ist kein Pint... Das sind 2 Pints ;-)  

 

Am nächsten Morgen stand schon einiges auf unserem Tagesprogramm. Zuerst besuchten wir das prestigeträchige und exklusive Kaufhaus "Harrods". Unglaublich gross und schandhaft teuer, auf diese Weise kann man dieses Kaufhaus umschreiben. So kam es dann auch, dass nach einem zweistündigen Aufenthalt einzig Räphu mit einem Harrold-Plastiksack rauskam. Im Plastiksack eine CD aus dem ins "Harrods" integrierten "Virgin-Store". "Bschisse" also .  Als wir einige Zeit vor dem "Harrods" standen merkten wir, was für ein Privilig man mit einem solchen Plastiksack hatte. Kaum verliessen Leute mit vollen "Harrods"-Säcken den Laden war der Portier schon zur Stellen, bestellte ein Taxi her, öffentet die Türe und sagte  "Thank you very much and see you soon!". Trotz dem Plastiksack von Räphu entschlossen wir uns dann aber doch für die "Tube". Nächster Halt: Big Ben.

Harrods Nice! Big Ben fötele!

 

Es war unglaublich, kaum kamen wir aus dem Untergrund auf die Oberfläche sahen wir ihn, das Prachtswerk. Den Big Ben. Natürlich musste er zig mal gefötelet und minutenlang bestaunt werden. Zum Glück zeigte sich langsam der Hunger in uns, sonst ständen wir wohl heute noch vor diesem Turm. Nach dem Harrods, dem Big Ben folgte nun der nächste Punkt, den man auf einer "to do list" eines Touristen einfach finden muss: Das "Madame Tusseauds". Natürlich geht auch dies nicht, ohne Anstehen, Anstehen, Anstehen. Ist man dann genau angestanden kann man gleich einen immens hohen Preis für den Eintritt zahlen. Und ist man dann Drinnen, geht das sich zurechtfinden in der riesigen Touristenmasse natürlich weiter. Trotzdem ist es einfach wunderbar, sich neben Angelina Jolie stellen zu können, mit der Rockband "Queen" auf der Bühne zu stehen, sich mit Einstein zu zeigen oder ganz einfach der Queen von England den Hof zu machen.

Am Abend stand dann für Richu, Chrigu und mich etwas ganz besonderes bevor. Wir gingen ins Her Majestys Theatre zum Kult-Musical "The Phantom of the Opera". WOW!!! Ein riesen Erlebniss. Bühnenbild, Gesang, Musik und Story waren super und wir sassen in der zweitvordersten Reihe. Die berühmte Szene, in der der Kronleuchter runterfällt, erlebten wir wortwörtlich hautnah. Er schwang wenige Zentimeter über unseren Köpfen vorbei. WOW!!! Während zwei Stunden war alles vergessen und wir tauchten ein in dieses berühmte Opernhaus nach Paris ins 19. Jahrhundert. So vergassen wir dann ziemlich schnell auch, dass wir vor der Vorstellung ca. 40 Franken für 3 Gläser Champagner liegen liessen .
Nach der Vorstellung war eigentlich eine Pubtour vorgesehen. Leider mussten wir uns langsam wirklich mit dem Gedanken abfinden, dass die Pubs in London um Punkt 23 Uhr schlossen. Auf einen Clubbesuch hatte niemand so richtig lust und so dachten wir, wir genehmigen uns noch ein Bierchen in unserem Hotel. Einen 24-Stunden Shop zu finden war leicht. Jedoch einzusehen, dass auch dort der Rollladen vor dem Alkoholregal schon zu war eher schwieriger. So hiess es also wieder, zeitig ins Bett gehen, um am nächsten Tag wieder fit zu sein.

 

Am Freitag besuchten wir das "London Dungeau". Ein Horror-Themenpark, welcher die grausige Vergangenheit von London erneut aufleben liess. Nun ja, so ganz "der Bringer " war dies nicht. Da meinte man fast, die Anreise zu dieser Attraktion (übrigens ein unglaublich grosser Touristenmagnet) spannender. Wir verliessen die "Tube" eine Station zu spät, mussten zurücklaufen, waren plötzlich im Nirgendwo und wurden von einer netten Londonder Rentnerin wieder auf den rechten Weg geführt.

Nun trennten wir uns. Ich ging mir Richu und Räffu in das nächste Pub und die anderen gingen auf eine Shopping-Tour.  Wir machten um 20.30 Uhr vor dem "London Eye" ab. "Nur für den Fall, dass wir uns nicht schon früher im Hotel wieder teffen"... So wusste niemand von uns, ob dieser Treffpunkt nun verbindlich sei oder nicht.
Aus einem "wir gehen kurz ins Pub etwas essen" wurde plötzlich ein viel längerer "wir nehmen doch noch eins mehr" Aufenthalt. Und so verliessen Richu, Räphu und ich das Pub erst nach 4 Stunden und 4 Pints.
In diesem Pub... ... sassen wir... ... 4 Pints lang ;-)
Tower Bridge Fotograf Richu Tower of London

 

Danach über die Tower Bridge "schlendern" (oder soll man torkeln sagen?), Fotos schiessen, Schweizer Liedergut zum Besten geben (die Engländer kannten s "Burebüebli" noch nicht) und in ein anderes Pub auf der anderen Seite der Themse steuern. Nach weiteren 2 Pints war es dann plötzlich 21 Uhr und wir begaben uns so schnell wie möglich zum "London Eye". Obwohl wir die anderen durch unsere Verspätung leicht verärgerten (der abgemachte Treffpunkt war wohl doch verbilndlich), und obwohl das "London Eye" nicht mehr in Betrieb war, war dies für uns ein sehr gemütlicher und entspannender Nachmittag.
Ein weiteres Malleur passierte noch. Im "London Dungeau" liessen wir ein Gemeinschaftsfoto von uns machen. Nun ja, dieses liegt wohl noch immer in diesem Pub auf der anderen Seite der Themse. Die Welt hat nun also schon einen Pulli (in Toronto) und ein Foto von mir...

 

Nun war schon Samstag. Da wir in den ersten beiden Tagen schon fast alle "urgent to do" Dinge eines Touristen gemacht haben konnten wir heute den Camden-Market besuchen. Hunderte von Verkaufsständen auf engstem Raum boten hier Kleider, CDs, Platten, Poster, Hüte, Sonnenbrillen, Souvenirs usw. zu sehr tiefen Preisen an. So kaufte jeder von uns recht ausgiebig ein. Ein richtiger Leckerbissen besorgte sich Chrigu. Als Antwort auf die in der U-Bahn immer und immer wieder erschallende Durchsage "Mind the Gap" kaufte er ein T-Shirt mit der Aufschrift "Fuck the Gap". "MInd the gap" bedeutet, "achtet auf die Spalte zwischen Bahnsteig und Zug". Wo bitte ist eine Spalte welche dort ein Gefahr für einen Menschen darstellt?
An unserem letzten Abend in London stand nun noch (jetzt aber wirklich) eine Fahrt auf dem "London Eye" auf unserem Programm. Diese Sehenswürdigkeit unterscheidet sich in keiner Art von den anderen in London. Teuer und warten, warten warten. Jedoch ist das "London Eye" meiner Meinung nach eine Attraktion wo das Preis-Leistungsverhältniss zu 100% stimmt. Ich finde diese Aussicht auf London aus 135 Meter Höhe im grössten Riesenrad von Europa einfach überwältigend. Nur leider kam man vor lauter Fotos schiessen kaum zum geniessen ;-)
Unser letztes Abendessen nahmen wir in Chinatown ein. Immer wieder schön durch dieses kleine China zu schlendern.

London Eye Eine Kabine Big Ben aus Sicht London Eye

 

Am Sonntag hiess es dann packen und langsam ans Heimgehen denken. Unsere letzte Zeit in London verbrachten wir damit, den Buckingham Palast zu besuchen, im Hard-Rock-Caffe zu speisen und an dem "Speakerscorner" vorbeizugehen. An diesem besagten Corner im Hyde Park gaben Menschen ihre Meinungen über Gott und die Welt von sich oder verteilten gratis Umarmungen "free Hugs". Auch hierzu habe ich ein paar schöne Bilder

This is... ... important for our World Free Hugs

 

Nun begann die Heimreise. Dank einer Pechsträne verlief diese nicht ganz sorgenfrei. Weil die U-Bahn stehen blieb, der Zug Probleme hatte und ausgerechnet unser Check-In Förderband defekt wurde, lief die Zeit plötzlich gegen uns. Als wir vor der langen Schlange für den Handgepäck- und Personencheck waren blieben uns noch zehn Minuten bis zum Flugstart. Als wir nach etwa 15 Minuten endlich durch die Kontrolle waren, legten wir einen weltmeisterlichen Spurt hin und erreichten unsere Maschine buchstäblich in allerletzter Sekunde. Wir waren natürlich die Letzten, die einstigen. Peinlich...
Der Flug jedoch verlieff ohne Probleme uns so kamen wir um ca. 22. Uhr in Basel an.
Vorbei war auf einmal der London Trip... Schade... Wunderbar wars!

 

Abschliessen möchte ich diesen Bericht mit einigen Erkenntnissen, die man in dieser Stadt so macht:
- Es gibt zig Kirchen (Räffu und ich stellten es uns zur Aufgabe, Kirchen zu zählen. Wir kamen auf 26 Stück)
- Telefonkabinen sind in London rot
- Man fährt auf der linken Strassenseite (klar weiss dies jeder, aber es wirkt immer noch komisch)
- 1 Pfund ist ca. 2.5 Franken (sehr wichtig und seeehr gefährlich ;-) )
- Das "Tube"-System ist sehr eifach. Trotzdem kann man sich in den endlos langen Gängen verlaufen (Gäu Räphu)
- Die Rolltreppen in der U-Bahn können gefährlich sein (Gäu Richu)
- Auch für die Rolltreppen gilt: Rechts stehen, links gehen
- 2 Engel in einem Velotaxi kann man nicht fotografieren
- Ein Pint ist teuer, kostet ca. 8 Franken und die Pubs schliessen um 23 Uhr (laut einem Londoner Urgestein, der sich kurz zu uns setzte sei dies jedoch nicht eindeutig, man müsse nur wissen "wohin".... Danke ....)
- "Mind the Gap" nervt wirklich mit der Zeit.
- An der Strasse "Sussex Garden" sehen alle Hotels genau gleich aus
- Sherlok Holmes gibt es wirklich (geh in die Baker Street und schau!)
- Chrigu ist ein mathematisches Ass (ohne Probleme zählte er immer durch, ob wir noch komplett sind)
- Die Queen besuchen geht nicht

 

Die einzig wahre Erkenntnis ist aber, dass London eine wunderbar aufregende Stadt ist, in die sich eine Reise IMMER lohnt.

 

 

In diesem Sinne
Wecky Wicky

 


Lebenszeichen von WeckyWicky

Posted at 03:40, 29 July 2007 in Weltgeschehen

Wie die Zeit vergeht. Unglaublich. Mehr als 8 Monate sinds nun her, seit meinem letzten Lebenszeichen auf dieser Seite. Neujahr, Januar(loch), Fasnacht, Ostern, Frühling, alles verging rasend schnell. Und nun sind wir schon wieder Mitten im Sommer.

 

Was ist also geschehen seit meinem letzten Blog. Ein kleines Update meinerseits:
Im Januar absolvierte ich meine ersten Semesterprüfungen an der Fachhochschule (6 von 7 Modulen bestanden!). Auch im Januar stand ich wieder auf der Theaterbühne. In Härkingen spielten wir das Stück "Meersicht". Im Frühling holte mich dann der Studienalltag wieder ein und ich startete mein zweites Semester. Dies bedeutete lesen, lesen, lesen, lesen... (Kein Wunder, dass so die ultra spannende und interessante Dean Martin Biographie leider noch praktisch unberührt ist).
Im April wurde ich dann wieder ein Jahr älter und als sich dann plötzlich der Mai verabschiedete und der Juni wie im Flug verging, rückten die Prüfungen des 2. Semesters bedrochlich näher. So hiess es im Juli wieder lernen, lernen, lernen... 
Danach 2 Wochen Hard-Core-Prüfungszeit. Auch mussten wir in diesem Semester erstmals eine Projektarbeit durchführen. Wir führten eine Marktforschung über "Theater" durch. Mit einem Notenschnitt von 5.5 war dies ein voller Erfolg.
Nun stehen die vielen vielen Blätter und Bücher des zweiten Semesters wieder im Schrank und ich warte gespannt auf die Prüfungsresultate und den Start des 3. Semesters. Doch zuerst FERIEN!

Neben dem Studium lief natürlich noch sehr viel mehr und einige dieser Sachen möchte ich euch nicht vorenthalten.


Schweizer-Reise im Februar
In meinen Studien-Ferien musste ich mich irgendwie beschäftigen. Denn ausser mir waren natürlich alle (Familie und Freunde) am arbeiten. So unternahm ich an einem Mittwoch eine Zugreise durch die Schweiz. Um 7 Uhr morgens stieg ich in Solothurn in den Zug und erst 13 Stunden später kam ich wieder in Solothurn an. Dazwischen lagen Stationen wie Zürich, Chur, Operalppass, Andermatt, "Chilleli vo Waasen" (3 Mal), Luzern. Oder anders gesagt, ich fuhr die Glacier-Express strecke.
Unglaublich wie schön die Schweiz eigentlich ist. Wozu braucht man Sommerferien am Strand, wenn man stattdessen einen sonnigen Nachmitag am Luzernersee verbringen kann. Oder wozu die schönen Landsschaften von Kanada, wenn man nur einmal das Rohnentahl runterfahren kann.

 

 

Luxuriöser Ausflug
Ein weiteres Highlight in diesem Halbjahr war ein Geburtstagsgeschenk, welches ein paar Freunde und ich einem Kollegen schenkten. Fondue-Chinoise essen im Casino in Bern. An sich noch nicht besonders speziell. Doch wir liessen es uns nicht nehmen und bestellten das Ganze inklusive einer Limousine, welche uns chauffierte. MEGA COOL! 

 

Ein anderes persönliches Highlight war die diesjährige Oscarverleihung. Endlich bekam der Kult-Reggisuer Martin Scorsese einen Oscar. War schon lange überfällig! Ich erinnere nur an Filme wie Casino oder Goodfellas. Sein neuster Film (Departed)bekam dann auch noch den Oscar für den "Besten Film". Departed ist wirklich wieder ein Kunstwerk. Andere Filme waren ebenfalls sehr sehenswert in diesem Jahr. Ich erinnere nur an den neuen Marc Forster Film "Stranger than fiction" oder natürlich den Abschluss der Jack-Sparrow-Saga Fluch der Karibik. Auch in diesem Jahr, schieden die Kloten-Flyers wiedermal gegen Lugano in den Playoffs aus, die Openairsaison begann mit Regenfällen am Greenfield und auf dem Gurten und das Wetter spielte sowieso verrückt. Meine Schwester hat die Matura geschafft (Bravo!), das Märetfescht ging über die Bühne, Solothurn erwachte mit dem Sommeranfang wieder zum Leben, der euro2008-Countdown wurde eingeleutet (mit den Maskottchen Trix und Flix ;-) ), Federer gewann wieder Wimbeldon, das live-earth Konzert fand statt (auf 5 Kontinenten gegen bzw. für das Klima), auch Prinzessin Diana bekam ein Gedenk-Konzert, DJ Bobo verpasste den Eurovisions-Finaleinzug (Switzerland 0 Points), die Simpsons kamen endlich auf die grosse Leinwand und gerade eben kam der letzte Potter-Band in die Läden. War einiges los also bis jetzt.

 

Nun noch ein kleiner Blick in die Zukunft.
Am Mittwoch fliege ich mit Freunden nach London. 5 Tage werden wir die englische Hauptstadt besiedeln.
Danach steht noch das Openair Gampel auf meinen Programm und ich werde endlich die Dean Martin Biographie zu Ende lesen ;-). Im September beginnt dann das 3. Semester an der FH und am 3. und 7. November stehe ich wieder mit der Theatergruppe Heinz Sollberger auf der Bühne.

 

Es bleibt mir noch zu sagen...
Heute ist nicht alle Tage, ich komm wieder, keine Frage!

Und zwar bald. Versprochen. Nächster Bericht nach London...

Grüsse


Zurück im Alltag

Posted at 02:45, 24 December 2006

So meine lieben Leserinnen und Leser 

Nun finde ich endlich einmal Zeit, mich zu melden. Ich bin vor einer Ewigkeit gut hier in der Schweiz angekommen. Der Alltag hat mich gnadenlos wieder in seine Fänge genommen. Trotzdem habe ich endlich einmal Zeit gefunden einen neuen Blog zu schreiben. Ebenfalls habe ich das Design der Page geändert, ich hoffe es gefällt euch! 

 

Nun lohnt es sich kurz noch einmal zurückzuschauen, nämlich nach Toronto, Kanada. Dort begann am 06.10.2006 mein letzter Schultag. Dies hiess ich musste mich von allen Kolleginnen und Kollegen verabschieden. Was bedeutete:

- unzählige E-Mail und MSN-Adressen austauschen

- erstaunte, traurige, freudige oder empörende Blicke der anderen, welche noch bleiben müssen oder wollen, entgegennehmen

- und mit vielen Floskeln um sich werfen (Ja, ich werde mich melden / Danke, ich werde gut nach Hause kommen / Ich wünsche dir noch eine schöne Zeit usw.) 

Danach ging ich natürlich noch ein letztes Mal ins Buffet-Restaurant Mandarin essen, mhhhh fein! Danach Heim um langsam aber sicher meine Koffer zu packen. Am Abend gings dann (es war Freitag-Abend, na wohin wohl?) natürlich zum Pokern in mein Stamm-Pub Shooless-Joe. Auch dort wurde wieder eifrig "gfötelet", Adressen getauscht usw. Da es mein letzter Abend war, zahlten mir unzählige Leute ein Bier, sodass es gegen Ende noch recht lustig wurde . Danach das letzte Mal auf den Heimweg, das letzte Mal in dem Bus nach Hause, war schon ein merkwüriges Gefühl.


 Am nächsten Morgen packte ich dann endgültig alles in meine 2 Koffer (waren die Koffer kleiner geworden??!! Irgendwie fehlte Platz!) Ich musste wirklich auf die Koffer setzen um sie zu schliessen.
Nachdem ich mich dann von meinem Zimmer, der Wohnung und der Familien verabschiedete (meine Host-Mutter war krank) machte ich mich mittels ÖV auf den Weg zum Flughafen.

 

Als ich die anstrengende Reise, mit 2 schweren Koffern, einem zusätzlichen Poker-Set und einem Rucksack hinter mich gebracht hatte, stand ich am Flughafen die "Schlange" zum einchecken. 40 Minuten waren vergangen, als ich endlich vor der netten Angestellten der British-Airways stand. Sie teilte mir mit, dass mein Flug nach London Verspätung hatte und ich so den Weiterflug in die Schweiz verpassen würde. So musste ich in eine andere "Schlange" stehen, um meinen Flug umzubuchen, bevor ich dann nochmal an den Schalter der nette Dame musste um mein Gepäck einzuchecken. An dem Schalter, beiwelchem man umbuchen musste, standen viele Österreicher, Deutsche und Schweizer welche in Panik waren, weil sie nicht genau wussten was ihnen soeben auf Englisch mitgeteilt wurde. War amüsant . Schlussendlich klappte dann doch alles wunderbar. Jetzt hatte ich aber noch ca. 5 Stunden Zeit bis zum Abflug, welche ich mit shoppen, schlafen, essen und Hockey schauen verbrachte.

 

Der Nachtflug nach London verlief dann ohne jegliche Probleme und ich konnte wieder gut 4 Stunden schlafen. In London hatte ich nach der Sicherheitskontrolle (Achtung: Neu muss man sogar die Schuhe ausziehen und durch den Video-Scanner lassen!!!) wieder gut 2 Stunden Zeit bis zum Weiterflug. Easy also!
Europa, da war es also wieder! Ich verspürte es schon am Flughafen in London und hatte grösste Lust, noch 2 Tage in der englischen Hauptstadt zu verbringen (wenn man schon Mal hier ist ). Jedoch warteten Familie und Freunde ungeduldig daheim. Also nichts wie ins Flugi und nach Zürich.

 

In Zürich verlief dann alles reibungslos (Passkontrolle, Zoll, Gepäck) und ich betrat endlich wieder Schweizer Boden!!! Ich wurde von meinen Kollegen (Fäbu, Richu, Chrigu) empfangen (mit einem Willkommens-Ballon - mega herzig ;-) ) und dann mit ihrem neuen Auto heimchauffiert. Daheim wartete dann meine Familie (inkl. meinen Groseltern) mit einem Käse-Fondue auf mich. Hmmm mega fein. Schlussendlich fiel ich dann um 23 Uhr müede in mein Bett.

 

Noch oft denke ich zurück ins ferne Kanada und es gibt Momente, indenen mich das Fernweh wieder packt. Ich hatte eine wunderbare Zeit in Toronto und würde diese Erfahrung um keinen Preis mehr eintauschen. Ich möchte allen danken, welche mir diesen Trip ermöglicht haben und mich gedanklich begleiteten. Und was für mich klar ist, ich war nicht zum letzten Mal in Toronto, Kanada. So schauen wir doch noch einmal auf die wunderschöne Skyline von Toronto

 

Nun ein kleiner Zeitsprung:
Nach der Heimkehr hatte ich 2 Wochen Zeit um mich auf mein Wirtschafts-Studium an der FHNW vorzubereiten. Nun bin ich schon seit 2 Monaten Student in Olten es gefällt mir sehr. Ich brauchte zwar einige Wochen Einarbeitung ins Studienleben, doch jetzt läufts recht gut. Die Schulgebäude sind riesig und mit allem ausgestattet was einem das Lernen erleichtert. In meiner Klasse fühle ich mich sehr wohl und wir haben mehr oder weniger akzeptable Dozenten . Als Student geniesst man hier über viele Freiheiten. Man teilt sich den Tag meist selber ein (Was lerne ich wann? Was bringt diese Vorlesung? Wie kann ich diese Stunde am besten nutzen?) man muss immer schön die Opporunitätskosten (dies ist ein Wirtschafts-Fachausdruck) berücksichtigen, wenn man mit einer Arbeit beginnt. Natürlich kann man nicht immer nur lernen, so habe wir natürlich auch schon ein Weihnachtsessen, ein Apero und diverse "Sitzungen" in der Mensa oder in einem Kaffee hinter uns gebracht, hehe. Ende Februar stehen die Semesterprüfungen an und somit beginnt nun wohl die stressige Zeit.

 

Kaum war ich wieder in der Schweiz, ging es auch schon theatermässig weiter bei mir. Wir hatten unsere alljährliche T****raufführung mit der Theatergruppe Heinz Sollberger. Da ich im Ausland war konnte ich in diesem Jahr nicht auf der Bühne spielen und half für einmal im Hintergrund. So sah ich das Ganze einmal aus einem Blickwinkel, was auch sehr interessant war. Weitere Infos über unseren Verein (www.mittelpunkt.ch). Auch in Härkingen wirke ich in dieser Saison wieder mit. Wir proben gerade das Stück "Meersicht" welches wir dann am letzten Januar- sowie am ersten Februar-Weekend aufführen werden. Ich freuen mich riesig wieder auf der Bühne zu stehen!

 

 

Nun freue ich mich auf die Festtage. Die Altjahrwoche werde ich jedoch noch mit viel Studienarbeit verbringen, danach geht es dann am 31. Dezember mit Freunden nach Grindelwald um dort ins neue Jahr zu "rutschen". Wird sicher super!

 

Ich wünsche euch allen eine schöne Weihnachtszeit und einen guten "Rutsch" ins neue Jahr. Ich hoffe ihr werdet auch im neuen Jahr ab zu zu auf meine Blog-Seite schauen und meine Berichte lesen (und fleissig eure Kommantare abgeben!).

In diesem Sinne
WeckyWicky

 

P.S.: Bitte Vorsicht mit den guten Vorsätzen ins neue Jahr. Sie werden sowieso nicht eingehalten. Hehe!

 

 


WeckyWicky in Toronto Teil 8 - Bye Bye Toronto

Posted at 08:07, 4 October 2006 in Wicky goes KANADA

Hallo zusammen

So, ich habe nun meinen ersten "Frei-Tag" eingeschaltet, seit ich hier bin (gut manchmal bin ich nicht in die C-Klasse gegangen, jedoch lernt man in dieser nun wirklich nichts!).
Ich hatte einiges zu tun heute. Erstmals musste ich meine Taxen zurueckfordern. Man kann hier bei jedem Einkauf der ueber 50 Dollar war, die Taxe zurueckfordern (natuerlich nur wenn man "Auslaender" ist). Auf jeden Einkauf wird eine 6%- und eine 8%-ige Taxe aufgeschlagen. Die 6% Taxe bekommt man zurueck. Ich musste mit Flugbillet, Pass, Kassenbelege und Kreditkarte zu diesem  Tax-Office gehen. Meine Taxen beliefen sich auf 37 Dollar, welche ich zurueckbekommen sollte. Nun aber der Skandal: Dieses Tax-Office verlangt selber eine Taxe vom 15!!!! Dollar. So waren es halt am Schluss nur noch 12 Dollar. Aber immerhin.
Ebenfalls ging ich zu einem Kleingeld-Wechselautomaten. In meiner Zeit hier sammelte ich so viele 1-, 5-, 10-, 25 Cents-Geldsteucke, welche man nur muehsam wieder losbringt. So ging ich nun mit einem Plastiksack voller Geldstuecke zu diesem Automaten und bekam eine 20 Dollar Note zurueck.
Danach lief ich zum letzten Mal durch das riesige Eaton-Center. Diesmal nahm ich mir vor, das ganze Center abzulaufen. Das heisst, man faengt beim untersten Level an und laeuft von der Queen-Subway-Station zur Dundas-Subway-Station, danach geht man ein Level hoeher und laeuft von Dundas zu Queen, dann wieder hoeher usw. Nach 2 Stunden war ich durch !




Ebenfalls inspizierte ich heute den Weg zum Flughafenbus, damit ich dann am Samstag keine kurzfristigen Probleme mehr bekomme. Der Busfahrer war ja heute wieder extrem gut gelaunt. Nachdem er mitten auf dem Weg anhielt und sich im "Tim Hurtons" einen Kaffee und einige Bagels goennte (was uebrigens im ganzen Bus keinen Mensch stoert. Schliesslich hat ja auch der Busfahrer das Recht auf eine Pause) war er sogar noch zu einigen Witzen aufgelegt. Als wir die Endstation erreichten sagte er "We're arriving in Miami Beach... ahh sorry York Mile Subway Station" und danach wie ein Pilot "Bitte stelle sie ihre Sitze in Originalposition. Wir haben den Zielort erreicht. Es ist bewoelkt und 15 Grad warm. Geniessen Sie ihren Aufenthalt". Crazy. (Uebrigens nicht der einzige Busfahrer hier, der diesen Witz praktiziert, hehe).

Am Sonntag ging ich ans langersehnte Hockey-Game Toronto vs. Detroit. Ich erwartete viel, wurde aber ein bisschen enttaeuscht. Das Stadium ist unglaublich, die Spieltechnik der Spieler auch, aber die Stimmung im Stadium. Hallo??!!??. Keine Fankultur hier in der NHL. Wo bleiben die grossen Fahnen, wo bleibt die Fankurve, wo bleiben die Faengesaenge waehrend des Spiels? Einfach nichts, die Leute sitzen Still in ihren Sitzen und schauen dem Spiel zu (scheint fast so, als ob sie die Spieler nicht stoeren oder ablenken moechten). Irgendwie mega "Strange". Auf der einen Seite ist Kanada das Hockey-Land ueberhaupt, jeder hier ist bereit fuer sein Team (die Toronto Maple Leafs) zu sterben, aber Emotionen zeigen im Stadium = Nein. Na ja, sage nur, kommt mal in die Schweiz! (Aproppo Hockey. Meine Flyers "rocken" ja extrem im Moment )




So, jetzt heisst es wirklich Abschied nehmen. Folgende Sachen werde ich vermissen hier:
- Die Offenheit und Freundlichkeit der Leute
- Meine Pokerrunde
- Das taegliche Sirenengehaeule von Feuerwehr-, Polizei- oder Krankenwagen (egal wo man ist und um welche Zeit, man hoert es mehrmals am Tag.)
- Meine Mitschueler aus den verschiedenen Laendern mit den verschiedenen Kulturen
- die unglaubliche Anzahl an Pubs
- Das Bier "Richard-Red"
- Die super Kinos hier
- Die direkte und unverbluemte englische Sprachkultur
- Diese Blogs an euch zu schreiben
- "Friends" und "Family Guy" auf Englisch schauen zu koennen
- Das unglaublich gute OeV System
- Die Skyline von Toronto bei Tag und bei Nacht
- Meine Host-Family
- Meine Pokerrunde (hmm, habe ich dies jetzt 2 Mal erwaehnt? Komisch...)

Am Samstag gehts also back home. Ich danke euch, dass ihr solchen Spass an meinen Berichten hatten und freue mich, euch bald persoenlich wieder zu sehen. Den letzten Toronto-Blog schreibe ich dann aus der Schweiz noch.

See you soon
Rolf



WeckyWicky in Toronto Teil 7 - Grossstaedte, daneben NICHTS

Posted at 07:03, 27 September 2006 in Wicky goes KANADA

Guten Tag

So ihr habt schon lange nichts mehr von mir gehoert. Es geht mir aber immer noch gut hier.

Dieses Weekend war ich zum ersten Mal seit ich hier bin raus in die wilde Natur von Kanada gefahren (Ok, das wildeste was ich sah waren die Autobahnraststaetten ). Ich fuhr mit einem von der Schule organisierten Trip (wir waren ca. 60 Personen) nach Quebec, Montreal und Ottowa. Am Freitag Abend um 10.30 pm begann unsere Reise. Die Fahrt nach Quebec-City dauerte ueber 9 Stunden (Durchschnittsgeschwindigkeit des Busses: 80 km/h. Da kommt man ja nirgends hin!) Wir kamen frueh am Samstag Morgen mit wenig Schlaf in Quebec an, wo es dann auch gleich eine Walking-Tour gab. "Old Quebec City" ist eine wunderschoene Stadt. Wenn man durch die engen Gaesschen lauft meint man, man sei in Frankreich oder in Italien.




Appropo Frankreicht. Als ich am Samstag morgen nach einem kurzen und unruhigen Schlaf im Car aufwachte und aus dem Fenster schaute... Schock! Alles nur noch Franzoesisch. Quebec gehoert naemlich zu dem franzoesisch-sprechenden Part von Kanada. Wenn man in ein Restaurant oder in einen Laden geht wird man statt mit "Hello" mit "Bonjour" angesprochen. Ich versuchte irgendwo in meinem Hirn wieder einige franzoesische Woerter auszugraben. Jedoch war dies ein Ding der Unmoeglichkeit, alle Woerter kamen mir nur noch auf Englisch oder Deutsch in den Sinn. Jedoch konnten die meisten Leute in Quebec-City und Montreal beide Sprachen sprechen und im Mac Donalds kann man ja nur Combo 6 sagen, Hehe. Als wir dann nach der Walkingtour um 4 pm in unserem 4 Sterne Hotel (WOW, 4 Sterne Hotel an beien Tagen) unser 4er-Zimmer beziehen konnten, war ich froh, dass wir Zeit fuer ein Nickerchen hatten. Am Abend ging es dann in ein wunderschoenes italienisches Restaurant und danach noch ein bisschen ins Nachtleben von Quebec-City.
Am Sonntag morgen fuhren wir dann weiter nach Montral. Immer noch Franzoesich :-). Vom Charakter war Montreal ganz etwas anderes als Quebec-City. Montreal sieht schon eher nach einer typischen nordamerikanischen Stadt aus, mit seinen Wolkenkrazern usw.. Jedoch ist es eine recht kompakte Stadt, nicht so weitlaeufig wie Toronto. Auch hier hatten wir wieder ein 4 Sterne Hotel, ein gutes Nachtessen und anschliessendes Nachtleben!




Am Montag morgen ging es dann zu unserem letzten Stop, in die Hauptstadt Kanadas, nach Ottowa. Ottowa liegt genau auf der Grensze der beiden Staaten "Quebec" und "Ontario" (Toronto lieg in Ontario) und so wird auf der einten Seite der Stadt Franzoesich, auf der anderen Englisch gesprochen. Ottowa ist gepraegt von zig wunderschoenen Parlamentsgebauden und Botschaften.




Am Abend machten wir uns dann wieder auf den Weg zuruck nach Toronto (5 Stunden Rueckfahrt).
Was mir auf dieser Reise am meisten "eingefahren" ist, ist die unglaubliche Weite dieses Landes. Der Osten von Kanada hat einige groessere Stadte (Montreal, Toronto, Ottowa) aber daneben ist mehr oder weniger Nichts. Waelder, Faelder, Farmen oder Tankstellen sieht man waehrend einer Fahrt auf dem Highway. Von einem Dorf oder einer kleineren Stadt ist meistens weit und breit nichts zu erkennen. Wenn man aber irgend zu einer groesseren Ansammlung von Hausern kommt, findet man gleich alles auf einmal, Tankstellen, Laeden, Restaurants. Und dann wieder kilometerweit Nichts. Ist wirklich erstaunlich, diese Weite.

Am Weekend vor einer Woche erledigte ich noch die letzten Sehenswuerdigkeiten hier in Toronto, welche ich auf meiner Liste hatte. Ich war in Chinatown und im Zoo. Ich erwartete etwas wie die "National Exebithion" vom Toronto Zoo (lieblos hingestellte Kaefig und so) doch ich wurde total eines besseren belehrt. Der Zoo von Torobnto ist wunderschoen und die Tieren haben unglaublich viel Platz um zu leben.




Ebenfalls mussten wir uns letzten Freitag wieder einmal von einigen Leuten verabschieden, denn eine weitere Schulperiode war zu Ende und die Klassen wurden wieder durcheinandergemischt.




Hier ist es vielleicht mal an der Zeit, ein bisschen von den Studenten zu erzaehlen, welche hier tagtaeglich in meine Schule gehen. Im Grossen und Ganzen kann man sagen, es gibt drei Arten von Studenten. Asiaten, Europaerer und Suedamerikaner. Und diese drei Gruppen unterscheiden sich recht gross voneinander. Die Asiaten sind freundlich (ueberfreundlich), interessiert (manchmal ueberintressiert, ich kann sagen: "Ich wohne in der Schweiz", dann kommt "ahh really, WOW". Ich kann sagen: "Ich esse gern Pasta" dann kommt "ahh really, WOW") sehr bescheiden und sehr sehr sehr fleissig. Ich habe noch nie so disziplinierte Schueler gesehen. Die meisten schreiben wirklich jedes Wort, dass der Lehrer sagt auf und sie reden den Lehrer meistens mit "Teacher" an. Bis jetzt konnte ich es mit den Asiaten wirklich sehr gut, manche sind zwar ein wenig zu verschlossen und zu schuechtern, doch mit den meisten kann man es wirklich sehr lustig haben.
Die Suedamerikaner sind dann das exakte Gegenteil von den Asiaten. Diese sind unheimlich offen, warmherzig, spontan. Jedoch meistens auch oberflaechig und ein wenig arrogant (sehr von sich selbst ueberzeugt). Bis jetzt konnte ich mich nicht so mit dieser Mentalitaet anfreunden. Redet man zum Beispiel mit einem Brasilianer kommt in jedem 2. Satz von ihm das Wort Brasilien vor :-).
Als dritte Gruppe haben wir die Europaere (die meisten aus der Schweiz und Deutschland), diese sind dann wiederum die "auf dem Boden gebliebenen". Sozusagen ein mittelwert der beiden anderen Extreme. Die Europaerer sind auch die diszipliniertesten, was das Englisch sprechen in der Schule anbelangt. Bei den Asiaten oder den Suedamerikanern wechselt die Sprache sobald die Schulglocke ertoent ;-).
Ist wirklich interessant, wenn man so viel Leute aus den verschiedensten Laendern trifft. Wohl bisher eine meiner groessen Erfahrungen die ich in diesen 10 Wochen machte. Ebenfalls muss ich natuerlich noch anfuegen, dass dies nur Allgemein gesprochen ist und natuerlich von Mensch zu Mensch unterschiedlich ist.

Schulisch habe ich nun fuer die letzten 2 Wochen von "General English" zu "Business English" gewechselt. Sehr interessant.

Nun habe ich also nur noch ein Weekend. Krass! Werde mich also an diesem Weekend schon nach Souverniers umschauen muessen und mal den Rueckflug bestaetigen. Hmm, ploetzlich kommt irgendwie eine Aufregung in mir auf. Ich weiss nicht genau wieso. Entweder weil ich nur noch so wenig Zeit hier habe und dies alles ein wenig vermissen werde, oder weil ich mich so sehr auf die Schweiz freue. Wird wohl irgendeine Mischung sein.

So, ich werde mich wohl naechste Woche noch einmal melden. Wuensche euch eine schoene Woche und freue mich auf weitere Mails.

Rolf


WeckyWicky in Toronto Teil 6 - es wird ruhiger

Posted at 06:06, 14 September 2006 in Wicky goes KANADA

Hallo zusammen

Habe schon lange Nichts mehr geschrieben, dies hauptsaechlich aus dem Grund, dass es ruhiger geworden ist hier. Alle Schul-Activitys habe ich schon im ersten Monat gemacht (sind in diesem Monat genau die selben) und unsere Clique ist stark geschrumpft. So gibt es nun mehr Abende welche ich daheim verbringe und so finde ich endlich auch mal ein bisschen Zeit um zu lesen und so.

Am letzten Samstag ging ich erstmals auf die Insel von Toronto "Toronto Island". Mit der Faehre gehts 15 Minuten weg vom kanadischen Festland (der Blick auf die Skyline von Toronto ist einfach immer wieder atemberaubend. Kann mich nicht sattsehen) auf die Insel. Ich ging schon um 13.00 Uhr so hatte ich vor den Konzerten genug Zeit mich auf der Insel ein bisschen umzuschauen.  Die Insel waere wirklich mega schoen, wenn wir nicht in Kanada waeren, wo man natuerlich die Haelfte dieser schoenen Naturlandschaft mit einem Freizeitpark fuer Kinder zwischen 3-12 Jahr verbaut. So war die Haelfte der Insel ein Freizeitpark, die andere Haelfte das Festivalgelande. Super... Schnell merkte ich, dass Musikfestival nicht = Musikfestival ist. Von einer Schweizer Festivalmentalitaet war weit und breit nichts zu spueren. Hallo??? Das Konzertgelaende war so unkompakt wie nur moeglich konzipiert worden (nicht der kuerzeste sondern der weiteste Weg wird jedesmal bevorzugt) und die einzelnen Staende waren einfach lieblos auf die Insel gestellt worden. Wie soll denn da eine richtige Konzertstimmung aufkommen? Fuer das Essen muss man sich muehsam Ess-Bons holen (auf dem gesamten Gelaende 2 Menus: Frites und Burger oder Frites und Hot-Dog) und Alkohol konnte man nur in bestimmten abgeriegelten Zonen trinken (also nicht zu Konzert ein Bierchen...)
Die Bands die ich hoeren wollte waren aber dann absolut Hammer!!! "MUSE" ist wirklich eine der besten Live-Bands der Welt, und auch Starsoiler, Gnais Barklei, Phoenix und The Flaming Lips waren auch sehr gut. Ach ja, dies war auch noch so eine Geschichte: "The Flaming Lips" waren als Hauptact gebucht worden und viele der Festivalbesucher zahlten 50 Dollar, nur um diese Band zu sehen. Nach Zeitplan sollten die Lips um 21.30 Uhr beginnen und den 1. Festivaltag um 23.00 Uhr abschliessen. Jedoch war die Organisation der Main-Stage eine Stunde hinter der Marschtabelle und so begannen die Lips um  22.30 Uhr. Kein Problem, dachte ich, dann geht das Festival halt eine Stunde laenger. Die Lips sorgten wirklich fuer Stimmung und zeigten eine riesige Buehnenshow (die Buehne wurde 45 Minuten umgebaut fuer diese Band). Um Punkt 23.00 Uhr sagte der Saenger ploetzlich: "Danke das wars, wir muessen nun aufhoeren weil die letzte Faehre in einer halben Stunde faehrt." Restlos alle Besucher waren ausser sich. Was ist dies fuer eine Organisation! Ich kann diese Geschichte bis heute immer noch nicht richtig glauben. Entweder sollte doch die Faehre flexibel sein, falls nicht, muss die Organisation des Fatival halt scheuen, dass keine Verspaetung entsteht und jede Band ihr Pensum spielen kann. Stupid!




Am Sonntag ging ich dann in das "Ontario Science Museum". Ist mehr oder weniger das gleiche wie das Technorama in Winterthur. Die Hauptattraktion war das IMAX Kino. War atemberaubend. Die Leinwand ist nicht gerade (wie in der Schweiz) sonder kugelfoermig und geht bis ueber deinen Kopf. So bist du wirklich im Film drin. War Klasse!

Und gestern dann das absolute Highlight der letzten Tage, das Torotno Filmfestival. Meine erste Film-Gala. Ich war sehr gespannt was mich erwartet und so ging ich schon 60 Minuten frueher. Was jedoch nichts brachte, denn ich musste 60 Minuten draussen anstehen. Die Gala war in der Roy Thomson Hall, welche die Oper von Toronto ist (jedoch multifunktional zu gebrauchen).




Um 21.30 UHr konnten wir dann rein in den riesigen wunderscheonen Kinosaal und es ging auch gleich los. Nach einer kurzen Anspache des Festivaldirektors kam der Regiseur des Filmes "Paul Verhoeven" (Basic Instinct, Hallow Man) und erzaehlte etwas ueber den Film. Danach kam die Hauptdarstellerin welche ein bisschen ueber ihre Rolle auskunft gab. Als sich der Reggiseur dann auf seinen Platz im Saal begab (er war in unserem Kinosaal und schaute den Film mit uns.) konnte der Film beginnen. Es war ein klasse Film ueber den 2. Weltkrieg. Sehr unverbluehmt und real werden die schrecklichen Szenen dargestellt und doch ist eine nette Geschichte dahinter. Der Film wurde in der Original-Sprachversion gezeigt und da es eine Niederlaendische/Deutsche/Englische Produktion war, wechselte die Sprache immer wieder. Manchmal war ich ein wenig verwirrt, Hollaendisch toent manchmal wie Mundart, und wenn Deutsch gesprochen wurde las ich manchmal automatisch die englischen Untertitel (die Sprache war mir manchmal irgendwie fremd). Nach dem Film gab es eine verdiente Standing Ovation fuer die Crew und jeder Besucher konnte eine Filmbewertung ausfuellen. Diese Gala war wirklich ein besonderes Erlebnis.

Hier in Toronto habe ich letzte Woche einen Hauch von New York entdeckt. An der Kreuzung von Young/Dundas fand ich die kleine Ausgabe vom Timesquare in New York. Mit dem HardRock-Caffe, den grossen Video-Screens und einem angeregten Menschentreiben rund um diese Kreuzung ist dies ein wunderbarer Plazt um einen schoenen Abend zu geniessen.




Hier in Young-Dundas beginnt auch das riesige Untergrund-Labyrinth von Toronto, genannt "PATH". Man kann von hier aus durch ganz Downtown-Toronto laufen und zwar unter dem Boden. Ist nicht sehr spannend (Laeden, Food-Courts, Nichts) aber an einem regnerischen Tag ist dies wirklich sehr praktisch. Ebenfalls erstaunlich, das riesige Shopping Center  "Eaton Center"  beginnt bei  der Subwaystation Dundas und  zieht sich hin bis zur naechsten Station "Queen". Crazy.

So, habe nun nur noch 3 Wochen hier! So musste ich einen Plan aufstellen um alle Sachen noch machen zu koennen bevor ich diese Stadt verlasse. Dieses Weekend steht der Toronto-Zoo und Chinatown auf dem Programm. Das Wetter spielt sogar mit, es wird 28 Grad am Weekend. Sehr gut.

Ok, melde mich naechste Woche wieder.

Gruesse Rolf


WeckyWicky in Toronto Teil 5 - Let's play

Posted at 08:54, 4 September 2006 in Wicky goes KANADA

Halli Hallo

Nun habe ich Halbzeit hier in Toronto und es laeuft immer noch alles gut. Nach 5 Wochen in so einer riesen Stadt fuehlt man sich hier nun langsam wie zu Hause. Alle Vorgaenge laufen automatisch und man weiss, was wo ist.

So kurz dieses Weekend aufrollen. Ich sitze nun wieder in meinem Cyber-Caffee (super Computer zu einem sehr billiger Preis) weil heute wieder einmal ein Feiertag in Ontario ist.
Am Freitag ging ich Pokern und wurde 13ter von ca. 60 Personen.
Am Samstag regnete es den ganzen Tag, weil der Sturm "Ernesto" nun auch in den Norden gefunden hat. Dies hielt mich aber nicht davon ab, mich Downtown zu bewegen und meine restliche Zeit hier zu verplanen. Ich kaufte mir ein Ticket fuer ein Musikfestival auf den Toronto Islands (1 Tag) und ein Ticket fuer den Film "Black Book" am Toronto Filmfestival. Es ist ein "Gala-Ticket", dies beduetet es wird die Erstauffuehrung dieses Filmes sein und die ganze Cast des Filmes wird vor Ort sein und allfaellige Fragen beantworten. Eine Gala... hmm da muss ich mich dann wohl in Schale werfen. Ebenfalls ging ich ins Air Canada Center um ein Ticket fuer ein Hockey-Spiel zu kaufen. Und dies war ein sehr schweres Unterfangen.  Eigentlich wollte ich  ein offizielles Saison-Spiel schauen gehen, denn die NHL-Saison startet in der letzten Woche inder ich hier in Toronto bin. Jedoch sagte mir die Frau am Schalter, dies sei nicht moeglich, weil diese Tickets nur im Internet in Verkauf gehen und innert zwei Stunden werden die ersten 10 Spiele Ausverkauft sein!!!!!!!! So kaufte ich dann ein Ticket fuer das letzte Vorbereitungsspiel Toronto-Detroit. Die Preise sind amazing, die Preisskala geht von 20-200 Dollar fuer ein Spiel. Ich entschied mich fuer die 2. letzte Kategorie (45 Dollar), dies wird wohl ganz ganz weit oben im Stadion sein. Spaeter erzaehlte ich dann einigen Kanadier (Pokerfreunde) von meinem Kauf und die sagten mir, ich hatte grosses Glueck, meist seien diese Spiele schon viel frueher Ausverkauft. Toronto und New York seien die schwersten Orte der NHL um ein Ticket zu bekommen. Ein Ticket fuer ein Saison-Spiel (und es gibt 82 davon!!) bekommt man hier nur ueber Beziehungen oder mit riesigem Glueck und die Preise auf dem Schwarz-Markt belaufen sich auf ueber 1000 Dollar pro Spiel!!! Sie sagten mir, dieses Vorbereitungsspiel wird der Hammer werden !
Am Abend ging ich dann ins Kino in den Horrorfilm mit Nicolage Cage namens "The Wickerman". Bin ca. 10 Mal gestorben waehrend dem Film. Ist so ein richtiger "Kino Casablanca Film" (mit einem "Hide and Seek"-Haus. Keine Ahnung wieso die Filmemacher in jedem Horrorfilm das selbe Haus verwenden). Aber der Film ist echt gut, wirklich zu empfehlen.
Am Sonntag ging ich zu CNE (Canadian National Exebithion). Alle Leute hier von Toronto sagten mir, dies muss man unbedingt sehen wenn man hier ist und dies war das letzte Wochenende dieser Austellung. Es war nicht soooo spannend. Ist das selbe wie die HESO oder die BEA und das Hauptaugenmerk der meisten Besucher gehoert nicht den Ausstellern in den Hallen sondern der grossen Chilbi ausserhalb, aber die Einwohner hier gehen Crazy wenn sie das Wort CNE hoeren, hehe.


 

Einer von den besten Tagen bis jetzt hier, war der Sonntag vor einer Woche. Jedoch fing er nicht so gut an. Ich ging mit zwei anderen Schweizern in den "Outlett Dixie Market" nach Mississauga (auch einer andere Stadt, nicht Toronto). Wir reisten ca. 1.5 Stunden mit Subway und Bus und Taxi! (weil der letzte Bus, den wir nehmen mussten, kein Sonntags-Service hat). Als wir dann im Markt waren, wollte ich "dick" fuer den kommenden Winter Kleider einkaufen (weil Outlett=billig), jedoch stellte ich dann rasch fest, dass die meisten Kleider Fehler und Loecher hatten. Was die anderen Leute aber nicht davon abhielt sich auf diese Schnaeppchen zu stuerzen. Jedoch fand ich dann ein Levis-Store, der sehr gute Jeans und Hemden der letzten Saison verkaufte und so kaufte ich mir dann ein paar Jeans und ein Hemd. Wirklich gut. Danach gingen wir wieder mit Taxi, Bus und Subway zureuck. Am Abend traf ich einen anderen Schweizer und einen Mexikaner von meiner Schule, um in einem Pub in der Naehe der Schule Poker spielen zu gehen. Jeden Freitag und Sonntagt ist in diesem Pub Poker-Night, inder du gratis spielen gehen kannst. Zuerst mussten wir einen Zettel ausfuellen, indem wir unterzeichen, dass wir nicht mit Geld spielen. Wir waren ca. 50 Personen (2 Schweizer, 1 Mexikaner und der Rest Kanadier) und so spielten wir an 5 Tischen Poker. Es war mein erstes "richtiges" Pokertournier und es lief sehr sehr gut. Ploetzlich war ich unter den besten 30, ploetzlich waren nur noch 15 Spieler im Turnier und ploetzlich war ich am Final-Table!!! Als danach nur noch 8 Spieler am Tisch sassen kam der Spielleiter und "dealte" fuer uns (also er mischte und verteilte die Karten und leitete das Spiel, wie im TV auf Dsf ). Ich spielte dann recht vorsichtig und liess die anderen Spieler einander selbst "killen" und so kam es, dass ich nur noch ein Gegenspieler hatte. Und um 24.00 Uhr gingen wir beide "all in" und ich..... GEWANN! Ich und die anderen im Pub konnten es fast nicht fassen. Ein Schweizer kommt, spielt sein erstes Tournier in Toronto und gewinnt. So durfte ich am Schluss einen Gutschein von 25 Dollar mit nach Hause nehmen und ich bin irgendwie fuer das Final-Tournier des Monats August qualifiziert. Das lustige am Ganzen ist, gestern (auch Sonntag) gewann ein Schweizer Kollege von meiner Schule ebenfalls das Tournier. Sonntag ist also Schweizer-Tag.
Diese Poker-Runde ist wirklich super. Ich ging jetzt schon 3 Mal und die Leute sind unglaublich freudlich und du bist sofort einer von Ihnen. Vom 70 bis zu 16 jaehrigen, Mann oder Frau, man trifft alles an und man kann seine Englisch-Kenntnisse wirklich auf die Probe stellen. Ich denke der Punkt dieser guten Stimmung dieser Tourniere ist, dass ohne Geld gespielt wird und alles spielen nur aus fun. Werde wohl noch ein paar Mal mehr gehen, meinen Namen kennen sie jedenfalls jetzt .
Ok, was war sonst noch so letzte Woche.... Ah ja: Am Donnerstag ging ich mit zwei Schweizern und zwei Koranerinnen in ein Koreanisches Restaurant essen. Es wurde ein sehr lustiger Abend und ich lernte viel ueber die asiatische Kultur. Das Essen jedoch mag ich nicht so sehr.




Nach 5 Wochen Toronto merkt man doch langsam, dass man von der kleinen, ruhigen Schweiz kommt und sehnt sich langsam wieder nach unserer Kultur. Hier in Toronto ist einfach alles Show, Show, Show und ob dies Sinn macht oder nicht, ob dies jemanden stoert oder nicht oder ob das fuer die Umwelt gut ist oder nicht stoert hier kein Mensch. Hauptsache ist, es schaut spektakulaer aus. Kanada ist halt doch mehr USA, denn Europa. Habe aber die naechsten (nur noch 4 Weekends) noch so viel zu tun hier, dass ich auf keinen Fall schon in unsere schweizer Kulturlandschaft uebertreten  kann (naechstes Weekend Musik-Festival, danach Reise mit der Schule nach Quebec, Montral, Ottowa, usw.)

Ach ja, und in der Schule laeuft es immer noch gut. Habe eine gute neue Lehrerin fuer meine A und B Klasse, jedoch leider einen schlechten, langweiligen Lehrer in der C-Klasse (aber die ist ja zum Gleuck nur 90 Minuten lang). Und am Freitag machte ich im ersten Wochentest des Level 6, meine beste Note, seit ich hier bin. 90% der Fragen richtig. Alles ok, also.

Gut, dann wuensche ich euch eine schoene naechste Woche und schreibt fleissig eure Erlebnisse auf rkleeb@gmx.ch

Gruesse Rolf


WeckyWicky in Toronto Teil 4 - "Kater"

Posted at 02:55, 27 August 2006 in Wicky goes KANADA

Hallo zusammen

How are you?
Heute ist wieder einer dieser Tage, an denen man sich schwoert: Nie wieder Alkohol!!! Gestern mussten wir wieder Leute verabschieden, welche an diesem Weekend den Weg nach Hause antreten. Zuerst trafen wir uns in einer Bar, um uns von einem Russischen Kollegen zu verabschieden. Unser Motto in dieser Bar ist: Jede Woche, selbe Bar, selbe Zeit, doch immer wie weniger Leute . Naja. Danach machte ich mich alleine auf den Weg zum Meetingpoint unserer Schule (21.45 Uhr) um in einen Club zu gehen. Diese Woche stand der "Distrik" Danceclub auf dem Programm (House and Dance). War ein sehr schoener Club mit guter Musik, aber eifach wieder viel zu teuer. Zum Glueck muessen wir nie Eintritt zahlen, aber die Getranke sind teuer hier in Toronto (5 Dollar, 1 Bier, ohne Trinkgeld gerechnet). Als ich mich nach den ersten Getraenken zum "Washroom" begab, haute es mich schlichtweg aus den Socken: Ich machte mein "Geschaeft" und wollte mir die Haende waschen. Da stand ein Mann in Anzug mit Tuecher und Seife vor mir. Du streckst die Hand aus, er gibt dir Seife in die Hand, du waescht dir Haende und er gibt dir danach ein schoenes, ungebrauchtes, frisches, weisses Froteetuch, mitwelchem du dir die Haende abtrocknen kannst. Da fuehlt man sich wie ein Koenig :-). War ein schoener Abend, doch an den Heimweg kann ich mich nicht mehr so ganz erinnern, weiss einfach, dass ich gut Zuhause angekommen bin und dies zeigt doch, dass ich nun Toronto schon fast wie meine Hosetasche kenne .




Doch beginnen wir doch die Woche wieder von vorne. Letzten Samstag ging ich ins Kino und schaute den Film "World Trade Center". Nicht unbegingt empfehlenswert, er hat zwar ein paar gute Szenen, das ist aber dann schon alles. Am Ende hat es einfach zuviel (Es lebe Amerika, wir sind die Besten, wir retten die Welt) Szenen in diesem Film.
Am Sonntag ging ich dann ans Jazz-Festival nach "Markham". Eigentlich dachte ich, Markam sei ein Aussenbezirk von Toronto, musste aber dann merken, dass ich Toronto verliess und in einer anderen Stadt war (die Fahrzeit war 1.5 Stunden mit dem Bus, und nach einer Zeit nuetzte mein Toronto-GA nichts mehr und ich musste 2 Dollar extra zahlen). Als ich dann endlich in Markham ankam war von einem "Festival" nichts zu sehen, es gab einfach 1 Restaurant, inwelchem eine Jazzband spielte. Jedoch bekam ich von einem aelteren Man einige Jazzclub-Adressen in Downtown, so hat sich diese Reise doch noch gelohnt. Es war unglaublich, wie offen und freundlich diese Leute in diesem Restaurant waren. Es war so ein Fest, beidem jeder jeden kennt und man ist wie eine grosse Familie, ohne Hemmungen oder Blockaden. Im nu kam man ins Gespraech. Ein Grund dafuer ist wohl auch, dass die Leute schon einige Weinglaeser gelehrt hatten. Wie ich hoerte ist das das einzige "Festival" in dieser Stadt im Jahr.




Montag war dann wieder Ruhe- und Waeschetag und am Dienstag ging ich das Musical "Lord of the Rings" schauen. Schlichtweg Genial!!! Empfehle es auf jeden Fall weiter, denn es startet Anfangs Oktober in London. Unbedingt schauen gehen.
Am Mittwoch ging es dann an das langersehnte Baseball Spiel mit der Schule. WOW, dieses Stadium: Big, Big, Big mit unzaehligen Video-Screens, einem riesigen Spielfeld und einem Dach, welches sich automatisch schliesst oder oeffnet je nach Wetter (Kosten fuer schliessen bzw. oeffnen 25000 Dollar, Dauer 25 Minuten). Doch dann kam die grosse Enttaeuschung. Ich habe noch nie eine sooo langweilige Sportart gesehen. Das Spiel dauerte 2.5 Stunden und von diesen 2.5 Stunden waren ca. 30 Minuten action und 2 Stunden "warten auf action". Und keine Stimmung im Stadium, erstens war es nicht mal halb gefuellt und zweitens intressierte sich kein Mensch fuer das Spiel?! Komisch. Schlussendlich verlor Toronto mit 6:0 und ich konnte endlich nach Hause (so viel Langeweile macht muede).




Am Donnerstag nach der Schule ging ich ans Busker-Festival. Dies ist ein Strassen-Festival mit unzaehligen Strassen-Kuenstler aus der ganzen Welt, welches dieses Weekend hier in Toronto ist. Clowns, Akrobaten, Breake-Dancer, Musikanten, Magier, die ganze Pallete. Es war ein unterhaltsamer Abend.




Nun kurz zum Essen hier in Toronto. Jeden Mittag haben wir eine Stunde Zeit fuer unseren Lunch. So gehen wir jeweils ins nahegelegene Einkaufszenter. Hier in Toronto hat jedes Einkaufszenter und jede Subway-Station einen sogennanten Food-Corner (unterirdisch), an welchem man verschiedene Arten von Fast-Food Restaurants findet. "Fast-Food", wie ich dieses Wort langsam hasse...! 2 Wochen kann man sich ja von Burger und Pommes ernaehren, doch danach haengt einem das Zeug schlichtweg zum Hals raus. Und eine andere Moeglichkeit als Fast-Food zum Lunch gibt es nicht. So goenne ich mir halt nun meist einen Chicken-Salat, etwas vom Chinesen oder etwas vom Griechen. Ist zwar auch Fast-Food, jedoch eindeutig gesuender und schmackhafter. Ebenfalls eine Idee waere es, sich ein Sandwich zuzubereiten, jedoch kann man das Bort hier nicht essen (ist eine Mischung aus Kaugummi und "nach nichts schmeckendes Zeug") So faellt diese Option weg. Downtown findet man dann doch einige sehr gute Restaurants. Es gibt viel Steak-Haeuser, und in Little Italy oder Chinatown isst man ausgezeichnet und zu einem guten Preis. Jedoch sind die Preise hier mit vorsicht zu geniessen, denn die angegebenen Preise auf der Speisekarte sind ohne MWST und ohne Trinkgeld gerechnet. So kommt dann jeweils am Schluss noch 10% Tax und 15% Trinkgeld dazu. Auch in den Shops hier werden nur die Bruttopreise angegeben. Also aufpassen!
Das Essen bei meiner Familie ist gut, aber ein bisschen einfaeltig. Jeden Tag Fleisch (Poulet oder Spare-Rips) und dazu Salat und Reis, Potatos oder Teigwaren. Kann wirklich nicht klagen.

Habe gemerkt, was fuer einen hohen Lebensstand wir in der Schweiz eigentlich haben. Die Kanadier essen dieses Brot hier, weil sie nichts anderes kennen. Das gleiche ist mit dem Trinkwasser. Das Trinkwasser hier ist trinkbar, jedoch fuer uns Schweizer ungeniessbar (zu viel Chemie). Andere Studenten von Suedamerika oder Asien trinken hier ab dem Hahnen, und es schmeckt gleich, wie bei Ihnen zu Hause. Wie gut die Schweiz ist, merkt man halt erst wenn man sie verlaesst.

Schulisch habe ich jetzt die vier Wochen in Level 5 bestanden und abgeschlossen und kann ins  Level 6 wechseln. Bin froh darueber, denn falls man im selben Level bleiben muss und dies nicht moechte, hat man keine Chance dies zu aendern. Da gibt es Leute, welche weinend zum Office gehen, ohne Erfolg. Die Schule laesst nicht mit sich reden was dies anbelangt. Ist nicht so gut, denn es gibt Schueler, welche zu beginn flasch eingestuft werden und diese muessen dann in ihrem Level bleiben (mind. 4 Wochen). Ist ein negativer Punkt, dieser Schule! Sonst empfehle ich sie aber wirklich weiter.

Ok, unglaublich wie die Zeit vergeht, schon mein 4-ter Blog. Hoffe euch Schweizern geht es gut. Freue mich witerhin auf Lebenszeichen auf rkleeb@gmx.ch

Bis bald
Rolf


Wicky in Toronto Teil 3 - Viel zu tun!

Posted at 07:25, 19 August 2006 in Wicky goes KANADA

Hallo zusammen

Ja ich weiss, bin spaet mit meinem Blog, aber die letzte Woche war so vollgestopft, ich hatte immer etwas los .

Gestern war der erste "traurige" Tag hier in Toronto, ich musste Abschied von einem German-Boy, einem Swiss-Boy, einem Italian-Boy und einem Mexico-Girl nehmen, welche heute ihre Heimreise antreten. Es wird wohl jetzt jede Woche solche Abschiede geben, denn die meisten Europaerer bleiben nur 3-6 Wochen hier (die meisten Asiaten bis zu einem Jahr!!! ). So gingen wir natuerlich gestern noch eines trinken.




Aber nun wollen wir doch die letzte Woche mal von vorne aufrollen.
Letzten Freitag (also Freitag vor einer Woche..) ging ich in den "Gouvernment"-Dance-Club mit der Schule. Ich hoerte, dies sei der zweitgroesste Club der Welt und da wir mit der Schule gratis in den Club kamen musste ich natuerlich gehen (normales Ticket am Weekend ca. 40 Dollar). So ging ich um 22.00 Uhr an den Treffpunkt der Schule und wir liefen gemeinsam zu dem Club. Bevor man jedoch in den Club kann, muss man zuerst noch die strengen Sicherheitskontrollen ueberstehen. So musste ich den Pass zeigen (die ID bringt hier in Kanada ueberhaupt nichts) und als der gestresste und missglaunte Kontrollmann dann endlich ueberzeugt war, dass ich auch wirklich die Person bin, welche auf dem Pass abgebildet ist (die Passfoto ist brandneu!!!) und ich auch die Taschenkontrolle hinter mir hatte (alles aus den Hoschentaschen und der Haengetasche nehmen und auf einen Tische legen...) war ich dann endlich im Club drin. Cool dachte ich, die erste Halle ist ja riesig, aber da sind ja nur Leute von meiner Schule in diesem Club?!? Ich merkte dann schnell, dass wir nur diesen einen Raum Indoor und einen Outdoor nutzen durften. Es war also sozusagen eine Privatparty . Um den gesamten riesigen Club mit x-Rauemen nuzten zu koennen muss man wohl wirklich diese 40 Dollar bezahlen. Es wurde aber doch ein schoener Abend denn die Musik war gut und die Drinks nicht zu teuer (dies ist hier in Toronto keine selbstverstaendlichkeit, hier herrschen sehr hohe Preise fuer Getraenke aller Art). Jedoch hatte ich natuerlich ein bisschen mehr erwartet.

Am Samstag Nachmittag ging ich dann in das beruehmteste Museum von Toronto (die Hockey Hall of Fame). Unglaublich wie riesig dieses Museum ist, jedoch empfehle ich es nur Hockey angefressenen Personen, denn fuer die anderen Leute ist es wohl nicht besonders interessant. Danach wollte ich eingentlich ans Toronto-Bier-Festival. Jedoch hoerte ich von anderen Strudenten, dass an diesem Abend auch das Hot- and Spicy-Food-Festival ist und weil wir in Solothurn ja ein Bierfestival haben, entschied ich mich fuer das Food-Festival. FEHLER. Wir standen 30-Minuten fuer unser Essen an, denn das Festival war unheimlich ueberfuellt. Das Essen war aber dann sehr gut. Waehrend dem Essen lernten wir ein Toronto-Girl kennen, welches gerade erst von Berlin nach Toronto zurueckkam. Sie war in Berlin um Deutsch zu lernen, wir in Toronto um Englisch zu lernen. So ergab sich natuerlich ein lustiges Gespraech, wir auch Englisch, sie auf Deutsch .

Am Sonntag ging ich in Canadas-Wonderland. Dies ist etwa dasselbe wir der Europapark, mit der Ausnahme, dass es hier viel "groebere" Coaster gibt (mit Loopings, Schauben usw.)



Nach rund 10 Stunden anstehen-Achterbahn-anstehen-Achterbahn kehrte ich muede nach Hause zueruck.

Am Montag in der Schule erzaehlte uns unserer Lehrerin, dass das Bier-Festival der "Hammer" war. Man zahlte nur 25 Dollar, bekam ein Glas und konnte Biere aus der ganzen Welt degustieren (Gratis). Na ja, fehlentscheid.
Am Dienstag ging ich mit der Schule auf eine Downtown-Walking-Tour. Dies war sehr interessant, unser LSC-Tourguide "Brian" (ist der Activiti-Coordinator der Schule. Ein lustiger und geselliger Typ. Er kennt die Namen aller Studenten von der LSC auswendig (schaetungsweise 300 Leute) und wenn man eine Frage ueber Toronto, insbesondere ueber das Nachtleben, hat muss man nur Brian fragen) erzaehlte uns alles, was man ueber Downtown Toronto wissen sollte.




Am Mittwoch war dann Casino-Time. Um 13.30 Uhr stiegen wir in den Car der Schule um ins 90 Minuten entfernte Casino zu fahren. Die Nachmittagslektion musste man sausen lassen (die Schule plant activitis, waehrend der Schulzeit, welche zum "schwaenzen" aufordern, hehe). Als wir nach einer problemlosen Fahrt beim Casino waren, kam eine Frau in den Bus und erklaerte uns die Reglen: Unser Bus muss 5 Stunden auf dem Parkplatz stehen. Nach genau 5 Stunden ist er gezwungen abzufahren, aber auf keinen Fall vorher!!! Man kann sich im Casino gratis an einem Buffet verpflegen, man kann essen soviel man will, aber dies nur wahrend 90 Minuten, danach muss man das Restaurant verlassen. Und natuerlich keine Fotoapperate und dergleichen.
Was macht man 5 Stunden in einem Casino??? Zuerst gingen wir essen (schoepften unsere vollen 90 Minuten aus ). Danach schauten wir uns im riesigen Casino um, und als wir endlich einen Black-Jack-Tisch gefunden hatten welcher ein kleineres Minimum als 50 Dollar pro Runde!!! hatte, begannen wir zu spielen. Nach 5 Stunden Casino, kehrte ich mit einem Gewinn von 25 Dollar nach Hause zuerueck. War doch ein gelungener Tag.

Am Donnesrtag wollte ich eigentlich nichts machen, jedoch wurde ich dazu ueberredet zu einem Shakespeare-Theater zu gehen. Es war ein Freilichtspiel in einem Park in Toronto und der Preis war 15 Dollar (man kann aber auch nur 10 oder 5 Dollar zahlen.) Das Stueck war ausgezeichnet!!! Gute Inszenierung, gute Schauspieler, lustige Story! Doch ich verstand nichts . Ja, hallo?? Shakespeare auf Deutsch ist ja schon schwierig, und dann auf Englisch... War jedoch kein Problem, auf der Buehne war immer Action und ich lachte einfach, wenn die anderen Leute lachten. Hehe

So... eigentlich wollte ich noch ein bisschen ueber die Essgewohnheiten hier schreiben, verschiebe das aber wohl auf den naechsten Blog. Wie ihr seht habe ich immer etwas zu tun hier und so rueckt die Schule meist auf die zweite Prioritaetsstufe. Klar, in der Schule bin ich topmotiviert, besuche jede Lektion, mache aktiv am Unterricht mit und die Lektionen machen wirklich Spass!!! Aber ich merkte, dass ein 2-stuendiges englisches Gespraech am Abend mit der Host-Mutter oder mit Kollegen, viel mehr bringt, als Grammatik zu bueffeln, die kann man ja auch in der Schweiz lernen kann. Was man in der Schweiz nicht kann ist: die Sprache anwenden, anwenden, anwenden.
Ich mache wirklich taeglich Fortschritte. Das "schlimmste" Erlebnis hatte ich letzten Mittwoch. Wir hatten ein neues Girl aus Deutschland in unsere Klasse. Ich dachte mir, ich frage sie auf Deutsch, wie sie sich in Toronto eingelebt hat, wie die Host-Familie ist usw., weil sie ja erst ein paar Tage hier ist. Kaum zu glauben, ich musste mich riesig konzentrieren um Hochdeutsch zu sprechen, und in jedem Sazt kamen die kleinen Woerter (but, because, good, if, you have usw.) automatisch auf Englisch aus meinem Mund... Ahhhh .
Bei den Gesprachen mit meiner Host-Mutter wage ich mich immer in schwierigere Themen vor. Letzte Woche erklaerte ich ihr das Bildungs- und das Militaersystem der Schweiz. Es wuerde wohl ein sehr lustiges Tape geben, wenn man diese Gespraeche aufgenommen haette, denn ich kann nicht, wie im Deutschen, alles klip und klar direkt auf den Punkt bringen, sondern muss mich jeweils ueber 10 Ecken durch ein Part meiner Erklaerung kaempfen. Immer sehr lustig und wir (Ich und die Host-Mutter) haben so immer etwas zu lachen.

Ich habe nun hier in Toronto auch meine erste Erkaeltung hinter mir (Dank der Aircondition einfach ueberall!!!)

So, wie ich von euch gehoert habe sind meine Blogs sehr beliebt, dies freut mich natuerlich riesig. Diese Blogs sind auch fuer mich ein gutes Mittel, um jeweils meinen Kopf ein bisschen zu entleeren . Ich moechte mich aber fuer allfaellige Schreibfehler entschuldigen. Diese koennen entstehen, weil ich mit diesen US-Tastaturen immer noch verfeindet bin und weil ich jeweils nicht sehr viel Zeit habe, so einen Bericht zu verfasssen.
Ich hoffe weiterhin, dass es euch allen gut geht und freue mich weiterhin aus E-Mail (rkleeb@gmx.ch).
Zum Schluss noch ein Bild, Toronto bei Nacht. Sehr schoen.




Gruesse Rolf

P.S: Richu fragte mich letzte Woche ob ich mich hier in Toronto ohne seine Hilfe (als Orientierungsgenie) ueberhaupt zurechtfinde. Dies ist hier kein Problem, die Strassen sind mega logisch angeordnet und das oeffentliche Verkehrssystem ist super. Ich brauche eher jemand, der mich jeweils aus den riesigen Einkaufszentrenn fuehrt. Ahhhh. Hehe


Weckywicky in Toronto Teil 2 - Busfahren ist lustig

Posted at 11:35, 9 August 2006 in Wicky goes KANADA

So melde mich wiedermal

Nun nach 1.5 Wochen bin ich nun wirklich in Tronddo (kein Schreibfehler, die  Leute nennen dies hier so ) angekommen und habe mich in dieser grossen Stadt eingelebt. Eingelebt heisst, es kehrt langsam Alltag ein. Alltag bedeutet Regelmaessigkeit: Jeden Morgen stehe ich um 07.15 Uhr auf (ausgeschlossen Weekend natuerlich ), danach duschen und fruehstuecke ich und um 8.00 Uhr geht es dann auf den Bus. Um 8.30 Uhr bin ich bei der Schule und genehmige mir einen Kaffee im "Second-Cup-Coffe-Shop" (ist billiger als Starbucks) und um 9.00 Uhr beginnt dann die Schule. Um 13.10 Uhr habe ich Mittags-Pause bis um 14.10 Uhr und danach habe ich nochmals Schule bis 15.20 Uhr. Ja, so sieht eine normaler Schultag aus.

Habt ihr gewusst, dass Toronto mit ueber 4 Millionen Einwohner die groesste Stadt in Kanada ist? Oder dass Toronto mit dem CN-Tower den groessten Turm der Welt besitzt (553 Meter)? Oder dass die "Young"-Street die laengste Strasse der Welt ist (2000 km)?
Dies nur so nebenbei.

Die Sache, welche mir in der 1. Woche am meisten "eingefahren" ist, ist die freundlichkeit dieser Leute hier. Wenn man von der menschlich eher "kalten" Schweiz kommt, ist dies ein richtiger Kulturschock. Hier sind die meisten Leute sofort betreit zu einer kurzen oder laengeren Konversation oder sie bieten dir ihre Hilfe an. So kommt es, dass ich manchmal spaet in der Nacht im Bus nach Hause sitzte und ploetzlich mit jemanden wildfremden Mensch plaudere. Ist Strange !
Die nettesten und aufgestelltesten Leute hier sind die Busfahrer (das pure Gegenteil zur Schweiz). Die Busfahrer lachen oder singen (ja wirklich: SINGEN) meist waehrend der Busfahrt. Und fragt man sie nach dem Weg oder dem naechsten Bus-Anschluss geben sie schon fast ueberfreundlich Auskunft. Besser noch, wenn man (meist Nachts) irgendwo aussteigen will, wo sich kein Busstop in unmittelbarer Naehe befindet, haltet der Fahrer an. Nachts kann man ihn sogar fragen, ob er kurz wartet und schaut, ob man gut an seinem Ziel ankommt und viele Frauen nuetzten Nachts diesen Service. Wirklich funny so eine Busfahrt.
Auch sehr lustig ist das Busfahren in der Rush-Hour. Da stehen die Leute an der Busstation schoen in einer Reihe und warten auf den Bus (Manchmal 10 Minuten...). Am Anfang weigerte ich mich strikt, dieses Spielchen mit dem Anstehen mitzumachen, doch ich musste erkennen: DU MUSST dies tun!. Denn sonst hast du ploetzlich keinen Platz mehr in dem Bus, und dies ist ja auch doof .
Ebenfalls lustig in der Rush-Hour ist, dass es manchmal vorkommt, dass man 15 Minuten auf einen Bus warten muss, dann kommen aber dann ploetzlich 3 Busse gleichzeitig. Denn der Verkehr auf den Strassen wirft natuerlich den ganzen Busplan auf den Kopf. So kommt es oft vor, dass sich mein Bus auf dem Weg zur Schule ein wildes Ueberholspielchen mit einem anderen Bus der selben Bus-Linie liefert. Strange!
Sowieso richtet man hier das Leben nicht (wie in der Schweiz) nach dem Busplan. Man wartet einfach, igendwann kommt dann schon einer.

So ich schreibe schon wieder zuviel. Kurz noch ueber erlebtes und kommendes.
Letze Woche war ich an der Welcome-Party der Schule, auf dem CN-Tower,
an der Beach von Toronto zum Volleyball spielen,




im Distiller-District von Toronto (der alte Teil der Stadt, inwelchem Bier und Schnaps hergestellt wird. Ich konnte Bier degustieren ),




am Caribien-Festival




und im Kino (WOW, Big-Big Leinwand und 9 verschieden Filme zur Auswahl).

Heute ging es eigentlich an einer Baseball-Match mit der Schule, jedoch begann dieses Spiel schon um 14.00 Uhr (wieso auch immer...) und so konnten wir nicht gehen (wir duerfen dafuer in 2 Wochen an ein anderes Spiel gehen). So waren wir nach der Schule im "hooters" von Toronto (diejenigen von euch, die dieses Lokal kennen, wissen warum ) War auch ok!



 

Morgen gehe ich Billard spielen und dann ist ja schon wieder Weekend (natuerlich erst, wenn der wochentliche Wochen-Test in der Schule hinter mir ist...)

Mit der Familie bin ich immer noch sehr zufrieden. Ich spreche oft mit der Mutter und aus dem Vater habe ich immerhin schon ein: Hey how are you? - Fine Thanks (und dann schoen "smilen") rausgebracht. Mit dem Sohn kann man auch nicht so gut sprechen, denn entweder ist er in der Schule oder er sitzt vor einem Video-Game. Aber sonst ist wirklich alles gut (habe gestern sogar zum 1. mal meine Kleider gewaschen - mit Erfolg!!! )
Ueberigens war ich am Weekend im grossen Shoppingzenter neben der Schule shoppen, besser gesagt, Window-Shoppen. Suchte einen Kleiderladen fuer Maenner, leider vergeblich. Dafuer fand ich ca. 15 Laeden fuer Frauenkleider. Muss wohl mal Downtown shoppen gehen. Nachdem ich mich ca. 2 Stunden durch jegliche Laeden in diesem Zentrum gekaempft habe, bin ich schliesslich lediglich mit einem englischen Taschenbuch draussen gestanden.

Ok, ich hoffe euch geht es auch gut und ich freue mich weiterhin auf eure Mails. Wie geht es euch so? Was habt ihr so gmacht? Irgendwas neues auf der Schweiz? (rkleeb@gmx.ch)

Gruesse Rolf

P.S1: Unbedingt den Animationsfilm "Barnyuard (weiss den deutschen Filmtitel nicht) ins Kino schauen gehen. Very stupid, handelt von Tieren auf einer Farm. Habe aber 90-Minuten durchgelacht!


WeckyWicky aus Toronto Teil 1 - Auf dem anderen Kontinet gelandet!

Posted at 04:56, 6 August 2006 in Wicky goes KANADA

So ich melde mich mal. Ist schon einiges passiert

Anreise
Am Samstag brachten mich meine Eltern nach Zuerich zum Flughafen. Als ich dann im Flugzeug nach London sass konnte das Abenteuer beginnen.
Ich sass neben einem jungen Paerchen aus Chur, welches auch nach Toronto wollte (1-Monat rumreisen mit dem Auto).
Da wir in London das Gate zum Weiterflug schnell fanden, genehmigten wir uns noch ein Bierchen. Die Zeit verging und schwups, schon waren wir fast die letzten, die ins Fluzeug stiegen (You'r late, sagte der Eincheck-Typ). Der 8-stuendige Flug verlief problemlos: Ich hatte einen Fensterplatz (ueber dem Flueger.MAN!) schaute Ice Age 2 und schlief. Auch die Passkontrolle und die Gepaeckannahme klappten ohne Probleme.
Doch danach wartete ich rund 45 Minuten am Flughafewn auf mein Abhohldienst von meiner Schule, welcher mich zu meiner Host-Familie bringen sollte. Gerade als ich die Notfall-Nummer waehlen wollte, kam er dann (der Grund: Traffic). Danach warteten wir noch einmal 45 Minuten auf eine Studentin aus Brasilien, die aber nie kam, und so machten wir uns dann endlich auf den Weg. Ich war todmuede.
Nach einer 30-minuetigen Autofahrt lud der Fahrer mich bei der Familie aus. Eine junge Frau oeffnete uns, und eroeffnete uns, dass sie eine Verwandte der Familie sei und dass sie eigentlich eine Frau erwartet hatten. Sie liess mich aber dann doch rein. Zum Glueck :-)!
Danach zeigte sie mir die Wohnung und sagte, dass die Eltern noch  fort seien. Ich fuehrte noch eine kurze Konverstaion mit ihr und ging danach muede und geschafft ins Bett.

1. Tag
Am naechsten Morgen (Sonntag) erwachte ich schon um 7 Uhr (wegen schlechten Vorhaenge, die die Sonne durchlasse, das wir ein gueter Wecker sein :-)) konnte dann aber doch noch bis um 9 Uhr schlafen.
Nun sah ich endlich meine Familie. Sie kommen von den Philipinen und sind sehr gastfreundlich. Vorallem die Mutter. Der Vater scheint auch nett zu sein. Er hat zwar noch nie ein Wort mit mir gewechselt, lacht aber oft.
Ich wurde von der Mutter instruiert. Kurz: Ich kann kommen und gehen wann ich will, habe einen eigenen Schluessel und kann sie per SMS benachrichtigen, wenn ich zum Essen nicht zu Hause bin. Der Umgang mit der Familie bis jetzt folgendermassen: Sie haben ihr Leben, ich habe meines, doch wir sprechen oft miteinander (also ich mit der Mutter). Dies ist sehr gut fuer mein Englisch.

Nun zum Haus:
Das Haus ist ein Block. Aber nicht so ein schnuckliges Gebaeude wie in der Schweiz, sondern ein 26ig-stoeckiges Hochhaus und unsere Wohnung befindet sich auf der 20. Etage. Die Wohnung ist klein aber fein. Mein Zimmer ist im Vergleich zur gesamten Wohnung recht gross, mit Klimaanlage, Pult und TV (Satellit 90 Sender, WOW). Aproppo TV, der TV laeuft bei meiner Familie pausenlos, ist wohl hier gang und gaebe.

 


Zu unserem Block gehoeren noch der weitere 3 Blocks, welche genau gleich ausehen. Ebenfalls gehoert zu diesem Block-Quartier ein grosser Waschsalon, ein Fitnessraum und ein eigenes Schwimmbad!!!
Meine Host-Mutter zeigte mir am Sonntag die Umgebung rund um die Blocks. In dieser Umgebung (so gross wie der Dorfkern von Biberist) findet man einen grossen Waschsalon, einige Restaurants, ein grosser Lebensmittelladen, sowie einen Mac Donalds.
Sie zeigte mir die Busstation (24h-Bus) und erklaerte mir den Schulweg. Danach machte ich mich auf den Weg in die Stadt.
Mit dem Bus (1 mal umsteigen) habe ich knapp ein halbe Stunde zu meiner Schule (bei Rush-Hour, 40 Minuten). Die Schule war es dann auch, die ich zuerts suchte und auch fand. Sie befindet sich an der Eglington Avenue West neben einer grossen Ansammlung von Laeden und Restaurants, ist aber noch nicht in Downtown (was alle Toronto-Einwohner betonen!!!) Neben der Schule befindet sich die Bus- und U-Bahn-Station, ein grosses Kino, ein englisches Pub und eine grosse unter- und ueberiridische Shopping-Meile.
Ein indischer Journalist, den ich auf der Busfahrt kennenlernte, zeigte mir die ganze Umgebung. Sehr nett, danke :-) !

 


Danach war ich wiedermal auf mich allein gestellt. Ich ging Downtown. WOW!


 

Unzaehlige Hochhaueser, einer glasiger, hoeher und teuerer und eleganter als der der andere und mittendrin steht der CN-Tower. Ich lief und lief und lief und lief... an den Lake Ontario (am Ende von Downtown), wo ich mir eine Pause goennte. Danach wieder zurueck zum Eaton-Center (3-mal die groesse des Schoppingzenters neben der Schule) und nach einem Bier im Pub neben der Schule (habe ein Toronto-Bier bestellt... Hmmm, geht so...) wieder zurueck nach Hause. Nach einer 6-stuendigen Erkundungstour durch die Grossstadt fiel ich erschoepft in mein Bett.


 

Kurz was zwischendurch. Wer Kaffe liebt (wie ich) ist in Toronto am richtige Platz. Praktisch in jeder Strasse findet man einen Starbuckscoffee-Shop. Es gibt wirklich ein Unmenge davon. Auch die Buecher und CD-Shops sind von Starbucks nicht sicher, denn in den meisten grossen Laeden hat es eine Starbucks-Coffee-Lounge. Starbucks ist einfach ueberall ;-)

1. Schultag
Zeitig machte ich mich auf den Weg zur Schule. Nach einer kurzen Begruessung ging es dann direkt mit dem Einstufungstest los. Als erstes mussten wir einen Writing- danach einen Speaking-Test ausfuellen. Als wir dann auch die Regsitration hinter und hatten, hatte man Zeit, sich mit den anderen Studenten zu Unterhalten. Ich war ueberrascht, wie schnell man hier an der Schule mit anderen Studenten ins Gespraech kommt. Jeder interssiert sich fuer sein Genueber und man kann logischerweise nur Englisch miteinander sprechen, da die Heimatsprache jedes einzelnen meist eine andere ist. Die Schueller kommen wirklich von ueberall (Asien, Brasilien, Kolumbien, Spanien, Italien, Deutschland...) und natuerlich auch aus der Schweiz. Es hat sehr viele Swiss-People, doch fuer jeden ist es selbtsverstaendlich, dass man hier Englisch miteinander spricht. So kam es, dass ich nach der Schule mit einem Deutschen und einem Schweizer bei einem Bier sass und wir kein Wort in Deutsch miteinander wechselten. Ist Strange! (Alle sagen hier zu allem Strange, diese Wort kam man irgendwie zu allem gebrauchen, hehe) In der Schule ist es sogar strikt verboten, sich anders als Englisch zu unterhalten und es gibt eine Talking-School Polizei, die dies ueberwacht. Strange! ;-))
Am Nachmittag hatten wir eine Instruktion ueber die Schul-Activitis und danach hatte ich meine erste Schullektion. Ich wurde im Level 5 (von 10) eingestuft. Ist gut so!

So ich denke isch schliesse nun diesen 1. Blog aus Kananda, schreibe auch schon sehr, sehr lange daran ;-) Bilder werde ich nachliefern, sobald ich einen PC mit USB-Anschluss gefunden habe (in der Schule nicht moeglich, HILFE!)
Ich hoffe es geht euch allen gut und ich freue mich auch eine Reaktion von euch Schweizern (aus der Schweiz), auf rkleeb@gmx.ch.
In diesem Sinne
Rolf

P.S 1: ich HASSE US-Tastaturen, keine Umlaute und vertauschte Buchstaben, ahhh)
P.S 2: Kaum zu glauben, doch manchmal musste ich waehrend dem schrieb aufpassen, dass ich nicht das Englische-Wort verwende. Die Lehrer sagten uns, wenn wir beginnen Englisch zu trauemen, koennen wir gehen... mal schauen :-)


Switzerland Ade....

Posted at 02:01, 28 July 2006 in Wicky goes KANADA

So so, nun sitze ich also ziemlich genau 24 Stunden vor meinem Abflug nach Toronto in meinem Zimmer und schreibe diesen Blog. Neben mir auf dem Zimmerboden liegen zwei offene Koffer, in welche immer wieder etwas Neues reingelegt wird. X-mal die Kontrolle zur im vornherein erstellen Packliste, ob man auch wirklich nichts vergessen hat. X-mal geht der Blick in den Rucksack, um zu schauen, ob Geld und Pass noch da sind (oder hat der Rucksack etwa ein Loch !!)

 

 

Ist schon ein merkwürdiges Gefühl, so 10 Wochen in ein fremdes Land, in eine ungewohnte Umgebung. Die Angst vor dem Ungewissen??!?

Eigentlich überwiegt im Augenblick die Freude über dieses Abenteuer! Kanada, ein riesen Land,  Toronto, eine Millionenstadt, wartet auf mich.

Ich komme !

 

 

Kurz zum Reiseprogramm. Morgen gehts um 15.20 Uhr (MEZ)  los. Ich steige in Zürich in einen Flieger der Bristish Airways (BA) und fliege nach London. Von dort gehts dann um 18.30 Uhr (MEZ) in eine grössere Maschine der BA und ab nach Toronto, wo ich um 02.40 Uhr (MEZ) bzw. um 20.40 Uhr (Zeit Toronto) lande.
Danach werde ich, sofern alles klappt (was wir ja schwer hoffen), von einem Vertreter meiner Schule (LSC) abgeholt und zu meiner Gastfamilie chauffiert.

Meine Familie, bei der ich die nächsten 10 Wochen verbringen werde, besteht aus drei Personen:
Elanor Tolentino, Mutter, 45j., Kinderbetreuerin
Marcelino Tolentino, Vater, 48j., Koch
Marc Tolentino, Sohn, 10j.
Hobbys: Kochen, Schwimmen, Lesen, Fischen.

Nun also, "tönt" doch gut!

Ich werde, sobald ich weiss, wo und wie ich ins "Wold Wide Web" komme, natürlich näheres über die Familie und die Ankunft berichten können. Im Moment besteht ja alles nur auf Papier und in der Theorie.

 

In diesem Sinne sage ich langsam aber sicher "Bye Bye Switzerland"!



Ich wünsche euch eine schöne 1. August-Feier und bis bald....
(Immer schön Mails lesen! Und über jede Antwort auf meine Berichte freue ich mich natürlich riesig! Schliesslich möchte ich ja auch wissen, was hier in der Schweiz so läuft, während meiner Abwesenheit.)

Grüsse Rolf  (WeckyWicky)


Julia - Wege zur Sucht!

Posted at 01:05, 15 May 2006 in Filme

Mit "Lotta in Love" hat nun auch Pro 7 seit kurzem ihre eigene Telenovela. Doch was bedeutet das Wort Telenovela eigentlich? Laut wikipedia.de ist die Telenovela eine Fernsehserie die aus dem Latein-Amerikanischen Raum kommt. Eine Telenovela dauert meist ein Jahr (nicht unbegrenzt wie eine Soap) und wird stets aus der Perspektive der weiblichen Hauptperson erzählt. 
Obwohl es Telenovelas schon lange gibt wurden sie im deutschsprachigen Raum erst seit November 2004, seit der Novela "Bianca - Wege zum Glück", bekannt. "Bianca" war eine Novela von ZDF, ORF und SF, die 224 Kapitel (Kapitel = Episoden) lang war und den Sendern unglaubliche Einschaltquoten schenkte.

 

 

Es ging um die junge Bianca Berger, welche bei der reichen Bankiersfamilie "Wellinghof" als Hausangestellte arbeitet und sich in den Sohn des Bankiers verliebt. Weil diese Telenovela so ein Erfolg war lancierten die 3 Sender kurz nach der letzten Folge von Bianca die Novela "Julia - Wege zum Glück" und kurz nach deren Beginn auch noch "Tessa - Leben für die Liebe". Natürlich merkten auch die anderen Sender, dass dieses Format gut ankommt und so begannen auch sie Telenovelas zu produzieren und auszustrahlen (Sat 1 - Verliebt in Berlin, ARD - Sophie Braut wider Willen, Pro7 - Latta in Love, u. a.).

 

 

Es ist sehr faszinierend, wie man mit einem simplen Konzept einer Telenovela einen solchen Erfolg hat. Jede Telenovela läuft nach dem gleichen Strickmuster ab:

- Die Hauptdarstellerin und der Hauptdarsteller verlieben sich auf den ersten Blick
- Durch Intrigen der "Bösen" (meistens 2 Personen) wehrt das Glück jedoch nicht lange
- Sie werden getrennt oder trennen sich
- Sie finden beide einen anderen Partner
- Zum Schluss kommen sie jedoch wieder zusammen und den "Bösen" wird das Handwerk gelegt.

Jetzt muss eigentlich nur noch die Umgebung festgelegt werden (Musikbranche/Lotta in Love, Modefirma/Verliebt in Berlin, Krankenhaus/Tessa) und eine Handlung für die zahlreichen Nebendarsteller gefunden werden und man hat seine Telenovela .

Auch die Figuren / Charaktere sind in jeder Telenovela etwa die Gleichen.
Es gibt zum Beispiel den Kumpeltyp, den Looser, den Fiesen, den Netten (weiss immer einen guten Rat), den Skrupellosen, den Verträumten, den Erfolgreichen oder den Hilfsbereiten-Charakter (war jetzt nur ein Auszug).

Zudem werden die Kapitel meist sehr langatmig und ohne grosse Action erzählt, man könnte fast sagen es ist ein wenig langweilig. Was also macht eine Fernsehsendung, die nach so vorhersehbaren und einfältigen Mustern funktionert so erfolgreich?
Ich denke es ist das Bedürfnis der Menschen nach einem ruhigeren Leben. Man hat es in der heutigen Zeit im Alltag meist recht hektisch und stressig und es läuft nicht immer alles so wie man es gerne möchte.

Ich jedenfalls freue mich schon jetzt auf die heutige Julia-Folge. Wieso? Weil ich dann für eine Stunde den Alltag vergessen und das Hirn ausschalten kann.

 

 

 

In diesem Sinne
WeckyWicky

 


Die Fussball-WM steht vor der Tür

Posted at 08:47, 9 May 2006 in Sport

Was ist die Faszination hinter diesem Pokal?!?

 

 

In genau einem Monat findet in München das Eröffnungsspiel Deutschland-Costa Rica statt. Dann beginnt das 1-Monatige-Fussballfest der Superlative. Mit dabei auch unsere Schweizer Nationalmannschaft, welche sich ja in dem Hitchcock-Barage-Krimi-Spiel gegen die Türkei im letzten Moment noch für die WM qualifiziert hat. Diese Tatsache ist auch Schuld daran, dass in diesem Jahr ein Fussball-Hype in der Schweiz entstanden ist. Vergleichbares war letztmals vor 12 Jahren, im Jahre 1994, der Fall, als unsere Fussball-Eidgenossen unter der Leitung von Roy Hodgson bis in den 8-Final vorstiessen. Ein solcher Erfolg, der der "Nati 94" gelang (mit dabei waren die Spieler Sforza, Bregi, Chapuisat, Sutter, Knup, Pascolo u. v. a. Eine unvergessliche Truppe!) wäre auch dem jetzigen Team zu gönnen, denn auch bei dieser jungen Mannschaft erkennt man irgendiwe denn "Spirit" von 1994 wieder.

 

 

Mit Frankreich, Togo und Südkorea hat die Nati zwar keine bequeme, aber eine lösbare Aufgabe bekommen. Hat sie die Gruppenspiele erstmal überstanden, dann ist in den K.O.-Spielen alles möglich! Auch das eigentlich unmögliche (den Finaleinzug) ist in diesem Jahr relaistischer als noch vor ein Paar Jahren. Es gibt ja bekanntlich immer wieder Überraschungen im Fussball. (Hätte vor zwei Jahren irgendwer gedacht, dass Griechenland Europameister wird???)  Wichtig ist, dass den Schweizern ein guter Turnier-Start gelingt, damit die Mannschaft Selbstvertrauen gewinnt und sich viellecht sogar in einen richtigen Rausch spielen kann.

An der Unterstützung aus der Heimat wird es sicherlich nicht fehlen. Während den Schweizer Spielen wird unser Land zu einem einzigen grossen Fest. Was unsere Fussball-Nationalmannschaft in uns Schweizern auslösen kann, hat man zuletzt beim Barrage-Spiel gesehen. Als feststand, dass die Schweiz an der WM in Deutschland dabei ist, stand unser Land Kopf. Hupende Autos mit Schweizer Fahnen fuhren durch die Strassen und der Abendverkehr kam fast gänzlich zum stehen. In den Städten waren tausende rotbekleidete Menschen auf den Strassen und jubelten über diesen Erfolg. Dieser Zustand könnte bei gutem Abschneiden der Scheizer an der WM noch grössere Ausmasse annehmen.
Schon jetzt sieht man was alles getan wird, um eine richtige WM-Party zu feiern. An jedem freien Ort werden Grossleinwände aufgestellt, Bier ausgeschenkt und Fan-Utensilien verteilt. Allein bei uns in Solothurn hat man zig Möglichkeiten, die Spiele mitzuverfolgen. Ob in der Hafenbar, im Soleur, im Kofmehl, überall wirbt man bereits heute mit dem Slogan "Alle WM-Spiele live auf Grossleinwand!!" 

Falls man trotz dem grossen Angebot an WM-Partys den Match gemütlich zu Hause schauen möchte, ist es notwendig noch vor dem WM-Start einige Vorkehrungen zu treffen :
- Das Bier kaltstellen und für genügend Nachschub sorgen.
- Grill reinigen und genügend Holzkohle kaufen (was wäre Fussball ohne vorher zu grillieren!?)
- Dem Garten mit Schweizer-Fahnen schmücken.
- Die Panini-Heftli auswenig lernen, damit man alle Spieler kennt.
- Schweizer Nationalhymne üben.
- Den Fernseher auf seine Bildqualität und seine HD-Tauglichkeit prüfen, falls ungenügend eines der vielen TV-WM-Sonderangebote von Fust, Media Markt oder Inderdiscount beanspruchen.

 

 

Noch ein Tip für Menschen des Types "Nur-für-Fussball-interessiert-wenn-WM-ist":
Unbedingt das Regelwerk lernen (Ganz wichtig: die Abseitsfalle pauken), denn ohne Fussball-Kenntnisse mitreden geht ja gar nicht (Wieso pfeifft der Schiri jetzt?, Wieso geht dieser Spieler einfach raus?, Was beudeutet diese gelbe Karte? )
Gestern habe ich in der Sendung "10 vor 10" gesehen, dass es jetzt tatsächlich Fussballkurse für Fussball-Banausen (vorwiegend für weibliche Wesen) gibt. In einem solchen Kurs wird man von einem Schiedsrichter mit dem Regelwerk vertraut gemacht. Ich glaube für die Erklärung der Abseitsfalle werden sicherlich einige Stunden einberechnet . Sollte man also ein Fussball-Banause sein, unbedingt noch einen solchen Kurs besuchen.

 

 

Sind dann alle Vorkehrungen getroffen kann die WM beginnen. Ich persönlich freue mich "wie ein kleines Kind" auf das zweitgrösste Sportevent der Welt (hinter der Olympiade). Ich werde während der WM stets bei irgendeiner Grossleinwand mit einem kalten Bier in der Hand anzutreffen sein und werde unserer Köbi-Kuhn-Truppe mächtig die Daumen drücken!

 

 

HOPP SCHWIZ!!!

In diesem Sinne
Wecky Wicky

P.S: Während man mitten in den Fussball-WM-Vorbereitungen steckt, findet in Riga die Hockey-WM statt. Auch dort ist die Schweiz dabei und hat bis jetzt aus 2 Spielen 4 Punkt geholt! Super! Weiter so!


Pro Evolution vs. Fifa

Posted at 04:37, 4 May 2006 in Games

Welches Spiel ist besser?

 

Jahrelang war ich Fan der Reihe Fifa von EA-Sports. Immerhin hatte ich schon eine beachtliche Sammlung von Spielen aus dieser Reihe. Fifa 94 war mein Erstes und dann kamen die Spiele Fifa 96, 98, 2000, 2001, 2003 und 2004 dazu. Man kann also sagen, ich war extrem angefressen. Dazu hatte ich auch allen Grund, denn die Grafik und das Gameplay wurde von Jahr zu Jahr besser und authentischer.

 

 

Das geniale an der Fifa-Reihe war, dass es EA-Sports als einziger Game-Hersteller gelang, alle Lizenzen der Mannschaften und Spieler zu erhalten. So konnte man immer mit den aktuellen Teams spielen und die Spieler sahen nahezu so aus wie in der Realität. So verbrachte ich also Stunden vor meinem PC und kämpfte um Tore und Siege.

Doch von der Ausgabe "Fifa 2003" an, verlor das Spiel mehr und mehr den Bezug zur Gamer-Realität. Das Spiel wurde immer perfekter, das Gameplay aber immer wie kompizierter. Auch die KI des Computers wurde zu Mühsam: Die Abwehr des Gegners liess einem fast keinen Raum mehr für schöne Angriffe und die Torhüter waren beinahe nicht mehr zu bezwingen (Tore waren fast nur noch im Strafraum möglich, Weitschüsse konnte man vergessen). Der heutige Fussball wird sehr taktisch gespielt und man verstärkt mehr und mehr die Defensive. Das mag in der Realität (im Profifussball) funktionieren, nicht aber beim Gamen. Der Spieler will mit einem einfachen Gameplay schöne Spielzüge generieren können, ohne sich dabei einen Knoten in die Finger machen zu müssen.

Da entdeckte ich im letzten Jahr das Game Pro Evolution 5. Die Pro Evolution Reihe von Konami hatte schon seit einiger Zeit auf sich aufmerksam gemacht als Alternative zu der Fifa-Reihe. Mit Pro Evolution 4 kam dann der Durchbruch dieser Reihe und sie wurde erstmals besser gewertet als die aktuelle Fifa-Ausgabe.

 

 

Nun an einem verregneten Samstag kaufte ich mit meinem Kollegen "Pro Evolution 5" für die PS2 und wir konnten es nicht erwarten, endlich den Controller in die Hand zu nehmen (Obwohl ich noch ein bisschen skeptisch war, als jahrelanger Fifa-Profi.) Und siehe da, nach relativ kurzer Angewöhungszeit an das Gameplay und die Spielart hatte wir das Spiel schnell im Griff und zu meinem Grossen erstaunen war das es nahezu perfekt!

 

 

Einfaches Gameplay, gute Grafik, intelligente KI und eine einmalige Ballphysik! Genau so wie man es sich wünscht. Über dass nicht alle Teams die richtigen Namen haben und die Spieler vom Namen und dem Aussehen her nicht den realen Spieler-Vorbilder gleichen sieht man getrost hinweg. Dafür gehen endlich wieder Weitschüsse ins Tor und der Torhüter ist in diesem Spiel auch nur ein Mensch und keine Maschine. Der Ball klebt nicht am Fuss eines Spielers, sondern bewegt sich ganz elegant und physikalisch richtig über das Spielfeld. Das Gameplay überzeugt durch seine sehr einfache Handhabung, welche trotzdem viele Variationen zulässt. Mit unterschiedlich strengen Schiedsrichtern, unterschiedlich starken Teams und mit verschiedenemem Wetter bringt man immer wieder Abwechslung ins Spiel. Einzig der Kommentar wirkt bei diesem Konami-Game (wie auch bei der Fifa-Reihe) platt und träge. Nach wenigen Stunden geht dieser so auf die Nerven, dass man ihn getrost weglassen kann. Wird wohl noch einige Jahre dauern, bis einmal ein guter Spielkommentar entwickelt wird.

 

 

Ihr merkt, ich komme fast nicht mehr aus dem Schwärmen heraus, aber ich möchte wirklich jedem Fifa-Gamer diese Alternative ans Herz legen! Ich jedenfalls freue mich schon auf Pro Evolution 6 und werde wohl noch einige Stunden mit Pro Evolution 5 verbringen. (Habe noch einige Rechnungen mit meinem Kollegen Fäbu offen, die ich begleichen werde ) Übrigens macht das Spiel auch zu dritt oder zu viert sehr viel Spass! (mit Hilfe eines Multitaps bei der PS2 und genügend Game-Controller ist dies Möglich)

 

 

In diesem Sinne

WeckyWicky


TOKIO HOTEL HYSTERIE IM HB

Posted at 01:27, 1 May 2006 in Musik

Wo soll das noch Enden???

 

 

Unglaubliche Szenen spielten sich am Sonntag um 19.30 Uhr im Zürcher HB ab. Die 4 Pseudo-Rocker aus Deutschland  kamen in die Schweiz und Mädchen zwischen 12 und 16 Jahren standen Kopf. Reihenweise fielen sie in Ohnmacht und solche, die (noch) nicht in Ohnmacht gefallen sind, kreischten sich die Seele aus dem Leib. Oh Gott!

 

 

Ich finden den Hype um Tokio Hotel im Moment wirklich unerträglich. Klar, solche Bands gab es schon immer. Schon bei Frank Sinatra, den Beatels oder Thake That kolabierten die Frauen, nur schon bei der Ankündigung der Band oder dem ersten Muxs aus dem Mikrophon. Schade ist da nur, dass man durch diesen Umstand (Ohnmacht) das halbe Konzert verpasst und erst noch den guten Platz in der ersten Reihe verliert. Denn von hinten drängt sich die Masse nach vorn, jedes Girl mit einem Fotohandy in der Hand um ein Bild von seinem Idol zu bekommen (wenn möglich natürlich von Bill oder Tom  Die sind ja sooooooooo süüüüüs!) Der ganze Körper eines Fans ist beschrieben mit Bandnamen und Bandmitgliedernamen und die Frisuren und Kleider sind die gleichen, wie die von Bill oder Tom. Und das Gekreische geht weiter! Hört man da überhaupt die Musik noch?!?

Wie gesagt, solche Band gab es schon immer, aber ich finde die Fans werden immer extremer. In Zürich warteten die ganz harten Fans 24 Stunden im HB (alle Mädchen minderjährig und ohne Beaufsichtigung der Eltern im Zürcher HB?? HALLO????!!??) um sich den vordersten Platz vor der Bühne zu sichern. Auch hört man wieder von vielen Mädchen den Satz "Ich kann ohne Tokio Hotel nicht mehr leben!". Und dass man sowas in die Tat umsetzten kann, hat man bei Thake That gesehen, als sich Girls auch tatsächlich das Leben genommen haben, als sich die Band auflöste. Das tragische dieser Thake That Selbstmord-Sache ist, in diesem Jahr plant die Band wieder ein Comeback.

Gut in diesem Sinne müssen wir nur hoffen, dass sich die Band Tokio-Hotel NIE auflöst oder wir müssen darauf vertrauen, dass die Fans auch mal älter und reifer werden und solche Sachen dann hoffentlich nicht machen.

Doch als Musikfan muss ich sagen, ich hoffe der Tokio-Hotel-Hype lässt bald mal nach. Nirgendwo ist man mehr sicher von Beiträgen oder Zeitschriftenartikeln dieser Band. Die "Bravo" hat etwa seit einem halben Jahr diese 4 Jungs auf dem Titelblatt: Hat Tom heimlich eine Freundin? Wird Bill bald ein Mädchen? Die ganze Wahrheit über Bill und Tom! 

Merken diese Jungs nicht, dass die ganze Welt an Ihnen Millionen verdient und dass sich im Moment jeder etwas vom Kuchen abschneiden will. (TV, CD-Labels, Marchandise, Zeitschriften, Event-Organisatoren etc.). Aber kaum kommt noch eine verrücktere Band, wird man Tokio Hotel fallen lassen und sie werden schneller verschwinden, als sie aufgetaucht sind. Und dann geht mit der neuen Band alles wieder von vorne los und wird noch extremer als bei der Band zuvor. Wo steht der Fan-Hype in 50 Jahren? 

Es kann doch nicht sein, dass man mit so schlechter Musik so viel Geld scheffeln kann. Denn wenn dies so ist, gründe ich jetzt dann auch meine eigene Band (Solothurn-Hotel), lackiere mir die Fingelnägel schwarz, lasse mir Rastas wachsen und lasse mich von RTL in die Spitze der Charts heben.

Übrigens gab es in Zürich noch eine Anti-Tokio-Hotel-Fan-Front (es gibt tatsächlich eine Bewegung, weleche so heisst ) von rund 100 Personen, welche die Band mit Gummigeschossen, Eier oder Flaschen bewarfen! Dank Polizeischutz wurde jedoch niemand verletzt. Übrigens wage ich zu behaupten, dass unser Bundesrat Moritz Leuenberger bei den Tumulten an seiner 1. Mai feier weniger vor den Geschossen geschützt wurde als Tokio Hotel.

Wieder ein Grund mehr das ganze nicht ganz zu verstehen!

War also wirklich einiges los am Sonntag im HB! Hoffen wir, dass es wieder einige Jahre geht, bis uns die Band das nächste Mal besucht und freuen uns auf echte Musiker wie zum Beispiel die Rolling Stones!

 

In diesem Sinne

Wecky Wicky 

 

 


1. offizieller WeckyWicky Blog

Posted at 08:01, 1 May 2006

Sobald Ihr diese Zeilen lest, seid ihr auf meinen ersten "offiziellen" Weblog gestossen.  

Ich werde diese Plattform in Zukunft nutzen um meinen Gedanken freien Lauf zu lassen oder ich werde von speziellen Erlebnissen berichten. Ich denke dies ist auch der Sinn und Zweck vom Blog.

Und da ich im Sommer für 10 Wochen auf Kanada gehe, kann ich euch stets auf dem Laufenden halten, was mir in Toronto so widerfährt.

 

 

Ok, ich freue mich auf jeden Kommentar und jeden Besuch auf meinem Blogspace.

WeckyWicky