So lebt sich das Leben

So ist das Leben

{ 07:11, 5 September 2006 } { 0 Kommentare } { Link }
Schon wieder Dienstag. Was für ein Wochenende liegt hinter mir. Am Sonntag lag hauptsächlich ich und zwar flach. Der Ausgang am Samstagabend war schlicht und einfach zu hart. Bis um fünf Uhr auf der Piste zu sein, nagt an der Substanz eines über 30 jährigen. Aber diese Quartier-Strassenfeste, dieses Mal wars in Seen, sagen mir einfach zu. Man(n) trifft alte Bekannte wieder, leider auch solche die man gar nicht mehr sehen möchte. Aber das gehört dazu. Und, vor allem war sie da. Sie, Claudia. Die momentane Frau meiner Träume. Momentan, das kann sich schnell ändern. Bei Claudia hats sich glaubs bereits wieder geändert. Sie ist mir mittlerweile zu anhänglich. Viel zu anhänglich. Wir Männer leben doch in dieser Hinsicht nach dem Grundsatz – mach Dich rar – so machst Du Dich interessant, aber Frauen, vor allem Frauen die unter Torschlusspanik leiden, die sind anders. Unglaublich anders. Spätestens beim dritten Treffen kommen sie daher und drücken es aus. „Nimm mich, nimm meinen Körper nimm dir was du brauchst, aber bitte, bitte nimm einfach mich. Und das ist doch einfach uninteressant. Trotz Emanzipation – wir Männer sind doch immer noch Jäger und Sammler. Was wir uns in den letzten 5000 Jahren Evolution angeeignet haben, können wir doch nicht einfach innerhalb von läppischen 25 Jahren weiblicher Emanzipation ablegen. Frauen gebt uns Zeit. So rund 500 Jahre, dann sind wir bereit den Typ Mann zu sein, den ihr haben wollt. Oder es zumindest glaubt, haben zu wollen. Aber eben ich war ja mit Claudia am Fest. Nicht nur mit Claudia sondern auch noch mit ihrer Freundin Sandra und meinem momentan besten Kollegen. Momentan, ja auch das kann sich schnell wieder ändern. Mit ihm habe ich nämlich nur Kontakt, wenn wir beide Single sind. Hat er oder ich ne Freundin herrscht Funkstille. Wahrscheinlich sind wir nur für einander Interessant, wenn wir Singles sind. Stimmt, ausser trinken, viel trinken und Frauen haben wir keine gemeinsamen Interessen. Aber fürs Single-Dasein reichts. Was will man da schon mehr. Will ja heissen, dass es auch gleichgeschlechtliche Lebensabschnittspartner gibt, nämlich die zwischen zwei Lebensabschnittsparterinnen. Das Wetter war übrigens gut. Die Nacht war warm und Mike und ich amüsierten uns mit unserer weiblichen Begleitung gut. Sehr gut sogar. Mit jedem Bier noch ein bisschen mehr. Wir tanzten, wir tranken und irgendwann war das Fest zu Ende und dann, dann wurde Claudia definitiv zu anhänglich. Sie wohnt im Süden der Stadt, ich im Norden und sie wollte mit mir ein Taxi teilen. War ihre Idee. „Gut“, dachte ich „diese Aufforderung ist klar, aber soll ich jetzt mit ihr das Bett und wahrscheinlich nicht nur das teilen und ihr dann am morgen verkatert erklären, dass für mich eine Beziehung nicht in Frage kommt und ich sowieso nie frühstücke und jetzt dringend gehen müsse, weil ich wohl vergessen habe den Herd abzustellen – oder was weiss ich, was für Ausflüchte ich dann benützen würden. Oder soll ich jetzt noch ne kurze Diskussionsrunde eröffnen und ihr sanft aber klipp und klar mitteilen – Sex ja, Beziehung nein. Oder ich könnte ja schlicht und einfach nur müde sein und mich nach meinem zu Hause sehnen.“ „Gerne ein ander Mal, aber ich bin zu müde und sehne mich nach meinem Bett.“ sagte ich und überliess ihr das Taxi.

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