Counter Der Zar ist da

Der Zar ist da

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Ich schreib hier rein, was mich so untertags beschäftigt, was abgeht, wer mich mal wieder aufgeregt hat.


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Familienausgleichskasse



Moin. Wisst Ihr, woran die Welt zerbrechen wird? Nee. Weder Klimaschock noch Bankenpleiten, weder AIDS noch Meteoriteneinschläge. An den Personalabteilungen, jawoll, daran werden wir alle elendiglich zugrundegehen und in der Hölle brennen. Wobei die Personaler dort auch noch für die Feuerung zuständig sein werden und dann für EINMAL etwas auf die Reihe kriegen werden.

Kurze Schilderung meines Problems: Meine herzensgute Frau arbeitet ja jetzt wieder, da ich Sie auf alttestamentarisch-patriarchalische Art und Weise finanziell etwas kürzer halte. Ja ist so, ich möchte nicht den Rest meines Lebens wie ein Student Bus fahren, günstige Kleider kaufen und im MIGROS essen gehen, derweil andere sich mal was leisten. Und dann nochmals. Und nochmals was. Kurzer Exkurs, zurück zum Thema.

Nun ist es ja wegen der Harmonisierung bei den Kinderzulagen so, dass der die Moneten kriegt, der in dem Kanton arbeitet, wo die Kinder eben auch wohnen. Das wäre jetzt also BL. Nun will meine Personalabteilung aus BS eine Bestätigung dafür, dass die anderen bezahlen und wie viel. Die Personalabteilung des Arbeitgebers meiner Frau will seinerseits erst eine Bestätigung, ab wann meine Ausgleichskasse nicht mehr bezahlt, sonst gibts nichts. Da beisst sich der Hund dauernd in den Schwanz. Und die Formulare.... meine Güte, dagegen ist eine Rep-Etikette des ehemaligen EMDs ein Klacks. Oder die Steuererklärung ein einfaches Füllrätsel. Dass man da nicht gleich noch eine Urinprobe des Opas und einen Abstrich der Haustiere bringen muss.

Ich glaube, ich geh jetzt mal mit einem Baseballschläger in die Personalabteilung, hau einfach mal aufs Telefon und verlasse wortlos das Büro. Ich könnte mir vorstellen, das beschleunigt den Ablauf.


Posted: 11:01, 25 January 2010
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Dreckiger Drecksnebel


Moin. Das Wetter ist so sch.... dass ich darüber schreiben muss. Es geht doch so einfach nicht. Man kann doch nicht einfach das Licht ausknippsen, die Kaltdampfmaschine anwerfen und gleichzeitig auch noch die Tür der Tiefkühltruhe offenlassen. Die Füsse fühlen sich an, wie wenn einem permanent ein Hund an die Schuhe schiffen würden, nur kälter, und es friert mich derart ans Geweih, dass meine Nase aussieht wie die von Rudolf, dem rammligen Rentierrüden. Oder wie hiess der Knape? Pennjamin? Oder wars der shöne Phernhard?

Ich auf alle Fälle wickle mich in mein Mützchen, knall mir die Birne mit Tee-Rhum voll und schlaf erst mal durch bis Mai.

Posted: 11:44, 22 January 2010
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A Rushhour



Moin. Heute war ich wirklich früh auf. Kurz nach 5 und das an einem Samstag. Ich hatte Spatzolini auch gebeten, doch den Schlüssel in den Briefkasten zu legen, damit die Überraschung gross werden tät. Ich also rauf nach Bern, so morgens um 6.40 Uhr hats da also noch nicht all zu viele Leute in der 2. Klasse, für mich als verstossenen 1.-Klass-Solarianer also seeeehr angenehm.... 7.30 Uhr Bern an, Bus Richtung Liebifäud, vorher am Bahnhof noch den "Bund" und zwei Gipfeli erstanden, hochgelaufen und im Briefkasten - tatsächlich - der Schlüssel (Frauen - man kann über sie sagen was man will - sind einfach meist sehr zuverlässig!). Hin- und hergerissen ob der süssen Verlockung, die Gipfeli persönlich zu überbringen doch - wissend ob des Spatzolinis exhaltiertem Langschlaf-Verhaltens und meiner knapp bemessener Zeit - die Mitbringsel in den Briefkasten gepackt und absatz-gekehrt wieder zurück Richtung Nordwestschweiz.... Was für Überwindung hat das gebraucht. Welch Irrsinn..... Aber ich war irgendwie ein wenig stolz auf mich. Das Fleisch war wie immer schwach, aber der Wodka, äh, der Geist für einmal überirdisch.

Um 09.45 war ich wieder zu Hause. Mit Gipfelis. Und niemand weiss, woch ich war. Das ist doch der grösste Trick des Teufels:

Er macht die Leute glauben, es gäbe ihn gar nicht.....

Posted: 08:35, 19 December 2009
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Letzter




Moin. Heute war ich das letzte Mal auf der Altersheimtour. Ich war ja jetzt 8 Jahre Aktuar der hiesigen Sozialhilfebehörde und hatte daher jeweils im Dezember die Einwohner in Heimen zu besuchen und ihnen ein Präsent (einen Weihnachtsstern) zu überreichen. Ich habe das gern gemacht. Die alten Leutchen, die da ihre Zeit abhocken sind meist sehr gesprächig und haben auch wirklich witziges und interessantes zu erzählen. Heute wars wie gesagt das letzte Mal. Seltsames Gefühl. Ich hab das angefangen als quasi junger Mann, ich war da so 34, einfacher Papi, schwarzhaarig, mit Ambitionen in Beruf, Politik und Partnerschaft. Heute, 8 Jahre später, haben alle Beteiligten ein wenig weniger Lack. Den einen ist die Frau gestorben, die anderen sitzen immer noch vor dem selben TV-Programm und wir, ja wir haben auch weniger Ambitionen in gewissen Lebensbereichen.

Am tollsten wars wie immer im Männerheim. Man tritt dort ein - uns sofort schlagen einem dicke Rauchschwaden entgegen. Im Männerheim gibts keine Rauchverbote.

Die Jungs da werden alle 95, mit Alk und Marlboro - aber ohne Frauen....

Posted: 06:37, 17 December 2009
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ETH und dip.t-dialin.net



Nochmals Moin. Ich bin - rein interessemässig - mal wieder so die vergangenen Posts von mir durchgegangen. Da sind mir wieder einige dieser seltsamen Stalker aufgefallen, die mir doch schon seit einigen Jahren nachstellen und ganz, ganz dürftiges von sich geben. Ich weiss nicht, obs Euch auch manchmal so geht. Der IP-Adi nach sind es Leute aus der ETH und von dip.t-dialin.net . So genau wie die da alles lesen und wissen, müssen die im Moderatoren-Team sein. Ich glaube, die verarschen uns hier alle und diejenigen, die ihnen den Lohn bezahlen auch.

Man sollte diesem nachgehen.

Posted: 09:50, 15 December 2009
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Get Back To Where You Once Belonged



Moin. Jetzt isses soweit: Ich hab mich selbst relegiert. Nach 5 Jahren 1. Klasse-Zugfahren hab ich mir ein GA 2. Klasse geleistet. Kostet mich 2000.- mehr, aber macht mich frei. Ich kann ein- und aussteigen, wo immer ich will. Ich bin wieder zurück in der 2. Klasse, dort, wo die Kinder quängeln und die Leute sich drängen, die Junkies rumdösen und die Deos versagen. Bisschen härter, das Leben da, aber verflixt viel spannender.

Ich war jetzt 5 Jahre im Fortex der 1. Klasse. Viele Scheintote, Zwangsneurotiker, Solarianer, Beziehungskrüppel - sorry - die erschrecken, wenn man mit ihnen redet.

Ich bin zurück beim Plebs. Und frei.

Posted: 09:20, 15 December 2009
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Lupinen



Moin. Der kommende Beitrag stand irgendwie unter dem Monty Python-Sketch mit den Lupinen: "I happen to know, that this is the famous Lupine-Express!".... but now for something compleatley different...


Früher war ich der Ansicht: Toleranz ist die Gabe der Grossherzigen, Intelligenten und über-der-Sache-stehenden. Aber ich lag falsch. Es gibt Typen, denen muss man mit knallharter Zensur über die Lippen fahren. Niemand sollte ungestraft offensichtliche Beleidigungen in den Raum stellen dürfen. Wer böses will soll endlich schweigen. Daher werde ich ab sofort Recht von meinem Recht auf Zensur über meine Blog-Kommentare Gebrauch machen:

a) Kommentieren darf nur, wer registriert ist

b) Wer dumm rumlallt, wird gelöscht und verbannt



Wenn irgendwelche anonymen Hobbymasturbanten meinen, sie können hier ihrem Zeitvertreib ohne Einschränkungen fröhnen, dann muss diesem ein Riegel geschoben werden.

Oder nicht?


Posted: 05:01, 13 December 2009
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Beziehungen



Moin. Beziehungen haben

a) einen Anfang (romantisch)

b) einen Zwischenteil (anhaltend)

c) ein Ende (mit Schrecken / Schleichend / Forciert / Vorabsehbar)


Und wisst ihr was? Die nächste Beziehung ebenso. Und die übernächste ebenso. Und wenn ihr nicht gestorben seid: Die überübernächste ebenso. Also. All die anonymen Klugschwätzer, und Dünnpfeifer, die Höhener und Lästerer, die Spottdrosseln und Masturbationsimpressionisten: Mir ist es eigentlich absolut scheissegal, was ihr davon haltet.


Posted: 10:20, 10 December 2009
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Gripp



Moin. Ich hab sowas Grippiges. Ich denke eher so einen grippalen Infekt, nix seriöses, eher so ne flüchtige Sache, quasi eine One-Night-Pand (emie). Tolle Zeit, einfach mal zu Hause im Bett zu dösen und irgendwelche Gerichtsshows zu gucken auf Schrott1 oder Proll7.

Übrigens, meine Olle (und ja, vor einem Jahr hielt ich sie noch für die Liebe meines Lebens, gemessen an der Beziehungsdauer wird sie das wohl auch bleiben, oder was ist der Massstab?), das müsst ihr nicht so tragisch nehmen. Ich fühl mich wohl und sie sich auch, ich frage mich nur, ob sie sich eigentlich anstrengen muss, dauernd so eine Schnute zu ziehen oder ob ihr das in Leib und Blut übergegangen ist.

Ich komme mir eher vor wie Alfred Jodowik Kwak (oder wie hiess dieser Daffi-Duck-Hermann-vanVeen-Verschnitt eigentlich): "Warum bin ich sou fröulich, sou fröulich, sou fröulich, bin ausgesprochen fröulich, sou fröulich war ick niee!"

Is ja niemand gestorben hier, Freunde!

Posted: 08:30, 8 December 2009
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Strategiewechsel



Moin. Wenn man es versucht. Nett zu sein. Gute Mine zum bösen Spiel. Generös zu sein und darüber hinwegzusehen. Bis zur Selbstverleugnung. Und dann trotzdem Hiebe kassiert - Freunde! - was sollte man dann tun? Noch netter sein? Noch mehr Blumen nach Hause bringen? Oder einfach mal den Zweihänder auspacken, den Baseballschläger und mal eins aufs Telefon hauen? So ein rein präventiver Erstschlag.

Ich mach das jetzt so. Ich war eine Zierde meines Geschlechts. Oder meines Zivilstands. Aber ich kann auch anders.....


Da fällt mir einer der wenigen verschärfte Bibelpassagen ein - Psalm 109:

Und sie reden giftig wider mich allenthalben und streiten wider mich ohne Ursache.
Dafür, daß ich sie liebe, sind sie wider mich; ich aber bete.
Sie beweisen mir Böses um Gutes und Haß um Liebe.
 
Setze Gottlose über ihn; und der Satan müsse stehen zu seiner Rechten!  

 

Posted: 10:59, 4 December 2009
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.... und gute Nacht!



Moin. Habe heute den Film "300" gesehen. Da schlachten sich 300 Spartaner, allesamt mit Sixpack und reichlich Kajal um die Augen durch die Szenerie. 1000de von Persern (vulgo "Türken") müssen dabei, schlechtaussehend und unerkannt über die Klinge springen. Am Schluss gewinnt dann die edle Sache eigentlich doch nicht. Die 300 werden von der gewaltigen Übermacht auf den Müllhaufen der Geschichte gespühlt.

Witzig. Heute hat eine Schar strammer rechtskonservativer, gutaussehender (Schlüer, Mörgeli, Brunner) Recken einen gewaltigen Phyrrussieg gegen die übermächtigen Türken - pardon - Moslems errungen. Die Minarette sind gebodigt. Der Islam besiegt. Heil dir Helvetia.

Peinliche Sache mit absehbarem Ausgang: Es geht voll in die Hose.

Posted: 10:39, 29 November 2009
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Say it

Moin. Befreiend. Wenn mans den Eltern und den besten Kollegen sagt: Hört, Freunde und Eltern: Meine Olle und ich, das is nich mehr. Ein wirklich befreiender Befreiungsschlag. Egal was da noch kommen möge, aber es wirkt angenehm, nicht mehr im verborgenen wursteln zu müssen. So quasi unter der Bettdecke, hähähä... In unserer Jassrunde, eine Schicksalsgemeinschaft seit 30 Jahren, bin ich jetzt der 3. der seine Ehe in den Sand setzt. Wir haben schon verflixt viele Hochzeiten gefeiert. Und dem 4., der noch ledig ist, dem raten wir drei alle: Lass bloss die Finger von der Heiraterei!

Posted: 10:29, 28 November 2009
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Guck Dich um


Moin. Heute hatte ich dies seltsame Gefühl des Aufbruchs. Irgendwie so müssen sich die Schwalben fühlen so gegen Ende August. Jetzt wärs dann soweit. Lassen wir mal was hinter uns und gehen in ein fernes Land mit einer neuen Aufgabe, all den Trott zurücklassend, auch all die Menschen und Werte und Polstergruppen auf denen man gerne die Sonntagszeitung gelesen hat und gewartet hat, bis die Sonne ihren Weg auf dem Sonntagshimmel hinter sich gebracht hat um danach eine neue alte Woche mit neuen alten Aufgaben anzugehen.

Ihr wisst schon, was ich meine.

Wenn die Seele vorauseilt und das Herz nachrennen möchte, es einem juckt den Seesack zu packen mit nur wenigem und der Nase nach nach Vielem zu suchen. Noch ist die Zeit nicht gekommen, im englischen Ledersessel vor dem Kamin das Resumée zu ziehen, noch nicht!

Posted: 10:00, 26 November 2009
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Hinter dem Horizont



Moin. Manchmal kommt man an ein Ende. Vom Weg, vom Job, von der Liebe, vom Lied, von der Suppe, vom Film. Und dann gehts meist ganz, ganz anders weiter, anderster, als man es sich überhaupt je vorzustellen mochte. Und das ist dann so strange, dass man denkt: Alter. Wieso hast du daran überhaupt nie gedacht? Wieso denkst du beim Suppenlöffeln immer, dass es gar nix anderes als Suppe geben könnte.

Ich geb zu, das ist nun ein wenig tröhlerisch. Aber mich hats in den vergangenen 9 Monaten so durch die Gegend geschwartet, dass ich manchmal denke, mit offenen Augen zu träumen. Wenn mir jemand vor 9 Monaten gesagt hätte, ich sei nun hier und täte dies - ich hätte ihm in sein Zwangsjäckchen geholfen, seine 4 Antidepressiva mit Whisky angerührt und ihn raschmöglichst in die geschlossene Anstalt begleitet.

Lesson leared? Planen ist gut. Aber die Evolution hat immer noch ein paar Fussangeln auf dem Projektpfad eingebaut - und DIE bringen dich erst richtig voran!

Posted: 10:13, 22 November 2009
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Vielleicht gibts noch was Besseres



Moin. Frauen sind ein kryptisches Geheimnis in Geheimschrift und verschlüsselt. Man könnte auch sage (aus Männersicht); Sie sind nicht ganz gebacken. Ich meine, welcher Mann würde sich pro Saison 4 Paar Schuhe kaufen? Und was ist shoppen unter dem Strich?

Gucken, obs noch was Besseres gibt, als das, was sie schon haben.

Das ist der weibliche Kernsatz. Der feministische Imperativ, das, was ein weibliches Leben lebenswert macht: Aus hoher Warte nach Besserem spähen. Bessere Schuhe. Bessere Jacke. Besseren Mann.

Ich mag Euch Mädels schon ganz gut. Aber diese Seite an Euch verachte ich zutiefst.

Posted: 09:02, 17 November 2009
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Ludika, bitte!


Ich liiiebe deine Einträge. Es kommt mir immer dieses Lied in den Sinn:

Gott lebt in seinem heiligen Tempel, wer Schlechtes denkt, muss endlich schweigen!

Das war doch Reverend Kane aus Poltergeist II!


Posted: 10:16, 11 November 2009
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November, du Ar.....



Moin. Ich bin sonst nicht so. Ich kenne das Märchen von den 12 Monaten. Wo die Gute an jedem Monat was schönes findet und die Schlechte überall was zu meckern hat. Die Gute kriegt dann glaub Gold, die Schlechte die Schweinegrippe kombiniert mit einem heftigen Tripper.

Aber dieser Scheiss-November. Das ist doch wirklich der aller-allerletzte Monat. Nie ist der Sommer weiter weg, nie der Mai, das Meer, die Sonne und überhaupt das unbeschwerte Leben. Kein Wunder gibts den 13. immer Ende dieses Scheissmonats. Quasi als generöses Feuerwerk am Ende einer 30-Tage-Folter. Ich hasse diesen Monat. Ich war noch jedesmal depressiv. Und irgendwie geht auch immer im November alles schief, die Scheissgasse ab, den Bach hinunter und regnen tuts auch noch.

Logischerweise haben wir heuer auch noch die Saugrippe, der  Zeltner vom BAG (der ob der Raucherei mal wieder sein Kerngeschäft versifft hat, dieser Ar....) jammert irgendwie auch, wie wenn er ein Velo ohne Sattel fahren tät und ich hör jetzt auch noch auf zu Rauchen. Nicht wegen dem Zeltner, keine Angst, wenns um den gänge, Freunde, ich würde mir noch in der Sauna eine anstecken.

Morgen ist dann übrigens Gendertag. Das heisst scheints "Geschlechtstag". Der Tag des Geschlechts. Na, wenn das mal nicht die erste gute Nachricht des Novembers ist?!

Posted: 09:26, 11 November 2009
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Allez, Retour


Moin. Kürzlich, in diesem Land. Man möchte aus der Chemiemetropole in die Hauptstadt, privaterweise Besüchlein abstattend und - da dort nächtigend - ein Retourbillet benötigend, da mit der Bahn dorthinfahrend.

Bis hierhin zwar idiotisch kompliziert formuliert, geb ich zu, aber einigermassen klar, oder? Basel, 22.10., halb 5 abends. Bahnhof. Billetautomat. Die Dinger mit den Bildschirmen, an welchen die alten Leute verzweifeln und lieber 2 Stunden vor dem Schalter anstehen. Man kann dort Retourbillets lösen, aber - und das müsst ihr euch merken, Freunde - bis glaub 160 km sind die nur einen Tag gültig. Die Dinger laufen schneller ab als das M-Data auf Frischfisch.  Also die SBB meint, es könnte so ein Schlaumeier, wenn er denn mehrmals von Basel nach Bern fährt und der Kondi es versifft, sein Ticket zu löchern, dasselbe für eine weitere Fahrt verwenden. Das finde ich eine ganz üble Unterstellung, aber anders kann ich mir den Sachverhalt nicht erklären.

Also, Ticket Basel-Bern gelöst, gelöst in den Zug geflezt, Bier, BaA (Blick am Abend) und der Platz vis-à-vis frei, also Beinstreckpotential >= Beinlänge. Hinfahrt gut, Abend gut, morgens frühauf, über die Bern-Wave in den Zug gesprintet (hatte 40 Sekunden übrig, Luxus!) und da kommt auch schon das Kontroll-Fräulein in den schlecht sitzenden dunkelblauen Hosen (oder haben die alle so seltsame Hintern?) und dem beknackten roten Halstüchlein und kontrolliert mein Ticket. Ich habs geahnt. Als ich sie sah, hab ichs geahnt. Es gibt nichts Schlimmeres als weibliche Kontrolleusen. Die wollen immer einen Ausweis. Die sind immer wach. Die nehmens immer ganz, ganz genau. Mädels, könnt ihr eigentlich morgens um 7 nicht einfach mal Dienst nach Vorschrift machen. Mal ein wenig easy? Es war Freitag verdammt, sie hätte sich auf ihren abendlichen Lover mit vorgängigem Essen beim Chinesen freuen können, aber nein, sie muss mich gestreng drauf hinweisen: Heute ist der 23. Auf Ihrem Ticket steht: Gültig am 22. Heilieger Bimbam. Ich weiss doch meistens noch nicht mal, welchen Monat oder Wochentag wir haben. Und die weiss schon morgens um 7, dass heute der 23. ist, der abgef***t aussehende Typ da aber ein Ticket mit der 22 hat.

Kurz überlege ich: Welche Strategie zieht? Den Empörten spielen? Oder eher den Doofen? Ich entscheide mich für doof. Doof und erschüttert. Die Dame lässt Gnade vor recht walten, klärt mich aber in sadistisch-süffisanter Art und Weise auf, dass ich das dann so-und-so machen müsse. Und ich nicke und danke. Danke Herrin. Demut. Schleim.

Ich wette, wenn sie ein Mann gewesen wäre, hätte sie ein ordentliches Zirkuszelt vor sich hingetragen beim Weggehen.


Posted: 01:12, 24 October 2009
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Zahmer Zar, ZZ-Top



Moin. Musste freitäglichs auflegen in einer Disse. Ihr wisst schon, mein Neben-Nebenjob, ich machs gern, ich machs billig. Und: Ich finds immer noch irre, dass man für 6 Stunden schön abhängen, gratis Biertrinken, Lieblingssound auflegen und oben auf der Kanzel den dicken Max spielen auch noch Knete kriegt am Ende des Abends! Ist wirklich ein Job mit Zukunft. Aber am Freitag hats mir nicht ganz so Spass gemacht. Nicht, weil mein Mit-DJ wirklich einen Mundgeruch hatte wie die Mumie von Ramses II., sondern weil er einfach kein glückliches Händchen hatte. Bitte. Die Mädels und Jungs in Liestal, die wollen einfach nicht diesen typischen Hochschwarzwald-Dancing-Einheitsbrei, ein bisschen Schunkelschunkel-Spanienurlaub-Houseverschnitt. Die wollen Rock. Die wollen Funk. Die wollen Vinyl mit Knistern und so.

OK, ich hab mir auch einen Lapsus erlaubt - entgegen meiner Devise "Keine Experimente, mein Junge!" hab ich "The Boys are back in Town" von Thin Lizzy aufgelegt. Ich finds noch nett, aber es war ein Tanzflächenleerfeger vom Feinsten. Shit. Und das nach "It's a long way to the Top" von AC/DC. Shit. Mach ich nicht mehr. Aber ist wie in einer Ehe, nachher ist man immer klüger, gell?

Dann wurde mir noch vorgeworfen, zahm zu sein. OK, vielleicht leg ich das nächste Mal für den Plebs mal was von Billy Cobham auf. "Red Baron" vielleicht. Da wär ich vielleicht bei der Disco-Bohème wieder in, aber die Bude leer. Wes Brot ich fress, des Lied ich sing. Sollte man sich als DJ zu Herzen nehmen. Wer als DJ seine Lieblingsmusik hören will, soll zu Hause seine Steeeeeoooaaanlage malträtieren.

Schreibmässig zahm? Ich weiss nicht, ob der Vorwurf in diese Richtung ging. Naja. Ich kann schon mal wieder über die SBB oder die verf***ten Stimmbürger in O. herziehen, die mal wieder eine neue Sportanlage abgeschossen haben. Unter dem Motto: "Wir wissen zwar nicht, was wir wollen, aber wir sind trotzdem dagegen!".

Die sterben alle mal an versteinerten Exkrementen in ihrem Enddarm.

Posted: 04:15, 4 October 2009
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Kühler Frühling, heisser Sommer, goldener Herbst


Moin. Kennt Ihr auch die Muotataler Knallfrösche? Oder wie heissen die genau? Auf alle Fälle beschäftigen die sich mit dem Wetter. Nun ist ja Wahrnehmung - auch des Wetters - eine äusserst subjektive Angelegenheit. Die Amis versuchen dem beim Wetter dadurch zu begegnen, dass sie auch noch die "gefühlte Temperatur" angeben. Richtig so. 5 Grad in Helly-Hansen-Unterwäsche und gewirktem Bisamfell wirken nämlich eindeutig wärmer als 7 grad in der Badehose im Blizzard.

Bei den Jahreszeiten - rückblickend - finde ich, sollte man auch noch die emotionale Temperatur einfliessen lassen. Nach dem kühlen Jahresbeginn folgte also ein sackkalter März/April, eine äusserst wechselhafte Periode von Mai - Juni, heisse Sommerabende und nun ein goldener Herbst. Und wie hiess es in der Fabel? Alle Monate haben ihr Gutes. Die einen reinigen, die anderen bauen auf, lassen verdorren oder spriessen, trocknen aus und der Herbst lädt sodann zur grossartigen Ernte.

Ich bin soweit ganz zufrieden mit dem Jahr.

Posted: 02:46, 25 September 2009
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