Counter Der Zar ist da

Der Zar ist da

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Ich schreib hier rein, was mich so untertags beschäftigt, was abgeht, wer mich mal wieder aufgeregt hat.


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Zusätzliche Abschreibungen



Moin. Gar mancher von Euch mag sich besonnen haben, wo denn ächt der Zar sich so rumtreiben tue. Aber ich versichere Euch: Alles Rotscher. Die verflixte Bolitick hält mich zur Zeit eifach ein Bitzeli in den Fängen und - wenn ich mal so versnobbt sein darf - die ganze Sache mit HRM2 und IPSAS beschäftigt mich doch mehr als ich gern zulassen tät.

Für Euch treue Leserschaft zusammengefasste Erkenntnis und Rat & Tat für Eure unmittelbare Umgebung: Guckt Euch an Eurer nächsten Rechnungs-Gemeindeversammlung einfach mal die Positionen "zusätzliche Abschreibungen" oder "ausserordentliche Abschreibung" respektive "Rückstellungen für blablabla".  Glaubt mir: Eure Gemeindefuzzies ziehen Euch aber sowas von über den Tisch!

Ich weiss echt nicht, wie ich die Presse auf diesen Skandal aufmerksam machen soll. Ist so wie bei einer Abnehme-Competition, wo der Schiri einfach all die Eichung der Waage nach Gutdünken wahrnimmt.

Traue nie einem Politiker, der auf eine Wiederwahl angewiesen ist.

Posted: 10:30, 2 May 2012
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Die Wäsche

 

 

Moin. Eigentlich hat dieser Eintrag verflixt wenig mit der Überschrift zu tun, aber mir war nach dem heutigen Abend auch nicht gross nach Feintuning. Irgenwie ist mir das alles ein wenig zu anstrengend. Diese seltsame Anspruchshaltung der Beteiligten. Die Anforderung an mich, es besser zu machen als all die Deppen vorab. Ich mag das nicht so unbedingt. Da sind zu viele Teigtrockner mit wenig Verve an mir vorbeigezogen und haben Meriten geerntet, ohne eine nennenswerte Investition.

 

Zurück zur Überschrift. Eigentlich wollte ich heute bloss Wäsche waschen und danach schlafen. Scheinbar ist mir diesselbige bis 1 uhr morgens nicht gelungen. Trotzdem wünsche ich allseits:

 

Gute Nacht!


Posted: 12:57, 24 April 2012
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Schmerzen

 

 

Moin. Eigentlich bin ich recht schmerzresistent, ich lass die Löcher beim Zahnarzt immer ohne Spritze bohren und wenn ich nächtens mit der Zehe in die Kante des Bettes donnere, reiss ich mich am Riemen.

 

Ich war auch verschont von irgendwelchen schweren Verletzungen, Brüche, Risse etc. Nun aber hab ich seit Wochen Schmerzen in den Ellenbogen. Sehr unangenehm, ich hab mies trainiert, zu viel Gewicht, zu schlecht eingewärmt - Man nennt die Sache Golferellenbogen. Wobei ich nicht mal Golf spiele, war einfach in der Mukki-Bude.

 

Ich denke, das ist es, was man alt werden nennt. Schmerzen die plötzlich da sind und nie mehr ganz weggehen. Die immer wieder kommen, wenn Du ein Kind aufhebst oder eine Türe aufstösst. Die dich langsamer werden lassen, weil du aus Furcht vor dem Stich etwas zurücknimmst.

 

Und dem man eigentlich keine Lehre in fett und rot entnehmen kann..


Posted: 08:20, 1 April 2012
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Eisige Stahlhölle

 

Moin. Ich habe mich heute mit einer guten Freundin unterhalten, ob wir beiden ächt fälschlicherweise falsch mit unseren Geschlechtsantipoden, also dem anderen Geschlecht kommunizieren oder die Welt einfach eine kalte Stahlhölle sei, deren wärmstes Element der dampfende Abwasserkanal in der Mitte darstellt. Sie jammert mir vor, dass sich ständig irgendwelche Typen in sie verknallen. OK, sie hat nen Augenaufschlag wie ein Ochsnerkübel und ne Figur wie Serpentinen. Aber man kann sich ja etwas zurücknehmen, gell?

 

Ich beginne mal von vorne, oder auch Anfang genannt. Wir sind beide immer recht freundlich zu unseren Mitmenschen, egal ob Männlein oder Weiblein, dick oder doof, alt oder neu. Mag mit unserer Erziehung, unserem Weltbild, der Religion (bei mir nicht) oder was immer zusammenhängen. Ich will das nicht überbewerten und einige mögen dies als Aroganz, andere als Schwäche deuten - auch diesselbige ist uns Hundewurst. Aber - und jetzt kömmt die dicke Berta - wir müssen uns allbott wieder anhören, dass wir doch arg verführerisch und aufreizende Signale aussenden und überhaupt ganz abgeschlagene Siechen sind, die unehrlich mit dem anderen Geschlecht sind.

 

Aber - und ich bediene mich da eines Zitates von "Coolmän" Steiner - "aber das stimmt nicht!". Wir meinen es eigentlich gut und können nix für, dass der Rest unser Geschlechtsgenossen/ Geschlechtsgenossinnen berechnende Vollpfeifen sind, die

 

a) jeglichen Anstand missen lassen oder

b) einfach nur aufs Einkommen aus sind.

 

Da geht mir doch die Annektote unserer breithintrigen Telefonistin nicht aus dem Kopf: Sie habe sich da an dieser Party nett unterhalten mit nem Typen und bissl geflirtet und wollte sich dann verabschieden und hoffte, der gäbe ihr die Natelnummer oder noch besser: früge sie nach der ihren. Was tut der Vollpfosten? Er sagt: "Waaas? Du gehst schon nach Hause? Das kannst jetzt nicht machen? Willst Du mit zu mir?"

 

OK. Sie hätte jetzt darüberstehen können. Aber dafür war selbst sie zu helle (und glaubt mir: das will was heissen)....  Sie fragte mich: "Steht auf meiner Stirne 'Schlampe'???"  Und ja ich hab Verständnis für ihre Reaktion gezeigt und ja, ich geh auch mal mit ihr über Mittag essen, weils lustiger ist als alleine. Und weil sie ne arme Seele ist die dauernd nur üble Kerle anzieht und einen unglaublich hohen Anspruch an Jungs hat. Ja, ich gehe mit ihr essen, weil ich befreundet sein will mit ihr und

 

Weil für mich die Welt keine kalte Stahlhölle ist und ich deswegen noch lange nicht jede heiraten will, wenn ich freundlich bin mit ihr!

 

 


Posted: 08:44, 28 March 2012
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Tage beginnen selten wie sie enden

 

 

Moin. Vielleicht gehts Euch manchmal auch so. Ein Tag beginn so richtig versch...en. Die Kaffeemaschine leckt, Euer Haar lässt sich nicht frisieren und im Teletext entdeckt ihr, dass euer Lieblingsclub gestern Pleite gegangen ist. Oder so halber. Ihr geht also mit ner ordentlichen Wolle ausm Haus, am Bahnhof geht ihr auch noch an zwei Teeny-Kotzeflären vorbei und das letzte 20min wird Euch vor der Nase weggeschnappt. So geladen trefft ihr in der Bude ein und

 

.... ... alles geht wie am Schnürchen. Probleme lösen sich, das Wetter klart auf und die Personalabteilung teilt Euch eine rückwirkend auf 2009 gültige Lohnerhöhung mit.

 

Umgekehrt gehts auch. Tolles Wetter, aufgestanden wie mit Schmieröl im Hintern, doch dann geht irgendwie alles schief, 13 Millionen Mails, welche Euch vom arbeiten abhalten, irgendwelche Kritiker, die genau in die Eier treten und dann meldet sich auch noch eine alte Verletzung am Ellenbogen.

 

Tage wie diese - eigentlich wird erst so um 22 Uhr abgerechnet, nicht? Na, da bleiben mir doch noch knapp 40 Minuten...


Posted: 09:11, 22 March 2012
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Sister Fate



Moin. Heute war ich nicht so gut drauf. Nicht dramatisch, aber etwas sissi-heulsusenmässig. Hängt evtl. damit zusammen, dass ich heute nen Brief vom Anwalt meiner noch-Frau erhielt, was die Scheidungskonvention betrifft. Deckt sich ungefähr mit meinen Vorstellungen, das war nicht das Problem. Aber vielleicht wars so wie wenn man irgendwie bei der Testamenteröffnung langsam rafft, dass jemand verstorben sein könnte.

Zumal mir das nochmals vor Augen führte, dass heiraten & kinderkriegen eigentlich etwas ist, dass sich Masochisten antun sollten - zumindest im Zusammenhang mit ökonomischer Planung. Aber da kam mir in den Sinn, dass mein Kollege von nem Mädel sprach, welche als 14jährige in ein Ferienlager geschickt wurde, weil die Mutter, schwer krebskrank, in dieser Zeit zu Exit gehen wollte. Als dieses Mädel also aus den Ferien zurückkehrte, war die Mamma nicht mehr und der Vater wurde kurze Zeit darauf schizophren oder depressiv oder sonst was. Einer anderen Kollegin ist ein ungeborenes Kind gestorben. Da hab ich doch eigentlich selbst nicht all zu viel zu bejammern, oder?

Trotzdem, derart grummlig ging ich an die hiesige Chluri-Verbrennung, ein Fasnachtsbrauch seit 18'000 Jahren. Ich war das erste Mal dabei, wie ich auch das erste Mal am Chienbäse Liestal (geilo!) und am Morgestraich Basel (überfordert, da kulturell unterbelichtet) war. Complete waste of time. Nach 25 Minuten Wartezeit, einem sich betatschenden ganz-ganz-frischverliebeten Paar vor mir und einem ischisasgeplagten Vater mit Kind, das immer auf seine Schultern wollte, hinter mir dachte ich mir: Was soll der Scheiss? Im Dunkeln stehen und warten dass etwas passiert? Da kann ich grad sogut in ein Sexkino.

Also ging ich nach Hause, richtete meinen Haushalt und kriegte als Trost eine wirklich gute Radiosendung auf DRS1 über Appenzell mit.

Sind interessante Leute und ich muss da jetzt unbedingt mal hin.

Posted: 09:28, 1 March 2012
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Eden

 

 Moin. Heute morgen, oder wars gestern Abend? Nun ja, auf alle Fälle kürzlich hab ich mich gefragt, wie denn das Paradies aussehen müsste, wenn man denn an ein Leben nach dem Tode glauben tät.. Soll nicht wertend tönen, einfach mal so als Ausgangsspielsituation. Nehmen wir mal an, wir müssten irgendwann mal sterben. Und wir wünschten uns, weil wir so viel Gutes getan hienieden auf Erden, dass wir darob in den Himmel kommen täten.


Wir nicken also ab und – schwuppdiwupp - sind im Himmel. Jetzt gehen wir davon aus, dass wir, gottgefällig, da wir da lebten, doch 89 geworden wären. Oder falls wir versiffter getan hätten: 72! Immer noch jenseits der uns bekannten besten Jahren. Also, so kämen wir also ins Paradeise. Wie alt sollten wir da drüben sein? So, wie wir verschieden sind? Mit welken 75? Hängenden.... äh.... nun ja. Wir wären wohl gerne jünger, gell? OK. Und wenn wir dann dort im Paradeise also all 17jährige ankommen täten – hätten wir dann dort die selben Probleme, mit Mädels ins Gespräch zu kommen, weil wir die Damenwelt bis 40 eigentlich nie so ganz gerafft haben? Oder kämen wir im Paradeise an mit 9, wo wir eine extrem romantische, asexuelle Auffassung von Liebe hatten?


Oder mit 40? Einfach so ohne Zerfall? Ihr, die Ihr da ans nächste Leben glaubt, entwickelt doch mal eine Theorie. Wie kommt Ihr im Paradiese an? Welches Alter? Wer ist dabei? Wer fehlt?


FFFF ist meine Theorie vom Paradeise, so wie bei den Turnern: Fernseh, Fauteil, Frau, Flaschenbier!


Posted: 12:15, 28 February 2012
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This is NOT a love Song

 

 

Moin. Draussen läuft grad "Du kannst nicht immer 17 sein", der Text ist etwas für den Gerichtshof von Den Haag, aber ich vermisse trotzdem diese sagenhaft politisch unkorrekten Lieder der Fasnächte von so 1985 oder so. "Hindenuss, im Schöpfli uss, mit Genuss!" oder "twarte Twhähne kann thie haben, aber thöön muth thie thein, thön muth thie thein, thön muth thie thein, Hängebuthen darfth thie haben, aber thön muth thie thein, thön muth thie thein bei Nacht!"

 

 Ich will Euch aber nicht mit irgendwelchen Sch...- Eweiggestrigen nerven. Ich finde nicht, dass früher alles besser war. Aber heute ist mir ein so grund-abgeschlagener Siech im Zug begegenet, der war so unglaublich ungehobelt, da musste gar ich verstummen. Ich frug den Armleuchter mit seinen gestrickten Socken und den miserabligen Drecksschuhen, wann wir denn in Bern eintreffen würden, so aus der sowjetisch besetzen Zone (Interlaken-Ost). Und der Typ senkte den Blick gen Himmel... und sann und sann (und ichwollte ihm noch sagen: Ich bräuchte keine sekundengenaue Ansage) und zum Schluss sagte er einfach gar nix!! Weder ne Antwort noch "sorry can't understand" oder "no comprendo" oder "wkrskfff!!" - die Sau sagte einfach nix!! Gibts solch asoziale Typen eigentlich mehrfächlich? Dürfte man solche eigentlich einfach liquidieren, weil niemand sich nach denen erkundigt? Oder alle froh sein täten, wenn die weg wären??

 

Bern war übrigens kalt wie ein Kühlschrank. Erinnert mich an eine Zeit, aber die ist vorbei.


Posted: 08:04, 20 February 2012
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Wahlkampf

 

 

Moin. Ich steh im Wahlkampf. Ist mir etwas peinlich, mich selbst anzupreisen oder anpreisen zu lassen via Kollegen in Leserbriefen. Noch peinlicher sind aber einige meiner Kontrahenden, die selbst Leserbriefe schreiben. Ich hoffe einfach, nie mit einem solchen Halbschuh in einer Kollegialbehörde sitzen zu müssen, da zieh ich eine Niederlage vor. Nun, mittlerweile bin ich soweit, dass ich eine Nichtwahl nicht unbedingt als Strafe Gottes (hahaha) anschauen tät.

 

Gestern waren wir Kärtchen schreiben, heute war ein Leserbrief für mich in der Zeitung, aber eigentlich war die wirklich wichtige Sache gestern Nachmittag, an einer Sitzung mit irgendwelchen Typen von PWC und einer Abteilung von uns, da ist mir aufgefallen, dass es mit vielem sehr viel einfacher wäre, wenn jeder Mensch in der Schweiz bei der Geburt oder beim "Eintritt" in die Schweiz eine eindeutige Nummer kriegen tät. Ich hab da kürzlich eine Biographie über Benjamin Franklin gesehen. Der Mann war fleissig und brilliant. Der hätte sich wohl für meine Idee interessiert....

 

Irgendwie mag ich aber zur Zeit trotzdem nicht so.


Posted: 11:34, 16 February 2012
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Aus dem Drecke zerrend

 

Moin. Ich habs mir heute mal wieder lange überlegt. Ob ich jetzt mal wieder einen aus dem Drecke zerre, der besser bezahlt für weniger Grips erfolgreicher in unserer Verwaltung rumhampelt. Und ich hab mich entschieden: Ne. Heute nicht. Ich mach hier nicht den Kaspar für die diplomierten Analphabeten, denen man bereits im November sagt, dass sie dann dies und jenes am 6.2. liefern müssten. Und sie dann nochmals mahnt mitte Jänner. Und am 6.2. sagt, dass man für sie noch eine Fristverlängerung bis 10.2. erwirken konnte, sie aber doch jetzt bitte ihren Scheiss liefern sollten.

 

Und irgendwann sagt man sich: Bin ich der Pestalozzi? Oder der heilige Sankt Bimbam? Nee. Ich will jetzt nämlich nach 12 Stunden Arbeit auch so langsam heim, respektive an ne Sitzung eines philantropischen Vereins, der sich kasteit dafür, einer verarmten Talschaft etwas Grütze und Kultur zu bringen, jenseits von den DSDS-Castings (und die wollen alle so singen mit Flatterunterkiefer wie Whitney Houston, die ja bekanntlich ausgehoustet hat).

 

Nee, ich hab Typen um mich rum, die alles kontrollieren und kritisieren, weil sie sich politisch so gut auskennen. Als Subalterner bin ich doch so nahe am Fussvolk, dass ich nur bei Tritten oder der Aussicht auf eine Extraportion Schnaps Sondereinsätze leiste.

 

Mal gucken, ob morgen die Welt untergeht. Und wenn ja, möcht ich wetten, dass es eher die ihre ist....


Posted: 10:50, 13 February 2012
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Tierlifründe

 

 

Moin. Kennt ihr auch so Facebook-Freunde, die all diese "rettet-die-Ukrainischen-Hundis-vor-dem-Ofen" Sachen unterstützen? Mit Verve und fassungslosem Entsetzen kommentieren sie, dass irgendwo auf Erden jemand 3 kleine Büsis einfach an der Autobahnraststette Würrenlos angekettet ihrem Schicksal überlassen hat? Oder den Conny-Land-Delphinen jemand KO-Tropfen in den Backfisch geschüttet hat? Oder gar jemand in einem Park mit Hirschen die Überpopulation an Tieren abschiessen lässt? Die armen Bambis! Dabei schmeckt ja Rehrücken sooo fein und überhaupt: Genau die Sorte Leute kauft sich doch nur Filet und Hohrücken und ähnliches. Mal ein Gnagi? Oder ne Blutwurst?

 

Also ich sag meinen Mädels: Wenn wir schon ein Tier umbringen, dann sollten wir aber auch alles verwerten: Knochen, Fell, Fleisch, Hufe, Schwanz und Darm. Was machen unsere Tierlifründe? "Hals? Wääh! Das ischt so geederig!" Ja klar, und das Teil worauf ihr sitzt, dass ist verflixt verfettet. Ja, so ist das halt. Die Chinesen züchten Hunde, weil sie deren Fleisch mögen. Wir züchten Kühe, weil wir ihr Fleisch mögen. Die Inder denken sicher ihre Sache. Die Moslems zu unseren Sauzüchtereien übrigens auch. Und wir über die fritierten Heuschrecken der Asiaten....

 

Machen wir uns einfach nix vor. Wir sind eines der erfolgreichsten Raubtiere der Geschichte. Wir hegen und pflegen unsere Beute, bevor wir sie bequem abknallen, ausbluten und dann gemütlich vertilgen. Bei Tischgrill. Oder Fondue Chinoise.

 

Wobei: Bei Chinoise eigentlich Hund und Heuschrecke nicht fehlen dürften.....


Posted: 09:12, 6 February 2012
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Basler Wiedervereinigung

 

 

Moin. Für alle Nicht-Basler eine Schnellbleiche der hiesigen Situation. In grauer Vorzeit, nämlich 1833, gerieten die Landbevölkerung und die Stadtbevölkerung des Kanton Basels aneinander. Leider setzten sich die Falken auf beiden Seiten durch, die Stadtbasler wollten die Landschäftler mit Waffengewalt züchtigen. In einer beispiellos diletantische geführten militärischen Kampagne bekamen die Stadtbasler Truppen überraschend die Hucke voll. Es gab über 30 Tote, vor allem auf Stadtbasler Seite.

 

Danach war Eiszeit, die beiden Kantonsteile wurden geteilt, es wurden die beiden Teilkantone gegründet. Basel-Stadt schmollte und wollte sich dem Sonderbund anschliessen, Baselland war ein sehr radikaler Kanton und nahm alle Flüchtlinge der europäischen Restauration auf.

 

Irgendwann befand man aber, man sollte sich wieder zu einem Kanton wiedervereinigen. Aber es klappte nicht. Unglaublich dümmliche Vorurteile (die vom Land stinken! Städter sind arrogante Schafziegel!) brachten es mehrere Male fertig, die längst notwendige Geschlossenheit gegenüber der Restschweiz zu verhindern.

 

Die Restschweiz lacht über die beiden Basler Händlibueben und sind froh, sind die vor allem mit sich selbst beschäftigt. Denn dass die bequemen Berner und Waadtländer sehr froh sind, dass sie mit Zürich eigentlich nur eine wirklich wirtschaftlich potente Gegnerschaft im helvetischen Universum haben, ist offensichtlich. Und die restliche Schweiz der kleinerern Regionen und Kantone ist ebenfalls froh, dass sich da nicht ein Leader jenseits des Jura zu Wort meldet, mit Ansprüchen und Vorschlägen, wie man die ganze Sache da in der Schweiz organisieren könnte, wo man doch so viel in den Gemeinschaftstopf bezahlt.

 

Nun erwacht der schlafende Drache. Ein Kanton mit 500'000 Einwohnern, der seit bald 40 Jahren keinen Bundesrat mehr gestellt hat, der ein gewaltiges BIP liefert und der einfach f... cool ist. Die Baselbieter haben nun im Parlamente einer "Simulation einer Fusion" zugestimmt. Ich werde mich den Leuten gratis zur Verfügung stellen. Ob als Helfer, Retter, Rechner oder Zar! Als erstes müssen wir Unionisten in BS und BL mal die inneren Widerständler überwinden. Gift? Verleumdung?

 

Ich denke, wir müssen zu allen Mitteln greifen!


Posted: 05:58, 5 February 2012
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Knalltüten eintüten

 

Moin. Ich muss euch etwas warnen, ich bin ziemlich geladen, übellaunig, unterschlafen und irgendwie hab ich kalte Füsse. Mein Handy hab ich heute morgen verlegt, irgend eine traurige Seele hat sich just dann auf die Schienen gelegt, als ich nach hause wollte mit dem Zug und dann noch diese Geschichte mit den Knalltüten beim Eintüten.

 

Das war nämlich so. Am Samstag war ich aufgeboten, zwecks Wahlkampfhilfe auf der Gemeinde beim Eintüten sämtlicher Köpfe, welche sich da der Wahl stellen, also so präzis auf die 9nen. Dazu kam noch, dass ein Journi mich filmen wollte, weil ich ja einer dieser kandierten Kandidaten bin/war und der da so ein Porträt machen wollte über die Mächtigen und die mächtig Ehrgeizigen. Erstmal ging das mit dem Journi nicht, weil der Gemeindeverwalter das Muffensausen kriegte, er dachte, wenn der Junge mich filmt, kriegt er von den anderen Kandidaten eins übergebraten. Könnte natürlich durchaus sein – aber ists mein Problem? Eben.

 

Auf alle Fälle mussten wir improvisieren, ich schlug dem Knaben vor, wir würden da in der Begegnungszone filmen, wo einem die Autos über die Füsse fahren. Ist wirklich die einzige Fussgängerzone der Schweiz, wo du als Fussgänger latent überfahrungsgefährdet bist. Weil nämlich die Ladeninhaber der Flaniermeile der festen Überzeugung sind, dass ihr Krämerladen dem sofortigen Untergang geweiht ist, wenn die feistlaibige Klientel nicht 85 cm vor dem Eingang parken könne, um sich dann schwer schnaufend ins Etalblissement zu trollen.

 

Spass beiseiten. Ich war beim Eintüten. Das wäre ja um 9 gewesen. Sämtliche Parteien (Linke, Rechte, Mitte, Oben, Unten, Transsexuelle) brachten ihre Flyers mit, die Gemeinde in einem Anfall von Grossmut bezahlte Couverts und Porto und wir mussten eigentlich nur noch alles eintüten. Nur fehlte natürlich einer unserer Partei und mit ihm die Flyers mit unseren geliebten Führern, also mich eingeschlossen. Ich riss das Heft des Handelns an mich und delifonierte rum, holte Leute aus dem Nest und aus ihren Träumen, drohte Karrieren zu ruinieren, wenn nicht innert Minuten dies und jenes geschah – aber es nutzte alles nichts.

 

Die Flyer blieben verschollen. Die Druckerei hatte falsch adressiert und die ganze Sache irgendwo an eine geschützte Werkstätte gesendet. Komplette Versagerei an mindestens 4 Stellen. So tüteten wir also den Schwachsinn der Konkurrenz ein, hörten uns das höhnische Gewitzele dieser schlecht parfümierten und mit gepunkteten Kravatten zu gestreiften Hemden angerückten Teigtrockner an, knirrschten mit den Zähnen und wussten genau: Es würde wieder eines Sondereinsatzes bedürfen, um diese gequirlte Sch.... auszubaden. Das war dann heute. 1,5 Stunden Strafeintüten für die Deppen einer Partei, die noch nicht mal Flyer bestellen kann.

 

Ich bin schon jetzt ein gebrochener Politiker – und die Wahlen sind erst in 6 Wochen.....


Posted: 09:13, 30 January 2012
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Die Poincaré-Vermutung

Moin. Heute hab ich einen ausserordentlich guten Beitrag im Geo gelesen. Einen Artikel über Grigori Perleman und dessen Lösung des mathematischen Jahrhundertproblems der Poincaré-Vermutung. Es hat mich sehr beglückt und andererseits auch bedrückt, wie gewisse Menschen den Fokus ihres ganzen Lebens auf einen mikrobisch kleinen Teil des Universums lenken können, der aber viel, viel mehr enthält als man überhaupt denkt. Diese Geschichte mit der Poincaré-Vermutung. Ich hab mir das alles mal angesehen und es ist schon sehr faszinierend. Vielleicht sollte ich mich mal mehr um solches Zeugs kümmern als einfach nur um Facebook. Allein schon die Definition der dreidimensionalen Darstellung im vierdimensionalen Raum.... Ich würde wirklich gern den Raum falten können. Was bedeuten würde: Jeden Ort zu erreichen, ohne sich zu bewegen....

Posted: 10:44, 24 January 2012
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Zar-Land, oh!

 

 

Moin. Meine älteste Tochter ist da auf diese Schuhsekte reingefallen, die allenthalben beim Weibsvolch leichtes Spiel zu haben scheint, mit dem glitzernden Tand und dem blinkenden Schuhwerch. (übrigens, diese leichte Anlehnung an das SVP-mundart-hochdeutsch mach ich zu Ehren vom Blocher Chrischtoff, dens ja wohl in derä Art nicht mehr lange geh dürfte).

 

Item. Dieses Zarlando, diese Schweine machen ja massig Geld mit MEINEM Namen! Denen gehört ein iPhone verpasst oder eine noch schlimmere Strafe. OK, ich gebs ja zu. Ich hab mich immer lange gegen diese Hype-Sachen gewehrt, um danach einer der feurigsten Jünger von dem Stuss zu werden. Aber wer unschuldig ist, werfe das erste Handy.

 

Ich entsinne mich gut ob der versnobbten Kommentare meiner bohèmen Freunde und mir ob der ersten Handytelefonierer im Tram, weil wir fanden, ach diese aufgeblasenen Typen, welche da an Mikrogenitalis leiden, wieso kommen sich die so wichtig vor? Eben. Und was hatten wir – mehr oder weniger verschämt – plötzlich alle in der Hose? Äh, Tasche? Eben! Wer weiss, vielleicht kauf ich mir morgen schon ein iPhone. Oder einen Zarlandoschuh. Aber ich mach ne Wette, in 5 Jahren kräht kein Jugenlicher mehr nach dem iPhone, dem Gerät ihrer Alten und Lehrer. Die werden schon was viel hipperes haben. Vielleicht etwas aus Nordkorea? Meine älteste Tochter nimmt mich heute schon hoch, weil ich noch smilies mit Nasen mache.

 

Ist scheinbar auch schon out. Dabei haben wir den Stuss doch erfunden!!!


Posted: 05:45, 22 January 2012
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500er Jubiläum

Moin. Wer hätte das gedacht. Dieses ist mein 500ster Eintrag hier. Ich hab mal angefangen mit dieser Bloggerei, das war zwei Leben vorher. Vieles ist vergangen. Einiges gekommen, einiges gegangen. Manchmal würde ich sagen es ist sehr surreal. Wenn man zu spät in eine zu unterheizte Wohnung zurückkehrt. Ursprünglich wollte ich mich etwas in der schnellen, freien, frechen Rede üben. Oder irgendwas spannendes erleben, respektive ein wenig frech rüberkommen. Mit viel Verachtung über das Normale, viel dicke Hose und zynischem Gegrinse über irgendwelche Typen, denen das Leben aus dem Ruder läuft. Welch Ironie des Schicksals. Ich hatte sogar eine Zeit, in der ich mich arg mit irgendwelchen Typen hier gebalgt habe, die scheinbar zur Firma gehörten. War eher happig und gar etwas furchteinflössend. Viele Blogger sind gekommen, haben intensiv gebloggt und gelebt und sind wieder verschwunden. Junge Zürcherinnen, IKEA-Damen aus St. Gallen, die morgens Zeitungen vertrugen, Baslerinnen, die Lämpen hatten und doch nie auf ein Glas Wein vorbeikamen, Stuttgarterische Polinnen, die Wein trinken wollten. Leute mit Quadschs. Und einige hab ich gar kennengelernt. Witzig, was? Ich mein jetzt persönlich. Für einige bin ich gereist, andere wohnen grad so um die Ecke. Es ist etwas öde geworden hier. All die Telefonverkäufer und Prüfungsfragenanbieter haben die Sache etwas zugedröhnt. Aber wir sehen wie immer in eine goldene Zukunft! Man sieht sich. Wie immer. Moin.

Posted: 10:24, 17 January 2012
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Swiss Awards

 

 

Moin. Gestern fand vor einer Kulisse, die mich irgendwie an die Beerdigung von Kim Il Sung erinnerte, im schweizer Fernsee die „Swiss Miusic Äwords“ statt. Mit allem, was da Rang und Namen hatte, selbst linkeste Satiriker waren sich nicht zu schade dafür, im Publikum zu sitzen, mit grauenvollsten Fliegen und Botox selbst unter den Achselhöhlen (unter uns: dieser Äschbi ist wohl das erste wandelnde Exponat von „Körperwelten“).

 

Was war das für ein Seich. Da nimmt man einfach Herzchirurgen, Schifahrer, Seepfarrer und irgendwelche Schlittschumädels in einen Topf, macht ein Telefooooonwouting und am Schluss kommt der in den Himmel, pardon, kriegt da diese Rolexsache überreicht und weiss, er sei der Beste der Besten der Besten.

 

Ich finde das beelendend. All die Gäste mit ihren SUVs, welche sich dann doch nur über die unverschämten Parkhaustaxen von 6fuffzig pro Stunde nerven. Welche ihren Abfallsack so brutal vollstopfen, dass er kaum noch zu tragen ist und darob Fr. 3..- an Abfallsackvignetten pro Jahr sparen. Oder die sich mehr über getötete Hunde in der Ukraine als über beschnittene Mädchen aufregen. Wer mich kennt weiss, dass ich der letzte bin, der sich für moralisch absolut korrekte Verhaltensweise einsetzt.

 

Ich will nur, dass sich die Moralisten mit ihrer Prahlerei etwas zurückhalten sollten.


Posted: 10:15, 15 January 2012
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Wissen ist Geld

 

 

Moin. Die Sache da mit dem Hildebrand, die find ich noch speziell. Weil sie mich etwas an meine Compi-Spiel-Zeiten erinnert, ich hatte da mal ein Spiel, das sich "Wall Street Wizzard" nannte - das alte kaufmännische Dingens: Günstig einkaufen, teuer verkaufen. Richtig Asche machte man aber, wenn man die Sache manipulierte. Put Optionen auf Firmen, bei denen man dann eine wohlplatzierte Haftladung in der Produktionsstrasse platzieren liess und die Aktie rasselte ins Bodenlose.

 

Noch erfolgreicher war man natürlich, wenn man so einen richtig heissen Cheat hatte: Da wär z.B. einer namens "ChefdernationalbankV1.exe", sie können Devisengeschäfte tätigen und gleichzeitig die Kurse beeinflussen. Version 2 gibt ihnen sogar noch eine Strohfrau, äh, Ehefrau zur Seite, damit nicht doch irgendjemand Fragen stellen könnte. Die Revisionsgesellschaften halten sie einfach mit teuren Weinen und einigen geilen Golf-Weekends in Crans bei der Stange. Oder man engagiert am besten grad eine Revisionsgesellschaft, die aus Nordkorea kommt und ansonsten die persönlichen Ausgaben des geliebten/grossen/neuen Führers prüft.

 

Prinzipiell sind wohl nicht dieses Cheat-Programme das Problem. Das Problem liegt tiefer, es liegt darin, dass das Betriebssystem solche Konstellationen überhaupt zulässt.....


Posted: 08:08, 8 January 2012
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Wahlkampf

 

 

Moin. Ok. Jetzt bin ich mittendrin. Im Wahlkampf. Ich grüsse irgendwelche Leute auf der Strasse und helfe alten Damen über die Strasse, auch wenn sie umsverrecken auf der hiesigen Strassenseite bleiben wollen. Ich gebs zu: Ich bin im Wahlkampf. Ich muss mich verkaufen wie eine auf cold-turkey-sich-befindliche-16jährige. Aber ich machs gerne. Endlich mal so ein Dauergrinsen in der Fresse, wie wenn man schlafwandlerisch nächtens durch den Kleiderschrank gewatet und dabei einen Bügel in die Fresse gekriegt hätte.

 

Ja. Freunde, ich gebs zu. Ich will jetzt Macht. Ich will hier mal bestimmen. Weil so viele Teigtrockner und Foliengriller hier für die Stimmung sorgen, deshalb gebe ich mich her, opfere mich für DEINE Sache..... sorry...... das Wahlkampffieber ging da durch mit mir. Aber ich denke schon, dass es dümmere Wahlen gubte als mich. Die nie geliebt haben. Die nie verlassen wurden. Die nie einem kleinen Mädchen das unglaubliche Märchen von Jake, Joe und Paule (der Mann mit den Brüsten) erzählt haben...

 

Ich zähl dann auf Euch für auf den Nationalrat.


Posted: 09:05, 3 January 2012
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Die Einzige...

 

 

Moin. Wenn ich so über mein bisheriges Dasein nachdenke und an all die weiblichen Wesen, die da kamen und gingen (keine schlüpfrigen Scherze jetzt!!!) bleibt nur eine, bei der ich wirklich betrübt bin, sie traurig gemacht zu haben. Meine kleinste Tochter. Ich hatte nie die Gelegenheit, sie in der Art und Weise zu erziehen/erfreuen/begleiten, wie ich das mit den beiden älteren tun konnte. Und ich habe das Gefühl, dass da eine Traurigkeit in ihren Augen liegt, die sie das ganze Leben nicht loslassen wird.

 

Es ist mein Los, in diese schönen, traurigen Augen blicken zu müssen und darin mein eigenes Scheitern zu erkennen.


Posted: 09:57, 29 December 2011
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