Moin. Kürzlich, in diesem Land. Man möchte aus der Chemiemetropole in die Hauptstadt, privaterweise Besüchlein abstattend und - da dort nächtigend - ein Retourbillet benötigend, da mit der Bahn dorthinfahrend.
Bis hierhin zwar idiotisch kompliziert formuliert, geb ich zu, aber einigermassen klar, oder? Basel, 22.10., halb 5 abends. Bahnhof. Billetautomat. Die Dinger mit den Bildschirmen, an welchen die alten Leute verzweifeln und lieber 2 Stunden vor dem Schalter anstehen. Man kann dort Retourbillets lösen, aber - und das müsst ihr euch merken, Freunde - bis glaub 160 km sind die nur einen Tag gültig. Die Dinger laufen schneller ab als das M-Data auf Frischfisch. Also die SBB meint, es könnte so ein Schlaumeier, wenn er denn mehrmals von Basel nach Bern fährt und der Kondi es versifft, sein Ticket zu löchern, dasselbe für eine weitere Fahrt verwenden. Das finde ich eine ganz üble Unterstellung, aber anders kann ich mir den Sachverhalt nicht erklären.
Also, Ticket Basel-Bern gelöst, gelöst in den Zug geflezt, Bier, BaA (Blick am Abend) und der Platz vis-à-vis frei, also Beinstreckpotential >= Beinlänge. Hinfahrt gut, Abend gut, morgens frühauf, über die Bern-Wave in den Zug gesprintet (hatte 40 Sekunden übrig, Luxus!) und da kommt auch schon das Kontroll-Fräulein in den schlecht sitzenden dunkelblauen Hosen (oder haben die alle so seltsame Hintern?) und dem beknackten roten Halstüchlein und kontrolliert mein Ticket. Ich habs geahnt. Als ich sie sah, hab ichs geahnt. Es gibt nichts Schlimmeres als weibliche Kontrolleusen. Die wollen immer einen Ausweis. Die sind immer wach. Die nehmens immer ganz, ganz genau. Mädels, könnt ihr eigentlich morgens um 7 nicht einfach mal Dienst nach Vorschrift machen. Mal ein wenig easy? Es war Freitag verdammt, sie hätte sich auf ihren abendlichen Lover mit vorgängigem Essen beim Chinesen freuen können, aber nein, sie muss mich gestreng drauf hinweisen: Heute ist der 23. Auf Ihrem Ticket steht: Gültig am 22. Heilieger Bimbam. Ich weiss doch meistens noch nicht mal, welchen Monat oder Wochentag wir haben. Und die weiss schon morgens um 7, dass heute der 23. ist, der abgef***t aussehende Typ da aber ein Ticket mit der 22 hat.
Kurz überlege ich: Welche Strategie zieht? Den Empörten spielen? Oder eher den Doofen? Ich entscheide mich für doof. Doof und erschüttert. Die Dame lässt Gnade vor recht walten, klärt mich aber in sadistisch-süffisanter Art und Weise auf, dass ich das dann so-und-so machen müsse. Und ich nicke und danke. Danke Herrin. Demut. Schleim.
Ich wette, wenn sie ein Mann gewesen wäre, hätte sie ein ordentliches Zirkuszelt vor sich hingetragen beim Weggehen.
Moin. Musste freitäglichs auflegen in einer Disse. Ihr wisst schon, mein Neben-Nebenjob, ich machs gern, ich machs billig. Und: Ich finds immer noch irre, dass man für 6 Stunden schön abhängen, gratis Biertrinken, Lieblingssound auflegen und oben auf der Kanzel den dicken Max spielen auch noch Knete kriegt am Ende des Abends! Ist wirklich ein Job mit Zukunft. Aber am Freitag hats mir nicht ganz so Spass gemacht. Nicht, weil mein Mit-DJ wirklich einen Mundgeruch hatte wie die Mumie von Ramses II., sondern weil er einfach kein glückliches Händchen hatte. Bitte. Die Mädels und Jungs in Liestal, die wollen einfach nicht diesen typischen Hochschwarzwald-Dancing-Einheitsbrei, ein bisschen Schunkelschunkel-Spanienurlaub-Houseverschnitt. Die wollen Rock. Die wollen Funk. Die wollen Vinyl mit Knistern und so.
OK, ich hab mir auch einen Lapsus erlaubt - entgegen meiner Devise "Keine Experimente, mein Junge!" hab ich "The Boys are back in Town" von Thin Lizzy aufgelegt. Ich finds noch nett, aber es war ein Tanzflächenleerfeger vom Feinsten. Shit. Und das nach "It's a long way to the Top" von AC/DC. Shit. Mach ich nicht mehr. Aber ist wie in einer Ehe, nachher ist man immer klüger, gell?
Dann wurde mir noch vorgeworfen, zahm zu sein. OK, vielleicht leg ich das nächste Mal für den Plebs mal was von Billy Cobham auf. "Red Baron" vielleicht. Da wär ich vielleicht bei der Disco-Bohème wieder in, aber die Bude leer. Wes Brot ich fress, des Lied ich sing. Sollte man sich als DJ zu Herzen nehmen. Wer als DJ seine Lieblingsmusik hören will, soll zu Hause seine Steeeeeoooaaanlage malträtieren.
Schreibmässig zahm? Ich weiss nicht, ob der Vorwurf in diese Richtung ging. Naja. Ich kann schon mal wieder über die SBB oder die verf***ten Stimmbürger in O. herziehen, die mal wieder eine neue Sportanlage abgeschossen haben. Unter dem Motto: "Wir wissen zwar nicht, was wir wollen, aber wir sind trotzdem dagegen!".
Die sterben alle mal an versteinerten Exkrementen in ihrem Enddarm.
Moin. Kennt Ihr auch die Muotataler Knallfrösche? Oder wie heissen die genau? Auf alle Fälle beschäftigen die sich mit dem Wetter. Nun ist ja Wahrnehmung - auch des Wetters - eine äusserst subjektive Angelegenheit. Die Amis versuchen dem beim Wetter dadurch zu begegnen, dass sie auch noch die "gefühlte Temperatur" angeben. Richtig so. 5 Grad in Helly-Hansen-Unterwäsche und gewirktem Bisamfell wirken nämlich eindeutig wärmer als 7 grad in der Badehose im Blizzard.
Bei den Jahreszeiten - rückblickend - finde ich, sollte man auch noch die emotionale Temperatur einfliessen lassen. Nach dem kühlen Jahresbeginn folgte also ein sackkalter März/April, eine äusserst wechselhafte Periode von Mai - Juni, heisse Sommerabende und nun ein goldener Herbst. Und wie hiess es in der Fabel? Alle Monate haben ihr Gutes. Die einen reinigen, die anderen bauen auf, lassen verdorren oder spriessen, trocknen aus und der Herbst lädt sodann zur grossartigen Ernte.
Moin. Alles Dreck. Zumindest, was Fussball anbelangt:
- Servette dümpelt immer noch irgendwo im Niemandsland
- Hertha ist versiffter denn je
- und überhaupt
Aber das Schlimmste: Eine WM ohne Argentinien! Ohne die Weissblauen.... Leute, das überleb ich nicht! Eine WM ohne Bier - ok. Eine ohne Beni Turnheer: Super. Aber ohne die Biancelestes????!!! Shit Leute, das zerreisst mir die Seele. Wieso haben sie San Diego zum Trainer gemacht? Warum? Warum habt ihr das getan??!!! Würde Gigi Oehri Karli Odermatt zum Trainer des FCB machen? Oder England Paul Gascoigne zum Chef der Three Lions? Nein, täten sie nicht!
Ich fass es nicht. Ich bin irgendwie erschüttert. Argentinien müsste in dieser Gruppe locker 2ter werden. Ich meine mit diesen Leuten. Aber mit dem Kokser an der Seitenlinie? Haha.. "Linie"... wem würde da zu Maradona nicht irgendein idiotischer Witz einfallen??
Bitte, bitte, bitte.... der Zar wirft sich vor den Fussballgöttern in den Staub: Macht, dass Argentinien an die WM kommt... BITTTEEEEEEEEEE!!!
Moin. Heut bin ich grudsätzlich schuldlos übermüdet. Ich weiss, einige von Euch kennen mich als Ausgänger, der nach Hause kommt, wenn andere Pfeifen mit dem vö..., äh, wenn die Vögel mit dem Pfeifen beginnen. Aber gestern war eigentlich Planankunft zu Hause so gegen 2 Uhr. Denkste. Ich habe nicht mit den Nachtvögeln, äh, Nachtpfeifen der SBB gerechnet. Olten. Zugsmetropole der Schweiz. Knoten zwischen Bern, Genf, Zürich, Basel, Luzern. Aber wisst Ihr was?
AB 1 UHR IST DORT PRAKTISCH FEIERABEND! Die Weichen werden geschlossen, der Strom runtergefahren und die letzten Züge mit 9 Minuten Verspätung richtung Liestal gelenkt. Dort verpasst man natürlich deshalb den fast letzten Zug nach Gelterkinden (wo sie sowieso nur ungern halten) und landet dann auf dem 2.59er-Zug, nach einer Stunde Wartens auf dem Liestaler Bahnhof mit seinem pulsierenden Kulturangebot (Schleckzeugs-Automat, Blick am Abend, besoffene Kotzteenies).
Notabene: Ich nahm da den Nachtvogel-Zug, der die Nachtverbindung von Basel nach Gelterkinden sichert - die ganze Nacht lang! Aber von Olten nach Zürich? Von Olten nach Basel? Zwischen 1.30 Uhr und 5 Uhr an den Wochenenden: Fehlanzeige!
Aber die alten Omis zum Ortophäden schippern zwischen 9 und 11, drei von denen pro Zug, jeden Werktag, das könnense problemlos.
Moin. Verfluchte Technik. Früher war alles besser. Also so vor etwa einem Jahr. Da lief meine Geschirrwaschmaschine, mein Compi und der Chat in Facebook. Heute? Alles Kacke, alles Japsen-Gerümpel, alles Billigschrott aus Hongkonchina und Deutsch-Tsingtau!
Die Geschirrwaschmaschine hab ich noch versucht zu reparieren, aber das Ding widersetzte sich sowohl gutem Zureden als auch harter Schläge mit dem Maurerfäustel (dies, meine Damen, ist ein mittelgrosser Hammer, der beidseitig stumpf ist). Also, schicken wir die Ehefrau in den IKEA, kauft sie sich die Geschirrwaschmaschine ihres Vertrauns (nebst wiederum allerlei unnötigem Krimskrams) und lässt mich den 200-kg-Brocken die Treppe hochschleppen. Gott sei dank mach ich beim Krafttraining zur Zeit eine Anabolikakur. Beim Einbau hab ich mir einmal in den Dopen geschnitten und mit meinem Allzweckwerkzeug (ja, die Damen, gut aufgepasst: Der Maurerfäustel) eins auf den anderen gehauen. Aber wenigstens läuft das Ding jetzt. Hatte dann noch Ärger mit der Frau, weil ich wutentbrannt nach der erfolgreichen, mühsamen Montage per SMS eine spezielle Naturallohnentlöhnung verlangte. Kam schlecht an.
Und meine Tröte von Compi. Der Akku ist ja schon lange müde wie Bundesrat Merz. Impotent wie Dölfi Hitler, aber schwer wie Göring. Häh? Wie komm ich eigentlich auf all die Nazi-Bonzen? Ah ja, heute ist ja der 70gste des Teutonenüberfalls auf die Nordpolen. Oder die Südpolen. Seht ihrs? Ich habs gemerkt, die Basler Regierung nicht. Wo war ich eigentlich? Ach ja: Meine Tröte. Hat jetzt glaub auch noch einen Virus. Oder ist das einfach Windows? Hoffentlich kreuzt sich Windows nicht mit H1N1. Sonst gibts nen Apple... hahaha. Der war gut! Den kannte ich selbst noch nicht!
Der Facebook-Chat ist - wie das ganze Facebook - von einigen Juristen programmiert worden. Ich weiss, das ist jetzt wirklich ein schlimmes Schimpfwort und ich hoffe ich kriege keinen Ärger mit erbosten Eltern. Aber vollweiche Schrumpfdebile erschien mir als Alternative zu schwach. Der Chat schmiert einfach ab und an ab. Vor allem, wenn man mal eine hübsche Dame an der Angel hat. Was beweist, dass die Facebookies alle nur auf Männer stehen.
Moin. Ich war etwas weg. Aber heute, Leute, heute haben sie mich aber aus dem Busch geklopft wie seinerzeit die Amis im Pazifik die Japsen beim Island-Hopping aus den Erdhöhlen (mit dem Flammenwerfer)!
Dies blöden Hinterwäldlerbehörde! Ich habe offiziell im Namen unseres Hinterwäldler-Turnvereins bei der Hinterwäldler-Gemeinde angefragt, ob wir einen freien Hallenplatz für eine Riege ü35 haben könnten. Was retourniren mir diese Schw... lutscher?? Genau 4 Wochen, nachdem ich den Brief abgesandt habe?? Diese Hinterlader finden, mein Gesuch sei nicht auf dem offiziellen TV-Briefpapier eingegangen, zudem fehle die Unterschrift des Präsidenten!
Ihr verblödeten Hornochsen, Vegetarier, Trogoldyten, Diplomgauner, Süsswassermatrosen, Hottentoten, diplomierten Analphabeten!!! WIR HABEN GAR KEINEN PRÄSIDENTEN! Wir, der Restvorstand mit mir als klammem Kassier versuchen verzweifelt, die Geschäfte des Vereins am Laufen zu lassen! Und ihr Teichrosengiesser, Entenfütterer kommt mir so daher! Aber wir können auch anderst! Jetzt setzt's ne Aufsichtsbeschwerde beim Regierungsrat ab, basta!!
Würde ich - als Staatsangestellter! - nur halb so blöde tun, sie würden mich in Basel auf kleiner Flamme rösten!!!
Moin. Mal wieder eine meiner längst vernachlässigten Hass-Blog-Einträge. Nee, ich wettere nicht gegen linke Damen in Sackgewändern und ohne Schminke, das ist mir eigentlich Wurst, ich guck halt einfach dann andere an, aber heute, ich sags Euch, hats die SBB bei mir echt bis in die tiefste Steinzeit ruter verkachelt.
Zum 6. Mal (in Worten: Sexten Mal!!!)in zwei Monaten hat so ein Pennbruder von Lokführer vergessen in Gelterkinden anzuhalten! Da fliegen sie auf den Mars und an der Venus vorbei, aber einen hundskommunen Schnellzughalt in Gelterkinden? Nada. Nix. Njet. Irgendwie muss die SBB Gelterkinden hassen. Ich kanns mir nicht anderst erklären. Deshalb haben sie wohl auch die zwar stinkigen, jedoch beheizten und geräumigen Wartehäuschen auf dem Perron durch zwei Kaltwasseraquarien ausgetauscht. Unbeheizt, mit Metallbänken. Da friert dir im Winter der Arsch nicht nur ab, sondern AN!
Ich werde den Jungs von der SBB (echt, das müssen Jungs sein: so abge****t vergesslich KANN keine Frau sein!!) nun mal einen Block post-it senden wo's drauf steht: Nicht vergessen: In Gelterkinden anhalten!!!!! Und 2 Liter Milch mitbringen.... heheh, das war jetzt ein Witz, gell? Blödsinn, sowas!
Ich finde, die SBB müsste jedem Fahrgast, der in Gelterkinden aussteigen wollte 1000 Stutz Handgeld geben. Du, das nächste mal würden wir uns sogar echt freuen, wenn die Pennmützen wieder durchbrausen!!
Moin. Fuck. Die Bäume in unserem Garten werden tatsächlich immer grösser. Naja, es besteht die Hoffnung, dass ich kleiner werde, aber irgendwie denke ich, dass eher ersteres zutrifft. Die Bäume werden grösser, die Kinder auch, das Haus älter, die Frau komplizierter, ich eitler und überhaupt. Verdammte Zeit. Könnte man hier nicht einfach mal sagen "Halt!"? Hier wärs gut, hier bleiben wir.
Aber nein, die Zeit, die blöde Kuh eilt voran wie wenn es um die letzten Ausverkaufsstücke bei Belldona ginge. Ich hab die Nase satt vom Fortschritt. Ich guck mir den Rütlischeiss im Bunker an, kauf mir einen 80ger-Jahre-Blazer mit Schulterpolstern und stell mir meine Frau 20 Jahre jünger vor.
OK. Wer kennt den Terminus "Overkill" noch von Euch Jungspechten??!!
Moin. So, heute mal wie Ludika. Mit religiösem Eifer . Ein Psalm Zars, vorzusingen:
2
Denn sie haben ihr gottloses und falsches Maul wider mich aufgetan und singen ihren volkstümlichen Schlager wider mich mit falscher Zunge.
3
Und sie singen giftig wider mich allenthalben und trällern wider mich ohne Ursache.
4
Dafür, daß ich applaudiere sind sie wider mich; ich aber halte mir die Ohren zu.
5
Sie beweisen mir Böses um Gutes und Haß um Liebe.
6
Setze Banausen über ihn; und der Dieter Bohlen müsse stehen zu seiner Rechten!
7
Wer sich die Kacke anhört, dessen Gesumme müsse Sünde sein.
8
Seiner Tage müssen wenig werden, und sein CD-Player müsse ein anderer empfangen.
9
Seine Kinder müssen Waisen werden und sein Weib eine Witwe.
10
Seine Kinder müssen in der Irre gehen und rappen und suchen, als die verdorben sind.
11
Es müsse der Wucherer aussaugen alles, was er hat; und Fremde müssen seine Güter rauben.
12
Und niemand müsse ihm gute Musik abspielen, und niemand erbarme sich seiner CDs.
13
Seine Aufnahmen müssen ausgerottet werden; ihr Name müsse im andern Glied vertilget werden.
14
Seiner Interpreten Missetat müsse gedacht werden vor dem Herrn, und seiner Aufnahmen Sünde müsse nicht ausgetilget werden.
15
Der Zensor müsse sie nimmer aus den Augen lassen, und ihr Liedgut müsse ausgerottet werden auf Erden,
16
darum daß er so gar keine Barmherzigkeit hatte gegenüber gutem Geschmack, sondern verfolgte den armen Musikliebhaber und den Betrübten, daß er ihn tötete.
17
Und er wollte den grauenhaften Refrain haben, der wird ihm auch kommen; er wollte der Verbesserung nicht, so wird er auch ferne von ihm bleiben.
18
Und zog an den Fluch wie sein Hemd; und ist in sein Inwendiges gegangen wie Wasser und wie Öl in seine Gebeine.
19
So werde er ihm wie ein Kleid, das er anhabe, und wie ein Gürtel, da er sich allewege mit gürte.
20
So geschehe denen die volkstümlichen Schlager hören, und reden Gutes darüber.
21
Aber du, grosser Zensor, sei du mit mir um meines Seelenheiles willen; denn dein Bannspruch ist mein Trost; errette mich!
22
Denn ich bin irr und elend; mein Stern, der deinen Namen trägt, ist erschlagen in mir.
23
Ich fahre dahin wie ein Schatten, der vertrieben wird, und werde verjaget wie die Heuschrecken.
24
Meine Stimme ist schwach vom Heulen; und mein Fleisch ist mager und hat kein Fett.
25
Und ich muß ihr Spott sein; wenn sie mich sehen, schütteln sie ihren Kopf, da ich schöne Musik höre.
26
Stehe mir bei, Zensor; hilf mir nach dem Gesetze des Geschmackes
27
daß sie inne werden, daß dies sei deine Hand, daß du, Zensor, solches verbietest.
28
Singen sie, so zensiere du. Klatschen sie rhythmisch, so müssen sie zuschanden werden; aber dein Knecht müsse sich freuen.
29
Volkstümliche Schlagerstars müssen mit Schmach angezogen werden und mit ihrer Schande bekleidet werden wie mit einem Rock.
30
Ich will den Schergen der Polizei sehr danken mit meinem Munde und sie rühmen unter vielen;
31
denn sie stehen dem Musikliebhaber zur Rechten, daß sie ihm helfen von denen, die sein Leben versauen.
Moin. Das wichtigste, Leute, das ist der inner Frame. Nicht Geld, nicht Erfolg, nicht Frauen, nicht Männer (servus die Madeln!), nicht ekstatischer Sex. Nein, der inner Frame ist das Wichtigste. Ich kenne den Buddhismus zu wenig, aber ich glaube zu wissen, dass die da so was ähliches predigen. Ist das überhaupt eine Relilgion? Egal.
Mein neuer alter Kumpel Franz (ich kenn ihn erst seit kurzem, es scheint mir aber, als ob ich den schon ewig kennen tät) meint, er hätte schon viel auf die Fresse gekriegt und seine neue Freundin -nota bene die Busenfreundin meiner Frau, welche aber ihre Gewichtsreduktion gerade in dieser Gegend realisiert hat - leider! - auch.
Gucke aus dem Zugfenster, pfeif mir die Woken rein. Wenn dann noch so über den oberen Wolkenrand frech die Sonne lugt und der Morgen allgemein wie so ein Stück Leasing-Ferien schmeckt, dann find ich gar einen Montagmorgen oft extraordinär.
Ich bin nicht das Wichtigste. Aber eigentlich auch sonst niemand.
Moin. Jep. Gestern mal wieder gings über die Bühne. Ballern, Würste essen, Höhenfeuer, Lampe füllen. Beim nach Hause torkeln in Kuhplfätter latschen, heute morgen bei strömendem Regen aufräumen. Ma 'ti femme deroweil auf Walking-Tour. Ätsch. Die hatte heut morgen ein Kilo mehr.
Am 31.7. haben sie uns an der offiziellen Bundesfeier den Plastiksack mit den Bomben geklaut, also den bengalischen Zeushündli, den zwei Zuckerstöckli und irgendwas, das knallt, wenn man es der Oma an den Hintern schmeisstt. Knallteufel! Welches unpatriotische Schwein beklaut denn Mitschweizer am 1. August.... ok, es war ja erst 31. Juli.
Die Jungs an der Strasse hielten sich auch ziemlich zurück. Früher war 5 Tage vor- und 5 nachher Sperrfeuer wie bei Verdun angesagt.... (ihr kennt die Schlacht von Verdäng von Gerhard Polt, oder?) Mein Kollege Jan kommt beim Gespräch um Raketen dann immer wieder auf so ein unsägliches Youtube-Filmchen, wo einer ein Peng-Ragetli versucht aus dem Hintern zu starten. Das müsst ihr mal suchen.
Es gibt Leute, die tun sich auf so idiotische Art und Weise selbst weh, man könnte pausenlos schreien....
Moin. Menschen sind eigentlich allesamt seltsame Kerle. Nehmen wir die Männer. Die einen sind notgeile Vollidioten, die sich krallen, was zu krallen ist und nicht bei 3 auf den Bäumen. Die anderen haben die Beste und möchten noch 20 mehr. Frauen? Hm. Passen wir mal auf. Ich denke, sie nehmen sich jeweils das Beste, was grad zu kriegen ist. Mit Betonung auf "grad". Denn schon morgen biegt ein Besserer um die Kurve und dann kannste die Sache abhaken.
Tönt komisch - is aber so.
So hab ich irgendwie vom Romantiker zum Diabetiker mutiert. Oder wie heissen die, die nicht mehr so süss raspeln? Agnostiker? Alkoholiker? Veterinäre? Egal. Ich denke, jeder Mensch muss seinen Frieden in sich selbst finden (OMMMMMM.... Ludika!)
Die interessantesten Menschen sind eigentlich Kinder. Nee, ich denk noch nicht mal an Pädos, ihr Jacksons!! Aber diese asexuellen Wesen, vertieft ins Spiel, mit wenig Sinn fürs gestern oder morgen, sondern Beherrscher des Augenblicks... eine Glacée, Spongebob am Fernsehen oder der Moment, wo sie das Papier vom Weihnachtsgeschenk reissen. Da explodiert das Universum im Urknall, immer und immer wieder, neues, grosses und irgendwie verrücktes generierend.
Schreibt man jetzt diese vermeintlichen Adjektive im letzten Satz eigentlich alle gross???
Moin. Lange her, Leute. Lange her, dass ich wirklich gelebt habe. Lange her. Man sollte manchmal die Zeit nicht in Stunden oder Minuten messen. Aber in Momenten.
A propos Moment: Ich muss Euch einfach nochmals diese Sequenz bringen:
Moin. Nachdem man mir hier vorgeworfen hat, hallizunogene Stimulanzien für die Schreiberei zu verwenden, muss ich mich mal dem Thema Drogen zuwenden. Nein, ich nehm keine. Fast. Bier, Rotwein und Drum hellblau. Zudem gibts da einige Damen, die positive oder negative psychedelische Zustände in mir hervorrufen. Aber wer Mann ist, weiss was ich mein. Und einer Frau dies näher zu erklären ist reine Zeitverschwendung.
Trotzdem bin ich der Meinung, dass der Menschheit einige grosse Kunstwerke vorenthalten worden wären, hätte sich der entsprechende Künstler nicht gar arg was in die Blutbahn geschluckt/gespritzt/gesnieft oder gesonstwast. Hemmingway zum Beispiel. Der Kerl soff wie ein Loch und ich mach eine Wette, "der alte Mann und das Meer" hat er mit 2 Promille geschrieben. Käme ein nüchterner Mensch auf die Idee, die Bootsfahrt eines alten Sacks beim Angeln über 200 Seiten zu beschreiben? Ich sag nur: Proust!
Und die Bilder von Dali. Der Kerl muss ja Pilze geraucht haben, dass die Bronchien staubten. Van Gogh? Ein wüster Absinthsäufer. John Lennon? Alk, Heroin, das ganze Programm. Stan Laurel? Soff seit dem Tod seines Sohnes wie ein Loch. War übrigens glaub 5 mal verheiratet. Wer macht sowas nüchtern?!
Pablo Picasso: Ich tippe auf Opium. Frauen mit 3 Brüsten wären ja eher was für LSD, aber der Hoffmann hat das erst später entwickelt. Elvis? Eine wandelnde Pillendose. Edith Piaff? Soff sich unter die Erde, genau wie Jimmy Morrison, Keith Moon, Jimmy Hendrix, Jannis Joplin, Brian Jones. A propos Brian. Brian Willson von den Beach Boys war mitte 60ger nahe dran, die Beatles psychadelisch vom Thron zu stossen. Vor "Smile" hat er einfach ein wenig zu viel LSD eingeworfen und sich hernach für 5 Jahre in seinem Schlafzimmer eingeschlossen.
Wie sagte schon der Säufer im "Petit Prince"? "Warum ich trinke? Um zu vergessen. Um zu vergessen, dass ich trinke."
Moin. Freunde! Wir treiben das Schalenwild vor uns her, bis ihm die Lefze knietief hängt! Testosterongeschwängerte Luft, vermengt mit frischem Blut, feuchtem Wald und zwei Hörner zu viel Wein. So preschen wir durch das Chaos und geben unseren Rössern die feine Peitsche zu schmecken; nicht weh solls tun, aber den Irrsinn weitertragen, weiter, weit hinaus in die wilde Steppe, hinein in den Sonnenuntergang, bis wir vom Rücken unserer Pferde stürzen und im Staub aufschlagen; die Augen weit aufgerissen, die vielen, vielen tausend Sterne sehend und dann hineinstürzend, in einer Spirale aus Liebe und Verzweiflung, Mut, Nacht, Licht und Tod.
Moin. Heut war ich am Ende der Welt. Da fährt man zuerst nach Eptingen, dann rechts und dann raufraufraufrauf bis zuoberst und dann ein wenig runter, dann wieder links. Da ist dann so eine kleine Hütte unterhalb des Kilchzimmersattels (für die Eingeweiden. Oder heissts Eingeweihten?) wo meine mittlere Tochter (das stille Wasser mit der Energie eines Fusionsreaktors) ihren Abschied von der 3. Klasse feiert. Hüttenzauber, abends vor dem tollen Übernachten im Schober noch grillieren mit den eingeladenen Eltern. Etwa 30 Eltern waren da. Mit 32 Autos.
Mann. Am Ende der Welt mit den grössten Langeweilern der Welt. Der Abend hatte es wirklich in sich. All die intakten Beziehungen (welche sich dafür abseits angifteln, weil er ihr irgendwas vorwirft, was sie aber eigentlich jetzt aso gemein findet) waren fast ein wenig to much. Ich verzog mich ab und an hinter die Hütte, um an einer Kippe zu nuckeln und auf einen Ameisenhaufen zu schiffen. Am Tollsten war noch der Abwasch mit Kollega M., ein stiller Jäger, der die Natur liebt. Der Typ ist klasse. Dem musst fast 5 Stutz hinlegen, damit er mal ein Wort zu viel sagt.
Meine Frau stapfte derweilen tapfer und alleine durch die Hemisphäre der Harmonie. Hier ein Schwätzchen, da ein gepresstes Lachen. Verloren wie ein Kolibri in der U-Bahn. Am Ende der Welt wurde auch sie vom Ende der Zeit eingeholt.
Moin. Kennt Ihr diese Oper auch? Na, dann seid Ihr aber falsch informiert. Die hiesse nämlich La Traviata. Oh Mann, war dieser Scherz flau... Aber ich hatte gestern eine ziemlich alkoholgeschwängerte Spaghettiesserei mit unserer Hobby-Volleyballmannschaft. Keine Angst, uns allen ist dieser Sport so fremd wie z.B. Kühlschrankweitwurf. Aber das Schicksal hat so 6 Leute zusammengeführt, die allesamt interessante Kerlchen sind. Und wir haben sogar noch ne Anstandsdame dabei - die ist auch interessant, aso nicht so wie Ihr jetzt wieder denkt. Eigentlich eine Männergesellschaft mit Dame. Wobei die Dame mit dem einen Mannschaftsmann liiert ist.
Item. Wenn Leute den Film "The Big Lebowsky" gut finden oder "Pulp Fiction" oder "American Beauty" dann weiss man, dass man ziemlich auf einer Wellenlänge liegt. OK, einige fanden sogar Cheech & Chong cool, das ist schon eher verdächtig. Die Spaghetti waren auf alle Fälle spitze, ebenso der Wein und das Bier und der Grappa....
Wär schön gewesen, wäre heute Samstag. Bisschen mehr Schlaf hätte genützt.
Moin. Heute fühl ich mich nicht wie James Bond's Martinis, nämlich geschüttelt, nicht gerührt. In den vergangenen Monaten hab ich oft mit Wehmut an die Vergangenheit gedacht. Gespickt mit "Wenns" und "Warums". Gerührt halt, vom Barmixer des Lebens, der zu viel Vermouth und zu wenig Campari erwischt hat.
Heute war eher der Tag des Geschütteltwerdens. Mal steh ich hier, mal da, mal denk ich zu wissen, dann weiss ich zu denken oder zu vergessen. Welle an Welle rollt hier an den Strand, reisst einiges mit, lässt einiges liegen. Die eine Welle kommt höher hinauf, andere brechen bereits weit vor dem Ufer und zerbersten in weissen Schaum. Man sollte loslassen. Sich in die Fluten legen und warten, an welche Gestade einem die Gezeiten des Schicksals hintragen. Weit weg? Ganz nah? Egal.
Aber die neuen Gebiete wird man zumindest frisch gewaschen und ordentlich gesalzen erkunden dürfen.
Moin. Matto ist das italienische Wort für "Irrsinn". Ich denke, Irrsinn kommt irgendwie von "verwirrte Sinne", irgendeine Wahrnehmung ist falsch, man sieht rot, wo schwarz wäre und hört dies obwohl das gesagt wurde. Wenn jemand dem Irrsinn verfällt ist das eine schmerzliche Angelegenheit. Weniger für den Irren selbst, sondern für die anderen. Vielleicht auch für den Irren, aber der nimmt das ja anderst wahr.
Verliebtsein geht in eine ähnliche Richtung. Verwirrte Sinne, falsche Wahrnehmungen, Fehlinterpretationen.
Sich zu verlieben katapultiert den Menschen in einen emotionalen Ausnahmezustand: “Was dann passiert, ist durchaus mit einem psychiatrischen Syndrom zu vergleichen, das mit Herzrasen, Schlafstörungen, Halluzinationen, Wechselbädern von Euphorie und Qual, und sogar schizophrenieähnlichen Zuständen einhergeht“, erklärt Arnold Retzer, Leiter des Systemischen Instituts Heidelberg. Doch früher oder später endet der Höhenflug. „Ein Leben im Ausnahmezustand ist mit dem Alltag auf Dauer nicht vereinbar“, sagt der Paartherapeut. Störelemente tauchen auf, man entdeckt Seiten am Partner, die weniger entzücken.
Noch witziger finde ich diesen Artikel:
Langjährige Erfahrung in Praxis und Labor, leidvolle Selbstversuche wie auch Feldstudien bilden das Fundament des folgenden Verliebtheits-Stufenmodells.
1. die Augen-Phase:
Der Blick fällt auf das Objekt der Begierde. Oder wie es Anrufer XX ausdrückte: "Augen sehen plötzlich schärfer". Dieser Tunnelblick ist auch unter Drogeneinwirkung bekannt. Verliebte sehen deshalb oft auch aus, als wenn sie völlig bekifft wären.
2. die Bauch-Phase:
Schmetterlinge im Bauch kündigen an, dass das Leben so wie es vorher war, nicht mehr sein wird und das als durchaus gewünschter Effekt. Dies löst sofortigen Appetit- und Schlafmangel aus (Liebeskrank) und führt zu Derealisationserleben. So gefällt man sich plötzlich selber im Spiegel und findet den/die Partner/in, das Schönste, was je auf diesem Planten auf zwei Beinen lief.
3. die Hände-Phase:
Hände berühren sich zufällig oder absichtlich, Strom fliesst und die ganze Chose ist gelaufen. Klarer Fall von gegenseitiger Verliebtheit! Darauf folgt mehrstündiges Hände-halten mit molekularem Austausch zwischen den Verliebten.
4. Herz-Phase-1:
In der Herzphase 1 erfolgt die sanfte Landung der geliebten Person im eigenen Herzen. Ungefähr so wie die erste Mondfähre der Apollo-Mission auf dem Mond. Ein kleiner Schritt für einen Menschen aber ein grosser Schritt für die Liebe.
5. die-Sie-sie-wissen-schon-welche-Organe-ich-meine-Phase
Nun folgt in der Regel tiefer, wilder, leidenschaftlicher Sex, in einer Intensität, wie wenn es darum ginge, Sex neu zu erfinden.
6. Fuss-Phase
Das Miteinander-Füsseln läutet meist die erste Abkühlungsphase ein. Die Liebe bleibt, die Leidendschaft und die Verliebtheit klingen ganz leicht und unmerklich ab.
7. Kopf-Phase
Mensch ertappt sich beim ersten Kopfzerbrechen darüber, ob das jetzt wirklich auch sicher, der Fang fürs Leben ist. Und der Ex oder die Ex war doch auch eigentlich auch nicht sooo schlecht und andere Mütter hätten ja auch noch schöne Töchter und Söhne. Und wenn mal nicht mal dieselben Filme mag...
8. Die Herz-Phase-2:
Liebeskummer in den Varianten a.) selber fremdgegangen und Schuldgefühle bis zu den Haarspitzen b.) betrogen worden und enttäuscht von hier bis zum Mond und wieder zurück c.) ganz vernünftig miteinander gesprochen und wertschätzend sich gegenseitig alle Achtung versichert und gleichzeitig dabei innerlich losgeheult. Herzschmerz vom Gröbsten.
9. Die Nieren-Phase
Das Ganze geht an die Nieren, tut weh, nagt am Selbstvertrauen, bläst Selbstzweifel in Zeppelingrösse auf und lässt Tränen fliessen.
10. Die Darmphase:
Die Trennung muss verdaut werden. Dazu sind einige Verdauungshilfen bekannt wie Alkohol, exzessivem Sport oder Schuhe kaufen, Trennungssex mit der/dem Ex oder Übergangssex mit der zweitbesten und gerade verfügbaren Garnitur.